Der Bestseller jetzt im Paperback! Mit Einschätzungsbogen für Eltern und Kinder und praktischen Tipps für typische Stresssituationen Gefühlsstarke Kinder – so nennt Nora Imlau Jungen und Mädchen, die von Geburt an anders sind als andere Kinder: wilder, bedürfnisstärker, fordernder. Aber gleichzeitig auch feinfühliger, sensibler, verletzlicher. Jedes siebte Kind kommt mit dieser besonderen Spielart der Persönlichkeitsentwicklung zur Welt. Und doch fühlen sich viele Eltern sehr allein, wenn ihr Kind als einziges Baby den Kinderwagen hasst und im Rückbildungskurs nicht auf der Matte liegen mag, auch als Kindergartenkind noch nicht alleine einschlafen kann und selbst im Schulalter noch viel Hilfe im Umgang mit seinen heftigen Gefühlsausbrüchen benötigt. Gewohnt fachkundig und einfühlsam leuchtet Nora Imlau aus, warum gefühlsstarke Kinder sich so von Gleichaltrigen unterscheiden und was sie von ihren Eltern brauchen, um einen gesunden Umgang mit ihren intensiven Emotionen zu erlernen. Plus: Ganz praktische Hilfestellungen für typische Stress- und Konfliktsituationen mit gefühlsstarken Kindern – vom Anziehen über den Kindergarten- und Schulbesuch bis zum Zähneputzen. Durchgehend vierfarbig gestaltet. Ausstattung: durchgehend vierfarbig
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Hortensia13
5/5
13.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Stärke der Gefühle
Jedes siebte Kind kommt mit einer besonderen Spielart der Persönlichkeitsentwicklung zur Welt. Die Autorin Nora Imlau gibt dem einen Namen: gefühlsstarke Kinder. Sie sind wilder, bedürfnisstärker und fordernder. Zugleich aber auch feinfühliger, sensibler und verletzlicher. Als Eltern fühlt man sich im Umgang mit ihnen schnell schuldig, verloren oder auch überfordert.
Der Autorin ist es sehr wichtig aufzuzeigen, dass niemand schuldig ist. Weder die Eltern noch das Kind. Wenn man empfindsam miteinander umgeht, kann eine bestärkender Familienzusammenhalt entstehen. Sie legt viel Wert auf die Erklärung, wieso es gefühlsstarke Kinder gibt und gibt einzelne Tipps für den Alltag, wie z.B. wie man aus dem Machtkampf beim Anziehen rauskommt.
Mein Fazit: Ein Thema, das mehr in Fokus kommen soll. Gefühlsstarke Kinder sind anspruchsvoller, aber umso kostbarer. Man muss sie nehmen, wie sie sind und nicht zur Norm herunterbrechen. Dieser Ratgeber bietet besonders Eltern von kleineren Kinder eine neue Sichtweise auf ihr Kind. 5 Sterne.
Lia48
5/5
09.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Gefühlsstarke Kinder verstehen & begleiten - Ein Wunderbares Buch!
„Denn je mehr ich darüber weiß, was im Kopf und im Herzen meines gefühlsstarken Kindes vorgeht, desto einfühlsamer und liebevoller kann ich es durch die wilden Stürme, die in seinem Inneren toben, begleiten.“
Habt ihr schon einmal von „gefühlsstarken Kindern“ oder von „spirited children“ gehört? Der deutsche Begriff wurde vor allem durch die Autorin Nora Imlau (von diesem Buch) geprägt.
Dabei handelt es sich um eine angeborene und vermutlich vererbbare Ausprägung der Persönlichkeit.
Neben extrem starken Gefühlsausbrüchen haben diese Kinder viel Energie, einen großen Bewegungsdrang, zeigen große Begeisterungsfähigkeit, Lebensfreude und haben einen äußerst starken Willen. Sie haben ein großes Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung, benötigen aber auch Halt und Orientierung.
Gleichzeitig schreien sie öfter laut (werden häufig unschönerweise als „Trotzkopf“, „Dramaqueen“ oder „Wutzwerg“ bezeichnet), schlafen lange nicht durch und haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren. Diese Kinder sind reizoffener und damit auch in ihrer Wahrnehmung von Sinnesreizen äußerst sensibel.
Sie reagieren schneller auf Stress als andere Kinder. Ihre Amygdala – das Emotionszentrum im Gehirn) – ist überempfindlich und reagiert dadurch selbst auf Kleinigkeiten, als wäre es eine Katastrophe, was den Kampf- oder Fluchtmodus (schreien, toben, verstecken, etc.) beim Kind aktiviert.
Die Eltern oder andere Bezugspersonen haben oftmals das Gefühl, dass ihr Kind immer wieder aus der Reihe tanzt, sich von anderen Gleichaltrigen unterscheidet. Sie sind erschöpfter als andere Eltern, weil sie der Alltag mit dem Kind so viel Kraft kostet. Dabei erfahren sie immer wieder Verständnislosigkeit von anderen Eltern, Verwandten oder Freunden und fühlen sich damit nicht selten alleingelassen. Manchmal wird ihnen in ihrem Umfeld fälschlicherweise dazu geraten, das Kind doch nicht so zu verwöhnen, dass man das unerwünschte Schreien ignorieren sollte, usw.
Doch damit würden sie das Gegenteil erreichen und dem Kind mehr schaden als helfen!
Etwa jedes siebte bis zehnte Kind kommt mit der Besonderheit der Gefühlsstärke zur Welt, häufig begleitet von gleichzeitiger Hochsensibilität. Auch die Übergänge zu sogenannten „High Need Babys“ sind fließend.
Diese Kinder benötigen im Alltag besonders viel liebevolle und behutsame Begleitung, Trost und Verständnis bei ihren Gefühlen und Emotionsausbrüchen.
Die Autorin hat selbst ein gefühlsstarkes Kind, hat sich seitdem mit der Persönlichkeitsforschung dieser Kinder beschäftigt und hat mit Wissenschaftlern, aber vor allem auch mit anderen Eltern von temperamentvollen, impulsstarken Kindern gesprochen, um Eltern zu zeigen: Ihr seid nicht allein! Und es ist normal, dass Kinder verschieden sind!
Tatsächlich habe ich erst durch das Buch erfahren, dass es mittlerweile einen Begriff für Kinder mit den aufgezählten Persönlichkeitsmerkmalen gibt.
Ich habe mich lange mit dem Buch beschäftigt und kann es sehr empfehlen, um gefühlsstarke Kinder noch besser verstehen zu können!
Auch wenn ich schon einiges wusste, konnte ich hier eine Menge für mich mitnehmen.
Mir wurde nochmals richtig bewusst, wie wichtig es ist, Kinder mit ihren Emotionen nicht allein zu lassen! Und dass es für jedes Schreien einen Grund gibt – gefühlsstarke Kinder sind dann häufig unglaublich gestresst und haben ein überreiztes Nervensystem!
Doch was können wir dann tun? Das Buch liefert jede Menge Tipps und Informationen zum Umgang mit starken Gefühlen bei Kindern und wie wir sie im Alltag dabei begleiten können.
Für Eltern stelle ich mir das Kapitel „Typische Herausforderungen im Alltag“ besonders hilfreich vor.
FAZIT: Ein wertvolles Buch für Eltern, Erzieher und andere Bezugspersonen, um gefühlsstarke Kinder besser verstehen und um sie mit ihren Emotionen im Alltag besser begleiten und unterstützen zu können! 5/5 Sterne!
Hilal Türe
aus Bielefeld
5/5
21.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Zurück zum normalen Familienleben
Zum Inhalt:
Nicht jedes Kind ist gleich. Manche sind umgänglich, manche wirken frühreif und manche wiederum sind sehr feinfühlig und sensibel. Nora Imlau nennt die Letzteren 'gefühlsstarke Kinder' und zeigt auf, woran man sie erkennt. Oft brauchen solche Kinder eine andere Herangehensweise, um alltägliche Belastungssituationen zu mindern und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit diesem Buch gibt die Autorin Tipps zur Bewältigung dieser Herausforderungen und klärt auch über die fehlerhafte Haltung der Gesellschaft gegenüber gefühlsstarken Kindern auf.
Meine Leseerfahrung:
Eltern von gefühlsstarken Kindern werden sich womöglich immerzu in diesem Buch gänzlich wiederfinden. Ich persönlich habe es aus reinem Interesse gelesen, und auch nur kurzweilig, weil hier immens viele Informationen zusammengefasst sind, die ich erstmal für mich Stück für Stück verarbeiten musste.
Hier und da gab es einige Punkte, die ich durchaus auch in unserer Alltagssituation wiedergefunden habe. Aber ich könnte nicht mit 100%iger Gewissheit sagen, dass unsere Jungs zu den gefühlsstarken Kindern gezählt werden könnten. Auf der einen Seite war ich erleichtert, weil ich die Belastung betroffener Eltern teilweise nachvollziehen kann. Auf der anderen Seite finde ich, ist das Buch stellenweise zu pauschalisierend, so dass man kaum wirklich sagen kann, ob man selbst betroffen ist oder nicht. Gefühlsstark zu sein, ist ja, wie mehrmals betont, keine abschließende Diagnose. Bei manchen Abschnitten musste ich mich sogar selbst fragen, ob ICH eventuell nicht die gefühlsstarke Person in der Familie bin. Einige Punkte sprechen dafür, einige wiederum dagegen. Die Grenzen sind meines Erachtens zu schwammig, um sie klar ziehen zu können.
Nichtsdestotrotz habe ich Einiges an Hilfestellungen aus dem Buch für mich mitnehmen können und festgestellt, dass ich bereits ein paar der vorgeschlagenen Strategien zur Entschärfung von Krisensituationen und der optimalen Begleitung des Kindes selbst praktiziere, wenn bei uns mit zwei wilden Kleinkindern die Fetzen fliegen. Also scheine ich doch nicht alles falsch gemacht zu haben. Und das gibt mir persönlich eine Erleichterung, die Gold wert ist.
Gut finde ich übrigens auch die Hilfestellungen für Eltern, wenn die Eingewöhnung in der Kita zum Desaster wird und wie man gefühlsstarke Kinder in das Schulsystem einführt. Solche Tipps sind sicherlich auch gut anwendbar bei Kindern mit womöglich anderen Besonderheiten. Zudem macht die Autorin auch auf das Schubladendenken von manchen Erziehern und Erzieherinnen sowie der Lehrerschaft aufmerksam und hilft, solches zu erkennen. So kann man viel besser darauf reagieren.
Fazit:
Nora Imlau bringt präzise die Schwierigkeiten in der Erziehung gefühlsstarker Kinder zum Ausdruck und gibt zahlreiche Hilfestellungen zur Bewältigung extrem belastender Alltagssituationen. Dabei geht sie auch oft genug auf die Gefühle und Ängste der betroffenen Eltern ein und nimmt ihnen die Selbstzweifel. Ein wirklich starkes Buch für Eltern mit besonderen Kindern!
Hilou
aus Bielefeld
5/5
21.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Zum Inhalt: Nicht jedes Kind…
Zum Inhalt: Nicht jedes Kind ist gleich. Manche sind umgänglich, manche wirken frühreif und manche wiederum sind sehr feinfühlig und sensibel. Nora Imlau nennt die Letzteren 'gefühlsstarke Kinder' und zeigt auf, woran man sie erkennt. Oft brauchen solche Kinder eine andere Herangehensweise, um alltägliche Belastungssituationen zu mindern und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit diesem Buch gibt die Autorin Tipps zur Bewältigung dieser Herausforderungen und klärt auch über die fehlerhafte Haltung der Gesellschaft gegenüber gefühlsstarken Kindern auf. Meine Leseerfahrung: Eltern von gefühlsstarken Kindern werden sich womöglich immerzu in diesem Buch gänzlich wiederfinden. Ich persönlich habe es aus reinem Interesse gelesen, und auch nur kurzweilig, weil hier immens viele Informationen zusammengefasst sind, die ich erstmal für mich Stück für Stück verarbeiten musste. Hier und da gab es einige Punkte, die ich durchaus auch in unserer Alltagssituation wiedergefunden habe. Aber ich könnte nicht mit 100%iger Gewissheit sagen, dass unsere Jungs zu den gefühlsstarken Kindern gezählt werden könnten. Auf der einen Seite war ich erleichtert, weil ich die Belastung betroffener Eltern teilweise nachvollziehen kann. Auf der anderen Seite finde ich, ist das Buch stellenweise zu pauschalisierend, so dass man kaum wirklich sagen kann, ob man selbst betroffen ist oder nicht. Gefühlsstark zu sein, ist ja, wie mehrmals betont, keine abschließende Diagnose. Bei manchen Abschnitten musste ich mich sogar selbst fragen, ob ICH eventuell nicht die gefühlsstarke Person in der Familie bin. Einige Punkte sprechen dafür, einige wiederum dagegen. Die Grenzen sind meines Erachtens zu schwammig, um sie klar ziehen zu können. Nichtsdestotrotz habe ich Einiges an Hilfestellungen aus dem Buch für mich mitnehmen können und festgestellt, dass ich bereits ein paar der vorgeschlagenen Strategien zur Entschärfung von Krisensituationen und der optimalen Begleitung des Kindes selbst praktiziere, wenn bei uns mit zwei wilden Kleinkindern die Fetzen fliegen. Also scheine ich doch nicht alles falsch gemacht zu haben. Und das gibt mir persönlich eine Erleichterung, die Gold wert ist. Gut finde ich übrigens auch die Hilfestellungen für Eltern, wenn die Eingewöhnung in der Kita zum Desaster wird und wie man gefühlsstarke Kinder in das Schulsystem einführt. Solche Tipps sind sicherlich auch gut anwendbar bei Kindern mit womöglich anderen Besonderheiten. Zudem macht die Autorin auch auf das Schubladendenken von manchen Erziehern und Erzieherinnen sowie der Lehrerschaft aufmerksam und hilft, solches zu erkennen. So kann man viel besser darauf reagieren. Fazit: Nora Imlau bringt präzise die Schwierigkeiten in der Erziehung gefühlsstarker Kinder zum Ausdruck und gibt zahlreiche Hilfestellungen zur Bewältigung extrem belastender Alltagssituationen. Dabei geht sie auch oft genug auf die Gefühle und Ängste der betroffenen Eltern ein und nimmt ihnen die Selbstzweifel. Ein wirklich starkes Buch für Eltern mit besonderen Kindern!
Bewertung
3/5
17.07.2023
Buch (Taschenbuch)
In Teilen hilfreich, aber...
Grundsätzlich ist es ein netter Erziehungsratgeber, der wirklich gute und hilfreiche Ideen liefern kann (was einem selbst in familiären Alltag hilft muss man einfach probieren). Insofern kann ich das Buch empfehlen.
Aber: Gefühlsstärke ist ein unheimlich schwammiger Begriff, der, obwohl das Buch das eigentlich nicht möchte, schnell stempelt. Die Tipps aus dem Buch sind oft ganz allgemein gehalten und sind aus meiner Sicht unnötig für gefühlsstark gestempelte Kinder. MMn ist es ein Erziehungsratgeber für Kinder, die mal still, mal laut, mal wild, mal ruhig sein können. Es braucht keinen selbst erfundenen Stempel.
Nervig fand ich persönlich die Beispiele berühmter Persönlichkeiten, die von der Autorin den Stempel "gefühlsstark" erhalten. Diese Beispiele habe ich nicht gelesen. Ebenso unnötig fand ich die ellenlange Liste völlig allgemein gehaltener Berufe, die eine Person mit dem Stempel gefühlsstark im Erwachsenenalter ergreifen könnte. Diese Teile des Buches wirkten auf mich (selbst Erziehungswissenschaftlerin M.A.) einfach etwas unprofessionell.
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