Produktbild: Zum Sterben zu viel

Zum Sterben zu viel Kriminalroman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

31.03.2021

Verlag

Ars Vivendi Verlag

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

1497 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783747202340

Beschreibung

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

31.03.2021

Verlag

Ars Vivendi Verlag

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

1497 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783747202340

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  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    13.04.2021

    eBook (ePUB)

    Zieht hinein in ein sehr anschauliches Setting und eine berührende Geschichte

    Ehe ich es mich versehen habe, war ich in die Geschichte eingetaucht und konnte den Reader nicht mehr aus der Hand legen. Die Zeit der Weimarer Republik mit ihrer politischen Unsicherheit, der drastischen Inflation, dem Hunger, den sozialen Missständen, der Flucht in die Städte und all die damit zusammenhängenden Probleme werden einem als Leser plastisch vor Augen geführt und sind so organisch und eng in die Geschichte, die Lebenssituationen der Charaktere und deren Motivationen und Ängste verwoben, dass ein dichtes Bild entsteht. Insbesondere die Nöte der Schreinerfamilie werden so greifbar, dass ich immer noch ein Kapitel weiterlesen musste, um zu wissen, wo das alles hinführt. Aber auch in die Polizeiarbeit, die damaligen Ermittlungsmethoden und die Prioritäten dabei führt die Autorin anschaulich ein. Und in all dem menschelt es sehr. Sehr schön auch die Dialekte, durch die die einzelnen Gesellschaftsschichten sich auszeichnen und die Bemühungen, die von den Figuren unternommen werden, durch eine Anpassung des Dialektes eine Brücke nach oben oder nach unten zu schaffen. Doch nicht nur darüber schafft es die Autorin, mir die liebevoll gezeichneten Charaktere aus den einzelnen Gesellschaftsschichten nahe zu bringen. Jede einzelne Figur ist mit ihren Bedürfnissen, Ängsten, Nöten und Gewissenskonflikten nachvollziehbar und ich konnte mit ihr fühlen. Beim Kriminalfall bzw. dem Mord, den es aufzuklären gilt, haben mich tatsächlich die Folgen, die sich daraus für die Schneiderfamilie ergeben, noch viel vordringlicher interessiert als die Frage, wer jetzt eigentlich der Täter ist. Und so habe ich mitgerätselt und den einen oder anderen falschen Verdacht gehabt. Die Auflösung war schließlich eine runde Sache Gerne mehr von Oberkommissär Wurzer und seiner Umgebung! Eine wirklich lesenswerte Geschichte!

  • chuckipop

    aus Bünde

    5/5

    02.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Historischer Krimi der besonderen Art - eindringlich und bewegend

    „Zum Sterben zuviel“ von Lotte Kinskofer ist als Taschenbuch mit 286 Seiten im März 2021 beim ars vivendi Verlag erschienen. Es handelt sich um einen historischen Krimi, der in München – Pasing 1922 spielt. Zum Inhalt: Ein bekannter Heimatdichter, Carus von Waldfels, wird ermordet. Schnell wird ein Verdächtiger festgenommen, der Schreiner Benno Stöckl. Man vermutet, er könne aus Eifersucht gehandelt haben, dabei ist er unschuldig. Bennos Frau Agnes bleibt verzweifelt allein mit dem Schreinergesellen zurück und muss ums nackte Überleben kämpfen. Außerdem quält sie die Sorge um ihre Kinder, die sie erstmal bei den Schwiegereltern auf dem Land gelassen hatten, um in Pasing Fuß zu fassen. Was werden die Mädchen nun zu erleiden haben, wenn die Bevölkerung auf dem Dorf mitbekommt, dass der Stöckl des Mordes verdächtigt wird? Mit aller Kraft kämpft Agnes darum, eine Lösung zu finden. Einzig Oberkommissär Benedikt Wurzer glaubt nicht so recht an die Schuld des Schreinermeisters, und der Nachbar des Opfers, der Anwalt Wolf Strate, nimmt sich Stöckls Verteidigung an. Und dann passiert der zweite Mord, auf dieselbe Weise… Meine Meinung: Der Autorin ist es gelungen, einen mitreißenden, atmosphärisch dichten Krimi zu schreiben, der sich nicht in erster Linie auf den Mord und die Tätersuche konzentriert, sondern durch die Betrachtung des Umfeldes und der damaligen Lebensumstände zu einem ganz besonderen Buch wird. Weiterhin zeichnet sich der Plot durch jede Menge Lokalkolorit sowie den bayerischen Dialekt aus, den Lotte Kinskofer je nach Bildung und Stand der jeweiligen Charaktere mal mehr, mal weniger ausgeprägt einsetzt. Die schwierigen Zeiten der Weimarer Republik werden sehr anschaulich geschildert, die Menschen wandern vom Land ab in die Stadt bzw. Vorstadt, um der Armut zu entkommen. Jeden Tag ist das Geld weniger wert, und das, was die Menschen sich erarbeiten, wird am selben Tag noch ausgegeben, da niemand weiß, ob man am nächsten Tag noch etwas dafür bekommt. Sowohl der klaffende Unterschied zwischen arm und reich sowie die Rolle der Frau werden in „Zum Sterben zuviel“ auf interessante Weise eingehend beleuchtet. Die Charaktere sind lebensecht und facettenreich, menschliche Aspekte sind hier sehr wichtig und auch Charakterschwächen und moralische Betrachtungen spielen eine große Rolle. Meine besondere Sympathie haben die Frauen in dieser Geschichte, allen voran Agnes Stöckl, die sich ihrem Schicksal stellt und darum kämpft, ihr Leben aus der Schieflage heraus zu bekommen. Mein Fazit: Ein Krimi, der recht „leise“ daherkommt und die Brutalität der Morde sowie diverse Missstände eher zwischen den Zeilen durchblitzen lässt. Gerade dadurch hat mich das Buch sehr berührt und begeistert. Absolut empfehlenswert.

  • chuckipop

    aus Bünde

    5/5

    02.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Historischer Krimi der…

    Historischer Krimi der besonderen Art - eindringlich und bewegend „Zum Sterben zuviel“ von Lotte Kinskofer ist als Taschenbuch mit 286 Seiten im März 2021 beim ars vivendi Verlag erschienen. Es handelt sich um einen historischen Krimi, der in München – Pasing 1922 spielt. Zum Inhalt: Ein bekannter Heimatdichter, Carus von Waldfels, wird ermordet. Schnell wird ein Verdächtiger festgenommen, der Schreiner Benno Stöckl. Man vermutet, er könne aus Eifersucht gehandelt haben, dabei ist er unschuldig. Bennos Frau Agnes bleibt verzweifelt allein mit dem Schreinergesellen zurück und muss ums nackte Überleben kämpfen. Außerdem quält sie die Sorge um ihre Kinder, die sie erstmal bei den Schwiegereltern auf dem Land gelassen hatten, um in Pasing Fuß zu fassen. Was werden die Mädchen nun zu erleiden haben, wenn die Bevölkerung auf dem Dorf mitbekommt, dass der Stöckl des Mordes verdächtigt wird? Mit aller Kraft kämpft Agnes darum, eine Lösung zu finden. Einzig Oberkommissär Benedikt Wurzer glaubt nicht so recht an die Schuld des Schreinermeisters, und der Nachbar des Opfers, der Anwalt Wolf Strate, nimmt sich Stöckls Verteidigung an. Und dann passiert der zweite Mord, auf dieselbe Weise… Meine Meinung: Der Autorin ist es gelungen, einen mitreißenden, atmosphärisch dichten Krimi zu schreiben, der sich nicht in erster Linie auf den Mord und die Tätersuche konzentriert, sondern durch die Betrachtung des Umfeldes und der damaligen Lebensumstände zu einem ganz besonderen Buch wird. Weiterhin zeichnet sich der Plot durch jede Menge Lokalkolorit sowie den bayerischen Dialekt aus, den Lotte Kinskofer je nach Bildung und Stand der jeweiligen Charaktere mal mehr, mal weniger ausgeprägt einsetzt. Die schwierigen Zeiten der Weimarer Republik werden sehr anschaulich geschildert, die Menschen wandern vom Land ab in die Stadt bzw. Vorstadt, um der Armut zu entkommen. Jeden Tag ist das Geld weniger wert, und das, was die Menschen sich erarbeiten, wird am selben Tag noch ausgegeben, da niemand weiß, ob man am nächsten Tag noch etwas dafür bekommt. Sowohl der klaffende Unterschied zwischen arm und reich sowie die Rolle der Frau werden in „Zum Sterben zuviel“ auf interessante Weise eingehend beleuchtet. Die Charaktere sind lebensecht und facettenreich, menschliche Aspekte sind hier sehr wichtig und auch Charakterschwächen und moralische Betrachtungen spielen eine große Rolle. Meine besondere Sympathie haben die Frauen in dieser Geschichte, allen voran Agnes Stöckl, die sich ihrem Schicksal stellt und darum kämpft, ihr Leben aus der Schieflage heraus zu bekommen. Mein Fazit: Ein Krimi, der recht „leise“ daherkommt und die Brutalität der Morde sowie diverse Missstände eher zwischen den Zeilen durchblitzen lässt. Gerade dadurch hat mich das Buch sehr berührt und begeistert. Absolut empfehlenswert.

  • Christina P.

    aus Hamburg

    5/5

    26.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Kriminalroman, der eine gelungene literarische Zeitreise in die Weimarer Republik bietet

    Wer zu diesem Roman greift, begibt sich auf eine gelungene Zeitreise rund 100 Jahre zurück nach München und Umgebung. Anschaulich beschreibt die Autorin das damalige 1922, eine Zeit, in welcher das gestern verdiente Geld heute bereits viel weniger Wert ist, wo die Menschen in den Städten finanziell ums Überleben kämpfen und lange für Lebensmittel anstehen. Als in einem Münchener Vorort ein Dichter erstochen aufgefunden wird, muss die Polizei schnell einen Täter liefern, um das Volk zu beruhigen. Obwohl keine Beweise gegen ihn vorliegen, wird ein Schreiner unschuldig für die Tat inhaftiert - was das für seine Frau und den Handwerksbetrieb bedeutet, interessiert die Polizei nicht. Selbst, als ein weiterer Mord nach demselben Muster geschieht, bleibt die Polizei stur, wenn auch Oberkommissar Benedikt Wurzer seine Zweifel an der Inhaftierung des Schreiners hegt. Ebenso versucht Agnes, die Frau des Handwerkers, um die Freiheit ihres Mannes sowie um ihre Zukunft zu kämpfen. Sehr schön zeichnet die Autorin die damaligen Gegebenheiten auf, die Probleme und Missstände, mit welchen das Volk zu kämpfen hatte. Mit Agnes wird insbesondere die Rolle der Frau etwas eingehender beleuchtet, was mir sehr gefiel, da viele Romane sich primär auf die Männer dieser Zeit konzentrieren. Vor allem die Angst vor übergriffigen Männern, welche nach damaligem Rechtssystem anschließend weiterhin gut dagestanden hätten, wird hier einfühlsam thematisiert. Kritisch wird ebenfalls die Einstellung einiger Ermittler beleuchtet, für die systembedingt einzig die Quote zählt - ob der richtige Täter inhaftiert wurde, ist so manchen Polizisten egal. Der Kriminalfall selbst fügt sich gekonnt in das gezeichnete Gesellschaftsbild der damaligen Zeit ein, die Anzahl der beteiligten Personen bleibt angenehm überschaubar. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die Charaktere werden emotional sehr gut dargestellt. Ein überzeugender und unterhaltsamer Kriminalroman, der sehr gut Einblicke ins damalige Leben sowie die Probleme der Bevölkerung, insbesondere der Frauen, bietet.

  • Christina P.

    aus Hamburg

    5/5

    26.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Kriminalroman, der eine…

    Kriminalroman, der eine gelungene literarische Zeitreise in die Weimarer Republik bietet Wer zu diesem Roman greift, begibt sich auf eine gelungene Zeitreise rund 100 Jahre zurück nach München und Umgebung. Anschaulich beschreibt die Autorin das damalige 1922, eine Zeit, in welcher das gestern verdiente Geld heute bereits viel weniger Wert ist, wo die Menschen in den Städten finanziell ums Überleben kämpfen und lange für Lebensmittel anstehen. Als in einem Münchener Vorort ein Dichter erstochen aufgefunden wird, muss die Polizei schnell einen Täter liefern, um das Volk zu beruhigen. Obwohl keine Beweise gegen ihn vorliegen, wird ein Schreiner unschuldig für die Tat inhaftiert - was das für seine Frau und den Handwerksbetrieb bedeutet, interessiert die Polizei nicht. Selbst, als ein weiterer Mord nach demselben Muster geschieht, bleibt die Polizei stur, wenn auch Oberkommissar Benedikt Wurzer seine Zweifel an der Inhaftierung des Schreiners hegt. Ebenso versucht Agnes, die Frau des Handwerkers, um die Freiheit ihres Mannes sowie um ihre Zukunft zu kämpfen. Sehr schön zeichnet die Autorin die damaligen Gegebenheiten auf, die Probleme und Missstände, mit welchen das Volk zu kämpfen hatte. Mit Agnes wird insbesondere die Rolle der Frau etwas eingehender beleuchtet, was mir sehr gefiel, da viele Romane sich primär auf die Männer dieser Zeit konzentrieren. Vor allem die Angst vor übergriffigen Männern, welche nach damaligem Rechtssystem anschließend weiterhin gut dagestanden hätten, wird hier einfühlsam thematisiert. Kritisch wird ebenfalls die Einstellung einiger Ermittler beleuchtet, für die systembedingt einzig die Quote zählt - ob der richtige Täter inhaftiert wurde, ist so manchen Polizisten egal. Der Kriminalfall selbst fügt sich gekonnt in das gezeichnete Gesellschaftsbild der damaligen Zeit ein, die Anzahl der beteiligten Personen bleibt angenehm überschaubar. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die Charaktere werden emotional sehr gut dargestellt. Ein überzeugender und unterhaltsamer Kriminalroman, der sehr gut Einblicke ins damalige Leben sowie die Probleme der Bevölkerung, insbesondere der Frauen, bietet.

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