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Zum Sterben zu viel Kriminalroman

16

17,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2021

Verlag

Ars Vivendi

Seitenzahl

286

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/3,2 cm

Gewicht

424 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7472-0233-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.03.2021

Verlag

Ars Vivendi

Seitenzahl

286

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/3,2 cm

Gewicht

424 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7472-0233-3

Herstelleradresse

Ars Vivendi
Bauhof 1
90556 Cadolzburg
DE

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  • chuckipop

    aus Bünde

    5/5

    02.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Historischer Krimi der besonderen Art - eindringlich und bewegend

    „Zum Sterben zuviel“ von Lotte Kinskofer ist als Taschenbuch mit 286 Seiten im März 2021 beim ars vivendi Verlag erschienen. Es handelt sich um einen historischen Krimi, der in München – Pasing 1922 spielt. Zum Inhalt: Ein bekannter Heimatdichter, Carus von Waldfels, wird ermordet. Schnell wird ein Verdächtiger festgenommen, der Schreiner Benno Stöckl. Man vermutet, er könne aus Eifersucht gehandelt haben, dabei ist er unschuldig. Bennos Frau Agnes bleibt verzweifelt allein mit dem Schreinergesellen zurück und muss ums nackte Überleben kämpfen. Außerdem quält sie die Sorge um ihre Kinder, die sie erstmal bei den Schwiegereltern auf dem Land gelassen hatten, um in Pasing Fuß zu fassen. Was werden die Mädchen nun zu erleiden haben, wenn die Bevölkerung auf dem Dorf mitbekommt, dass der Stöckl des Mordes verdächtigt wird? Mit aller Kraft kämpft Agnes darum, eine Lösung zu finden. Einzig Oberkommissär Benedikt Wurzer glaubt nicht so recht an die Schuld des Schreinermeisters, und der Nachbar des Opfers, der Anwalt Wolf Strate, nimmt sich Stöckls Verteidigung an. Und dann passiert der zweite Mord, auf dieselbe Weise… Meine Meinung: Der Autorin ist es gelungen, einen mitreißenden, atmosphärisch dichten Krimi zu schreiben, der sich nicht in erster Linie auf den Mord und die Tätersuche konzentriert, sondern durch die Betrachtung des Umfeldes und der damaligen Lebensumstände zu einem ganz besonderen Buch wird. Weiterhin zeichnet sich der Plot durch jede Menge Lokalkolorit sowie den bayerischen Dialekt aus, den Lotte Kinskofer je nach Bildung und Stand der jeweiligen Charaktere mal mehr, mal weniger ausgeprägt einsetzt. Die schwierigen Zeiten der Weimarer Republik werden sehr anschaulich geschildert, die Menschen wandern vom Land ab in die Stadt bzw. Vorstadt, um der Armut zu entkommen. Jeden Tag ist das Geld weniger wert, und das, was die Menschen sich erarbeiten, wird am selben Tag noch ausgegeben, da niemand weiß, ob man am nächsten Tag noch etwas dafür bekommt. Sowohl der klaffende Unterschied zwischen arm und reich sowie die Rolle der Frau werden in „Zum Sterben zuviel“ auf interessante Weise eingehend beleuchtet. Die Charaktere sind lebensecht und facettenreich, menschliche Aspekte sind hier sehr wichtig und auch Charakterschwächen und moralische Betrachtungen spielen eine große Rolle. Meine besondere Sympathie haben die Frauen in dieser Geschichte, allen voran Agnes Stöckl, die sich ihrem Schicksal stellt und darum kämpft, ihr Leben aus der Schieflage heraus zu bekommen. Mein Fazit: Ein Krimi, der recht „leise“ daherkommt und die Brutalität der Morde sowie diverse Missstände eher zwischen den Zeilen durchblitzen lässt. Gerade dadurch hat mich das Buch sehr berührt und begeistert. Absolut empfehlenswert.

  • chuckipop

    aus Bünde

    5/5

    02.08.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Historischer Krimi der…

    Historischer Krimi der besonderen Art - eindringlich und bewegend „Zum Sterben zuviel“ von Lotte Kinskofer ist als Taschenbuch mit 286 Seiten im März 2021 beim ars vivendi Verlag erschienen. Es handelt sich um einen historischen Krimi, der in München – Pasing 1922 spielt. Zum Inhalt: Ein bekannter Heimatdichter, Carus von Waldfels, wird ermordet. Schnell wird ein Verdächtiger festgenommen, der Schreiner Benno Stöckl. Man vermutet, er könne aus Eifersucht gehandelt haben, dabei ist er unschuldig. Bennos Frau Agnes bleibt verzweifelt allein mit dem Schreinergesellen zurück und muss ums nackte Überleben kämpfen. Außerdem quält sie die Sorge um ihre Kinder, die sie erstmal bei den Schwiegereltern auf dem Land gelassen hatten, um in Pasing Fuß zu fassen. Was werden die Mädchen nun zu erleiden haben, wenn die Bevölkerung auf dem Dorf mitbekommt, dass der Stöckl des Mordes verdächtigt wird? Mit aller Kraft kämpft Agnes darum, eine Lösung zu finden. Einzig Oberkommissär Benedikt Wurzer glaubt nicht so recht an die Schuld des Schreinermeisters, und der Nachbar des Opfers, der Anwalt Wolf Strate, nimmt sich Stöckls Verteidigung an. Und dann passiert der zweite Mord, auf dieselbe Weise… Meine Meinung: Der Autorin ist es gelungen, einen mitreißenden, atmosphärisch dichten Krimi zu schreiben, der sich nicht in erster Linie auf den Mord und die Tätersuche konzentriert, sondern durch die Betrachtung des Umfeldes und der damaligen Lebensumstände zu einem ganz besonderen Buch wird. Weiterhin zeichnet sich der Plot durch jede Menge Lokalkolorit sowie den bayerischen Dialekt aus, den Lotte Kinskofer je nach Bildung und Stand der jeweiligen Charaktere mal mehr, mal weniger ausgeprägt einsetzt. Die schwierigen Zeiten der Weimarer Republik werden sehr anschaulich geschildert, die Menschen wandern vom Land ab in die Stadt bzw. Vorstadt, um der Armut zu entkommen. Jeden Tag ist das Geld weniger wert, und das, was die Menschen sich erarbeiten, wird am selben Tag noch ausgegeben, da niemand weiß, ob man am nächsten Tag noch etwas dafür bekommt. Sowohl der klaffende Unterschied zwischen arm und reich sowie die Rolle der Frau werden in „Zum Sterben zuviel“ auf interessante Weise eingehend beleuchtet. Die Charaktere sind lebensecht und facettenreich, menschliche Aspekte sind hier sehr wichtig und auch Charakterschwächen und moralische Betrachtungen spielen eine große Rolle. Meine besondere Sympathie haben die Frauen in dieser Geschichte, allen voran Agnes Stöckl, die sich ihrem Schicksal stellt und darum kämpft, ihr Leben aus der Schieflage heraus zu bekommen. Mein Fazit: Ein Krimi, der recht „leise“ daherkommt und die Brutalität der Morde sowie diverse Missstände eher zwischen den Zeilen durchblitzen lässt. Gerade dadurch hat mich das Buch sehr berührt und begeistert. Absolut empfehlenswert.

  • Christina P.

    aus Hamburg

    5/5

    26.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Kriminalroman, der eine gelungene literarische Zeitreise in die Weimarer Republik bietet

    Wer zu diesem Roman greift, begibt sich auf eine gelungene Zeitreise rund 100 Jahre zurück nach München und Umgebung. Anschaulich beschreibt die Autorin das damalige 1922, eine Zeit, in welcher das gestern verdiente Geld heute bereits viel weniger Wert ist, wo die Menschen in den Städten finanziell ums Überleben kämpfen und lange für Lebensmittel anstehen. Als in einem Münchener Vorort ein Dichter erstochen aufgefunden wird, muss die Polizei schnell einen Täter liefern, um das Volk zu beruhigen. Obwohl keine Beweise gegen ihn vorliegen, wird ein Schreiner unschuldig für die Tat inhaftiert - was das für seine Frau und den Handwerksbetrieb bedeutet, interessiert die Polizei nicht. Selbst, als ein weiterer Mord nach demselben Muster geschieht, bleibt die Polizei stur, wenn auch Oberkommissar Benedikt Wurzer seine Zweifel an der Inhaftierung des Schreiners hegt. Ebenso versucht Agnes, die Frau des Handwerkers, um die Freiheit ihres Mannes sowie um ihre Zukunft zu kämpfen. Sehr schön zeichnet die Autorin die damaligen Gegebenheiten auf, die Probleme und Missstände, mit welchen das Volk zu kämpfen hatte. Mit Agnes wird insbesondere die Rolle der Frau etwas eingehender beleuchtet, was mir sehr gefiel, da viele Romane sich primär auf die Männer dieser Zeit konzentrieren. Vor allem die Angst vor übergriffigen Männern, welche nach damaligem Rechtssystem anschließend weiterhin gut dagestanden hätten, wird hier einfühlsam thematisiert. Kritisch wird ebenfalls die Einstellung einiger Ermittler beleuchtet, für die systembedingt einzig die Quote zählt - ob der richtige Täter inhaftiert wurde, ist so manchen Polizisten egal. Der Kriminalfall selbst fügt sich gekonnt in das gezeichnete Gesellschaftsbild der damaligen Zeit ein, die Anzahl der beteiligten Personen bleibt angenehm überschaubar. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die Charaktere werden emotional sehr gut dargestellt. Ein überzeugender und unterhaltsamer Kriminalroman, der sehr gut Einblicke ins damalige Leben sowie die Probleme der Bevölkerung, insbesondere der Frauen, bietet.

  • Christina P.

    aus Hamburg

    5/5

    26.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Kriminalroman, der eine…

    Kriminalroman, der eine gelungene literarische Zeitreise in die Weimarer Republik bietet Wer zu diesem Roman greift, begibt sich auf eine gelungene Zeitreise rund 100 Jahre zurück nach München und Umgebung. Anschaulich beschreibt die Autorin das damalige 1922, eine Zeit, in welcher das gestern verdiente Geld heute bereits viel weniger Wert ist, wo die Menschen in den Städten finanziell ums Überleben kämpfen und lange für Lebensmittel anstehen. Als in einem Münchener Vorort ein Dichter erstochen aufgefunden wird, muss die Polizei schnell einen Täter liefern, um das Volk zu beruhigen. Obwohl keine Beweise gegen ihn vorliegen, wird ein Schreiner unschuldig für die Tat inhaftiert - was das für seine Frau und den Handwerksbetrieb bedeutet, interessiert die Polizei nicht. Selbst, als ein weiterer Mord nach demselben Muster geschieht, bleibt die Polizei stur, wenn auch Oberkommissar Benedikt Wurzer seine Zweifel an der Inhaftierung des Schreiners hegt. Ebenso versucht Agnes, die Frau des Handwerkers, um die Freiheit ihres Mannes sowie um ihre Zukunft zu kämpfen. Sehr schön zeichnet die Autorin die damaligen Gegebenheiten auf, die Probleme und Missstände, mit welchen das Volk zu kämpfen hatte. Mit Agnes wird insbesondere die Rolle der Frau etwas eingehender beleuchtet, was mir sehr gefiel, da viele Romane sich primär auf die Männer dieser Zeit konzentrieren. Vor allem die Angst vor übergriffigen Männern, welche nach damaligem Rechtssystem anschließend weiterhin gut dagestanden hätten, wird hier einfühlsam thematisiert. Kritisch wird ebenfalls die Einstellung einiger Ermittler beleuchtet, für die systembedingt einzig die Quote zählt - ob der richtige Täter inhaftiert wurde, ist so manchen Polizisten egal. Der Kriminalfall selbst fügt sich gekonnt in das gezeichnete Gesellschaftsbild der damaligen Zeit ein, die Anzahl der beteiligten Personen bleibt angenehm überschaubar. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die Charaktere werden emotional sehr gut dargestellt. Ein überzeugender und unterhaltsamer Kriminalroman, der sehr gut Einblicke ins damalige Leben sowie die Probleme der Bevölkerung, insbesondere der Frauen, bietet.

  • rewareni

    aus wien

    5/5

    22.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Menschen Schicksale

    Es ist das Jahr 1922 in München Pasing, als der bekannte Heimatdichter Carus von Waldfels ermordet aufgefunden wird. Zuerst gibt es scheinbar kein Motiv, aber da die Menschen einen Schuldigen brauchen ist mit dem armen Schreiner Benno Stöckl schnell ein Tatverdächtiger gefunden. Auch wenn er für Oberkommissar Benedikt Wurzer nicht wirklich ein Tatmotiv hat, sind ihm von seinem Vorgesetzten die Hände gebunden, der sich über die schnelle Lösung des Falles freut. Bennos Frau Agnes ist froh, dass Anwalt Strate, bei dem sie einen lukrativen Auftrag haben, bereit ist, ihren Mann zu verteidigen. Doch es passiert ein weitere Mord und sowohl der Kommissar, als auch der Anwalt glauben nicht daran, dass Benno wirklich ein Mörder sein soll. Während Agnes in ihrer Verzweiflung sogar ihre beiden Kinder in die Obhut von Strate und seiner Frau gibt, ermittelt Wurzer weiter und kommt dabei den wahren Täter immer näher und sogar Anwalt Strate wird dabei mit Dingen konfrontiert, die ihn selbst betreffen und erschüttern. Der Kriminalroman ,, Zum Sterben zu viel“ entführt den Leser in die Zeit nach den Ereignissen als Deutschland einen Kaiser und Bayern einen König hatte, der Erste Weltkrieg vorbei war und das Leben in der Weimarer Republik die Menschen noch zu tiefst verunsichert hatte. Die Autorin Lotte Kinskofer lässt dabei sehr anschaulich das Leben der Menschen vor den Augen der Leser Revue passieren. Man spürt dabei die Verzweiflung der armen Menschen, die tagtäglich ums Überleben kämpfen müssen aus Angst, dass das wenige Geld das sie besitzen nicht am nächsten Tag schon wieder an Wert verliert. Ihre Hoffnungen, dass sich Recht und Ordnung endlich wieder einstellt und es mit dem Leben wieder bergauf geht. Sehr sympathisch war dabei der Oberkommissar Wurzer dargestellt, der trotz schweren Schicksalsschlag stets versucht hat objektiv zu bleiben und für ihn jeder Mensch, egal ob arm oder reich, gleich ist. Seine Handlungen sind dabei stets bedächtig und ruhig und man spürt immer wieder seinen Widerstand gegenüber seinem übereifrigen Mitarbeiter und seinem Vorgesetzten, denen es nicht wirklich um die Aufklärung des Mordes geht, sondern nur um einen schnellen Erfolg. Die Autorin beschreibt aber auch sehr gut die Gedanken und Gefühle der Menschen, wo sich damals viele so verhalten haben, wie es für sie gerade passend war und somit auch politische Kämpfe an der Tagesordnung waren. Damit der Roman noch intensiver zur Geltung kommt hat Lotte Kinskofer immer wieder je nach Herkunft einer Person oder deren Gefühlslage einmal mehr oder weniger Dialekte in ihre Schreibweise einfließen lassen. Eine gute Erklärung diesbezüglich hat die Autorin dabei am Ende des Romans angefügt. Der Roman ist nicht nur spannend, sondern auch sehr emotional und einfühlsam geschrieben. Schön war dabei auch , dass die damalige Rolle der Frau nicht nur mit dienen und folgsam sein behaftet war, sondern dass auch sie gezeigt haben, dass sie sehr wohl auch zu eigenständigem Handeln fähig waren. Menschen Schicksale werden gut dargestellt und es gibt immer wieder neue Spuren, wo man als Leser nie so genau weiß, wer nun der wirkliche Täter ist. Ein toller Roman also, der zeigt, dass Menschlichkeit und Herzenswärme sehr wohl bei arm als auch bei reich möglich ist.

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