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Romantik Ein europäisches Ereignis

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2021

Abbildungen

farbige Fotos

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,8/14/3 cm

Gewicht

580 g

Farbe

Mokka / Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-011325-7

Beschreibung

Rezension

»Rüdiger Görner hält sich nicht mit gelehrten Debatten auf, sondern bringt uns das Gefühl einer Epoche nahe. […] Ein essayistisches, teils auch persönliches, auf jeden Fall aber unterhaltsames Buch, eine Sammlung verschiedener Eindrücke, ein Zugang zum Gefühl der Epoche durch Erzählung – als würde Görner seine Leser in einer Art Spaziergang durch diese Zeit führen.«
Jasamin Ulfat-Seddiqzai, Deutschlandfunk Kultur LESART, 02.09.2021

»[Eine] vielseitige ›Annäherung an das Langzeitereignis europäische Romantik‹ mit einem empathischen Zugang zum Thema. […] Immer wieder begibt sich Görner auf reizvoll ungewöhnliches Terrain.«
Werner von Koppenfels, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2021

»Wer sich in die Schlüsselepoche der Geistesgeschichte vertiefen will, findet das beste Neue zum Thema in ›Romantik. Ein europäisches Ereignis‹.«
Die Literarische WELT, 12.09.2021

»Auf angenehme Weise durchstreift Rüdiger Görner die europäische Romantik. Schon das Vorwort macht klar, dass hier ein Literaturkenner schreibt, der zugleich Musikliebhaber ist. […] Das Buch kann einiges beitragen zur Europäisierung des Blicks der Deutschen auf die Romantik.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 06.10.2021

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.08.2021

Abbildungen

farbige Fotos

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,8/14/3 cm

Gewicht

580 g

Farbe

Mokka / Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-011325-7

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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Die Romantik war eine Epoche…

MaWiOr aus Halle am 22.10.2021

Bewertungsnummer: 2753182

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Romantik war eine Epoche der europäischen Literatur, Kunst und Musik. Sie begann gegen Ende des 18. Jahrhunderts und dauerte in der Literatur bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre Kennzeichen waren eine Abkehr vom Rationalismus der Aufklärung und von jeglicher klassischer Form. Gleichzeitig fand ein Übergang von der feudalen zur bürgerlichen Gesellschaft statt. Es bildete sich ein bürgerliches Selbstbewusstsein heraus. Der Literaturwissenschaftler Rüdiger Görner beleuchtet in seiner Publikation die Romantik als ein europäisches Ereignis mit ihren nationalen Variationen. In zehn umfangreichen Kapiteln zeigt er den Entwicklungsweg der Romantik auf – vom philosophisch-kritischen Startkapital (Kant) bis zur Spätromantik, mit der die Epoche ihren Abschluss fand. Bei seinen Betrachtungen geht Görner von der Literatur (Eichendorff, E.T.A. Hoffmann, Günderrode, Shelley u.a.) aus und zieht dann immer wieder Verbindungen zur Musik (Beethoven, Berlioz) und Malerei (Carus, Friedrich). Den religiösen oder mystischen Anklängen in der Romantik widmet sich der Autor ebenfalls. Auch das europäische Ballett wird in einem eigenen Kapitel behandelt. Nationale Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Kunstrichtungen werden aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. In dem Kapitel „Ausblicke“ zeigt der Autor schließlich, dass die Romantik bis in die Gegenwart Wurzeln geschlagen hat, Kaum eine andere Kunstepochen ist bis ins 21. Jahrhundert präsenter geblieben, wenngleich sie heute oft nur einseitig dargestellt und wahrgenommen wird. Eine sehr facettenreiche Darstellung.

Die Romantik war eine Epoche…

MaWiOr aus Halle am 22.10.2021
Bewertungsnummer: 2753182
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Romantik war eine Epoche der europäischen Literatur, Kunst und Musik. Sie begann gegen Ende des 18. Jahrhunderts und dauerte in der Literatur bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre Kennzeichen waren eine Abkehr vom Rationalismus der Aufklärung und von jeglicher klassischer Form. Gleichzeitig fand ein Übergang von der feudalen zur bürgerlichen Gesellschaft statt. Es bildete sich ein bürgerliches Selbstbewusstsein heraus. Der Literaturwissenschaftler Rüdiger Görner beleuchtet in seiner Publikation die Romantik als ein europäisches Ereignis mit ihren nationalen Variationen. In zehn umfangreichen Kapiteln zeigt er den Entwicklungsweg der Romantik auf – vom philosophisch-kritischen Startkapital (Kant) bis zur Spätromantik, mit der die Epoche ihren Abschluss fand. Bei seinen Betrachtungen geht Görner von der Literatur (Eichendorff, E.T.A. Hoffmann, Günderrode, Shelley u.a.) aus und zieht dann immer wieder Verbindungen zur Musik (Beethoven, Berlioz) und Malerei (Carus, Friedrich). Den religiösen oder mystischen Anklängen in der Romantik widmet sich der Autor ebenfalls. Auch das europäische Ballett wird in einem eigenen Kapitel behandelt. Nationale Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Kunstrichtungen werden aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. In dem Kapitel „Ausblicke“ zeigt der Autor schließlich, dass die Romantik bis in die Gegenwart Wurzeln geschlagen hat, Kaum eine andere Kunstepochen ist bis ins 21. Jahrhundert präsenter geblieben, wenngleich sie heute oft nur einseitig dargestellt und wahrgenommen wird. Eine sehr facettenreiche Darstellung.

brav und bieder Verglichen…

Juti aus HD am 01.11.2024

Bewertungsnummer: 2899455

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

brav und bieder Verglichen mit „Der gedichtete Himmel“ von Stefan Matuschek ist dieses Buch das deutlich schwächere. Auch der Untertitel und angedeutete Schwerpunkt „Ein europäisches Ereignis“ kann an diesem Urteil nichts ändern, weil der internationale Charakter der Romantik Schnee von gestern ist. Er schreibt selbst, dass die Erfindung der Klassik international keine Anhänger findet. Goethe und Schiller sind Romantiker. (27) Beide Autoren sind Literaturwissenschaftler und setzen ähnliche Schwerpunkte, doch neue Begriffe wie „Kippfigur“ bei Matuschek suchst du bei Görner vergebens. Schon die Einleitung des Buches, die ja eine Gesamtdarstellung sein soll, hat gewisse Mängel. Warum wird die ehrenwerte Caroline nicht beim Salon der Gebrüder Schlegel genannt? (13) Warum werden romantische Bewegungen überhaupt an nur einer Person festgemacht? (24) Sind Bamberg und Berlin wirklich Städte des Weingenusses? (14) Merken wir uns lieber Chateaubriand, der wie Humboldt Welterfassungsliteratur geschrieben hat. (18) Neu war mir, dass Lord Byrons Tochter Ada Lovelace „Poetin der Mathematik“ war. (26) Auch bei Ironie denkt er nicht nur an Heine sondern auch an Johann Peter Hebel und Jean Paul „Vorschule der Ästhetik“. (32) Ich will nicht verschweigen, dass der Autor sich gut in der Literatur, der Kunst und der Musik auskennt, allein das ist es auch. Gut gefällt mir der Gedanken, dass Erzählen im Erzählen einer Reflexion über das Erzählen gleichkommt. (103) Eben das Erkunden der Natur ist ein Hauptanliegen der Romantik. (105) Auch wusste ich nicht, dass der Ausruf „Noch ist Polen nicht verloren“ von Uhland stammt. (150f) Einmal verlässt er mit Ricarda Huch und der Hinwendung zur Zahl die künstlerische Ebene, wenngleich er mit Malfattis Null, die Nichts und Unendlichkeit zugleich ist, gleich wieder dort landet. (197) Über die Ruine in der Romantik (232) haben sich dagegen schon viele andere ausgelassen. Es sind immer wieder Kleinigkeiten, die für Überraschungen sorgen. So sorgte George Eliot mit ihrer Übersetzung der Jesus-Biografie des Hegel Schülers David Friedrich Strauß in England für Aufsehen (279). Ich will nicht kleinlich sein, habe ich doch neue Erkenntnisse gewonnen und der Autor kann nichts dafür, dass Musik nicht mein Spezialgebiet ist. Die dargestellten Mängel erlauben aber nicht mehr als 3 Sterne. Zitat: Heine über Tieck: In Dresden sah ich einen Hund. Der einst sehr scharf gebissen. Doch fallen ihm jetzt die Zähne aus. Er kann nur bellen und pissen. (50)

brav und bieder Verglichen…

Juti aus HD am 01.11.2024
Bewertungsnummer: 2899455
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

brav und bieder Verglichen mit „Der gedichtete Himmel“ von Stefan Matuschek ist dieses Buch das deutlich schwächere. Auch der Untertitel und angedeutete Schwerpunkt „Ein europäisches Ereignis“ kann an diesem Urteil nichts ändern, weil der internationale Charakter der Romantik Schnee von gestern ist. Er schreibt selbst, dass die Erfindung der Klassik international keine Anhänger findet. Goethe und Schiller sind Romantiker. (27) Beide Autoren sind Literaturwissenschaftler und setzen ähnliche Schwerpunkte, doch neue Begriffe wie „Kippfigur“ bei Matuschek suchst du bei Görner vergebens. Schon die Einleitung des Buches, die ja eine Gesamtdarstellung sein soll, hat gewisse Mängel. Warum wird die ehrenwerte Caroline nicht beim Salon der Gebrüder Schlegel genannt? (13) Warum werden romantische Bewegungen überhaupt an nur einer Person festgemacht? (24) Sind Bamberg und Berlin wirklich Städte des Weingenusses? (14) Merken wir uns lieber Chateaubriand, der wie Humboldt Welterfassungsliteratur geschrieben hat. (18) Neu war mir, dass Lord Byrons Tochter Ada Lovelace „Poetin der Mathematik“ war. (26) Auch bei Ironie denkt er nicht nur an Heine sondern auch an Johann Peter Hebel und Jean Paul „Vorschule der Ästhetik“. (32) Ich will nicht verschweigen, dass der Autor sich gut in der Literatur, der Kunst und der Musik auskennt, allein das ist es auch. Gut gefällt mir der Gedanken, dass Erzählen im Erzählen einer Reflexion über das Erzählen gleichkommt. (103) Eben das Erkunden der Natur ist ein Hauptanliegen der Romantik. (105) Auch wusste ich nicht, dass der Ausruf „Noch ist Polen nicht verloren“ von Uhland stammt. (150f) Einmal verlässt er mit Ricarda Huch und der Hinwendung zur Zahl die künstlerische Ebene, wenngleich er mit Malfattis Null, die Nichts und Unendlichkeit zugleich ist, gleich wieder dort landet. (197) Über die Ruine in der Romantik (232) haben sich dagegen schon viele andere ausgelassen. Es sind immer wieder Kleinigkeiten, die für Überraschungen sorgen. So sorgte George Eliot mit ihrer Übersetzung der Jesus-Biografie des Hegel Schülers David Friedrich Strauß in England für Aufsehen (279). Ich will nicht kleinlich sein, habe ich doch neue Erkenntnisse gewonnen und der Autor kann nichts dafür, dass Musik nicht mein Spezialgebiet ist. Die dargestellten Mängel erlauben aber nicht mehr als 3 Sterne. Zitat: Heine über Tieck: In Dresden sah ich einen Hund. Der einst sehr scharf gebissen. Doch fallen ihm jetzt die Zähne aus. Er kann nur bellen und pissen. (50)

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Romantik

von Rüdiger Görner

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  • Produktbild: Romantik
  • Préludes mit weiblicher Note …
    I … in As-Dur
    II … in cis-Moll
    III … in G-Dur
    IV … in E-Dur
    V … in D-Dur

    Kapitel I
    Bestimmungsversuche: Zugänge zur Romantik
    Was Romantik ›ist‹ und wie man sie sieht
    Revolutionäre Romantik auf dem Weg zum eigenen Ich
    Geschichtlich-poetische Selbstbesinnung
    Antisemitische Entgleisungen
    Spätromantische Rückblicke (I)
    Spätromantische Rückblicke (II)
    Das unbekannte Meisterwerk als Ikone des Romantischen
    Heinrich Heines Frühromantik

    Kapitel II
    Britisch-deutsche Verschlingungen in der Romantik
    Vorspiel in Goslar
    Das Bruchstück als ›Konfession‹
    Geschichte und Imagination
    Romantische Manifestationen
    Ausklang mit Meistersängern à la E. T. A. Hoffmann

    Kapitel III
    Romanhafte Romantik
    Wie (sich) eine Epoche erzählt
    Experimentieren mit Sinnlichem, der Liebe und Gefühlsgrammatik zuliebe
    Was der Roman vermag – eine romantische Ambition
    Romantische Prosaisten – ein Quartett ›exemplarischer Sonderfälle‹: Novalis, E. T. A. Hoffmann, Hans Christian Andersen und Alexander S. Puschkin

    Kapitel IV
    Lyrische Weltbezüge oder: »Schläft ein Lied in allen Dingen«
    Romantische Poesie und Prosa im Wechsel
    Unterwegs zum »Zauberwort«
    Die Lyrik des Späten am Rande der »Kunstperiode«
    Wie politisch ist das romantische Gedicht?
    Das Gedicht als Windharfe oder als Nest
    Lyrisches Ausgreifen polarer Gegensätze: Karoline von Günderrode und Friedrich Rückert

    Kapitel V
    Schwellentanz: Das romantische Ballett als symbolische Kunstform

    Kapitel VI
    Romantisch Wissen schaffen
    Wissensvorgaben und vulkanische Erfahrungen
    Anderes, Neues wissen und benennen wollen
    Carl Gustav Carus und die Psyche
    Biosophisch gedacht
    Was anzieht und abstößt – Romantischer Magnetismus und, einmal mehr, E. T. A. Hoffmann
    Wortlob oder: Philologisches Wissen

    Kapitel VII
    Blühende Ruinenlandschaften, Nachtwelten und andere – auch theoretische – Kunsthorizonte
    »Was malt er denn?« Mörikes Bilderzählung Maler Nolten und Balzacs Das unbekannte Meisterwerk
    Romantisches Bild-Denken
    Was ist eine ›romantische Landschaft‹?
    Vom Blühen der Ruine
    Nachtwelten, ein poetischer Exkurs in dunkle Klangbildwelten

    Kapitel VIII
    Da capo: die romantische Sprache der Musik, literarisch gehört
    Beethoven als musikalisches Maß aller Klänge – eine Kreislerianerei
    Das romantisch-utopische Musikethos des Hector Berlioz
    Und noch einmal und immer wieder: E. T. A. Hoffmann
    Vom Anrührenden des »Übelklangs« in Der arme Spielmann
    Den Klängen nachsinnen

    Kapitel IX
    ›Productive Imagination‹ und religiöse Anklänge in der englischen und deutschen (Spät-)Romantik
    Auftakt mit Marbot
    Romantische Kunstkritik auf Englisch
    Heine rechnet ab
    Romantische Resakralisierungen – durch Kunst
    Was ›productive imagination‹ ist

    Kapitel X
    Finale con moto oder: Wie die Romantik verstehen?
    Neuorientierungen
    Die Frage der Fragen: das Verstehen
    Wie enden? – monströs mit Frankenstein …

    Ausblicke
    Ein Aprèslude

    Anmerkungen
    Literaturhinweise
    Abbildungsnachweis
    Worte des Dankes
    Personenregister