Produktbild: Widerstände

Widerstände Gewaltenteilung in statu nascendi

Aus der Reihe Fröhliche Wissenschaft
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2021

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/2,4 cm

Gewicht

286 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-0510-0

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.04.2021

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

189

Maße (L/B/H)

20,7/13,1/2,4 cm

Gewicht

286 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-0510-0

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    5/5

    28.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gewalt und Widerstand in der politischen Philosophie

    Iris Därmann veröffentlichte Ende des letzten Jahres das Buch "Undienlichkeit. Gewaltgeschichte und politische Philosophie". Ein halbes Jahr später erschien von ihr nun das Buch "Widerstände. Gewaltenteilung in statu nascendi". Ich muss leider zugeben, dass ich mir das erste Buch nicht zulegte, da mir die Zeit fehlte und fehlt, eine so umfangreiche wie materialreiche Arbeit zu lesen. So erlaubte ich mir jedoch die Lektüre des zweiten Buches zum Thema Gewalt und Widerstand in der politischen Philosophie. Womit Iris Därmann völlig recht hat, ist der Umstand, dass innerhalb der Geschichte der politischen Philosophie und Theorie zweierlei Phänomene so gut wie nie behandelt werden: 1.) Die Fremden bzw. jene Menschen, die als Fremde bezeichnet werden: Sie tauchen am ehesten als Ausländer, Migranten, Asylbewerber, Lagerinsassen, Sklaven, Minderheiten ohne Rechte, Staatenlose oder auch als Juden einer Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik auf. 2.) Der Widerstand: Die europäische bzw. die "westliche" Philosophie ist im wesentlichen widerstandsfeindlich. Auch wenn von der Antike bis zur Renaissance der Tyrannenmord eine gewisse Legitimität erfuhr, so wurde diese legitime Praxis nicht den sogenannten Fremden zuerkannt. Zudem verschwand der Tyrannenmord mit Anbruch der sogenannten Philosophie der Aufklärung schnell wieder aus den Abhandlungen zur politischen Philosophie. Es ist Iris Därmann hoch anzurechnen, dass sie mit ihrem engagierten und umfangreichen Projekt auf die fatale Lage der politischen Philosophie hinweist, zu deren Geschichte eben auch ihre fremdenfeindlichen, rassistischen, aber ebenso frauenfeindlichen "Wurzeln" gehören. Worauf sie selbst hinweist, leisteten die African American Studies und die jüdische Holocaustforschung in Hinsicht einer erneuerten politischen Philosophie regelrechte Pionierarbeit. Unverkennbar sind aber auch Iris Därmanns Anknüpfungspunkte bei Gayatri Chakravorty Spivak, Judith Butler, Jacques Derrida und ähnlichen AutorInnen, die für eine Philosophie der Alterität einstehen.

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