Eigentlich hat Rabbi Klein in seiner Zürcher Gemeinde genug zu tun, doch als in Inzlingen kurz hinter der deutschen Grenze der Zahnarzt Viktor Ehrenreich erschossen wird, fühlt sich Klein zu einem Kondolenzbesuch bei dessen Ehefrau Sonja verpflichtet. Schließlich kannte er den Toten gut: Jedes Jahr zu Beginn des Monats Elul hat er eine »Sichat Nefesch«, ein Seelengespräch, mit ihm geführt. Steht der Mord mit den Eheproblemen der Ehrenreichs in Verbindung? Oder hat er mit der Mussar- Bewegung und Viktors regelmäßigen Reisen in den Kongo zu tun? Und welche Rolle spielt Sonjas Freundin Anouk Kriesi, die mit ihrem Mann einen dubiosen Youtube-Kanal unterhält? Klein beginnt auf eigene Faust zu ermitteln - nicht nur, weil er den zuständigen Kommissar Unmüßig nicht ausstehen kann, sondern auch, um sich nicht mit seinen eigenen Problemen beschäftigen zu müssen: Er hat sich so mächtige Feinde gemacht, dass ihm ein Berufsverbot droht. Das Schlimmste aber ist, dass Rivka wütend auf ihn ist: Denkt Klein zwischen seinen ganzen Verpflichtungen vielleicht auch mal an seine Frau und seine Töchter?
Kundinnen und Kunden meinen
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Bücher in meiner Hand
4/5
17.02.2021
eBook (ePUB 3)
Ein kniffliger Fall für Rabbi Klein
In Rabbi Kleins sechsten Fall stirbt einer seiner Klienten, Viktor Ehrenreich. Der Zahnarzt wurde zuhause im deutschen Grenzort Inzlingen erschossen. Seine Ehefrau Sonja beauftragt den netten Zürcher Rabbi die Trauerrede zu halten, da sie sich mit dem orthodoxen Rabbi vor Ort nicht gut versteht. Mit ihrem Mann hatte sie ebenfalls Auseinandersetzungen - und beide voreinander Geheimnisse.
Derart viele, dass jedes davon etwas mit Viktors Tod zu tun haben könnte. Gabriel Klein hört sich die Gespräche mit ihm nochmals an - gut, dass der darauf bestand sie jeweils aufzuzeichnen. Doch was die Gespräche nicht beinhalten, sind diverse weitere Umstimmigkeiten mit seiner Ehefrau und auch, was Viktor in seinem jährlichen Kongo-Aufenthalt alles gemacht oder nicht gemacht hat.
Zum Glück ist Rabbi Klein hartnäckig und deshalb einigen brisanten Dingen auf der Spur. Dass Viktor sich einmal wöchentlich abends in Basel aufgehalten hat, beispielsweise. Wo, und was das sollte, versucht Klein heraus zu finden. In dieser Mission unterwegs, legt er einige Kilometer zurück und fährt zwischen Zürich, Basel und Inzlingen etliche Male hin und her.
Dabei hätte er gar keine Zeit dafür, denn auch in seiner Gemeinde ist der Teufel los. Die benötigten Etrog-Zitronen für das Laubhüttenfest sind allesamt verfault und Ersatz muss her. Der Importeur stellt sich quer, ein Anwalt mischt sich ein und Klein steht mitten in der Schusslinie der verschiedenen Parteien, wie es ihm sein Widersacher Tobias Salomon nur zu gerne unter die Nase reibt.
Wahrscheinlich wäre Klein jetzt gerne wie Wickie, dreimal unter der Nase reiben und alle Probleme sind auf einen Schlag gelöst. So einfach ist es leider nicht, das Etrog-Problem scheint sich nicht zu lösen und der Mordfall ist eine verzwickte Sache - jeder der Verdächtigen könnte der Täter sein und alles was er heraus findet, macht den Fall noch brenzliger.
Somit ist auch dieser sechste Band "Der böse Trieb" ein klassischer Whodunit-Krimi. Sehr erfrischend, kurzweilig und spannend zu lesen. Wie bisher in jedem Band passen Vater Kleins Weisheiten wie die Faust aufs Auge. Ebenso wie das theologische titelgebende Thema, das erneut auf verschiedene Arten vertieft wird.
Fazit: Obwohl schon der sechste Band: es macht noch immer Spass, Rabbi Klein beim Lösen seiner interessanten und kniffligen Fälle zu begleiten!
4 Punkte.
Bewertung
aus Obergösgen
5/5
07.04.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Talmudisch im besten Sinn
Wie im Talmud Gesprächsprotokolle durch die Lernenden aufgeschlüsselt werden müssen, wer sagt was? und die Meinung oft auch offen bleibt, so auch hier. Etwa die eingeblendeten Gespräche ab smartphone: Muss öfter studiert, mehrfach gelesen werden. Wer sagt was? Vor allem S. 138 eine entscheidende Wendung, die sich vielleicht erst mit dem richtigen Tonfall erschliesste...
Übrigens auch die Lösung recht rabbinisch: Wem soll ich jetzt mein Gehör schenken?
Bewertung
aus Neuhausen am Rheinfall
5/5
17.02.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Alfred Bodenheimer Der böse Trieb
Mit Ungeduld habe ich auf dieses Buch gewartet und wurde wahrlich nicht enttäuscht. Der Böse Trieb liest sich fliessend, ist spannend, gespickt mit Humor und gibt auch immer wieder Informationen zu den Bräuchen des Judentums. Und zu guter letzt: der Mörder ist einer, der nicht erwartet wird!
Bewertung
aus Nyon
4/5
11.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der böse Trieb von A.Bodenheimer
Hat mir sehr gut gefallen. War eine nette Ueberraschung da ich diesen Autor noch nie gelesen hatte. Werde nachholen!
Bewertung
aus Vordemwald
3/5
20.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der böse Trieb
Nach den ersten Bücher von Rabbi Klein nicht mehr so spannend
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