Produktbild: Die Erfindung der Welt

Die Erfindung der Welt Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Picus

Seitenzahl

408

Maße (B/H)

12/19 cm

Gewicht

481 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2103-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2021

Verlag

Picus

Seitenzahl

408

Maße (B/H)

12/19 cm

Gewicht

481 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2103-7

EU-Ansprechpartner

Alexander Potyka
Friedrich-Schmidt-Platz 4/7|1080|Wien|AT
info@picus.at

Herstelleradresse

Picus Verlag
Friedrich-Schmidt-Platz 4/7|1080|Wien|AT
 info@picus.at

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  • yellowdog

    5/5

    28.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Origineller Roman

    Der Roman hat eine interessante Ausgangssituation. Eine Schriftstellerin mit dem Pseudonym Aliza Berg bekommt unerwartet einen anonymem, aber hochdotierten Auftrag über das Leben und die Menschen in dem Dorf Litstein zu schreiben. Das ermöglicht ein Spiel mit literarischen Mitteln und der Entstehung eines Romans, in der die Schriftstellerin schließlich selbst ein Teil wird. Es bleibt auch ein Drang, die Identität des geheimnisvollen Mäzen G. herauszufinden. Bestimmt wird der Roman anfänglich vom Blickwinkel der Icherzählerin, dem man gerne folgt, denn sie lässt das Ganze auf sich wirken und hat auch viel Wortwitz. Die Begegnung mit den Menschen in Litstein, die sie schon freudig erwartet haben, sind hinreißend geschrieben. Im zweiten Teil wechselt die Perspektive und lässt eine Blick von Außen auf die Schriftstellerin und ihrer literarischen Recherche zu. Im dritten Teil ist es dann wieder überwiegend Alizas Perspektive. Es ist typisch für viele Bücher des Picus-Verlags, dass sie originell und anspruchsvoll, aber auch ansprechend und voller Leichtigkeit sind. Und Thomas Sautner macht mit seinem einfallsreichen Roman „Die Erfindung der Welt“ da keine Ausnahme. Das schätze ich sehr.

  • Circlestones Books Blog

    5/5

    28.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vielschichtig, poetisch, einfühlsam, humorvoll

    „Für gewöhnlich fügen sich Romanfiguren zumindest im Groben der Idee des Buches, diesmal aber entwickeln sie nicht nur, wie man gerne sagt, ein Eigenleben, diesmal boykottieren sie mich regelrecht. Sie pfeifen auf mich.“ (Zitat Seite 359) Inhalt Aliza Berg, eine erfolgreiche Schriftstellerin, erhält von einem unbekannten Auftraggeber das schriftliche Angebot, einen Roman zu schreiben. „G.“, so nennt sich die Person, überweist sofort eine großzügige Anzahlung, die sie auf jeden Fall behalten kann. Eine einzige Bedingung ist an den Auftrag geknüpft, es muss ein Roman über das Leben selbst sein, am Beispiel einer genau vorgegebenen Region und aller Bewohner. Die im Auftrag markierte Gegend liegt außerhalb einer Ortschaft und zeigt hauptsächlich Wald, Wiesen und einige Teiche. Es scheint nur ein Haus und eine Burg oder Schloss zu geben. Dass es sich tatsächlich um beides handelt, ein neues Schloss und eine mittelalterliche Burg, sieht Aliza, als sie nach Litstein reist und sie wohnt sogar in diesem Schloss, als Gast von Gräfin Elli und Graf Leopold Hohensinn. Zu ihrem Ärger war ihr Kommen von G. groß angekündigt worden und sie will sofort umkehren, zurück fahren, aber es kommt anders. Thema und Genre In diesem Roman geht es um das Leben und seine besonderen Überraschungen, um den Lauf des Jahres und die vielfältige Schönheit der Natur, auch in den kleinsten Dingen, um Literatur, das Schreiben, Freundschaft und die Liebe. Charaktere Es sind schrullige und in ihren manchmal schroffen Eigenheiten liebenswerte Figuren, denen die Schriftstellerin begegnet. Spontan beschließt sie, sich nicht um die Vorgaben von G. zu kümmern, sie allein entscheidet, welche Menschen sie als Figuren in ihren Roman aufnimmt. Aliza lernt alle ihre Figuren erst kennen, ich habe mit großem Vergnügen auch Bekannte aus Großmutters Haus wiedergetroffen. Handlung und Schreibstil „An jenem Abend war ich seit etwa zwei Wochen in der Gegend. Seit zwei Wochen auf Recherche für einen Roman, von dem ich noch nicht wusste, ob ich ihn schreiben würde.“ (Zitat Seite 10). Das Gespräch an jenem Abend führt, ebenso wie Elli Hohensinn, mit dazu, dass sie bleibt. Beinahe ein Jahr lang recherchiert Aliza Berg, beobachtet ihre Figuren, lernt ihre Geheimnisse kennen und die ihr bisher unbekannten Seiten der Natur, weil sie sich Zeit nimmt, alles zu beobachten. Es sind lustige Begebenheiten, sehr skurrile Erlebnisse und sehr traurige. Der Autor spielt mit unterschiedlichen Erzählperspektiven, stellt nicht nur abwechselnd eine seiner Figuren in den Mittelpunkt, sondern es kann auch plötzlich ein Teil der Natur sein, oder Aliza als Ich-Erzählerin. Mit einem humorvollen Augenzwinkern beobachtet er seine Schriftstellerin bei ihren Recherchen, führt sie immer wieder in überraschende Situationen. Verbunden mit der poetischen, leichten und gleichzeitig eindrücklichen Sprache, den wunderbar detaillierten Schilderungen der Natur und der Menschen, ergänzt durch eingestreute philosophische Betrachtungen, führt dies zu seinem Roman, in den man versinkt und plötzlich mit Bedauern bemerkt, schon an der letzten Seite angekommen zu sein. Fazit Der Autor lässt in diesem Roman die Schriftstellerin llse Hofstätter während einer Vorlesung über Literatur sagen: „Alles, was sie zu wissen glaube, sei, Literatur solle mutig, ja übermutig sein, solle Kopf- und Herztöne zusammenführen, durcheinanderwirbeln und spielerisch wieder auffangen. Dann sei in ihr alles enthalten, selbst das, was ungesagt geblieben ist.“ (Zitat Seite 394) Besser kann man diesen Roman nicht beschreiben.

  • Philo

    aus Frankfurt a.M.

    5/5

    25.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anders als erwartet, aber unglaublich gut

    Das war mein erstes Buch von Thomas Sautner. Ich bin total begeistert von der Geschichte, auch wenn sie ganz anders verlief als ich es mir aufgrund der Buchbeschreibung vorgestellt habe. Die Sprache und vor allem wunderbare Wortschöpfungen haben mich für den Autor eingenommen. Die Schriftstellerin Aliza Berg fährt nach einem anonymen Auftrag, mit G unterzeichnet, und vorab bereits hoch dotiert, in den kleinen Ort Litstein, um dort das geforderte Buch über „das Leben“ zu schreiben. Der Radius, in dem die zu beschreibenden Menschen leben, ist klein, mittendrin Burg Hohensinn, in der das gräfliche Ehepaar Elisabeth und Georg von Hohensinn lebt. Hier quartiert sich Aliza ein. Es sind nicht viele Protagonisten, denen man begegnet, aber alle sind besondere Personen, die in nicht erwarteten Beziehungen zueinander stehen. Jede einzelne Figur ist gut charakterisiert, und ich konnte mir alle sehr gut vorstellen und ihre zum Ausdruck gebrachten Gefühle verstehen. Mal wird die Geschichte in der Ich-Form aus Sicht von Aliza beschrieben, mal aus der Sicht eines unbekannten Erzählers. Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Der Autor legt sein Augenmerk nicht nur auf seine Protagonisten, sondern auch auf die die Burg umgebende Landschaft mit großem Waldbestand und Seen. Sein Anliegen ist es, den Lesern Flora und Fauna näherzubringen. Der Ausflug ins Weltall hat mich überwältigt, aber auch ein wenig überfordert. Es ist ein ganz wunderbares Buch, dem ich viele Leser wünsche und es deshalb mit 5 Sternen und einer Leseempfehlung versehe.

  • Bewertung

    aus Mendig

    5/5

    09.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich, tiefsinnig und ästhetisch

    Die Schriftstellerin Aliza Berg erhält einen anonymen Brief, in dem sie gebeten wird, ein Buch über das Leben zu schreiben. Der Verfasser bietet ihr ein beträchtliches Honorar, wenn sie nach Litstein reist und alle BewohnerInnen in einem markierten Gebiet in die Geschichte integriert. Schließlich packt sie die Neugier, reist in die eher unbekannte Umgebung und wohnt schließlich bei Graf und Gräfin persönlich, wo sie mit ihren Recherchen beginnt. Den Inhalt zusammenzufassen, würde mir bei diesem Buch sehr schwer fallen, was daran liegt, da es gar nicht so viel um die Geschichte an sich geht, sondern vor allem um die Charaktere, die wir nach und nach kennenlernen und die alle sehr besonders sind. Und wenn es eins ist, was Thomas Sautner schafft, dann ist es, genau diese Charaktere vor unserem inneren Auge lebendig werden zu lassen. Auch, wenn ich nicht mit allen Figuren sympathisiere, habe ich doch das Gefühl alle persönlich getroffen und gekannt zu haben. Weiterhin positiv möchte ich die Art und Weise des Schreibens hervorheben - Sautner spielt mit der Sprache, schreibt sehr metaphorisch und klangvoll und lässt sie nicht nur als Mittel zum Zweck am Rand stehen. Besonders interessant finde ich auch, dass über das Schreiben an sich reflektiert wird und den LeserInnen noch mal eine ganz neue Perspektive gibt. Normalerweise wird dadurch meist eine Distanz erzeugt, aber diese wird nach und nach abgebaut und man versinkt doch in der Geschichte und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch die Naturbeschreibungen waren alles andere als oberflächlich, sondern oft gar informativ und schön zu lesen und konnten für mich gar nicht lang genug sein. Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich darauf, dass ich gerne noch mehr über den Grafen als Figur gelernt hätte (am Ende), obwohl er sicherlich genügend Platz erhält. Aber oft ist mir bei den Figuren die Frage des "Warums" gekommen. Andererseits ist es auch genau die Qualität des Buches nicht nur Fragen zu beantworten, sondern Fragen zu stellen und den Leser/ die Leserin immer wieder selbst zum Nachdenken zu bringen und auch mal zwischen den Zeilen zu lesen, um die Figuren selbst kreativ auszumalen. Somit würde ich es eher als reine Neugier bezeichnen und nicht als Kritikpunkt, da ich die Figur so unglaublich spannend finde und auch ein ganzes Buch über diese lesen würde, was natürlich den Rahmen sprengen würde, aber im Endeffekt doch eher für das Buch spricht. Letztendlich: Ein sehr besonderes Buch mit tiefen Charakteren, einer wunderschönen Sprache und einer Geschichte, über die ich bestimmt noch länger nachdenken werde. Dies ist bestimmt nicht das letzte Buch, was ich von dem Autor gelesen habe!

  • Bewertung

    aus Neunkirchen-Seelscheid

    5/5

    09.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mehr philosophische Betrachtung als Geschichte

    Die Schriftstellerin Aliza Berg erhält den anonymen, großzügig honorierten Auftrag, einen Roman über das Leben zu schreiben. Sie soll dies am Beispiel eines klar umrissenen Landstrichs tun. Aliza fährt in die bezeichnete Gegend und lernt bei ihren Recherchen die wunderschöne Landschaft, ihre teils wunderlichen Bewohner*innen und deren Geheimnisse kennen. Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich eine interessante Handlung erwartet. Den Schwerpunkt des Romans bilden jedoch detaillierte Betrachtungen von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie philosophische Fragen. Thomas Sautner beschreibt besonders Flora und Fauna intensiv und mit schönen Sprachbildern. Dabei wechselt er häufig die Perspektive, und lässt die Leser*innen zum Beispiel die Welt mit den Augen einer Bachstelze oder eines Sperbers sehen. Die Geschichte an sich kommt nur sehr langsam voran, sie wird immer wieder von langen, zum Teil abstrakten Gedankengängen des Autors unterbrochen, das hat mir das Lesen etwas erschwert. Der elegante Schreibstil und die originellen Sprachbilder haben das aber wieder wettgemacht.

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  • Zum Bewerterprofil von Nora Reisenberger

    Nora Reisenberger

    Thalia Wien – Vio Plaza

    Buchhändler*in

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    4/5

    25.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch über das Schreiben von dem selbigen Buch

    Tatsächlich und wahrhaftig, vollkommenes Rating sind von mir 3,5 Sterne … oder wenn es einem lieber ist und im Zuge des Buches passender wären wohl 7,5/10 Sterne. Sautner schafft es immer wieder sehr simpel, einfach, verständlich, immens komplizierte Themen aufzugreifen. Und diese in tatsächlicher Handlung zu verstecken. So wie er die Welt und das Leben in seinen Figuren versteckt. Und vielleicht versteckt er auch sich selber in seinen Figuren. In Aliza Berg zum Beispiel. Das jedoch hat es geschafft mich bis jetzt zu verwirren und das ist das größte Mysterium, die dringlichste Frage, die sich mir stellt; hat er dieses Buch geschrieben? Gibt es Thomas Sautner wirklich? Wer ist Aliza Berg? Wer ist G.? Wer ist Autor dieses Romanes? Interpretiere ich zu viel in die Danksagung hinein?? Ein tolles Werk, dass einen die eigene Existenz hinterfragen lässt, Antworten bietet - zwar vielleicht nicht verrät auf welche Fragen, aber es bietet Antworten — und gekonnt die Liebe zur Literatur, zur Sprache und zum Schreiben offenlegt. ✍

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