Produktbild: Asche und Sand

Asche und Sand Der epochale Roman um Portugals Kolonialvergangenheit in Mosambik — Roman. Der Imani-Zyklus (2 & 3)

Aus der Reihe Der Imani-Zyklus
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2021

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

21,1/12,9/4,5 cm

Gewicht

640 g

Auflage

1

Originaltitel

A Espada e a Azagaia (Band 2) und O Bebedor de Horizontes (Band 3)

Übersetzt von

Karin Schweder-Schreiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00569-3

Beschreibung

Rezension

» Asche und Sand ist ein literarisches Meisterstück. Couto entfacht ein erzählerisches Feuerwerk, das zu Recht mit Gabriel Garcia Márquez’ Roman Hundert Jahre Einsamkeit verglichen wird. Man spürt darin die mitreißende Erzählfreude und ist beeindruckt, wie Couto mit den Mythen und der Glaubenswelt der Menschen im einstigen Königreich Gaza verwachsen ist. Eine ergreifende, ja niederschmetternde literarische Geschichte der portugiesischen Kolonisationskriege in Mosambik.« ("SWR Lesenswert")
»Mia Couto beschließt mit Asche und Sand seine große Romantrilogie über die Wunden des portugiesischen Kolonialismus in Mosambik. Die ›verstümmelte Erinnerung‹ daran wird in dieser Trilogie literarisch ans Licht gebracht, mit all dem Rassismus und dem ihn begleitenden, noch heute schwärenden Kulturrelativismus. Der Roman punktet mit fantastischen Bildern und mythischen Erzählungen.« ("Der Tagesspiegel")
»Ein bild- und wortstarker und ein sehr poetischer Roman von portugiesischer Melancholie, der Saudade. Fabelhaft ins Deutsche übertragen von der Grande Dame unter den ÜbersetzerInnen.« ("Bayerischer Rundfunk")
»Couto führt vor Augen, wie sich Erniedrigung und Selbstaufgabe, wie sich Neid, Hass und Intrigen, Hoffnung und aufrechterhaltener Stolz anfühlen. Dieser von Karin von Schweder-Schreiner feinfühlig übersetzte Band bietet eine nachdrückliche Lektüre. Geschichte in Geschichten erzählt – das ist kunstvoll und zugleich unvergesslich.« ("Saarländischer Rundfunk")
»In seinem groß angelegten Roman Asche und Sand erzählt Mia Couto von den letzten Tagen des Gaza-Reiches und der Geschichte Mosambiks an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. Die Erlebniswelt Imanis macht die Lektüre immer wieder zu einem bereichernden Genuss. Man wird entführt in andere Welten und Träume, Ansichten und Verhaltensweisen, die manchmal nur auf den ersten Blick fremd erscheinen, sich letztlich aber als zutiefst menschlich offenbaren.« ("Wiener Zeitung")
»Mia Couto skizziert ein Panorama, so alt wie die Menschheit: Liebe und Verzicht, Vertrauen und Treue, Verrat und Lüge, Kriegslüsternheit und Friedfertigkeit, Zivilisation und Wildheit, Moral und Unmoral und setzt eindrucksvolle Wort-Bilder. Er verbindet historische Fakten mit den Mythen der Afrikaner. Unbedingt lesenswert, unbedingt empfehlenswert.« ("Kohero Magazin")
»Der Reiz der Trilogie besteht in Coutos gekonnter Montage aus Archivquellen, überlieferten Mythen und Fiktion. Coutos mythische Erzählungen, die seinen ausgedehnten Reisen durch das Land zu verdanken sind, verleihen dem Politischen des Romans eine bezaubernde Aura. Allein die einigen Kapiteln vorangestellte Schöpfungsgeschichte der Vachopi ist faszinierend zu lesen.« ("WOZ Die Wochenzeitung")
»Immer wieder wird man verharren, den Gedanken nachspüren, und empfinden, wie sich hier Jahrhunderte alte Weisheiten vermitteln, wie jeder neue Anfang auch ein Abschied ist. Erfahrungen, Wissen, Glauben von Generationen. Couto erreicht eine hohe Authentizität, die sich aus umfangreichem Quellenstudium ebenso speist wie aus seiner Biografie.« ("Portugal Report")
»Eine dichte historische Erzählung, reich an Bildern und Allegorien, die an Márquez und Achebe erinnert.« ("Kirkus Reviews")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.03.2021

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

21,1/12,9/4,5 cm

Gewicht

640 g

Auflage

1

Originaltitel

A Espada e a Azagaia (Band 2) und O Bebedor de Horizontes (Band 3)

Übersetzt von

Karin Schweder-Schreiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00569-3

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
Siemensstr. 16
35463 Fernwald
DE
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Neptunstraße 20
8032 Zürich
CH
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Ein lusitanisch-mozambikanisch…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 18.05.2021

Bewertungsnummer: 2790580

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein lusitanisch-mozambikanisches Epos. "The Clash of Civilizations" Die Mythen des Landes dienen Mia Couto als Inspiration zu seiner Imani-Trilogie. Hier beschreibt er die Geschichte Mosambiks Ende des 19. Jahrhunderts und den Krieg gegen den König des Gaza-Reiches. Es dominieren zwei gegensätzliche Pole: Portugiesen und Mosambikaner. Europa und Afrika. Imanis Erzählungen sind der rote Faden und jedes Kapitel wird von einem Zitat, Sprichwort oder einer afrikanischen Sage eingeleitet. Anschaulich werden einzelne Persönlichkeiten gezeichnet wie Imanis Vater, einen Marimba-Spieler oder Pater Rudolfo, ein Mann zwischen zwei Hautfarben und zwei Geschlechtern und seine zauberkundige wundenheilende Gefährtin Bibliana. Die italienische Bordellbesitzerin Bianca Vanzini. Und natürlich König Ngungunyane mit seinen Frauen und sein Gegenspieler Zixaxa. Germano de Melo, Imanis Geliebter. Andrea Alvaro, Kapitän der Kriegsmarine. Mouzinho de Albuquerque, Oberbefehlshaber, der den König gefangen nimmt. Im März 1896 erreicht das Schiff Lissabon. Mit an Bord auch die schwangere Imani, auf ein Wiedersehen mit Germano hoffend. Ihr neugeborener Sohn wird ihr weggenommen. Sie wird weder ihn noch Germano je wiedersehen. Germanos letzter Brief ist ein feiger Abschiedsbrief: er liebe sie und sei ihr treu, aber es gebe keine gemeinsame Zukunft, habe es nie gegeben. Neben der Liebesgeschichte nimmt der Krieg zwischen den Portugiesen und dem König des Gaza-Reiches einen bedeutsamen Platz ein. Sinistre rassistische Denkgebäude: Die Weißen brauchen einen Feind wie den König. Sie brauchen diesen gedemütigten Herrscher, um den Afrikanern und auch den Europäern ihre Macht zu demonstrieren, als ob sie die Herren des Kontinents seien, von dem sie nichts wissen und nichts kennen außer ein paar Weilern. Sie sehen in den Afrikanern nur gottlose, feiernde, singende und tanzende Wesen. Europa hat Afrika nicht erobert. Imani, eine starke junge Frau, die sich zwischen den beiden Welten wie ein Fisch im Wasser bewegt und die doch der eigenen Herkunft, dem eigenen Schicksal nicht entgehen kann, strahlt wie ein Leuchtturm in diesem umfangreichen Werk. Mia Couto skizziert ein Panorama der Menschheit mit eindrucksvollen Wort-Bildern und verbindet historische Fakten mit afrikanischen Mythen. Ganz unerwartet der narrative Schluss, ein gekonnt eingesetzter stilistischer Überraschungseffekt dieses Romans, aus dem die Traurigkeit über die Unvereinbarkeit der Welten, der Menschen, der Seelen atmet. Mia Couto ist es gelungen, in ausführlichen Schilderungen die komplexen Denk- und Handlungsweisen beider Parteien zu schildern. Die Fotos einiger real existierenden historischen Personen aus im Anhang komplettieren dieses unbedingt lesenswerte, unbedingt empfehlenswerte Buch. Eine Metapher der afrikanischen Denkweise: Schuhe statt bloßer Füße. Die Schuhe werden Teile Deines Körpers werden. Deine Schritte werden nie mehr Deine eigenen sein. Du wirst Wege beschreiten, die Dich von dir selbst weit weg führen. Und wenn Du die Schnürsenkel zusammenziehst, wird es Deine Seele sein, die Du einschnürst.

Ein lusitanisch-mozambikanisch…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 18.05.2021
Bewertungsnummer: 2790580
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein lusitanisch-mozambikanisches Epos. "The Clash of Civilizations" Die Mythen des Landes dienen Mia Couto als Inspiration zu seiner Imani-Trilogie. Hier beschreibt er die Geschichte Mosambiks Ende des 19. Jahrhunderts und den Krieg gegen den König des Gaza-Reiches. Es dominieren zwei gegensätzliche Pole: Portugiesen und Mosambikaner. Europa und Afrika. Imanis Erzählungen sind der rote Faden und jedes Kapitel wird von einem Zitat, Sprichwort oder einer afrikanischen Sage eingeleitet. Anschaulich werden einzelne Persönlichkeiten gezeichnet wie Imanis Vater, einen Marimba-Spieler oder Pater Rudolfo, ein Mann zwischen zwei Hautfarben und zwei Geschlechtern und seine zauberkundige wundenheilende Gefährtin Bibliana. Die italienische Bordellbesitzerin Bianca Vanzini. Und natürlich König Ngungunyane mit seinen Frauen und sein Gegenspieler Zixaxa. Germano de Melo, Imanis Geliebter. Andrea Alvaro, Kapitän der Kriegsmarine. Mouzinho de Albuquerque, Oberbefehlshaber, der den König gefangen nimmt. Im März 1896 erreicht das Schiff Lissabon. Mit an Bord auch die schwangere Imani, auf ein Wiedersehen mit Germano hoffend. Ihr neugeborener Sohn wird ihr weggenommen. Sie wird weder ihn noch Germano je wiedersehen. Germanos letzter Brief ist ein feiger Abschiedsbrief: er liebe sie und sei ihr treu, aber es gebe keine gemeinsame Zukunft, habe es nie gegeben. Neben der Liebesgeschichte nimmt der Krieg zwischen den Portugiesen und dem König des Gaza-Reiches einen bedeutsamen Platz ein. Sinistre rassistische Denkgebäude: Die Weißen brauchen einen Feind wie den König. Sie brauchen diesen gedemütigten Herrscher, um den Afrikanern und auch den Europäern ihre Macht zu demonstrieren, als ob sie die Herren des Kontinents seien, von dem sie nichts wissen und nichts kennen außer ein paar Weilern. Sie sehen in den Afrikanern nur gottlose, feiernde, singende und tanzende Wesen. Europa hat Afrika nicht erobert. Imani, eine starke junge Frau, die sich zwischen den beiden Welten wie ein Fisch im Wasser bewegt und die doch der eigenen Herkunft, dem eigenen Schicksal nicht entgehen kann, strahlt wie ein Leuchtturm in diesem umfangreichen Werk. Mia Couto skizziert ein Panorama der Menschheit mit eindrucksvollen Wort-Bildern und verbindet historische Fakten mit afrikanischen Mythen. Ganz unerwartet der narrative Schluss, ein gekonnt eingesetzter stilistischer Überraschungseffekt dieses Romans, aus dem die Traurigkeit über die Unvereinbarkeit der Welten, der Menschen, der Seelen atmet. Mia Couto ist es gelungen, in ausführlichen Schilderungen die komplexen Denk- und Handlungsweisen beider Parteien zu schildern. Die Fotos einiger real existierenden historischen Personen aus im Anhang komplettieren dieses unbedingt lesenswerte, unbedingt empfehlenswerte Buch. Eine Metapher der afrikanischen Denkweise: Schuhe statt bloßer Füße. Die Schuhe werden Teile Deines Körpers werden. Deine Schritte werden nie mehr Deine eigenen sein. Du wirst Wege beschreiten, die Dich von dir selbst weit weg führen. Und wenn Du die Schnürsenkel zusammenziehst, wird es Deine Seele sein, die Du einschnürst.

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