Die seltsamsten Sprachen der Welt

Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Was heißt hier seltsam?

1. Eigenartige Lautsysteme

Urtümliche Klicklaute in den Khoisan-Sprachen

Ubychisch: Achtzig Konsonanten und zwei Vokale

Ein Geisterfahrer im Französischen: Das behauchte
h

Warum Vietnamesen in zwitschernden Tonhöhen sprechen

Eine konzertierte Aktion: Finnische Vokalharmonie

Wie schreit der Hahn in den Sprachen der Welt?

2. Seltsamkeiten in Grammatik und Satzbau

Hopi: Auf der Suche nach der erlebten Zeit

Das Baskische und seine zwölf Kasusformen

Erster oder zweiter Hand: Erlebnisformen im Jukagirischen

Die spinnen, die Finnen: Vom Stufenwechsel und der Schwierigkeit, «nein» zu sagen

Haben oder nicht haben: Was alte Sprachkontakte im Russischen bewirkt haben

Die Welt in Schubladen: Nominalklassen im Thailändischen

Sprache als Navigator: Das Orientierungspotentials ibirischer Eskimosprachen

Archaische Sprachrelikte: Der Sonderfall des Ainu

Wortketten im Yupik

Pidgin: Kleine kanakendeutsche Grammatik

Ajándékképpen: Die ungarische Kunst, mit Suffixen zu sprechen

Von den Ursprüngen deutscher Bandwurmsätze

3. Wortschätze

Kamelzucht auf Somali

Wenn es regnet auf Hawaii

Baskische Verwandtschaftsverhältnisse

Das Gespür der Saamen für Schnee

Maltesisch: Ein Hybrid auf arabischer Grundlage

Die zeitlose Sprache der japanischen Teezeremonie

Hethitisch: Die älteste multikulturelle Sprache

Das Vokabular der Traumzeit: Schlüssel zur Welt der australischen Aborigines

4. Seltsame Arten, zu zählen

Zählsysteme in Korea und im Himalaya

Die heilige 13 und die Zahlenschreibung im Maya

Zählen in einer fremden Sprache: Spanische Zahlwörterbei den Filipinos

5. Status und Sozialverhalten sprachlich markieren

Wenn Göttinnen sprechen: Die Frauensprache im Sumerischen

Frauen bevorzugt: Verwandtschaftsterminologie im Crow

Im Land der rituellen Harmonie: Höfliche Sprache in Japan

Das Khmer und die hundert Arten, «ich» zu sagen

Wer mit wem sprechen darf: Kommunikationsregeln bei den Dyirbal

Per Du oder per Sie? Höflichkeitscodes im Englischen

Visualisierte Hierarchie: Die Schriftsysteme des Altägyptischen

6. Sakral-, Ritual- und Tabu-Sprachen

Der Bär als Urahn: Die mythologische Sondersprache der Westsibirier

Tautaua gegen Darmverstopfung: Zur Öffnung des geheimen Heilwissens der Maori

Mit den Ahnen sprechen: Parallelwelten der Katu

Das Wirken der Geister: Namengebung im Grönländischen

Koptisch: Altägyptisches Erbe in einer christlichen Nischensprache

7. Merkwürdige Schriften

Ein Politikum: Schriftgebrauch in Süd- und Nordkorea

Fossil der Sprachgeschichte: Die Bildzeichenschrift der Naxi in Südchina

Der Geheimcode der Osterinsel: Die Rongorongo-Tafeln

Rätsel um die glagolitische Schrift: Von der Slawenmission bis zu Video Games in Kroatien

Die Abur-Schrift der Komi: Heidnische Zeichen im Dienst der christlichen Überlieferung

8. Geplante Sprachen

Phönix in neuem Glanz: Die Wiederbelebung des Hebräischen

Esperanto: La sola lingvo, kiun ?iu komprenas

Klingonisch für Anfänger: Kommunikation mit den Aliens

Literaturhinweise

Register

Die seltsamsten Sprachen der Welt

Von Klicklauten und hundert Arten, 'ich' zu sagen

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Beschreibung


EINE REISE ZU DEN SELTSAMSTEN SPRACHEN DER WELT

Viele Sprachen erscheinen uns fremdartig, weil wir ihre Schnalzlaute nicht hervorbringen oder ihren Satzbau mit den vertrauten grammatischen Rastern nicht erfassen können. Der renommierte Sprachwissenschaftler Harald Haarmann beschreibt 49 Sprachen mit seltsamen Eigenheiten und lässt uns über die Vielfalt der menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten staunen.


  • Von afrikanischen Klicklauten und deutschen Schachtelsätzen – die wundersame Welt der Sprachen


  • Was spezielle Wortschätze und sonderbare Satzkonstruktionen über ihre Sprecher verraten


  • Für alle Sprachinteressierten und Weltreisenden


  • Das ideale Buch zum Schmökern, Staunen und Lernen


Harald Haarmann gehört zu den weltweit bekanntesten Sprachwissenschaftlern. Er wurde u.a. mit dem Prix Logos der Association européenne des linguistes, Paris, sowie dem Premio Jean Monnet ausgezeichnet. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.12.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

206

Maße (L/B/H)

22/14,9/2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.12.2021

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

206

Maße (L/B/H)

22/14,9/2 cm

Gewicht

336 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-76726-5

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Sehr gut

Bewertung aus Wien am 21.06.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zeigt schön, wie Sprachen beliebig sozial konstruierte Gebilde sind und suggeriert, dass die Sprechenden nicht nur die Musik, sondern auch Sprache machen, sozusagen.

Sehr gut

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Zeigt schön, wie Sprachen beliebig sozial konstruierte Gebilde sind und suggeriert, dass die Sprechenden nicht nur die Musik, sondern auch Sprache machen, sozusagen.

Geschichte - lesbar und hörbar

S.A.W aus Salzburg am 02.03.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die meisten Menschen kennen nur ein paar Weltsprachen, nur wenige sprechen mehr als eine Fremdsprache. Es gibt aber tausende Sprachen auf der Welt, die meisten sind am Rand des Aussterbens oder bereits tot. Dies hängt damit zusammen, dass sich jede Sprache innerhalb von 1500 Jahren so verändert, dass sie zu einer neuen Sprache oder zu mehreren Tochtersprachen wird. Aus dieser Mutationsrate können Linguisten geschichtliche Prozesse herauslesen, die bis in die Urzeit zurückggehen. Die Khoisan sprechen die ältesten Sprachen der Welt, denn aus Ost- und Südafrika kamen alle heutigen Menschen. Deren Klick- und Schnalzlaute sprechen aber nur mehr die Khoisan und ein Stamm in Australien, der von der ersten Auswandererwelle abstammt. Im Französischen lassen sich die Veränderungen nach der Völkerwanderung ableiten. Es ist eine romanische Sprache, das aber Worte und Strukturen von den herrschenden Franken und von den Gallokelten übernommen hat. So stammt das stumme H aus dem fränkischen, es wurde an lateinische Worte angefügt (altus (hoch) wird zu haut (couture)) Das Ägyptische hat im Koptischen überlebt, das heute nur mehr in der Liturgie verwendet wird, bis ins Mittelalter aber von den ägyptischen Christen gesprochen wurde, dessen Wörter aber hauptsächlich Lehnwörter aus dem Arabischen sind. Das Finnische hat viele Vokale und Deklinationsfälle. Als sich die Russen nach Nordrussland ausbreiteten, übernahmen sie viele Fallendungen von den Finnen und haben daher viele Fälle, die es in keiner anderen Slawischen Sprache gibt Die Hopis haben keine Bezeichnung für die Vergangenheit, wohl aber für die Zukunft. Die Gegenwartsform wird nur durch Bezeichnungen wie damals, dann, zu der Zeit zur Vergangenheit Die Eskimos haben viele Bezeichnungen für die Orientierung in der Landschaft, die in der weißen Schneehölle äußerst schwierig ist. Auch für Schnee haben sie Dutzende Bezeichnungen. Die Ainu in Hokkaido haben eine seltene Satzstellung OSV: ein Haus wir machen = wir bauen ein Haus. Diese Satzstellung findet man nur bei wenigen Randsprachen im Amazonas und anderswo, wo eine alte Sprache langsam verdrängt wird. Das Japanische hat aber seine animistischen Worte von den Ainu übernommen, vor allem in der Shinto-Religion. Für Historisch Interessierte ist dieses Buch und seine Denkweise ein Schatz und ein Hilfsmittel zur Ergründung der Geschichte. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „10.000 BC: Die Menschheitsgeschichte – älter, länger, anders“

Geschichte - lesbar und hörbar

S.A.W aus Salzburg am 02.03.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die meisten Menschen kennen nur ein paar Weltsprachen, nur wenige sprechen mehr als eine Fremdsprache. Es gibt aber tausende Sprachen auf der Welt, die meisten sind am Rand des Aussterbens oder bereits tot. Dies hängt damit zusammen, dass sich jede Sprache innerhalb von 1500 Jahren so verändert, dass sie zu einer neuen Sprache oder zu mehreren Tochtersprachen wird. Aus dieser Mutationsrate können Linguisten geschichtliche Prozesse herauslesen, die bis in die Urzeit zurückggehen. Die Khoisan sprechen die ältesten Sprachen der Welt, denn aus Ost- und Südafrika kamen alle heutigen Menschen. Deren Klick- und Schnalzlaute sprechen aber nur mehr die Khoisan und ein Stamm in Australien, der von der ersten Auswandererwelle abstammt. Im Französischen lassen sich die Veränderungen nach der Völkerwanderung ableiten. Es ist eine romanische Sprache, das aber Worte und Strukturen von den herrschenden Franken und von den Gallokelten übernommen hat. So stammt das stumme H aus dem fränkischen, es wurde an lateinische Worte angefügt (altus (hoch) wird zu haut (couture)) Das Ägyptische hat im Koptischen überlebt, das heute nur mehr in der Liturgie verwendet wird, bis ins Mittelalter aber von den ägyptischen Christen gesprochen wurde, dessen Wörter aber hauptsächlich Lehnwörter aus dem Arabischen sind. Das Finnische hat viele Vokale und Deklinationsfälle. Als sich die Russen nach Nordrussland ausbreiteten, übernahmen sie viele Fallendungen von den Finnen und haben daher viele Fälle, die es in keiner anderen Slawischen Sprache gibt Die Hopis haben keine Bezeichnung für die Vergangenheit, wohl aber für die Zukunft. Die Gegenwartsform wird nur durch Bezeichnungen wie damals, dann, zu der Zeit zur Vergangenheit Die Eskimos haben viele Bezeichnungen für die Orientierung in der Landschaft, die in der weißen Schneehölle äußerst schwierig ist. Auch für Schnee haben sie Dutzende Bezeichnungen. Die Ainu in Hokkaido haben eine seltene Satzstellung OSV: ein Haus wir machen = wir bauen ein Haus. Diese Satzstellung findet man nur bei wenigen Randsprachen im Amazonas und anderswo, wo eine alte Sprache langsam verdrängt wird. Das Japanische hat aber seine animistischen Worte von den Ainu übernommen, vor allem in der Shinto-Religion. Für Historisch Interessierte ist dieses Buch und seine Denkweise ein Schatz und ein Hilfsmittel zur Ergründung der Geschichte. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „10.000 BC: Die Menschheitsgeschichte – älter, länger, anders“

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von Harald Haarmann

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    1. Eigenartige Lautsysteme

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    Ein Geisterfahrer im Französischen: Das behauchte
    h

    Warum Vietnamesen in zwitschernden Tonhöhen sprechen

    Eine konzertierte Aktion: Finnische Vokalharmonie

    Wie schreit der Hahn in den Sprachen der Welt?

    2. Seltsamkeiten in Grammatik und Satzbau

    Hopi: Auf der Suche nach der erlebten Zeit

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    4. Seltsame Arten, zu zählen

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    Zählen in einer fremden Sprache: Spanische Zahlwörterbei den Filipinos

    5. Status und Sozialverhalten sprachlich markieren

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    Frauen bevorzugt: Verwandtschaftsterminologie im Crow

    Im Land der rituellen Harmonie: Höfliche Sprache in Japan

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    Das Wirken der Geister: Namengebung im Grönländischen

    Koptisch: Altägyptisches Erbe in einer christlichen Nischensprache

    7. Merkwürdige Schriften

    Ein Politikum: Schriftgebrauch in Süd- und Nordkorea

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    Der Geheimcode der Osterinsel: Die Rongorongo-Tafeln

    Rätsel um die glagolitische Schrift: Von der Slawenmission bis zu Video Games in Kroatien

    Die Abur-Schrift der Komi: Heidnische Zeichen im Dienst der christlichen Überlieferung

    8. Geplante Sprachen

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    Esperanto: La sola lingvo, kiun ?iu komprenas

    Klingonisch für Anfänger: Kommunikation mit den Aliens

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