Die 18-jährige Selma ist eine lebenslustige junge Frau. Vor ihr liegt ein Sommer voller Träume, gerade hat sie Abitur gemacht und schmiedet Pläne für die Zukunft. Doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu: Bei einem tragischen Verkehrsunfall verliert Selma ihr Augenlicht. Für die junge Frau bricht eine Welt zusammen. Nur schwer findet sie sich in ihrem neuen Leben als Blinde zurecht. Und immer wieder hadert Selma mit denselben Fragen: Warum ist das Leben so ungerecht? Woher nehme ich den Mut zum Leben? Und gibt es das Unsichtbare hinter den sichtbaren Dingen?
Als sie mit den Bewohnern eines nahegelegenen Seniorenheims ins Gespräch kommt, erhält Selma unverhofft Antworten. Die Alten erzählen aus ihrem Leben, berichten von Krisen und Schicksalsschlägen, aber auch von der Kraft des Neuanfangs. Tief berührt von der Weisheit ihrer Worte, fasst Selma langsam den Mut, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Und dann, genau ein Jahr nach ihrem Unfall, kehren mit dem Sommer auch Selmas Träume zurück ...
Die einfühlsame Geschichte einer jungen Frau, die sich tapfer zurück ins Leben kämpft.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Sonja
aus Freiburg
5/5
09.07.2026
eBook (ePUB 3)
Jugendbuch / PTBS / Philosophie
Direkt zu Beginn des Sommers nach dem Abitur wird die 18jährige Selma in einen Autounfall verwickelt. Dabei verliert sie ihr Augenlicht und anfänglich auch die Hoffnung. Gerade weil die Freundschaften verkrampft wirken und die Familie auseinanderfällt. Aber durch einen jungen Altenpfleger Kommt sie in Kontakt mit äölter4en Menschen, die ihr je eine Geschichte erzählen, die Selma philosophisch auseinandernimmt. Und dadurch wieder Mut findet.
Wir folgen nur Selma, sie ist witzig, klug und lebensfroh, bis sie es nicht mehr ist. Sie ist selbst genervt von sich, kann den Schmerz aber nur durch ihre Zickereien ertragen.
Es ist ein Coming of Age Roman mit sehr philosophischen Fragen und Ansätzen, nicht nur zu der Schuldfrage, sondern auch Familie und Freundschaft im Kleinen.
Es ist sehr interessant mitzuerleben, wie die Heilung einsetzt und das Leben neu beginnt.
nicht nur für junge Leser.
Newspaper
aus Wachtendonk
5/5
16.03.2021
eBook (ePUB 3)
Belehrend, aufschlussreich und berührend
Inhalt:
„Die 18-jährige Selma ist eine lebenslustige junge Frau. Vor ihr liegt ein Sommer voller Träume, gerade hat sie Abitur gemacht und schmiedet Pläne für die Zukunft. Doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu: Bei einem tragischen Verkehrsunfall verliert Selma ihr Augenlicht. Für die junge Frau bricht eine Welt zusammen. Nur schwer findet sie sich in ihrem neuen Leben als Blinde zurecht. Und immer wieder hadert Selma mit denselben Fragen: Warum ist das Leben so ungerecht? Woher nehme ich den Mut zum Leben? Und gibt es das Unsichtbare hinter den sichtbaren Dingen?
Als sie mit den Bewohnern eines nahegelegenen Seniorenheims ins Gespräch kommt, erhält Selma unverhofft Antworten. Die Alten erzählen aus ihrem Leben, berichten von Krisen und Schicksalsschlägen, aber auch von der Kraft des Neuanfangs. Tief berührt von der Weisheit ihrer Worte, fasst Selma langsam den Mut, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Und dann, genau ein Jahr nach ihrem Unfall, kehren mit dem Sommer auch Selmas Träume zurück ...
Die einfühlsame Geschichte einer jungen Frau, die sich tapfer zurück ins Leben kämpft.“
Schreibstil/Art:
Selmas Emotionen konnte ich die ganze Zeit über sehr gut nachvollziehen. Dass ihre Welt nach dem tragischen Verkehrsunfall zusammenbricht, ist dank dem bildhaften Stil und der Ich-Perspektive sofort ersichtlich. Die Suche nach den Fehlern bei sich und die Schuldzuweisungen auf die anderen, erschaffen einen authentischen Eindruck der Gesamtsituation. Ihr Leidensweg, die Verzweiflung und der Kampf aus der aussichtslosen Lage habe ich bangend mitverfolgt.
Kreativ und belehrend fand ich auch die tollen Erzählungen der Bewohner aus dem Seniorenheim. Hier konnte nicht nur Selma sinn- und wertvolle Informationen für sich gewinnen. Auch ich durfte solch eine Erfahrung mal machen und finde Lebensgeschichten aus einem anderen Zeitalter total spannend und interessant. Kann ich jedem nur empfehlen!
Fazit:
Felix Leibrock hat es geschafft mich mit seiner ruhigen Erzählstimme auf Selmas Reise mitzunehmen. Nichts wirkte aufgesetzt, die Charaktere waren alle sehr herzlich und zuvorkommend. Das Feingefühl für eine Blinde Protagonistin und ihre Gefühlswelt konnte ich die ganze Zeit über sehr gut nachempfinden. Aufklärungen zu bestimmten Hilfsmitteln oder beklemmenden Situationen sind sehr informativ gewesen.
Sätze wie: „… meine Seele ist eine düstere Zelle ohne ein Fenster zu Außenwelt.“ oder „Sehnsucht nach Liebe, nach einem Leben, dass die innere Kälte und Leere überwindet.“ sind sehr Waise und verdeutlichen nur noch mehr die Gefühle.
Eine Erzählung für Hoffende – dem stimme ich zu!
„Vielleicht gehe ich ein Jahr ins Ausland. Australien oder Neuseeland, Work and Travel, Erdbeerenpflücken und dann ein bisschen durchs Land reisen. Das würde mir Spaß machen. Ob man mir das als Wartezeit für das Psychologiestudium anrechnet?“ Die 18-jährige Selma hat frisch ihr Abitur in der Tasche und steckt voller Pläne für die Zukunft, doch dann macht ihr das Schicksal scheinbar einen Strich durch die Rechnung. Nach einem Autounfall heißt es leider, »Selma, es gibt offensichtlich da ein Problem. Weil du nicht angeschnallt… Also, das ist jetzt auch egal. Durch den Aufprall des Autos auf diesen Baum hat es dich nach vorne geschleudert. Dein Kopf… ich meine, ich bin da kein Experte. Aber der Doktor Hollweck hat mir das mit Fliehkräften erklärt, die dazu geführt haben, dass bei dir der Sehnerv offenbar durchtrennt wurde, also, der ist nicht mehr durchblutet, so wie er das eben gesehen hat, allerdings, ich meine, du weißt ja, die wollen ja noch Untersuchungen machen, also… Aber auch wenn das so sein sollte, werden wir das schaffen.« Wir werden das schaffen, sagt sich leicht. Für Selma, die stets so lebensfroh war, die immer so gerne gelacht hat, sich für vieles schnell begeistern konnte und die ihr Leben geliebt hat, weiß im Moment aber auf die Frage nach dem Und jetzt?, nur noch „ich hasse das Leben. ICH HASSE ES.“ Wie die junge Frau mit ihrem Blindsein zurechtkommt, was das für ihr Leben bedeutet, welche Überwindung es sie kostet, den Rat ihrer Mutter, »Du musst deine selbst gebaute Höhle verlassen, sonst bleibst du immer im Dunkeln« zu befolgen und warum sich am Ende zum Glück doch nicht bestätigt »Glücklich, das werde ich doch sowieso niemals…«, wird an der Stelle nicht verraten. Nur so viel vielleicht noch, sehr hilft ihr dabei, wieder neuen Mut zu fassen, dass ihr der Altenpfleger Gero Gespräche mit einigen Bewohnern eines nahegelegenen Seniorenheims vermittelt. Diese haben allesamt ebenfalls schwere Krisen und Schicksalsschläge erlebt und sind nicht daran zerbrochen, sondern haben die Kraft für einen Neuanfang gefunden haben. Durch deren Erzählungen erhält Selma nicht nur Antworten auf die drei Fragen, warum ist das Leben so ungerecht, woher nehme ich den Mut zum Leben und gibt es das Unsichtbare hinter den sichtbaren Dingen, die sie unentwegt beschäftigen, sondern findet auch wieder neuen Lebensmut.
„Eine zutiefst verletzte Seele braucht einen Brüllraum.“ Die Autorin verwendet viele Bilder und beschreibt ganz besonders emotional. „Ich habe das Gefühl, der Unfall hat mein Gehirn mit einem Eimer schwarzen Teers getränkt. Nur finstere Gedanken, alles so sinnlos, warum noch leben. Mein Herz zieht sich fast jede Minute vor Schmerz zusammen, schlägt wild, als wolle es sich aus meiner Brust heraushämmern. Ich liege auf meinem Bett, atme schwer wie eine Forelle an Land, die ihre letzten Züge macht. Was für ein seelisches Wrack bin ich durch ein einziges kurzes Ereignis geworden!“ ist nur ein Beispiel dafür, wie geschickt sie zu formulieren weiß, damit der Leser sich bestmöglich in Selma hineinversetzen kann. Ich habe mit ihr gelitten, konnte ihre Wutausbrüche, ihre Schuldgefühle, die sie deswegen ereilen, ihre Verzweiflung mehr als gut verstehen und habe mich mit ihr und für sie über jeden noch so kleinen Schritt gefreut, der ihr wieder ein Stück mehr Lebensqualität und –glück bereitet. Gut hat mir auch gefallen, dass ich durchaus immer wieder auch einmal schmunzeln konnte. Dafür hat ganz besonders Altenpfleger Gero mit seiner einnehmenden Art und seinen Sprüchen, gesorgt. Von dem kann schon mal ein »Herr Stöger ist siebenundneunzig Jahre alt. Und, damit du ihn dir vorstellen kannst: Er sieht nicht aus wie siebenundneunzig. Gell, Herr Stöger? Ich würde sagen, er schaut wie sechsundneunzig aus.«, kommen. Lobend erwähnen muss man sicher auch noch die vielen lebensbejahenden Botschaften, die die Autorin toll in ihren Roman verpackt und die nicht nur Selma, sondern auch dem Leser Mut machen können.
Die zutiefst deprimierte Selma wird von der Autorin grandios gezeichnet. Selmas Gedankenspiralen, ihre Phasen der Hoffnung, die sich mit denen der Verzweiflung Gefechte führen könnte ich mir besser nicht dargestellt vorstellen. Die Bewohner des benachbarten Seniorenheims müsste man an dieser Stelle ebenfalls auch alle aufzählen, weil sie von solch bewegenden Erlebnissen berichten. Stellvertretend erwähne ich vielleicht Herr Stöger, der alle Hoffnungen auf Olympia aufgeben muss, nachdem er in Stalingrad ein Bein verliert und Selma nicht nur demonstriert, wie man sich sein Leben zurück holen kann, sondern sie auch vor der Gefahr der Vergleicheritis warnt, bis hin zu Herrn Meindl, der nicht nur den Weg zu einem Blindenbegleithund ebnet, sondern Selma auch die Natur und die Bienen näherbringt. Auch alle anderen Nebendarsteller sind toll dargestellt, bei Sonja, der sympathischen Rehabilitationslehrerin und LPF-Trainerin angefangen, bis hin zu Gero, den Altenpfleger mit seiner einnehmenden Art.
„Warum hilft mir dieser Gero nicht? Aber eigentlich finde ich das gut. Ich komme mir sonst schnell wie eine Idiotin vor, wenn man mir sogar erklärt, wie ich mich hinsetzen soll. Zwar brauche ich die Menschen gut mit einem und wollen ganz schnell helfen, machen es aber falsch, wenn sie einem selbst die kleinsten Dinge noch abnehmen wollen. Das hat so etwas Entwürdigendes wie bei Bettlern, denen man Geld hinwirft, anstatt es ihnen freundlich in die Hand zu drücken. Menschen, die mit mir geduldig sind und mich, eingeschränkt, wie ich bin, respektieren, punkten bei mir. Dieser Gero könnte einer von ihnen sein.“ Leider ist unsere Gesellschaft von wirklicher Integration von Menschen mit Handicap noch viele Schritte entfernt, deshalb war für mich auch spannend zu erfahren, wie Selma das Miteinander mit anderen beschreibt. Auch Informationen allgemeiner Art wie z.B. die Existenz von Farberkennungsgeräten oder die Erwähnung spezieller Berufe für blinde Menschen, wie medizinische Tastuntersucherin fand ich äußerst interessant.
Alles in allem ein einnehmender, fesselnder und äußerst bewegender Roman, den ich am liebsten, einmal angefangen, gar nicht mehr aus der Hand hätte legen wollen. Fünf Sterne sind da wohlverdient.
begine
aus Lemwerder
5/5
14.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hol dir dein Leben zurück
Der Theologe und Schriftsteller Felix Leibrock hat mit dem Roman „Wenn der Sommer kommt, tanzen die Träume“ eine wunderbare Geschichte geschaffen.
Der Roman ist in Ichform geschrieben, die Emotionen der Protagonistin werden gut eingebracht und man kann sie gut nach vollziehen.
Die 18jährige Selma wird nach einem Unfall blind. Ihr Kampf gegen die schwarze Wand um damit fertig zu werden ist interessant.
Aus den Lebenserfahrungen von fünf Personen aus dem Altersheim, zieht sie neuen Mut.
Der Autor konnte mich mit seinem einfühlsamen Stil überzeugen.
Aus diesem Roman können Leser selber Mut ziehen.
Empfehlenswert.
Franziska S.
5/5
27.09.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hoffnung und Mut machend
Ein wunderschönes Buch darüber, wie jemand nach einem schweren Schicksalsschlag seinen eigenen Weg suchen muss und ihn finden kann. Das Buch ist spannend geschrieben und wird sicher nicht das letzte sein, das ich von diesem Autor lese.
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