"Kannst du dich daran erinnern, wie alles seinen Anfang nahm? Ich habe dich vergessen lassen, nur für einen Augenblick. Doch es hat gereicht, um dir die schöne Seite des Lebens zu zeigen. Was dich erwartet hätte, wärst du das andere Kind gewesen." Nach Soutas Geständnis ist für Piara nichts mehr wie zuvor. Entschlossen, das Schicksal zu wenden, unterstützt sie ihn und seine Freundin Lia bei einem waghalsigen Plan; ein Funken Hoffnung, der den beiden Geschwistern nach ihren Differenzen wieder ein gemeinsames Ziel vor Augen führt: Das Seelenfeuer, welches Menschen und Ceri gleichermaßen innewohnt, gewährt zwei Vertrauten die Chance, sich auf ewig zu binden. Körper und Geist legen ihre Barrieren voreinander nieder und schnüren ein Band, das selbst den Tod überwindet. Den immensen Preis, den dieser Segen fordert, nimmt Souta bereitwillig in Kauf. Rigoras sieht sich gefangen in einem Konflikt, der weit über das Schicksal Fayons hinausgeht. Als er sich der Vergangenheit stellt und seine Schwester nach über zehn Jahren erstmals wieder aufsucht, nagen schwere Zweifel an ihm. Und auch Lycenar wartet nicht länger in den Schatten darauf, dass das Blatt sich zu seinen Gunsten wendet. Stattdessen stößt er Piara in die offenen Arme der blutigen Sünde, die sie ihr ganzes Leben lang erwartet hat. Auf welch ungleichen Kampf sie und Souta sich eingelassen haben, zeigt sich ihnen jedoch erst, als sie ihrem Bruder wieder gegenüberstehen.
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Ein emotionales Fantasy Abenteuer.
Kadyofbooks am 16.07.2021
Bewertungsnummer: 1528521
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Buch folgt nach wie vor denselben Charakteren, ein Extra bilden aber die Kapitel aus Truffles Sicht. Die fand ich auch echt süß. Piara und Souta sind wieder vereint und bestreiten nun gemeinsam den weiteren Weg ihres Abenteuers, natürlich auch zusammen mit Rigoras.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich hab zusammen mit Piara gebangt und ihr die Daumen gedrückt, dass alles gut geht. Zusammen mit Lia und Souta ebenfalls gebangt und neue Dinge gelernt. Mit Truffles die Welt erkundet und um Rigoras gebangt. Mich mit Rigoras gefreut und mit ihm gezweifelt.
Achtung, ab hier könnten Spoiler sein!:
Ineas Teil der Geschichte fand ich sehr schwierig zu lesen, das ging mir irgendwie ziemlich nahe. Allerdings muss ich auch sagen, dass durch mehr Kommunikation in ihren jüngeren Jahren vieles hätte vermieden werden können, das letzten Endes in diesem Buch passiert ist. Ich finde es häufig sehr frustrierend, wenn die Kommunikation zwischen den Charakteren nicht so funktioniert und dadurch Ereignisse ausgelöst werden, die gut hätten vermieden werden können. Allerdings muss ich in diesem Fall sagen, dass ich, trotz der Frustration, sehr gut nachvollziehen konnte, wieso sich Ineas und auch Souta so entwickelt haben. Gerade bei Ineas ist es sher nachvollziehbar und seine Geschichte ist schon echt traurig.
Rigoras Anteil an dieser Geschichte fand ich auch sehr interessant, ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil auch gerade bei ihm weitergeht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so läuft, wie er sich das vorgestellt hat. Aber um ehrlich zu sein hoffe ich, dass er durch die Entwicklungen vielleicht auch mehr Freiheiten im dritten Teil bekommt und sich mehr auf sich selbst konzentrieren kann.
Soutas Anteil war auch sehr interessant. Die Erkundung von Malluma fand ich super spannend. Das world building ist Juliet sehr gut gelungen und ich habe gehofft, dass sich die Situation dort etwas verbessert. Nun bin ich noch gespannter, wie es in dem Teil der Welt weitergeht und wie sich im Allgemeinen die Interaktionen zwischen den Ceri und den Menschen entwickelt. Souta und Lia finde ich auch als Paar spannend, allerdings schon sehr krass, wie schnell sie ihre Beziehung doch voran gebracht haben.
Das Buch hat mir also im Allgemeinen echt gut gefallen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Piara begibt sich auf die Suche ...
Bewertung aus Bad Bergzabern am 18.01.2023
Bewertungsnummer: 1862188
Bewertet: eBook (ePUB)
„Askeria: Die letzte Generation“ ist der Reihen-Auftakt der Selfpublisherin Juliet May. Der Band umfasst 538 Seiten Erzählung, gegliedert in 117 Kapiteln, worauf ein Nachwort, eine Playlist und ein Glossar folgen. Vor dem Beginn der Erzählung ist eine Weltkarte vorzufinden sowie Erklärungen zur Welt und ein Gedicht.
Titel: „Askeria: Die letzte Generation“ ist treffend gewählt, auch wenn die wahre Bedeutung wohl erst gegen Ende des Buches bewusst wird (so erging es mir zumindest!). „Askeria“ greift dabei ein wichtiges Motiv auf, welches in allen Bänden relevant sein wird.
Cover: Das Cover ist in Brauntönen gehalten, während im oberen Drittel eine Uhr abgebildet ist, die in den Hintergrund überzugehen zu scheint. Davor ist ein Schmetterling aus Metall abgebildet, unter dem der Titel in großen beigen Lettern abgebildet ist. Darunter finden sich Untertitel und Name der Autorin. Schaut man genauer hin, kann man Elemente erkennen, die wohl dem Genre Steam Punk zuzuordnen sind: Zahnräder und Maschinenteile. Es ist minimalistisch und dennoch erkennt man immer was Neues.
Plot: Piara ist kein normaler Mensch – das erfährt sie schon früh. Die Hörner, die sie auf ihrem Kopf trägt, zeugen von einer uralten Spezies, die in Mitaeria jedoch mit dunklen Mächten und dem Übel der Welt verbunden werden. Piara versteckt sie und zusammen mit ihrem Bruder Souta ist sie dazu gezwungen, alles, was sie kannte, hinter sich zu lassen. Ihr Weg führt sie durch die Lande Mitaerias, auf der Suche nach einem Ort, an welchem sie verweilen und ihre Wunden lecken können. Dabei wird ihnen bewusst, dass der Orden die Jagd auf Ceri neu entflammt hat – und die junge Piara umso besser aufpassen muss.
Bis Souta sie zurücklässt, mit nichts als kryptischen Nachrichten, die Piara nicht verstehen kann. Denn was ist dieses „Askeria“, von dem er spricht?! Ist sie überhaupt irgendwo noch sicher?
Erst als sie auf Rigoras trifft, sieht sie wieder einen Lichtblick in ihrem Leben. Ein Gefühl von Zuhause, auch wenn sie dazu gezwungen ist, den Geschehnissen in ihrer Familie auf den Grund zu gehen und die Geheimnisse hinter den Mythen und Sagen aufzudecken.
Der Plot entführt in eine weitläufige, detailreiche High Fantasy-Welt, die mich total in ihren Bann gezogen hat. Ich liebte es, Souta und Piara in die einzelnen Ländereien und Städte zu folgen, die allesamt total unterschiedlich waren. Zwar ist der Plot größtenteils unaufgeregt und eher entspannt, allerdings sind die Entwicklungen, die die Protagonisten durchmachen müssen und die psychischen Verletzungen, die sie erleben, in meinen Augen spannend genug. Es wird ein Einstieg präsentiert, in dem sich die Zeit genommen wird, alles ausreichend vorzustellen und zu erklären, eingebettet in eine angenehme Erzählung, die Lust auf die weiteren Bände macht.
Charaktere: Es wird bereits eine Fülle an Charakteren präsentiert, die aber alle so einzigartig waren, dass es mir nie schwerfiel, sie auseinanderzuhalten - und das, ohne Klischees zu bedienen. Besonders Piara hat mich total abgeholt, die von einem naiven Kind zu einer jungen Frau heranwachsen musste – und das in kürzester Zeit. Dennoch wurde ihr Weg glaubhaft und authentisch beschrieben; sie musste Hürden meistern und zu sich finden, wobei das natürlich am Ende von Band 1 nicht abgeschlossen ist. Doch ihre Entwicklung hat mich total mitgerissen und ich konnte ihre Kapitel kaum abwarten.
Aber auch Souta und Ineas sind unglaublich interessant, wobei ich bereits zu Beginn gerne noch mehr von Ineas erfahren hätte, was aber aufgrund des Umfangs auch auf spätere Bände verlegt wurde.
Rigoras und Marleen fand ich auch super, wobei Rigos Schweinchen natürlichen einen besonderen Platz einnimmt.
Und ein wenig Romance darf auch nicht fehlen, aber ich finde, dass sich das so natürlich und schön aufgebaut hat, dass ich es für diese Charaktere auch unbedingt wollte!
Ich habe sie alle gemocht und bin sehr gespannt, wie sich in den nächsten Bänden weiterentwickeln werden. Denn Charakterentwicklung wird in "Askeria" definitiv groß geschrieben.
Fazit: ein mitreißender Auftakt, der ruhig und bildhaft in die Welt eingeführt hat. Er ist nicht so actiongeladen, wie es manche vielleicht wollen würden, aber dafür liefert er eine Welt, die Leser*in nicht erschlägt, sondern total mitnimmt. Freue mich sehr auf die weiteren Bände!
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