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Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.11.2020

Abbildungen

mit 12 Fotos 1 Stammbaum

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/12,8/3,2 cm

Gewicht

407 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

I want you to know we´re still here

Übersetzt von

Tobias Schnettler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05222-0

Beschreibung

Rezension

»›Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind‹ ist eine herausfordernde, komplexe [...] Lektüre. Und eine unbedingt lohnende.« ("Galore")
»Ein kluges, berührendes Memoir über die Verflechtungen von Familie, Schuld und Erinnerung.« ("Welt am Sonntag")
»Spannend geschrieben, ergreifend, erschütternd in seinen Details.« ("taz")
»Sie weiß aber mit der Sprach umzugehen und hat ein emotionales, jedoch nicht aufdringliches Dokument ihrer Suche nach den Wurzeln ihrer Familie geschaffen.« ("Die Presse")
»Erinnerung ist in der Familie Safran Foer Ehrensache. Jonathan Safran Foer schrieb einen berühmten Roman darüber. Seine Mutter, Esther, zieht jetzt mit einem ergreifenden Bericht nach.« ("Die Presse am Sonntag")
»Esther Safran Foer schreibt in einer lakonischen, unprätentiösen Sprache und doch oft auch sehr stimmungsvoll. Ihr gelingt im besten Sinne ein Erinnerungsbuch.« ("Deutschlandfunk Kultur Studio 9")
»Ein intensives Buch.« ("Krachfink")
»Ein Buch [...], das mit jeder Entdeckung, die Foer auf ihrem Weg macht, mehr in den Bann zieht.« ("stern")
»Ein bewegendes, kluges Buch.« ("Die Welt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.11.2020

Abbildungen

mit 12 Fotos 1 Stammbaum

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/12,8/3,2 cm

Gewicht

407 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

I want you to know we´re still here

Übersetzt von

Tobias Schnettler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05222-0

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • SternchenBlau

    5/5

    30.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr persönlicher Blick wie…

    Sehr persönlicher Blick wie viele Leben, wie viele Erinnerung durch die Shoah zerstört wurden. Und wie einige wiedergefunden wurden. Für die Überlebenden wirkte die Shoah fort, auch in die nächsten Generationen. Neben den traumatischen Erfahrungen wurden dadurch viele Verbindungen und Erinnerungen abgerissen und zerstört. Esther Safran Foer ist die Mutter von Jonathan Safran Foer, der aus der Enkelgeneration heraus seine erfolglose Suche in dem Roman „Alles ist erleuchtet“ fiktionalisiert hat. Esther Safran Foer schildert nun in diesem sehr persönlichen Bericht ihre reale Suche, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte, und nach der Romanveröffentlichung ihres Sohnes doch noch weitere Ergebnisse ergab. Sie zeigt eindrucksvoll, dass die Suche nach den Verwandten, ihren Erinnerungen und Geschichten, eine Art Heilungsprozess in Gang setzt. Ihre Suche und ihre Reflexion sind sehr bewegend und sie zeigt mit einem so liebevollen und oft auch humorvollen Blick, auch welche Eigenheiten ihre Weggefährt*innen hatten. Diese menschliche Wärme macht das Buch auch zu einer viel leichteren Lektüre, als man vielleicht vermuten möchte. Dennoch hat braucht das Buch themenbedingt eine Content Note. CN: Genozid, Hunger, Folter, Suizid Zugegebenermaßen, manchmal war ich mit den Großcousinen und angeheirateten Tanten oder Ziehgeschwistern überfordert, wer eigentlich wer war. (Darum 4,5 Sterne.) Foer gibt allen ein Gesicht und holt sie aus jenem Vergessen, in das die Nazi-Verbrechen diese Menschen alle stoßen wollte. Foers bewegendes Buch wird so auch ein aktives Eintreten gegen die Auslöschung. Das Grauen hörte nicht einfach auf, nachdem die Lager befreit wurden. Foer wurde kurz nach Ende des Krieges in Polen geboren und hat die Zeit in den sogenannten DP-Lagern (DP für Displaced Persons) noch miterlebt, die teilweise verherenden Zustände dort und wie ihre Eltern sich abmühen mussten, um aus Deutschland ausreisen zu können. Diese Zeit wird vergleichsweise selten in Büchern abgebildet. „Die Teillacher“ von Michel Bergmann steht daher schon länger auf meiner Leseliste. Viele von uns sind in dem Glauben aufgewachsen, dass „Nie wieder Auschwitz“ nie wieder in Frage gestellt werden würde. Aber in den letzten Jahren sind viele zuvor unsagbare antisemtische Aussagen wieder lauter geworden. Foers Buch zeigt, wie viel Verlust und Schmerz die Shoah auslöste und wie viel Mühe auch die Aufarbeitung und Heilung für die Überlebenden bedeutet. Darum bitte lesen! Wir müssen uns erinnern.

  • SternchenBlau

    5/5

    28.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von der Suche nach Erinnerungen

    Für die Überlebenden wirkte die Shoah fort, auch in die nächsten Generationen. Neben den traumatischen Erfahrungen wurden dadurch viele Verbindungen und Erinnerungen abgerissen und zerstört. Esther Safran Foer ist die Mutter von Jonathan Safran Foer, der aus der Enkelgeneration heraus seine erfolglose Suche in dem Roman „Alles ist erleuchtet“ fiktionalisiert hat. Esther Safran Foer schildert nun in diesem sehr persönlichen Bericht ihre reale Suche, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte, und nach der Romanveröffentlichung ihres Sohnes doch noch weitere Ergebnisse ergab. Sie zeigt eindrucksvoll, dass die Suche nach den Verwandten, ihren Erinnerungen und Geschichten, eine Art Heilungsprozess in Gang setzt. Ihre Suche und ihre Reflexion sind sehr bewegend und sie zeigt mit einem so liebevollen und oft auch humorvollen Blick, auch welche Eigenheiten ihre Weggefährt*innen hatten. Diese menschliche Wärme macht das Buch auch zu einer viel leichteren Lektüre, als man vielleicht vermuten möchte. Dennoch hat braucht das Buch themenbedingt eine Content Note. CN: Genozid, Hunger, Folter, Suizid Zugegebenermaßen, manchmal war ich mit den Großcousinen und angeheirateten Tanten oder Ziehgeschwistern überfordert, wer eigentlich wer war. (Darum 4,5 Sterne.) Foer gibt allen ein Gesicht und holt sie aus jenem Vergessen, in das die Nazi-Verbrechen diese Menschen alle stoßen wollte. Foers bewegendes Buch wird so auch ein aktives Eintreten gegen die Auslöschung. Das Grauen hörte nicht einfach auf, nachdem die Lager befreit wurden. Foer wurde kurz nach Ende des Krieges in Polen geboren und hat die Zeit in den sogenannten DP-Lagern (DP für Displaced Persons) noch miterlebt, die teilweise verherenden Zustände dort und wie ihre Eltern sich abmühen mussten, um aus Deutschland ausreisen zu können. Diese Zeit wird vergleichsweise selten in Büchern abgebildet. „Die Teillacher“ von Michel Bergmann steht daher schon länger auf meiner Leseliste. Viele von uns sind in dem Glauben aufgewachsen, dass „Nie wieder Auschwitz“ nie wieder in Frage gestellt werden würde. Aber in den letzten Jahren sind viele zuvor unsagbare antisemtische Aussagen wieder lauter geworden. Foers Buch zeigt, wie viel Verlust und Schmerz die Shoah auslöste und wie viel Mühe auch die Aufarbeitung und Heilung für die Überlebenden bedeutet. Darum bitte lesen! Wir müssen uns erinnern.

  • sleepwalker

    5/5

    05.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Esther Safran Foer, die als…

    Esther Safran Foer, die als Zweijährige 1949 mit ihren Eltern Deutschland verließ, wurde und wird nicht müde, ihre Wurzeln zu suchen, die in der Nazizeit verloren gingen. Die Familie war (und ist bis heute) jüdischen Glaubens und wurde während des Holocaust fast völlig ausgelöscht. So führt ihre Suche sie seit vielen Jahren (teilweise zusammen mit ihrem Sohn Frank) rund um den Globus, um ihre Herkunft und die ihrer Eltern zu ergründen. In „Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind“ schreibt sie sowohl über das Hier und Jetzt, aber auch über die Vergangenheit, denn das eine ist ohne das andere nicht möglich. So nimmt sie den Leser mit auf eine Art packende Schnitzeljagd, die sie überall dorthin führt, wo Menschen aus dem ehemaligen ukrainischen Schtetl Trochenbrod (Schtetl ist die jiddische Bezeichnung für Siedlungen mit hohem jüdischen Bevölkerungsanteil), beziehungsweise deren Nachkommen, heute leben. Trochenbrod selbst existiert nicht mehr, es wurde zerstört. Gegen viele Widrigkeiten sucht sie akribisch on- und offline und wird, manchmal zu ihrer eigenen Überraschung, fündig. Erschwert wird ihre Suche vor allem auch dadurch, dass Orte und Menschen früher anders hießen oder genannt wurden. Die Suche der Autorin ist manchmal ein Rennen gegen die Zeit. Zeitzeugen gibt es so gut wie keine mehr, falls doch, muss sie sie schnell aufsuchen, um noch mit ihnen reden zu können. Aber vor allem die Tatsache, dass aus der Generation der Zeitzeugen fast niemand mehr lebt und etwas erzählen kann, macht Bücher dieser Art zu wichtigen Dokumenten für die Nachwelt, denn alle sollen erfahren, wer die Opfer waren und dass die Erinnerungen an sie weiterleben. Anfangs fand ich das Buch eher anstrengend, was aber nicht an dem schweren Thema liegt, sondern an dem eher schwierigen Schreibstil, den komplizierten Sätzen, den vielen unbekannten Ausdrücken und den unglaublich vielen Personen, wobei auch der Stammbaum im Buch nicht unbedingt hilfreich ist. Aber nach und nach packte mich die Erzählung dann doch und das Buch zog mich in seinen Bann. Vor allem Esther Safran Foers Suche nach ihrer ermordeten Halbschwester aus der ersten Ehe ihres Vaters und das damit verbundene „Familiengeheimnis“ machte die Geschichte fast spannend. Alles in allem fand ich das Buch packend und nach einer gewissen Gewöhnung flüssig zu lesen. Einzig die Tatsache, dass die Autorin sehr stolz auf ihre Familie ist und die Erfolge ihrer Söhne für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen zu oft erwähnt, bremste manchmal meinen Lesefluss. Aber für ein wichtiges und gutes Buch von mir 5 Sterne.

  • Annemarie

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    06.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte ist Erinnerung

    Esther Safran Foer, die Mutter vom bekannten Autor Jonathan Safran Foer, versucht in “Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind”, die Geschichte ihrer Familie, die ebenfalls Opfer des Nationalsozialismus gewesen sind, zu rekonstruieren. Sie recherchiert in Datenbanken, veranlasst DNA-Analysen und begibt sich, gemeinsam mit ihrem Sohn Frank auf die Reise in die Ukraine, zu den beiden Schetls, Trochenbrod und Kolky, in denen ihre Eltern gelebt haben und ihre Verwandten ermordet wurden. An sich hat mir das Buch gut gefallen und ich fand es sehr interessant bei den Nachforschungen dabei zu sein. Besonders gelungen empfand ich die Schilderungen ihrer Reise in die Ukraine. Diese war sehr gut beschrieben und die Ereignisse dort haben mich auch sehr berührt. Einzig der Schreibstil der Autorin machte es mir, vor allem am Anfang schwer, richtig ins Buch reinzukommen. Ebenfalls habe ich mich mit den vielen Familienmitgliedern und ihrer  komplizierten Familienkonstellation schwer getan. Trotz dem beigefügten Stammbaums konnte ich die einzelnen Personen nur schwer zuornden. Für mich wäre hier ein Glossar sehr hilfreich gewesen.

  • de.Susi

    4/5

    02.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Esther Safran Foer nimmt den…

    Esther Safran Foer nimmt den Leser mit dem Buch auf eine Reise in die Vergangenheit: der Nachforschung zur Familiengeschichte - der von Holocaustüberlebenden. Dieses Buch fesselte mich nicht so von Beginn an wie andere und ich brauchte eine Weile um mit dem Schreibstil sowie den vorerst doch etwas komplizierten Familienverhältnissen (trotz eingefügtem Stammbaum) zurecht zu kommen, aber es hat mich mit der Umsetzung und letztendlich seinem Inhalt angenehm überrascht. Obwohl es vordergründig die rückwärts gerichtete Recherche der Autorin zu ihrer Herkunft bzw. Familienhistorie beschreibt, hinterlässt es bei mir nach Beendigung ein unglaublich positiv der Zukunft zugewandtes Feedback, was noch lang nachhallt. Solide vier Sterne für dieses Buch.

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