Produktbild: Sagen reloaded

Sagen reloaded

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.11.2020

Herausgeber

Thomas Ballhausen + weitere

Verlag

Czernin

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,5/13,1/3 cm

Gewicht

374 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7076-0705-5

Beschreibung

Portrait

Thomas Ballhausen, geboren 1975 in Wien, Autor, Literatur- und Kulturwissenschaftler, Archivar. Lehrbeauftragter u. a. an der Akademie der bildenden Künste Wien. Literarische und wissenschaftliche Veröffentlichungen, mehrere selbständige Publikationen, zuletzt erschien »Das Mädchen Parzival«.

Sophie Reyer, 1984 in Wien geboren, promovierte Philosophin. Sie arbeitet am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Theatertexte für Erwachsene und Kinder, zuletzt »Die Freiheit der Fische« und »Zwei Königskinder«. Diverse Preise und Stipendien.

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.11.2020

Herausgeber

Verlag

Czernin

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

19,5/13,1/3 cm

Gewicht

374 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7076-0705-5

Herstelleradresse

Czernin Verlags GmbH
Kupkagasse 4/I
1080 Wien
Österreich
Email: office@czernin-verlag.com
Url: www.czernin-verlag.com
Telephone: +43 1 40335630
Fax: +43 1 403356315

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

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2/5

Sagen waren auch schon mal besser erzählt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nicht alles was neu ist, ist automatisch gut. Aber auch nicht alles was alt ist, ist automatisch schlecht. So auch in diesem Fall. Beim hier vorliegenden Werk handelt es sich um eine Anthologie, also eine Sammlung von mehreren verschiedenen Autoren. Die zahreichen Damen und Herrn beschäftigen sich in der Zeit des Lockdowns Nummer 1 im April 2020 in Österreich mit unserer schönen Sagenwelt aus dem Spätmittelalter. Unser Land hat einen sehr großen und umfangreichen Sagenschatz. Beinahe jeder Ort und jede Region unserer Heimat wird eine zugeordnet. Was die Sagen miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass sie schon vor einigen Jahrhunderten verfasst wurden. Demnach erscheinen sie in unserer modernen Welt nicht mehr wirklich zeitgemäß. Auch wenn Drachen und Basilisken aus Fantasy-Romanen wie einem Harry Potter Zyklus oder auch einem Percy Jackson Roman immer mal wieder vorkommen, so haben sich doch die Urformen nicht wirklich verändert. Genau an diesem Punkt versucht das hier vorliegende Werk anzuschließen. Es ist ein vergeblicher Spagat zwischen der alten spätmittelalterlichen Welt und unserer modernen Gesellschaft zu knüpfen. Oftmals beginnen die Geschichten gar nicht so schlecht oder sind zumindest in Grundzügen noch nachvollziehbar. Trotzdem konnte mich der Großteil der hier vorliegenden Kurzgeschichten nicht überzeugen. Zum Teil wurden sie in einer Art innerem Monolog verfasst, teilweise nur in Wortfragmenten zusammengebastelt. Dies mag vielleicht den Einen oder Anderen unter Ihnen ansprechen, mich jedoch hat dies keineswegs fasziniert. Die Grundidee mag wohl ambitioniert und gut gemeint gewesen sein. Jedes Bundesland hat einige Autoren dazu beigesteuert, teilweise erkennt man auch den Lokalkolorit an. Diese mögen sicher für die vor Ort lebenden Menschen von Interesse sein. Dennoch ist bei den neuen Geschichten, welche ich gelesen habe, nur bei einer einzigen dies wirklich für mich erkennbar. Wie es der Zufall so will ist es eine Geschichte welche im modernen Wien spielt. Es begibt sich ein nicht namentlich Genannter, auf die Suche nach einem Basilisken. Als er diesen nach diversen eher unscheinbaren Hinweisen dann findet, entscheidet er sich, diesen so zu belassen wie es ist. Worauf läuft dies hinaus ? Einige der Texte wurden in einer sehr verwirrenden Form verfasst. Man verweise hier an den inneren Monolog oder überhaupt nur an Wortfetzen. Ich denke nicht, dass die Menschen des Spätmittelalters mit dieser Textgattung eine Freude gehabt hätten. Vorausgesetzt es hätte sie zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon gegeben. Das Maß voll gemacht hat dann eine Geschichte in welcher sich ein junges Mädchen auf eine Art Zeitreise begibt. Die Idee dazu ist zwar nicht wirklich schlecht, hat jedoch meiner Meinung nichts mit einem klassischen Sagenstoff zu tun. Das Mädchen kommt an zwei schon in unzähligen Romanen und Erzählungen des heurigen Jahres beschriebenen Epochen vor. Zum Einen die Machtergreifung der Nazis 1936 und zum Anderen zum Corona-Ausbruch im März 2020. Beides hat überhaupt nichts mit Sagen zu tun! Schade um die Zeit!
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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2/5

Sagen waren auch schon mal besser erzählt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nicht alles was neu ist, ist automatisch gut. Aber auch nicht alles was alt ist, ist automatisch schlecht. So auch in diesem Fall. Beim hier vorliegenden Werk handelt es sich um eine Anthologie, also eine Sammlung von mehreren verschiedenen Autoren. Die zahreichen Damen und Herrn beschäftigen sich in der Zeit des Lockdowns Nummer 1 im April 2020 in Österreich mit unserer schönen Sagenwelt aus dem Spätmittelalter. Unser Land hat einen sehr großen und umfangreichen Sagenschatz. Beinahe jeder Ort und jede Region unserer Heimat wird eine zugeordnet. Was die Sagen miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass sie schon vor einigen Jahrhunderten verfasst wurden. Demnach erscheinen sie in unserer modernen Welt nicht mehr wirklich zeitgemäß. Auch wenn Drachen und Basilisken aus Fantasy-Romanen wie einem Harry Potter Zyklus oder auch einem Percy Jackson Roman immer mal wieder vorkommen, so haben sich doch die Urformen nicht wirklich verändert. Genau an diesem Punkt versucht das hier vorliegende Werk anzuschließen. Es ist ein vergeblicher Spagat zwischen der alten spätmittelalterlichen Welt und unserer modernen Gesellschaft zu knüpfen. Oftmals beginnen die Geschichten gar nicht so schlecht oder sind zumindest in Grundzügen noch nachvollziehbar. Trotzdem konnte mich der Großteil der hier vorliegenden Kurzgeschichten nicht überzeugen. Zum Teil wurden sie in einer Art innerem Monolog verfasst, teilweise nur in Wortfragmenten zusammengebastelt. Dies mag vielleicht den Einen oder Anderen unter Ihnen ansprechen, mich jedoch hat dies keineswegs fasziniert. Die Grundidee mag wohl ambitioniert und gut gemeint gewesen sein. Jedes Bundesland hat einige Autoren dazu beigesteuert, teilweise erkennt man auch den Lokalkolorit an. Diese mögen sicher für die vor Ort lebenden Menschen von Interesse sein. Dennoch ist bei den neuen Geschichten, welche ich gelesen habe, nur bei einer einzigen dies wirklich für mich erkennbar. Wie es der Zufall so will ist es eine Geschichte welche im modernen Wien spielt. Es begibt sich ein nicht namentlich Genannter, auf die Suche nach einem Basilisken. Als er diesen nach diversen eher unscheinbaren Hinweisen dann findet, entscheidet er sich, diesen so zu belassen wie es ist. Worauf läuft dies hinaus ? Einige der Texte wurden in einer sehr verwirrenden Form verfasst. Man verweise hier an den inneren Monolog oder überhaupt nur an Wortfetzen. Ich denke nicht, dass die Menschen des Spätmittelalters mit dieser Textgattung eine Freude gehabt hätten. Vorausgesetzt es hätte sie zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon gegeben. Das Maß voll gemacht hat dann eine Geschichte in welcher sich ein junges Mädchen auf eine Art Zeitreise begibt. Die Idee dazu ist zwar nicht wirklich schlecht, hat jedoch meiner Meinung nichts mit einem klassischen Sagenstoff zu tun. Das Mädchen kommt an zwei schon in unzähligen Romanen und Erzählungen des heurigen Jahres beschriebenen Epochen vor. Zum Einen die Machtergreifung der Nazis 1936 und zum Anderen zum Corona-Ausbruch im März 2020. Beides hat überhaupt nichts mit Sagen zu tun! Schade um die Zeit!

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