Entspannte Eltern, zufriedene Kinder: So stellen wir uns ein gelungenes Familienleben vor. Zwischen Stress und Schuldgefühlen geht jedoch oft die Freude und Leichtigkeit im Zusammenleben verloren. Nora Imlau - Bestsellerautorin, Journalistin und Mutter von vier Kindern - kennt den Leidensdruck und die Orientierungssuche heutiger Mütter und Väter. Verständnisvoll und fachkundig leuchtet sie in ihrem Buch aus, wie ein modernes, liebevolles Familienleben gelingen kann: Die Bedürfnisse der Großen wie der Kleinen müssen gleichermaßen berücksichtigt werden. Dabei räumt sie mit den Mythen überhöhter Ideale moderner Elternschaft auf und zeigt, wie Eltern und ihre Kinder zu einem Familienleben finden, das Kraft gibt, statt Energie zu kosten. Ein bestärkendes Handbuch für alle, die mit Kindern authentisch und auf Augenhöhe leben und die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen wollen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
brauneye29
aus Wachtendonk
5/5
31.08.2020
eBook (ePUB 3)
Sehr interessant
Zum Inhalt:
Das Idealbild von Erziehung und die Wirklichkeit klaffen sehr häufig auseinander. Wir glauben, alles richtig machen zu müssen. Wir glauben, dass Kinder perfekt sein müssen. Aber ist das alles wirklich so? Die Autorin beleuchtet viele Aspekte und gibt praktische Tipps, wie Erziehung auf Augenhöhe funktionieren kann.
Meine Meinung:
Auch wenn ich nicht mehr den direkten Bezug zum Buch habe, da meine Tochter schon erwachsen ist, fand ich das Buch ausgesprochen spannend und interessant und sicher auch hilfreich, weil es viele Aspekte so ganz anders mal beleuchtet. Ich fand auch den Schreibstil extrem angenehm und sehr gut lesbar. Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt für alle empfehlen, die sich mal ein wenig mit Erziehung beschäftigen wollen.
Fazit:
Sehr interessant
Verena
4/5
14.03.2022
eBook (ePUB 3)
Moderner Erziehungsratgeber
Ich habe nun schon den Einen oder Anderen Ratgeber für Kindererziehung durch und dieser gehört zu den Guten.
Die Autorin, selbst Mutter von 4 Kindern, erzählt viel von ihren Erfahrungen. Sie gibt natürlich Denkanstöße und hat Anregungen, aber verzichtet auf Verallgemeinerungen und „Anweisungen“. Jede Familie ist anders und auch jedes Kind. Da kann man nicht sagen: Tu Dies, tu Das
Und das hat die Autorin verstanden.
Es gibt nicht das eine Richitg!
Man erhält einen kleinen Einblick die Psychologie.
Es wird auch näher darauf eingegangen, dass es wichtig ist auf sich selbst als Mutter zu achten. Da man nur dann auch gut für seine Kinder da sein kann und man nicht das Ideal als perfekte Mutter sein muss. Glückliche Mutter, glückliche Kinder.
Ein sehr gelungenes Buch für mich. Es ist natürlich nicht alles neu, aber ich würde es allen Eltern weiterempfehlen.
Bewertung
aus Stutensee
4/5
07.09.2020
eBook (ePUB 3)
Sehr guter Überblick über Entwicklungen, Erkenntnisse und praktischen Tipps zu einem Familienleben auf Augenhöhe
“Mein Familienkompass” von Nora Imlau ist am 31.08.2020 beim Ullstein Buchverlag erschienen und umfasst 400 Seiten. Die Autorin zeigt in diesem Buch die Richtung zu einem modernen, liebevollen Familienleben, in dem die Bedürfnisse aller – also der Kinder und der Eltern – gewahrt werden.
Das Buch ist in Fließtext-Form verfasst und gibt einen breiten Überblick unterschiedlicher Glaubenssätze, historischer Entwicklungen, Erkenntnissen aus der Wissenschaft und persönlichen Erfahrungen und Tipps. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich daher sehr gut lesen.
Was ich besonders gut finde ist, dass die Autorin aufgrund ihrer Erfahrungen aufzeigt, dass man natürlich mit so einem Ratgeber nicht jeder Situation beikommen kann. Sie macht den Leser daher darauf aufmerksam, dass natürlich immer der Kontext in spezifischen Situationen berücksichtigt werden muss und dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, fernab des Perfektionismus, der in sozialen Medien und Co. vorgelebt wird. Das Buch bietet somit Motivation und auch Hilfestellung für unterschiedlichste Situationen. In den unterschiedlichen Sektionen des Buches findet man hier auch immer wieder konkrete Beispiele und auch Anregungen, wann man sich selbst hinterfragen sollte.
Manche Abschnitte des Buches fand ich sehr wortreich, eine kurze und knackige Zusammenfassung oder eine kleine Merkbox hätte vermutlich den Lesefluss noch besser unterstützt. Sehr positiv anzumerken finde ich aber auch, dass dieses Buch auch durchaus für Leute ohne Kinder lesenswert und extrem interessant ist, weil es einem Anreize gibt zu verstehen, warum man welche Charaktereigenschaften entwickelt hat.
Also ich kann das Buch sehr empfehlen, es hat mir einige sehr gute Denkanstöße gegeben :)
Kathrin
aus Darmstadt
4/5
26.08.2020
eBook (ePUB 3)
Informativ und zum Nachdenken anregend
Nora Imlau hat mit dem Familienkompass ein informatives und gleichzeitig zum Nachdenken anregendes Werk verfasst.
Das Buch zeigt durch die verschiedenen Situationen, wie Eltern im Familienalltag handeln können, indem die Autorin von ihren eigenen Erfahrungen berichtet und diese mit Fakten untermauert sowie immer wieder Zitate mit einfließen lässt.
Dazu ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und ich konnte mir die Situationen durch die eindrücklichen Beschreibungen sehr gut vorstellen. Auch finde ich es super, dass sie mich durch ihr Buch zum Nachdenken angeregt hat und am Entscheidensten finde ich, dass es immer mehrere Optionen gibt und nicht die richtige Variante, weil es von so vielen Faktoren abhängt und jeder Fehler machen darf. Ich finde es auch sehr schön, dass Nora Imlau in meinen Augen etwas den Druck aus der Erziehung nimmt und dadurch bereits zur Entspannung beiträgt, was wiederum zum Glücklichsein sehr zuträglich ist.
Mir hat das Buch gefallen, weil es sich gut lesen lässt, auch wenn es mich nicht mitgerissen hat oder in den Bann gezogen hat.
Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Bewertung
5/5
03.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Liebevolle Anleitung für zugewandte Erziehung
Die Journalistin und Autorin Nora Imlau hat gerade den Corona-Lockdown mit vier Kindern unterschiedlichster Altersstufen und einen Umzug gewuppt, da bringt sie auch noch ihr neues Buch raus. Natürlich mit dem ganzen Drum und Dran, Reise zur Buchpremiere, Lesung, Interviews, ständig den Instagram Account mit News füttern und ganz nebenbei eine Online-Kreativwerkstatt auf die Beine stellen. Mit Ratgebern wie dem ‚Geburtsbuch‘, ‚Mein kompetentes Baby‘ und ‚So viel Freude, so viel Wut‘ hat sie sich unter bedürfnisorientierten Eltern bereits einen Ruf als die Expertin für sämtliche Themen rund um Babies und Kinder erworben. Nun also kommt der 400 Seiten starke Familienkompass mit dem Zusatz „Was brauch‘ ich und was brauchst du?“, der am 31. August beim Ullstein Verlag erschien. Nora Imlau schreibt über ihr Buch, es sei das Elternhandbuch, das sie sich für sich selbst als Ratgeber für ihren Start in die Elternschaft gewünscht hätte.
In der heutigen Welt folgt das, was man unter Erziehung versteht, nicht mehr einem großen Mainstream mit festen, allgemein akzeptierten Regeln, an denen man als Eltern nur festhalten muss, um seinen Nachwuchs gesellschaftskonform groß zu bekommen. Die Möglichkeiten, sich zu Erziehungsthemen zu informieren sind mannigfaltig und zu jeder Strömung, jeder Idee findet sich die passende Community im Netz. Hinzu kommen tradierte ‚Wahrheiten‘ darüber, wie Kinder sind und behandelt werden müssen und natürlich bekommt man von den Großeltern und auch gerne mal von völlig Fremden an der Supermarktkasse gratis die tollsten Geheimtipps dazu. Insgesamt ergibt sich für Eltern ein riesiger, unübersichtlicher Flickenteppich, teils verwirrender, teil widersprüchlicher und in den meisten Fällen auch völlig kontraintuitiver Erziehungsweisheiten. Wie gut wäre es, wenn da endlich mal jemand Ordnung rein brächte, mit Wissenschaftlichkeit die verschiedenen Annahmen sortiert und bewertet und uns am Ende das Handbuch für eine gelungene Eltern-Kind-Beziehung in die Hand drückte. Nichts Geringeres will dieses Buch bewerkstelligen.
Im ersten Teil nimmt Nora Imlau uns die Illusion, frei zu sein in unseren Entscheidungen und Ansichten. Sie erklärt, wo Glaubenssätze herkommen und wie sie über Generationen vererbt werden und in uns schlummern, bis wir selbst Kinder haben und plötzlich feststellen, dass wir Dinge tun und sagen, die wir in unserer Elternschaft so nie wollten. Das Erbe der behavioristisch geprägten Erziehung des frühen 20. Jahrhunderts wirkt in uns nach und behindert uns darin, die liebevollen, zugewandten Eltern zu sein, die wir gerne wären. Diese Glaubenssätze gilt es ausfindig zu machen, zu begutachten und nötigenfalls über Bord zu werfen. Stattdessen brauchen wir Werte, die zur individuellen Familie passen und eine übergeordnete Orientierungshilfe, einen Nordstern, wie die Autorin ihn nennt, an dem wir uns in unserer Erziehung ausrichten.
„Wo wir stehen“ wird im zweiten Teil dargelegt. Der aktuelle Stand der Wissenschaft dient hier als Richtschnur dessen, was Heranwachsenden guttut und die Beziehung zu ihren Eltern stärkt. Hier legt Nora Imlau ihre Erziehungsphilosophie anschaulich dar und steckt den Rahmen der bedürfnisorientierten Elternschaft so ab, wie sie sie versteht. Dabei grenzt sie zugleich ab von diversen Strömungen, die ebenfalls Teil der weit verzweigten Community von Eltern sind, die sich als bedürfnisorientiert verorten. Wichtig ist ihr hierbei die Gleichwürdigkeit des Kindes, also der Fakt, dass ein Kind ein vollständiger Mensch mit Menschenrechten ist, im Gegensatz zu der überholten und doch noch weit verbreiteten Annahme, man müsse es erst zu einem guten Menschen formen (auch so ein Glaubenssatz). Sie wirbt für gewaltfreie Erziehung und setzt auf Kooperation statt Strafe.
Der Praxisbezug folgt nun im dritten und umfangreichsten Teil. Wie kann dieses neue Miteinander im Alltag aussehen? Welche Rolle spielen die Bedürfnisse der Kinder und auch die der Eltern? Nicht umsonst fragt schon der Titel sowohl nach den Bedürfnissen aller, auch der der Erziehenden. Wie kann ein Erwachsener die Führung übernehmen, ohne zu drohen und zu strafen? Wie vermitteln wir unseren Kindern unsere Regeln und Grenzen und was sollen wir tun, wenn sie einfach nicht kooperieren wollen?
Nora Imlaus „Familienkompass“ ist ein absolut lesenswertes Handbuch für gelingende Elternschaft im Sinne der Bedürfnisorientiertheit. Viele Aha-Momente in Bezug auf die eigene Kindheit und unser – manchmal sogar für uns selbst unerklärliches – Elternverhalten sind garantiert und machen das Buch zum Assistenten beim Ausmisten alter Glaubenssätze. Die Autorin schafft es, da bestärkend und aufmunternd auf elterliche Schultern zu klopfen, wo herkömmliche Ratgeber mit erhobenem Zeigefinger daherkommen. Die von ihr propagierte Authentizität und Unperfektheit ist erfrischend. Das Lesevergnügen brauchte ein wenig Zeit, denn nach so manchem Absatz musste ich aus dem Text aussteigen, um das Gelesene zu reflektieren. Ich bin froh und dankbar, dieses Buch gelesen zu haben.
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