Produktbild: Gipskind

Gipskind Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2020

Verlag

Picus

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/13,9/3,8 cm

Gewicht

514 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2098-6

Beschreibung

Rezension

»Gabriele Kögl ist wieder einmal die Spezialistin für die Härten der Existenz, bricht aber das Aufwachsen in einer rohen Gesellschaft über die Waffe des Hurmors.«Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten»Wie das Kind allen Widrigkeiten zum Trotz zu einer selbstbewussten jungen Frau heranwächst, beschreibt Gabriele Kögl in einer authentischen und reduzierten Sprache. ›Gipskind‹ bündelt große Themen wie Scham, Verrat und Selbstbefreiung zu intensiver Literatur.«Sophie Weilandt, ORF/ZIB»Der Entwicklungsroman führt zurück in die Erinnerung an das Österreich der 60er und 70er Jahre, eine versunkene Welt, die die Autorin meisterhaft heraufbeschwört.«Christina Höfferer, Ö1 Ex libris»›Gipskind‹ ermutigt, den vorgegeben Platz im Leben zu ignorieren.«Peter Pisa, Kurier»Ein kluger, ruhiger Roman, der Mut macht.«Andrea Braunsteiner, Woman»Die inhaltliche Dichte in dem vorliegenden Buch ist überwältigend: Kögl spannt den Bogen von Alltagsszenerien bis zu Selbstwerdung von Andrea, als diese sich, letztlich gemeinsam mit Arthur aus der familiären Abhängigkeit befreit. Wieder ein überzeugendes Buch.«Petra Ganglbauer

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.08.2020

Verlag

Picus

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21,3/13,9/3,8 cm

Gewicht

514 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2098-6

EU-Ansprechpartner

Alexander Potyka
Friedrich-Schmidt-Platz 4/7|1080|Wien|AT
info@picus.at

Herstelleradresse

Picus Verlag
Friedrich-Schmidt-Platz 4/7|1080|Wien|AT
 info@picus.at

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  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    20.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leben ist nicht immer leicht

    Andrea wird aufgrund ihres Hüftleidens und den einhergehenden Problemen, aber auch aufgrund ihrer aufsässigen Art als Problemkind bezeichnet. Die Eltern des kleines Mädchen sind mit der Fehlstellung und den langen Aufenthalten im Krankenhaus, aber auch den bestehenden Problemen zu Hause, maßlos überfordert. Das Mädchen mit den „komischen Haxen“ erfährt kaum Liebe und Beachtung. Die Eltern, Kleinbauern in den 60er Jahren können eines nicht brauchen, eine zusätzliche Belastung, denn Zeit und Verständnis für ein Kind mit ungewöhnlichen Bedürfnissen sind nicht vorhanden. Einzig die Oma ist es, die Andrea in vollen Zügen unterstützt und sie in ihrer Entwicklung begleitet. Das Mädchen entwickelt sich, Interessen und die erste Liebe. Das Buch ist sehr interessant, da es einen wirklich in eine andere Welt eintauchen lässt. Es zeigt, dass das Erwachsenwerden und -sein nicht immer so leicht ist.

  • Bewertung

    aus Salzburg

    5/5

    14.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein faszinierender Rückblick auf meine eigene Kindheit und Jugend

    Dieses Buch habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Es schildert authentisch das Leben einer Kleinbauernfamilie in den Sechzigerjahren. Vieles von dem, was Gabriele Kögl schreibt, inklusive der Sprache, erinnert mich an meine eigene Kindheit, das macht das Buch so faszinierend und spannend für mich. Auch das langsame Herausfinden aus diesem Milieu mittels Bildung (dank Kreiskys Bildungsrevolution), die wunderbare Musik, das Entdecken der Liebe, all das habe auch ich erlebt. Und sofort sind mir einige Freundinnen eingefallen, die dieses wunderbare, spannende Buch zu ihrem nächsten Geburtstag bekommen und es mit Sicherheit ebenso genießen werden wie ich.

  • Daniela Heinen

    aus Sankt Augustin

    5/5

    01.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein großartiges Buch

    Ich bin total begeistert von diesem Roman! Es ist das erste Buch, das ich von Gabriele Kögl gelesen habe, und ich bin direkt total beeindruckt von ihrem Schreibstil, ihrer Sprache! In diesem Buch geht es um ein Mädchen mit Handicap, das lange Zeit nur als "die Kleine" bezeichnet wird. Erst spät erfährt man, dass sie Andrea heißt. Schon dadurch wird einiges der Distanziertheit und Lieblosigkeit deutlich, unter denen das Mädchen zu leiden hat. Nur die Großmutter liebt das Mädchen und steht immer hinter ihr. Die "Kleine" entpuppt sich als starke Persönlichkeit, die sich auflehnt, die kämpft, die sich weht. Und dass sie einen solchen "aufmüpfigen" Charakter hat, ist ihr Glück, denn dadurch gelingt es ihr, sich zu einer starken, selbstreflektierten Frau heranzuwachsen und trotz der schlechten Startbedingungen ihr Leben zu meistern. Ein wirklich tolles Buch, das ich unbedingt empfehlen möchte. Ich werde nun von der Autorin noch weitere Bücher lesen!

  • Ute54

    5/5

    10.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich sprenge alle Ketten

    Gabriele Kögel stellt uns in einfachen, schnörkellosen Sätzen, durchsetzt mit österreichischen Ausdrücken, eine ärmliche, bäuerliche Welt vor. Sie versteht es meisterhaft, das dort vorherrschende Lokalkolorit herauszuarbeiten. Der Titel „Gipskind“ und der graue Einband weisen auf das Schicksal der Protagonistin, Andrea, hin, die mit einer zu spät erkannten Hüftdysplasie zur Welt kommt. Ihre freudlose , also graue Kindheit, wird durch die Farbe grau symbolisiert, während der Gips für ihre jahrelang eingegipsten Beine steht, aber auch metaphorisch für ihre verkrusteten Lebensumstände steht, aus denen sie es mit Intelligenz und äußerster Willenskraft auszubrechen versteht. Denn, obwohl das kleine Mädchen, wie sie im ersten Teil des Werkes heißt, durch starke X-Beine behindert ist, lernt sie sehr früh das Sprechen und hinterfragt viele der armseligen Gesetzmäßigkeiten ihres Lebens, ja sie nimmt sogar häufige Ohrfeigen durch Vater oder Mutter in Kauf, die von der Erziehung dieser so andersartigen Tochter überfordert sind. Einzig ihre Oma zeigt Verständnis, gibt ihr die fehlende Wärme und ermuntert sie, aufs Gymnasium und später zur Universität zu gehen. Durch den allwissenden Erzählstil der Autorin erhalten wir geschickt Einblick in die Denkweise der einzelnen Charaktere. Wir erleben Andreas Lebensweg vom Baby bis zur Studentin, in dem sie eine Art „Metamorphose“ durchlebt. Die noch in den 60er und 70er des vorigen Jahrhunderts vorherrschende schichtenspezifische Aufteilung der Gesellschaft, ermöglicht ihr erst Zugang zu Literatur, Musik, Filmen und Theater durch ihren Freund, der aus einem gut situierten bürgerlichen Milieu stammt und sehr umsorgt, liebevoll und behütet aufwächst. So strebt sie auch eine Karriere in diesen Bereichen an. Das Werk nimmt etwas märchenhafte Züge durch Andreas Verbindung zu Arthur an, denn es ist doch sehr verwunderlich, dass Arthurs Eltern die Verbindung eines gehbehinderten Mädchens, aus einem ärmlichen Milieu, zu ihrem Sohn tolerieren, denn die gesellschaftliche Norm verlangt doch wohl eher eine Freundin aus „besseren Kreisen“. Auch das Ende wirkt etwas herbeigeholt, soll aber wohl Andreas Kraft und ihre Macht über ihren Freund darstellen. Insgesamt ein schnörkelloses Werk, welches mich stark berührt hat, daher 5 Punkte

  • Cassandra

    aus Berlin

    5/5

    07.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Einer, die auszog, das Leben zu lernen

    Gipskind? Was ist das denn? Schon der Titel irritiert, bricht Lesegewohnheiten. Und das tut auch der Schreibstil. Distanziert und schnörkellos wird von „der Kleinen“ berichtet, die wahrlich keinen leichten Start ins Leben findet. Hätte sie nicht die gute Großmutter, das arme Gipskind wäre schon längst emotional verhungert und gestorben. Die Geschichte beginnt in Österreich auf dem Dorf in den Sechzigern und man glaubt es kaum wie normal es noch vor fünfzig Jahren war, kleine Kinder mit unfassbarer seelischer Grausamkeit zu behandeln. Schwarze Pädagogik, „ Lass sie schreien, bloß nicht „verzärteln“, das ist die Devise der lieblosen Mutter, die schon so viele Babies verloren hat, dass sie gar nicht mehr mitzählt. Aber „die Kleine“ ist stark. Sie hat einen unbändigen Willen, ist neugierig, klug und mutig, lässt sich nicht den Mund verbieten, auch wenn es dafür Schläge hagelt. Die Großmutter stärkt ihr immer den Rücken. Das Gipskind wächst trotz aller Widrigkeiten zu einer selbstbewussten jungen Frau heran. Das ist faszinierend- stimmig geschildert. Ich mag den Schreibstil und auch die Protagonistin, wenn ich, ich mich auch manchmal frage, warum sie nicht mehr Zweifel hat, nicht hadert, nicht doch scheitert. Und doch beeindruckt mich die genaue Beobachtungsgabe der Autorin, ihr unverstellter Blick auf den Irrwitz gesellschaftlicher Zwänge. So rundet sich die intensive Geschichte zum Ende mit dem ( Achtung Spoiler) Tod der Großmutter. Gerne habe ich das gelesen, es hat mich beeindruckt. Ich bin zur selben Zeit wie das „Gipskind“ geboren und schätze mich glücklich, nicht ihre schwierigen Voraussetzungen gehabt zu haben. Ansonsten kam mir Vieles schmerzhaft bekannt vor. Ein großartiger Roman, dem ich viele LeserInnen wünsche.

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