Produktbild: Schwarzrock

Schwarzrock Roman

Aus der Reihe detebe
9

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2020

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,5 cm

Gewicht

316 g

Farbe

Elfenbein / Graugrün

Auflage

1

Originaltitel

Black Robe

Übersetzt von

Otto Bayer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07145-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.09.2020

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/2,5 cm

Gewicht

316 g

Farbe

Elfenbein / Graugrün

Auflage

1

Originaltitel

Black Robe

Übersetzt von

Otto Bayer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07145-0

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
info@truepages.de
truepages UG (haftungsbeschränkt), Westermühlstrasse 29, DE-80469 München

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
info@diogenes.ch
Diogenes Verlag AG, Sprecherstrasse 8, CH-8032 Zürich

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  • Kaffeeelse

    5/5

    29.11.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Subarktisches Leben unter verständnisloser europäischer Betrachtung

    Eine spannende und interessante Zeitreise ist dieses Buch. Eine Begegnung zweier Kulturen in rauer Wildnis, Europa und Amerika kontaktieren sich im frühen 17. Jahrhundert, geschildert in einer der rauen Umgebung durchaus angepassten Sprache, die mich zwar etwas verwundert, aber warum auch nicht. Auch in unserer Welt herrscht manchmal ein rauer Ton, der nicht immer unbedingt ernst zu nehmen ist. Warum also soll das bei den Indianern nicht auch so gewesen sein? Noch dazu, wo sie in einer lebensfeindlichen Umwelt lebten, in der es allzu schnell zu Ende mit dem Leben gehen kann und Humor hier dringend nötig ist. Und dieses Ende/dieser drohende Tod nicht nur durch feindliche Menschen herbeigeführt werden konnte, Witterungsbedingungen und Dürren, die das jagdbare Wild dezimiert haben und schieres Unglück bei der Jagd werden genauso ihre Opfer gefordert haben. Ebenso wie Nachbarn auch Nahrungskonkurrenten waren und das in einer nicht allzu freigebigen Natur. Wie man ja in dem Buch auch unschwer erkennen kann, wenn man etwas weiterdenkt. Definitiv kein rosaroter Ponyhof! Das Miteinander der Kulturen ist gut eingefangen, zeigt die Ressentiments untereinander. aber auch ein Annähern. Zeigt zwei vollkommen unterschiedliche Lebenswelten, zeigt ihren gegenseitigen Aufprall, und in unserem heutigen Wissen, unserem heutigen Verständnis der Geschichte ist ja das Resultat für die Indigenen bekannt. Was ich mich frage ist, ob der Autor dies in der geschilderten Brutalität des Lebens der Indigenen schon beurteilt, dass heißt, ob er ihre schlussendliche Eroberung durch die Europäer begrüßt. Dies kommt nicht deutlich zum Ausdruck, aber irgendetwas schwimmt für mich hier mit. Dieses Buch zeigt das Vorgehen der Europäer, zeigt ihre harte Lebenswirklichkeit, aber man darf auch nicht vergessen, gerufen hat sie von den ursprünglichen Bewohnern keiner. Und diese lebten in den arktischen und subarktischen Gebieten unserer Erde in keinem Schlaraffenland. Das mag abschrecken, dieses Grauen in dieser Welt. aber es mag uns auch klar sein oder werden, in welcher Idylle wir eigentlich leben. Andere Bücher aus dieser Welt sind auch nicht gerade zimperlich, zeigen ein Leben von Menschen, das ich nicht hätte leben wollen, siehe "Zwei alte Frauen" oder "The Revenant". Aber in der vorrömischen Zeit, wird es da in Teilen von Europa anders gewesen sein? Auch da gab es schon Eroberungen und Kriege und Kämpfe um Nahrungsmittel und Tod und Grauen. Erst in der jetzigen Zeit geht es der westlichen Welt besser. Doch auf wessen Kosten? Auch das sollte jedem klar sein, der dieses Buch oder das geschilderte Leben in ihm beurteilt. "Schwarzrock" ist ein spannendes und kontrovers zu sehendes Buch, welches mich vollkommen begeistern konnte. Interessant ist auch, dass der Film "Black Robe - Am Fluss der Irokesen" sich recht genau an dem Buch orientiert und wirklich sehr sehenswert ist, ebenso wie das Buch absolut lesenswert ist, da es Einblicke in verschwundene Welten bietet. Ich wünsche "Schwarzrock" viele Leser und finde es wunderbar, dass Diogenes dieses schon 1987 auf Deutsch erschienene Werk 2020 nochmals als Hardcover herausgebracht hat.

  • Bibliomarie

    aus Düsseldorf

    5/5

    12.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Missionieren

    Bereits 1987 erschien Brian Moores (1921-1999) Roman „Schwarzrock“ zum ersten Mal in deutscher Sprache. Dieses Jahr hat der Diogenes Verlag das Buch mit einem Nachwort von Julian Barnes neu aufgelegt. Moore beschreibt die gefahrvolle Reise eines französischen Jesuitenpaters im frühen 17 Jahrhundert in den Norden zu den großen Seen. In einer abgelegenen Missionsstation soll er den Patres zur Hilfe kommen oder sie ihm schlimmsten Fall ersetzen. Pater Laforgue ist ein eifriger Diener Gottes, er träumte schon früh vom christlichen Helden- und Märtyrertum. Zusammen mit einem jungen Franzosen, der die Sprache der Stämme der Algonkin, Huronen und Irokesen spricht und einigen Algonkin Indianern, die ihn mit ihren Kanus zu seinem Ziel bringen sollen, bricht er zu Beginn des Winters auf. Die Reise ist strapaziös und gefährlich. Er wird mit Krankheit, Verrat, Lügen und Tod konfrontiert. Brian Moore hat für seinen Roman aus dem Bericht des amerikanischen Historikers Francis Parkman „The Jesuits in North America in the Seventeenth Century“ geschöpft. Die Briefe der französischen Jesuiten und ihre Aufzeichnungen sind frühe Dokumente über die Ureinwohner Nordamerikas. Das verleiht dem Buch auch Authentizität und räumt auf mit dem Klischee der Wild West Romantik. Pater Laforgue ekelt sich vor dem Schmutz, dem Gestank der ungewaschenen Leiber, der zügellosen Sexualität und der unflätigen Sprache der „Wilden“. Aber das beflügelt ihn auch zu seiner Aufgabe, zu missionieren, zu bekehren und Seelen zu retten. Die Konfrontation der Kulturen ist voller Konflikte. Die eingeborenen Indianerstämme verachten die Weißen und ganz besonders die „Schwarzröcke“ genannten Missionare. Sie machen sich über sie lustig, halten ihre religiösen Bräuche für faulen Zauber und betrügen sie, wo sie ihren Vorteil sehen. Moore schildert diese Begebenheiten völlig wertfrei, aber ich hatte immer das Gefühl, dass zwischen den Zeilen seine Sympathie, zumindest sein Verständnis auf den Seiten der indianischen Stämme ist. Auch Laforgue wird am Ziel seiner Reise einen anderen Blick bekommen und zweifeln, aber seine Aufgabe annehmen. Der Roman hat in vielen Passagen etwas Abenteuerliches, aber nichts von einer falschen Romantik des „edlen Wilden“. Es ist auch Blick auf eine Kultur, die von der ersten Begegnung an mit den weißen Pelzhändlern und Missionaren zum Untergang verurteilt wurde. Es lohnt sich diesen Roman wieder zu entdecken.

  • Bewertung

    4/5

    17.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ins Huronenland

    Die Reise zu einer Mission in der Wildnis Kanadas wird für den Jesuitenpater Laforgue und seinen Begleiter Daniel zu einer Qual sondergleichen. Das Aufeinanderprallen völlig verschiedener Lebensweisen und das Nichverstehen der jeweilig Anderen prägt die Geschichte. Interessant ist, das die sogenannten Wilden glasklar ersehen, das der Kontakt mit den Europäern ihre Art und Weise zu leben bis ins innerste korrumpieren und auch erkennen, das sie letztendlich wehrlos sind. Beeindruckendes Werk!

  • Shades.of.paper

    aus Deutsch Evern

    4/5

    28.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Fremd" heißt nicht "Falsch"

    Bald 40 Jahre ist es bereits her, dass „Schwarzrock“ im Original von Brian Moore veröffentlich wurde. Der Diogenes Verlag hat den Roman im letzten Jahr neu auflegen lassen, sodass ich erst jetzt auf die bereits verfilmte Geschichte des Jesuiten Père Laforgue und der Algonkin aufmerksam geworden bin. Das Buch umfasst keine 300 Seiten, dennoch brauchte ich vergleichsweise lange, um es durchzulesen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen empfand ich die Kapitel, welche mir eine Geschichte in angenehme (oder eben weniger angenehme) Abschnitte einteilen als unglaublich lang. Manche von ihnen hatten mehr als 40 Seiten. Weiterhin wurde ich – bis zum Ende des Buchs – nicht so richtig mit dem Erzählstil warm. Das Buch wird als eine „Abenteuergeschichte“ beworben, für eine solche kam mir jedoch der Stil ein bisschen zu sperrig und schwerfällig vor. Die Sprache war nicht immer ganz zeitgemäß, zweimal musste ich sogar ein Wort googlen, was mir normalerweise sehr selten passiert. Wir begleiten eine Menge verschiedener Charaktere, zwischen deren Wahrnehmungen wir schwanken. Ein bisschen was hatte dies von einer auktorialen Erzählweise, manchmal verwirrten mich jedoch das Tempo, in dem zwischen den Köpfen der Einzelnen hin und her gesprungen wurde. Weiterhin hatte ich teilweise Probleme mit der vulgären Sprache und den detaillierten Ausführungen brutalster Foltermethoden der indigenen Völker. Trotz dieser Dinge, die mich gestört haben, hat mich das Buch in gewisser Weise in seinen Bann gezogen. Die Fragen, die über Moral, Kultur und der Existenz von Richtig oder Falsch aufgeworfen werden, sind auch heute noch aktuell und haben mich zum Weiterdenken angetrieben. Das Buch bietet eine gute Grundlage zum Weiterdiskutieren und -philosophieren, auch durch die teilweise polarisierenden Figuren, die Moore für sein Buch entwickelt hat. „Schwarzrock“ ist noch immer aktuell, auch wenn es uns eine Geschichte aus dem 17. Jahrhundert erzählt. Leser, die Interesse an indigener Kultur und Lebensweise haben, sind hier ebenso willkommen, wie Neulinge auf diesem Gebiet. Die Geschichte beruht – folgt man dem Klappentext – auf Augenzeugenberichten, was mich ab und zu doch sehr erschreckt und befremdet hat. Trotz aller Befremdung konnte ich zum Ende des Buches hin doch ein Verständnis entwickeln, dass ich ohne diese Lektüre in dieser Form wohl nicht gehabt hätte. Das hinzugefügte Nachwort rundet das Buch auf eine befriedigende Weise ab und hat mich bei letzten Unklarheiten gut an die Hand nehmen können.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    30.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Missionierung vs. ein Leben in der Wildnis...

    Père Laforgue kommt als Jesuit in die Neue Welt, um unter Lebensgefahr »Wilde« zu missionieren. Doch je länger er deren Leben teilt, desto mehr beginnt er sie zu begreifen. Die gemeinsame Fahrt den Fluss hinauf gen Norden, durch Feindesland, dem Winterlager entgegen, wird zur Bewährungsprobe. Mit genau recherchierten Details lässt Brian Moore das frühe 17. Jahrhundert plastisch werden. Ein atemlos spannender Abenteuerroman, basierend auf Augenzeugenberichten.  Dieses Buch ist weit weg von Wild-West-Romantik oder den idealisierten Darstellungen der Indianer wie beispielsweise bei Karl May. Hier wird auf der Grundlage historischer Quellen (u.a. der ‘Relations’ - der Berichte der Jesuiten im 17. Jahrhundert an ihre Oberen in Frankreich) von den Missionierungsversuchen der ‘Sauvages’, der Wilden, wie die Indianer Kanadas seinerzeit bezeichnet wurden, berichtet.  Im Mittelpunkt des Geschehens steht Père Laforgue, ein engagierter und zutiefst gläubiger Jesuit, dessen Lebensinhalt schon früh der Glaube war. In Kanada hofft er zu Beginn des 17. Jahrhunderts seine Berufung zu finden, als er in eine abgelegene Mission geschickt wird, um die dortigen Patres zu unterstützen - oder aber zu ersetzen, denn gerüchteweise geht dort ein schweres Fieber um.  Begleitet wird er auf seiner Reise von einem jungen Franzosen, der die Sprache einiger umliegender Indianerstämme beherrscht, sowie von ein paar Algonkin, die auf dem Weg in ihr Winterquartier sind. Gemeinsam mit Père Laforgue stößt der Leser nicht nur in eine naturbelassene Wildnis vor, sondern erfährt dabei auch hautnah die Lebensweise der Indianer. Das ist auch in friedvollen Augenblicken nichts für Zartbesaitete, denn das gemeinsame Schlafen auf engstem Raum zwischen ungewaschenen Körpern, das unfreiwillige Zeugentum von ungehemmten Beischlafsituationen, das eintönige und oft halbrohe Essen, der derbe Humor, die oftmals unflätige Ausdrucksweise und die unerzogenen Kinder, das muss Père Laforgue erst einmal verkraften. Schlimmer jedoch ist, dass die Wilden von seinen Missionierungsversuchen nichts wissen wollen. So wie er seinen Glauben für überlegen hält, genau wie die kultiviertere Lebensart der Franzosen, betrachten die Indianer sein Treiben als ‘Schwarzrock’ bestenfalls mitleidig und überheblich, gelegentlich jedoch auch mit Argwohn. Der Indianerglaube an eine Welt der Nacht und an die Macht der Träume lässt sich einfach nicht vereinbaren mit dem Christentum und dessen Versprechen eines Paradieses nach dem Tod. Auf der Reise gerät die Notgemeinschaft noch dazu in sehr gefährliche Situationen. Ein Aufeinandertreffen mit gegnerischen Indianern lässt sich nicht immer vermeiden, und was dabei in dem durchweg nahezu emotionslosen, nüchternen und berichtartigen Schreibstil geschildert wird, lässt man beim Lesen am besten von sich abprallen, ansonsten kann einem schon schlecht werden. Brian Moore gelingt es, die beiden so gegensätzlichen Kulturen wertfrei nebeneinanderzustellen, wobei beim Leser die Frage immer drängender wird, mit welchem Recht sich die eine Kultur der anderen als überlegen und wertvoller ansieht. Weshalb kann es kein friedvolles Gleichzeitig und Nebeneinander geben, wieso muss eine der beiden Kulturen die andere zu dominieren versuchen? Der Autor lässt die Handelnden denn auch zusehends in eine zugespitzte Situation geraten, die absehbar ist aber nicht mehr abwendbar scheint. Obschon nicht nur dem Leser, sondern auch Père Laforgue zunehmend Zweifel kommen, gerät er in einen Zugzwang, der nurmehr eine Richtung zulässt - und damit den Untergang eines Volkes einläutet. Einmal angestoßen, gerät ein empfindliches Gleichgewicht in Schieflage… Dieser Roman ist nicht einfach ein Abenteuerroman, sondern ein Zeugnis wahrer Historie, ein Werk von morlaischer Intensität, die Geschichte eines enormen kulturellen, ethischen und theologischen Konflikts, bei der der Autor zwei Seiten gleichzeitig zu betrachten versteht. Hier muss man nicht urteilen, die Gegebenheiten sprechen für sich. Und man verzweifelt mit Père Laforgue… Eine fordernde Lektüre, die mit Einsichten belohnt…   © Parden

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  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

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    3/5

    06.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reise in die Wildnis des 17. Jahrhunderts.

    In dieser Geschichte vom Zusammenprall zweier grundsätzlich verschiedener Kulturen treffen europäische Missionare in der kanadischen Wildnis auf amerikanische Ureinwohner. Die französischen Jesuiten sind fest entschlossen, die Indianer auf den richtigen Weg zu bringen und sie von ihrem “falschen” Glauben und “primitiver” Lebensweise zu erlösen. Die Indianer halten die Neuankömmlinge für böse Zauberer, die Krankheiten und Unglück ins Land bringen. Sie haben aber großes Interesse an den Schätzen aus der Ferne, weswegen sie sich auf eine Handelsbeziehung mit den Fremden einlassen. Dies ist keine romantische Abenteuer- oder Begegnungsgeschichte. Die derbe Sprache macht die Geschichte wahrscheinlich authentischer, aber es ist nicht unbedingt jedermanns Sache; deswegen auch Sterne Abzug von mir. Dennoch interessant.

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