»Wo die Götter schweigen, beginnt das Ende der Welt.«Friesland um das Jahr 1000. Henrik ist ein friedlicher Bauernsohn, bis die Nordmänner sein Dorf überfallen und ihn als Sklaven verschleppen. Auf den Wegen zwischen Norwegen, Island und Grönland lernt er eine Welt kennen, in der alte Götter, blutiges Schicksal und der Drang nach Westen miteinander ringen.Als die Drachenschiffe Kurs auf das unbekannte Vinland nehmen, ist Henrik dabei. Mit ihm reisen Juta, die in englischer Gefangenschaft niemals aufgegeben hat, der Krieger Siman und die heidnische Arna, die unbeirrt zu ihren alten Göttern steht, während das Christentum den Norden erobert. Was sie am anderen Ufer des Ozeans erwartet, ist mehr als nur fremdes Land. Es ist eine Welt, die noch keiner ihrer Vorfahren betreten hat.Eine epische Reise an den Rand der Welt, fünfhundert Jahre vor Kolumbus. Über Sklaverei und Sehnsucht, über schweigende Götter und Menschen, die ihre eigene Wahrheit finden müssen.»Spannend von Anfang bis Ende.« Leser-Rezension»Fesselnd bis zur letzten Seite, wie ein Film vor meinem geistigen Auge.« Leser-Rezension»Auf den Spuren von Leif Eriksson, historisch und packend zugleich.« Leser-RezensionAuftakt der Götter-Saga. Vom Autor von »Stadt der tausend Könige« und »Der König der Gaukler«.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Celebra
aus Karlsruhe
5/5
13.05.2020
Buch (Taschenbuch)
Wen der raue Norden einfängt...
Wen der raue Norden einfängt, den lässt er nicht mehr los. So erscheint es auf jeden Fall dem jungen Henrik zu gehen, der zuerst noch in der Heimat um das nackte Überleben von seiner Familie kämpfen muss, in Armut aufgewachsen ist und dem Hunger als ständigen Begleiter kennt. Im nächsten Augenblick verliert er auf grausame Weise seinen Vater, seine Freiheit und seine Heimat. Er wird von Nordmännern verschleppt und als Sklave verkauft. Hier lernt er was es heißt um sein Leben zu kämpfen und doch findet er in sich den Funken, der ihn weiter treibt, die Stärke zu kämpfen und die Hoffnung seine Heimat wieder zu sehen. Juta, ebenfalls eine Sklavin mit grausamer Vergangenheit, kreuzt seinen Weg und verändert das Schicksal aller.
"Das Schweigen der Götter" von Andreas Otter ist eine Geschichte über Vorurteile, Götter, Barbaren und ursprügliche Gebräuche, in meinen Augen authentisch erzählt, unbeschönt, realistisch und der damaligen Zeit (um1000 nach Christus) entsprechend dargestellt ist. Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichten spannend erzählt und die Charaktäre sind gut ausbalanciert. Ein von Anfang an fesselndes Buch, welches einen in die Geschichte hineinzieht und gefangen hält.
Katharina2405
5/5
27.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Im Land von Odin
Der Roman „Das Schweigen der Götter“ von Andreas Otter beschreibt die Zeit der Wikinger und handelt von den beiden Sklaven Juta und Henrik.
Friesland ca. 1000 n. Chr.: Henrik ist ein einfacher Bauernsohn und ist leider zur falschen Zeit am falschen Ort. Er versucht mit seinem Vater bei den Mönchen Handel zu treiben, als die gefürchteten Nordmänner das Kloster überfallen. Sie nehmen die Mönche und ihn gefangen und entführen sie in ihre Heimat nach Ostnorwegen – von nun an ist Henrik Sklave.
Juta ist Maurin und kommt eigentlich aus Tarifa, einer Stadt in Spanien. Sie ist schon ihr ganzes Leben Sklavin und wird immer wieder an andere Männer weiterverkauft. Über Flandern und Britannien landet sie ebenfalls bei den Nordmännern.
Das Leben von Juta und Henrik kreuzt sich, sie werden ans Ende der Welt segeln und neue Länder sehen, doch nicht alle sind ihnen wohlgesonnen. Was hält das Schicksal für die beiden bereit und werden sie ihre Freiheit wiedererlangen?
Meinung:
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und sehr bildlich beschrieben, man hat direkt Bilder vor Augen. Es ist so, als wäre man ein Teil der Geschichte und würde Henrik und Juta auf Schritt und Tritt folgen; dabei folgt man den beiden als stiller Beobachter. Das hat der Autor wirklich toll hinbekommen, leider habe ich so ein Gefühl lange nicht bei allen Büchern.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Henrik und Juta in der 3. Person erzählt. Ich konnte schnell eine Verbindung zu Henrik und Juta aufbauen. Sie waren mir beide sympathisch und ich habe mich mit ihnen gefreut und gelitten sowie an ihrem Schicksal teilgenommen.
Manchmal gibt es kleine Abschnitte, die aus der Sicht von Einar, Henriks Besitzer und Wikingerkrieger, erzählt werden oder von Arna, ebenfalls einer Wikingerkriegerin. Das ist eine tolle Ergänzung um mehr über das Denken und Handeln der Nordmänner zu erfahren.
Das Buch hatte trotz des Umfangs für mich keinen Augenblick das Gefühl von Langatmigkeit. Es ist von der ersten bis zu letzten Seite spannend. Es ist eine tolle Mischung von Abenteuer und dem Leben der Wikinger. Man erfährt viel über ihren Glauben, das hat mir sehr gefallen. Und obwohl sie bei weitem kein friedliebendes Volk waren, kann man durchaus ihr Handeln nachvollziehen. Ich fand es auch ausgezeichnet wie es dem Autor gelungen ist, sie nicht nur als die Krieger und „Wilden“ zu zeigen, sondern, sie ebenfalls mit positiven Seiten auszuarbeiten.
Für mich war es ebenso spannend zu lesen wie weit das Christentum in dieser Zeit bereits verbreitet war und wie die Nordmänner darunter zu leiden hatten. Einige wollten mit „Heiden“ keinen Tauschhandel betreiben oder es gab höhere Zölle für sie. Etwas, was mir bis dahin völlig neu war. Es war wirklich interessant darüber zu lesen, wie sehr der Aberglaube das Leben und Weltbild dieser Menschen geprägt hat. Dass sie gedacht haben, die Erde sei eine Schreibe und man könne am Ende hinunterfallen. Mit dem Wissen von heute ist das nur schwer vorstellbar.
Fazit: Mir hat es einfach Spaß gemacht in diese Zeit einzutauchen und darüber zu lesen. Eine tolle Mischung aus Abenteuer und historischem Hintergrund. Man sollte aber Lust haben sich mit dem Glauben und dem Leben der Wikinger auseinanderzusetzen. Wer eine reine Kriegergeschichte erwartet, ist hier falsch. Für mich sind das gute und verdiente 5 Sterne, ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt.
labelloprincess
4/5
11.02.2025
Buch (Taschenbuch)
toller historischer Roman
Das farbenfrohe Cover hat mir gut gefallen. Die Schriftart und die Farben harmonieren perfekt miteinander. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass man auf den ersten Blick erkennt um welches Volk es in der Geschichte geht.
Der Schreibstil des Autors war angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird spannend und bildhaft erzählt.
Das Buch handelt von Henrik, welcher von den Nordmännern entführt und versklavt wird. Man begleitet Henrik durch seinen Sklavenalltag in dem er entweder arbeiten oder gegen andere Sklaven kämpfen musste, bis er seine Freiheit wiedererlagen kann.
Es hat mir sehr gut gefallen, dass nicht nur die negativen und grausamen Seiten der Wikinger gezeigt wurde, sondern auch wie ihre Götterwelt und ihre Gesellschaft funktioniert. Man konnte auch sehr viel von der bekannten wie auch der unbekannten Welt entdecken.
Fasziniert war ich von der Entwicklung von Henrik, wie er vom einfachen Sklaven zu einem geachteten Freund wurde und so seine Freiheit wieder erlagen konnte.
Leider gab es in dem Buch aufgrund der sehr bildhaften und detaillierten Beschreibungen ein paar Längen.
Ich vergebe für diesen historischen Roman gerne 4 von 5 Sterne.
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