Warum wir nur denen vertrauen sollten, die etwas zu verlieren haben
Zu viele Menschen mit Macht und Einfluss, so Nassim Nicholas Taleb, müssen nicht wirklich den Kopf hinhalten für das, was sie tun und veranlassen. Intellektuelle, Journalisten, Bürokraten, Banker – sie vor allem haben kein »Skin in the Game« und entscheiden daher schlecht. Taleb zeigt, wie »Skin in the Game«, ein fundamentales Konzept des Risikomanagements, auf alle Bereiche des Lebens übertragen werden kann. Und er fordert uns heraus, alles, was wir über Risiko und Verantwortung zu wissen glauben, neu zu denken.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
5/5
08.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Elefantenhäute sticht man nicht
Eine Pflichtlektüre, die jeden einzelnen Stern wert ist und welche dieGrundfragen von Risiken, Haftungen oder Risikoverlagerungen in durchaus origineller Weise in einer neuartigen Perspektive aufrollt.
Bewertung
aus St.Wolfgang i.Salzkammergut
2/5
20.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Intelligente Gedanken, egozentrisch und teilweise unklar präsentiert - in schlechter deutscher Übersetzung
Die teilweise intelligenten Gedanken zu dem aktuellen Thema des Buches verblassen leider hinter oft verschwurbelten, ansatzweise immer wieder nur indirekten, Formulierungen, wirklich schlechten, weil oft nur wörtlichen, Übersetzungen und einer manchenorts nicht zu ertragenden Selbstüberschätzung, die dann auch noch in unqualifizierten Schimpftiraden über beliebige Gruppen der Gesellschaft ihren traurigen Höhepunkt finden.
Patrick
aus Aarau
4/5
06.07.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Wird wahrscheinlich nicht allen gefallen...
Tolles Buch von jemandem der kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt (schreibt) was er denkt. Alles andere wäre für ein Buch mit diesem Titel auch sehr merkwürdig.
Seine Art mag nicht jedem passen, vorallem denen welchen er auf den Schlips tritt, aber es ist dennoch vollkommen okay solche Aussagen zu machen.
Werde weitere Bücher von Ihm lesen und kann es empfehlen.
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3/5
28.11.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Gefahr der Selbstüberschätzung, einst und heute
Nach dem überwältigenden Erfolg seiner ersten Bücher, wie etwa „Der schwarze Schwan“ oder auch der sehr gute Titel „Antifragilität“, hat der aus dem Libanon stammende Autor Nassim Nicholas Taleb nun einen neuen dicken Wälzer zum Thema Entscheidungsfindung und die daraus erfolgenden Auswirkungen geschrieben. Gleich vorweg: die ersten beiden Bücher von ihm haben mir in ihrer Grundthese sehr gut gefallen, da sie jedoch dann doch beide mit über 400 Seiten etwas lang waren, habe ich nicht das ganze Buch gelesen. Auch bei seinem aktuellen Werk „Skin in the game“, habe ich mir dann knapp die Hälfte gespart.
Zum Inhalt selber. Die Parabel „Skin in the game“, was hier im Untertitel auf Deutsch heißen soll „Das Risiko und sein Preis“ ist leider nicht ganz gut gewählt. Gemeint mit dem englischen Originaltitel ist nämlich die Gefahr der Selbstüberschätzung. Dafür gibt es natürlich im Deutschen kein dazu passendes Gegenstück, dennoch denke ich, daß man sich da was Besseres hätte überlegen können. Im Buch selber werden, meist mit historischem Hintergrund, belastete Beispiele dafür gebracht, wann und wo Selbstüberschätzung in einer Führungsposition zum Misserfolg geführt hat. Beispiele gibt es dafür eine ganze Menge. Da Herr Taleb in Frankreich gelebt hat und dort auch noch einen Lehrstuhl an einer großen Uni in Paris innehat, ist es nicht verwunderlich, daß die meisten Beispiele auch aus diesem Land kommen. Viele große Heerführer der Geschichte, so schreib Herr Taleb, haben sich selber gerne aus der Schusslinie gehalten. Immer wenn es zu einem nicht zu vermeidenden militärischen Konflikt zwischen zwei Parteien (von denen meistens eine aus Frankreich kam) gekommen ist, so hat der eigentliche Heerführer sich tunlichst im Hintergrund gehalten.
Ein von ihm oft als Paradebeispiel angeführte geschichtliche Persönlichkeit ist Napoleon Bonaparte. Napoleon hat, wie jeder gut informierte Leser weiß, gegen fast jede Nation Europas mal Krieg geführt. Ganze männliche Familienmitglieder wurden ausgelöscht, während Napoleon sich immer schön in Deckung begeben hat. Wurde eine Schlacht verloren, so ist zumindest der „Chef“ immer mit heiler Haut davongekommen. Umgelegt auf das heutige Business, so Herr Taleb, würde das bedeuten, immer zuerst die Untergebenen zu opfern, selber aber nur die Befehle dazu geben. Sollte eine wirtschaftliche Idee fehlschlagen so ist man vielleicht zumindest noch in der Lage das „sinkende Schiff“ rechtzeitig zu verlassen.
Herr Taleb bezeichnet diese Personen in seinem Werk, welches auf dem Buchcover als bahnbrechend bezeichnet wird, als Menschen denen man aufgrund ihrer Erfahrung Glauben schenken kann. Nur wer etwas zu verlieren hat, weckt Vertrauen in uns. Diese These stimmt. Wenn er sein Buch allerdings mit US-Finanzministern aus den 1980er Jahren untermauert, tue ich mir etwas schwer das alles nachzuvollziehen, da das doch weit vor meiner Zeit gelegen hat. Außerdem baut er oft und gerne die Metapher des „Codex des Hammurabi“ ein. Diese 3800 Jahre alten Gesetzestafeln haben noch heute Bestand. Auch wenn er darüber laut nachdenkt, daß diese Sprache (es handelt sich um einen toten babylonischen Dialekt) keiner in der heutigen Zeit mehr lesen kann. Das würde ich auch sinnbildlich für sein Buch sehen. Gute These, jedoch ist nicht jeder in der Lage dieses doch sehr tiefgehende Buch problemlos zu lesen und seinen Sinn zu ergründen. Ich bin leider auch einer davon.
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