Produktbild: „So ich noch lebe …“

„So ich noch lebe …“ Meine Annäherung an den Großvater. Eine Geschichte von Mut und Denunziation

2

25,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.03.2020

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

12,5/20,5 cm

Gewicht

435 g

Auflage

2., mit zahlreichen Abbildungen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7289-2

Beschreibung

Rezension

„Wie sich Wolfgang Paterno behutsam an seinen Großvater herantastet, von dem Menschen, der ihm ,ein Unbekannter‘ ist, allmählich Konturen zeichnet, Daseinsspuren verfolgt und darum kämpft, ihm schreibend und beschreibend nahezukommen, ist, bei aller dokumentarischen Klarheit, berührend und überwältigt den Leser auch emotional.“
Wiener Zeitung, Edwin Baumgartner
„erschütternd, bewegend“
ekz-Informationsdienst, Falko Krause
„eine tragische, historisch erschütternde Geschichte“
Bezirksblätter, Sabine Schletterer

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.03.2020

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

304

Maße (B/H)

12,5/20,5 cm

Gewicht

435 g

Auflage

2., mit zahlreichen Abbildungen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-7289-2

Herstelleradresse

Haymon Verlag Ges.m.b.H.
Erlerstr. 10
6020 Innsbruck
Österreich
Email: order@haymonverlag.at
Url: www.haymonverlag.at
Telephone: +43 512 576300
Fax: +43 512 57630014

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    13.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    EIne unbedingte Leseempfehlung

    Wolfgang Paterno erzählt in diesem Buch die Geschichte seines Großvaters Hugo, den er niemals kennengelernt hat, weil er 1944 wegen Wehrkraftzersetzung hingerichtet worden ist. Huog Paterno ist der Sohn einer italienischen Gastarbeiterfamilie, die in Vorarlberg heimisch geworden ist. Er kämpft im Ersten Weltkrieg auf Seiten Österreich-Ungarns. Später wird er Zollwachebeamter. Seine Frau und er haben vier Kinder, er wird von seinen Vorgesetzten als gewissenhaft und als Beamter beschrieben, dem man auch Führungsaufgaben übertragen. Man weiß, dass er tief gäubig ist und macht sich manchmal darüber lustig, dass er auf Dienstfahrten die eine oder andere Kirche oder Kapelle besucht. Es scheint, als ob die Familie den Aufschwung, den Österreich durch den Anschluss an Hitler-Deutschland erlebt, nützen und genießen kann. Paterno erhält eine gute Stelle im Zollwesen. Doch langsam schleicht sich Misstrauen ein, man sieht den gläubigen Katholiken scheel an und dann bricht die Katastrophe über die Familie herein: Eine unbedachte Äußerung an falscher Stelle und Hugo Paterno wird denunziert. Die Dienstbeschreibungen werden rapide schlechter. Es gibt ein Disziplinarverfahren auf Grund dessen er von Lustenau nach Innsbruck strafversetzt wird. Wenig später wird er inhaftiert. Der Prozess ist natürlich eine Farce, Entlastungszeugen nicht zugelassen. Alle Versuche eine Exekution zu verhindern, schlagen fehl. Hugo Paterno wird in München-Stadelheim von Staats wegen ermordet. Dass er nicht der einzige ist, ist für die Familie kein Trost. Sie müssen die scheelen Blicke und Anfeindungen der Bewohner Lustenaus ertragen. Nicht einmal das einfache Holzkreuz auf dem leeren Grab (die kopflose Leiche wird der Anatomie zur Verfügung gestellt), gönnt man der Witwe. Meine Meinung: Wolfgang Paterno hat sich akribisch auf Spurensuche nach seinem Großvater begeben. Er hat jahrelang Archive durchforstet, Briefe und Akten zusammengetragen und versucht mit den Nachfahren der Denunzianten Kontakt aufzunehmen. Die haben natürlich die sprichwörtliche Türe vor der Nase zugeschlagen. Warum? Weil sie sich genieren? Die Frage des „WARUM?“ hat mich durch das ganze Buch begleitet. Warum denunziert man Mitmenschen? Einfach so? Aus Jux und Tollerei? Weil man sich eine Vergünstigung erhofft oder einfach weil man es kann? Zuerst habe ich gedacht, der Untergebene, war auf Hugo Paternos Position als Zollamtsleiter scharf. Doch das scheint nicht die Motivation gewesen zu sein. Ich vermute, dass das Motiv reine Bosheit war, denn persönliche Vorteile hatte, soweit ich das überblicken kann, niemand von den Denunzianten. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist unheimlich wichtig, dass solche Bücher geschrieben und vor allem gelesen werden. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil. Die Leser merken, wie viel Herzblut er in diese Spurensuche gesteckt hat. Zahlreiche private Fotos, Auszüge aus Briefen und Gerichtsakten machen diese Biografie zu etwas Besonderem. Nicht, dass das jemand selbst erleben will. Die Lebensgeschichte des Hugo Paterno nimmt einen mit. Die Frage, ob so etwas wieder passieren kann, muss eindeutig mit JA beantwortet werden. Zwar wird man heutzutage nicht mehr enthauptet, aber Denunziation und Rufmord sind ein beliebtes Mittel jener, die durch eigene Leistung nicht so recht weiterkommen und anderen ihr Leben neiden. Fazit: Ein Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt. gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Gelincik

    5/5

    04.03.2020

    eBook (ePUB)

    Ein bewegendes Leben

    In dem Buch 'So ich noch lebe' von Wolfgang Paterno geht es um die Geschichte von Hugo Paterno, die von seinem Enkel nachgeforscht, herausgefunden und niedergeschrieben wurde... Hugo Paterno wurde auf Grund von regimekritischer Aussagen ermordet. Sein Enkel, der Autor, wollte das Leben seines Opas näher kennenlernen und auch den anderen Menschen erzählen. Dies ist ihm mit diesem Buch super gelungen! Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand lassen, weil ich mich sehr dafür interessiert habe wie Hugo gelebt hat. Im Buch sind viele Kopien von originalen Fotos, Zeugnissen usw., die das Erzählte nochmal verdeutlichen. Am Ende des Buches sind Quellen genannt. Im Gesamten kann man also sagen, dass sehr viel Arbeit dahinter steckt. Es war bestimmt nicht einfach alles so genau wie möglich zu erzählen. Von mir bekommt das Buch definitiv 5 von 5 Sternen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (2)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: „So ich noch lebe …“