Andrew hat ein Problem mit seiner Gesamtsituation. Dabei wünscht er sich nur ein ganz normales Leben: eine liebevolle Frau, Kinder - ist das zu viel verlangt? Stattdessen muss er sich mit seinen exzentrischen Kollegen begnügen. Und mit den Toten. Denn als Nachlassverwalter hat er deren Wohnungen zu räumen - die oft eine beunruhigende Ähnlichkeit mit seinem eigenen Londoner Ein-Zimmer-Apartment aufweisen, in dem es kaum mehr gibt als eine Modelleisenbahn und Ella-Fitzgerald-Platten. Das kann nicht alles sein, findet Andrew. Immerhin verspricht auch Ella in ihren Songs: «Das Beste kommt noch.» Und das tut es, in Form von Peggy, einer neuen Kollegin, die frischen Wind in Andrews Welt bringt ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Lesemama
5/5
08.06.2020
eBook (ePUB 3)
Absolut empfehlenswert
Zum Buch:
Andrews Beruf ist der Tod. Seine Arbeit als Nachlass-Verwalter für die Londoner Stadtverwaltung ist nichts für Zartbesaitete, aber zum Glück wartet auf ihn zuhause eine liebevolle Familie, die ihn aufheitert - glauben zumindest seine Kollegen. Aber das ist eine Notlüge, die Andrew selbst in die Welt setzte und die irgendwann ein Eigenleben entwickelte. In Wahrheit wohnt Andrew allein in einem Ein-Zimmer-Apartment und führt ein genauso einsames Dasein wie seine Verstorbenen kurz vor ihrem Tod. Das ändert sich, als eine neue Kollegin in der Abteilung anfängt. Peggy bringt frischen Wind in Andrews Welt und sein Herz schlängt in ihrer Nähe schneller. Das Problem: Peggy ist verheiratet, hat zwei Kinder und glaubt, Andrew wäre in der gleichen Situation...
Meine Meinung:
Das Cover erinnerte mich zuerst an ein Buch, welches ich schon las, daher hatte ich es nicht gleich auf dem Schirm. Zum Glück sah ich es bei Instagram bei einer Leserin, die einen sehr ähnlichen Lesegeschmack hat.
Das Buch ist stellenweise Humorvoll, aber es ist auch tiefbewegend und traurig.
Andrew ist ein Kauz, er hat seine Eigenheiten die sehr seltsam anmuten, aber er ist auch sehr liebenswert und einfach schrullig. Ein Charakter mit Ecken und Kanten.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, die Geschichte hat mich sehr berührt. Man fühlte so sehr mit und fieberte jeder neuen Seite entgegen.
Gelernt habe ich auch was daraus. Geht niemals ohne Entschuldigung ins Bett.
Eine wunderbare, bewegende Geschichte, sehr empfehlenswert.
Bewertung
5/5
01.04.2020
eBook (ePUB 3)
Ganz bezaubernd!
Andrew arbeitet als Nachlassverwalter bei der Stadtverwaltung. Er kümmert sich bei Verstorbenen, die alleine lebten, darum, dass die Beerdigung geregelt (und bezahlt!) wird. Ausserdem spürt er eventuelle Verwandte auf und benachrichtigt sie. Das ist oft keine besonders schöne Angelegenheit, vor allem wenn das Ableben seiner Klienten nicht gleich entdeckt wurde....
Doch als Ausgleich warten nach getaner Arbeit eine wundervolle Frau und zwei ganz bezaubernde Kinder auf ihn, zu denen er abends heimkehrt. Das zumindest glauben seine Kollegen- in Wahrheit lebt Andrew alleine in einem trostlosen Appartment ein sehr trostloses Leben. Frau und Kinder hat er erfunden, eine kleine Notlüge, die dann ein Eigenleben entwickelte und sich nicht mehr aufhalten ließ.
Als dann eines Tages eine neue Kollegin in die Abteilung kommt, die Andrew unterstützen soll, ist das Chaos perfekt. Denn Peggy bringt nicht nur seinen Arbeitsalltag gehörig durcheinander, sie lässt auch sein Herz ein paar Takte höher schlagen. Doch leider hat nicht nur Peggy Mann und Kinder, nein: wegen seiner eigenen Lügen glaubt sie, dass auch Andrew in festen Händen ist...
Peggy hat mit ihrer natürlichen und entwaffnend ehrlichen Art nicht nur Andrew, sondern auch mich gleich in ihren Bann gezogen!
Bewertung
aus Oberursel
5/5
26.03.2020
eBook (ePUB 3)
Nachlassverwaltung .... und die Liebe
Andrew Smith ist Nachlassverwalter in London. Wann immer jemand einsam zuhause stirbt, ist es sein Job, etwaige Erben ausfindig zu machen und die Beerdigung zu organisieren. Nichts für Zartbesaitete, vor allem wenn die Toten schon eine Weile in ihren Wohnungen gelegen haben und Andrew dort dann den Nachlass sichten muss. Aber zum Ausgleich hat er ja seine Familie zuhause: seine Jugendliebe Diane und zwei wohlgeratene Kinder. Das glaubt zumindest sein Chef und der Kollegenkreis, denn eine kleine Notlüge beim Bewerbungsgespräch entwickelt sich zum Selbstläufer, und Andrew wächst die Rolle als glücklicher Familienvater langsam aber sicher über den Kopf. Vor allem, als Cameron, Chef der Nachlasstruppe, im Zuge des Teambuildings reihum private Dinnerparties organiseren will…. und die neue Kollegin Peggy, zu der Andrew zarte Bande knüpft, hält ihn natürlich auch für vergeben.
Andrews private Wahrheit sieht ganz anders aus: alles, was privat auf ihn wartet, ist seine Modelleisenbahn und seine Sammlung Ella-Fitzgerald-Platten. Das aber soll sich ändern…
Soviel zum Inhalt. Ernstes Thema mit dem Tod und vor allem den Tabu des einsamen Sterbens, ernst auch das Thema generelle Vereinsamung, aber brilliant und humorvoll umgesetzt. Der Autor schafft den Spagat, wirklich harten Tobak anzupacken, das aber so liebevoll und witzig, dass ich schon auf den ersten Seiten laut losgelacht habe. Britischer Humor vom Feinsten, und ausnehmend klasse übersetzt! Wirklich lustig, aber nicht slapstick-lustig, sondern lustig-lustig (alles klar?!). Kostprobe gefällig aus Kapitel 1? Andrew ist auf der Beerdigung eines Klienten. Er ist der einzige Trauergast, der Priester macht’s zum ersten mal. : „ Jedenfalls….“, fuhr der Pfarrer fort und blickte Andrew erwartungsvoll an, „….wie fanden sie mich?“ Was soll ich dir darauf antworten?, dachte Andrew. Weder hast du den Sarg aus Versehen umgekippt noch den Verstorbenen Herrn Hitler genannt, also würde ich sagen: volle Punktzahl. „Sie haben das sehr gut gemacht“ sagte er.
Ich mochte den Stil extrem gern. Alle Protagonisten werden facettenreich geschildert, und ich hatte das Kollegenteam echt vor meinem geistigen Auge. Ein Haufen skurriler Leute, völligst enthusiastisch am arbeiten (noch ein Zitat aus einer kollegialen email: „Übrigens habe ich endlich den Testamentsvollstrecker aufgespürt, der in der Fenham Street gestorben ist. Glaubst du, dass „ Mit diesem Scheisskerl will ich nie mehr was zu tun haben“ als rechtsverbindlicher Widerruf einer Pflichtenübernahme gilt?“) Gott, wieso fühlte ich mich an alte Bürozeiten erinnert – und nein, ich war nicht im Nachlassamt, sondern im Sales!
Zu Andrew und natürlich auch zu Peggy – das ist die rothaarige Schönheit auf dem Cover mit dem Bleistift im aufgestecktem Haar!) gäbe es noch viel mehr zu erzählen, aber ich will ja nicht spoilern, sondern zum Lesen und Kaufen auffordern: das Buch ist wirklich lesenswert!
Bücher in meiner Hand
2/5
22.03.2020
eBook (ePUB 3)
Das Beste findet sich woanders
Der Anfang war gut und macht neugierig auf die Geschichte. Doch dann wird es von Seite zu Seite langweiliger. So extrem, dass ich nach 210 von 416 Seiten nicht mehr weiter lesen mochte. Ab Seite 100 war mir klar, dass die Geschichte wohl nicht mehr stärker wird, doch ich habe mich durch gequält, bis ich vor Langeweile fast eingeschlafen bin - nicht abends im Bett, nein, tagsüber.
Andrew arbeitet als Nachlass-Verwalter, geht in die Wohnungen von kürzlich verstorbenen Menschen und sucht nach Andeutungen von Hinterbliebenen. Sein Chef Cameron ist sehr speziell, versucht extrem einen auf Teambildung zu machen, wovon weder Andrew noch Meredith und Keith begeistert sind. Auch Peggy, die Neue im Team, mag das auch nicht.
Neben den ganzen brodelnden Schwierigkeiten im Team geht es um Andrews Vergangenheit, seine Kindheit und seine Schwester Sally. Was da genau dahintersteckt wird bis zur Mitte nicht verraten, sondern es wird immer noch mysteriöser und komischer. Dazu denkt Cameron, dass Andrew verheiratet ist und mit zwei Kinder ein glückliches Familienleben führt. Andrew kommt nicht dazu die Lüge klarzustellen und reitet sich immer weiter rein. Aber auch Camerons Privatleben ist nicht so rosig, wie er es durchscheinen lässt.
In der Kurzbeschreibung hörte sich das mit der Verheiratet-Lüge interessant an. Doch was Autor Richard Roper daraus macht ist viel zu langweilig. Vielleicht wäre es gegen den Schluss hin besser geworden, aber wenn mich ein Buch bis zur Mitte hin so extrem langweilt, dann haut es auch ein noch so gutes Ende nicht heraus. Ich hatte nicht mal Lust, die restlichen Seiten zu überfliegen, um zu sehen wie es ausgeht.
Deshalb:
Fazit: Das Beste kommt tatsächlich erst noch. Es ist jedenfalls nicht in diesem Roman zu finden.
2 Punkte.
Bewertung
5/5
04.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Beste kommt in diesem Buch
Ein wunderbares Buch! Die Geschichte ist lustig und traurig zugleich, man könnte teilweise gleichzeitig lachen und weinen, aber mich hat es sehr berührt.
Es geht um die grösste Lüge im Erwachsenenleben eines Mannes mittleren Alters und um ein Berufgsegment, das uns wohl kaum bekannt ist.
Sehr lesenswert!
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4/5
26.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
tolles Buch
Nachlassverwalter Andrew, spinnt sich eine Geschichte zusammen. Diese hätte sein können, wenn da nicht dieser Schicksalsschlag gewesen wäre. Einsam schlägt er sich durch. Peggy seine Kollegin verheiratet, hilft ihm bei der Arbeit. Traurige Figuren meist Allein und Einsam. So wie Andrew! Traurige Komödie. Mit versöhnlichem Ende. Tolles Buch
Wenn das eigene Leben nicht so läuft wie es sollte, dann kann man schon mal auf die Idee kommen sich ein passendes zu erfinden. So denkt sich der Nachlassverwalter Andrew eine Familie zusammen und lässt seinen Chef und seine Kollegen in den Glauben, er wäre ein glücklich verheirateter Familienvater. Bis er sich in die neue Kollegin Penny verliebt und er eine Entscheidung treffen muss. Doch mutig war Andrew noch nie.
Wunderbare zu Herzen gehende Geschichte voller liebenswerter Charakteren, zum Schmunzeln und nachdenken.
Andrew führt Nachlassinspektionen bei Menschen durch, die einsam in ihrer Wohnung, oftmals wochenlang unentdeckt, verstorben sind. Seine Aufgabe: Das Auffinden finanzieller Mittel um die Kosten für die Beerdigung zu decken und/ oder die Kontaktdaten von Hinterbliebenen ausfindig zu machen um diese informieren zu können. Andrew selbst ist 42 und eigentlich alleinstehend. Eigentlich, weil er um sich ein Lügengerüst aufgebaut hat. Seinen KollegInnen hat er erzählt, er sei verheiratet und habe zwei Kinder. Als Peggy zu seinem Team stößt, gerät diese Geschichte gehörig ins Wanken und schnell wird klar, dass Andrew seine Umgebung nicht böswillig hinters Licht führt sondern sich dahinter ein Trauma verbirgt.
"Das Beste kommt noch" ist eine Liebesgeschichte in der es auch um Freundschaft, Verrat und Trauer geht. Und eine wichtige Botschaft enthält sie zusätzlich: Arbeitet Streitereien auf, bleibt in Kontakt und schaut nacheinander. Denn nichts ist angsteinflößender als in seinen letzten Momenten einsam zu sein.
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