Produktbild: Jedem seinen eigenen Tod

Jedem seinen eigenen Tod Authentizität als ethisches Ideal am Lebensende

37,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.03.2020

Verlag

Campus

Seitenzahl

358

Maße (L/B/H)

21,4/14,1/3,4 cm

Gewicht

440 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51235-8

Beschreibung

Rezension

»Wer dem Ideal vom guten Lebensende nicht genügt oder genügen möchte, muss mit dem Vorwurf leben (und sterben), hinter seinen Möglichkeiten zurückgeblieben zu sein. Unter anderem aufgrund dieser dialektischen Verkehrung vom Ideal in Erwartung respektive Zwang hofft man auf Turbulenzen in der Debatte um den ›eigenen‹ Tod. Nina Streeck hat hierfür ein überaus wichtiges Buch verfasst, das […] möglichst viele Leser*innen finden möge.« Jean-Pierre Wils, Soziopolis, 14.07.2020
»Die Arbeit Nina Streecks erfreut sich vielfältiger und dennoch tiefgreifender Fundierungen in unterschiedlichen Disziplinen und Theorien. Mit ihrer begrifflichen Präzision und sprachlichen Gewandtheit gelingen ihr sowohl eine überzeugende Konzeption eines differenzierten Authentizitätsideals – mitsamt expliziter Benennung ihrer Grenzen – als auch eine ausgesprochen ausgewogene und distanzierte Darstellung der Palliative-Care- und Sterbehilfebewegung.« Florian Funer, Zeitschrift für medizinische Ethik, 67 / 2021
»Nina Streeck hält mit ihrem Buch ›Jedem seinen eigenen Tod‹ Palliative-Care-Fachpersonen den Spiegel vor. Sie sollen Patientinnen und Patienten die eigene Vorstellung eines guten Todes nicht aufdrängen.« palliative zh+sh, 04.09.2020
»Das gut lesbare Buch sei deshalb allen empfohlen, die sich kritisch mit dem anspruchsvollen und zum Teil überfordernden Ideal des selbstbestimmten, authentischen, durchgeplanten Lebens und Sterbens auseinandersetzen wollen, aber auch jenen, die sich unabhängig von der Frage nach dem guten Sterben mit dem Authentizitätsbegriff beschäftigen möchten.« Martina Schmidhuber, Ethik Med (32), 425–426, 28.09.2020

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.03.2020

Verlag

Campus

Seitenzahl

358

Maße (L/B/H)

21,4/14,1/3,4 cm

Gewicht

440 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-51235-8

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

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  • Produktbild: Jedem seinen eigenen Tod
  • Inhalt
    Einleitung 11
    I. Gut leben und gut sterben: Das gute Sterben und seine Bedingungen
    Tod, Sterben oder Leben 27
    Tod und Sterben 27
    Sterben und Leben 31
    Tod des Körpers, Tod des Bewusstseins, sozialer Tod 34
    Sterben aus biologisch-medizinischer Sicht 35
    Sterben aus psychologischer Sicht 37
    Sterben aus soziologischer Sicht 39
    Fazit 43
    Eine Ethik des guten Sterbens 45
    Kann das Sterben jemals gut sein? 45
    Der Vorwurf des Paternalismus 49
    Gut leben oder moralisch handeln 54
    Glück versus Moral 54
    Die Geschichte der Frage nach dem guten Leben 56
    Die Renaissance der Frage nach dem guten Leben 58
    Das gute Leben in der Medizinethik 60
    Exkurs: Glück und Moral 61
    Lustgefühle, erfüllte Wünsche und Güterlisten 64
    Die Ganzheit des Lebens 64
    Wer entscheidet, was gut ist? 65
    Lustgefühle machen glücklich oder: Hedonistische Theorien 67
    Glück dank erfüllter Wünsche oder: Wunschtheorien 68
    Viele Güter für ein gutes Leben oder: Objektive Theorien 69
    Fazit 71
    Wessen es für ein gutes Leben bedarf: Sozialphilosophie 72
    Pathologien des Sozialen 72
    Das Problem der Geltung 74
    Anerkennung als Voraussetzung für ein gutes Leben 76
    Noch einmal: Das Problem der Geltung 78
    Selbstverwirklichung als Authentizität 80
    Authentisch sein und gut leben 83
    Die Versöhnung von Subjektivismus und Objektivismus 83
    Das Problem der Geltung zum Dritten 86
    Authentizität als Diagnosebegriff 87
    Die Versöhnung von Ethik und Moral 89
    Authentizität versus Autonomie 90
    Moralische und personale Autonomie 91
    Personale Autonomie und Authentizität 92
    Fazit 93
    II. Im Einklang mit sich leben: Zur Rekonstruktion des Authentizitätsideals
    Einführung 96
    Authentizität von Sokrates bis Taylor 104
    Erste Station: Antike – nach innen und oben 104
    Zweite Station: Romantik – nonkonformistisch sein 106
    Dritte Station: Nietzsche – schöpferische Selbsterschaffung 108
    Vierte Station: Authentisch sein als Popkultur 110
    Werde, der du bist – erschaffe dich selbst 113
    Selbstfindung oder: Werde, der du bist 114
    Kein wahres Selbst: Kritik an der Selbstfindung 119
    Selbererschaffung oder: Erfinde dich selbst 121
    Kein Kunstwerk: Kritik an der Selbsterfindung 127
    Fazit 131
    Transformation, Tätigsein und Bejahung 133
    Antwort geben: Die Suche nach der eigenen Stimme 133
    Die Transformation von Selbst und Welt 137
    Authentifizierendes Tätigsein 143
    Beherztes Bejahen 148
    Widerstand und Neubeschreibung: Foucault und Rorty 158
    Zwischen Widerstand und Ergebung: Foucault 160
    Zwischen Aneignung und Neubeschreibung: Rorty 169
    Orientierung ohne wahres Selbst: Narrative Kohärenz 180
    Sich verstehen in gemeinsamen Horizonten 181
    Sich verstehen durch Artikulation 186
    Sich verändern und sich fortentwickeln 189
    Seine Antworten kohärent auswählen 193
    Fazit 200
    Misslingende Authentiztitätsvollzüge 204
    Kohärenz 205
    Gleichgültigkeit, Ohnmacht und Rollenspiel 209
    Paradoxale Verkehrung 212
    Ausblick 217
    III. Verkehrte Authentizität: Sterben mit Palliative Care und Sterbehilfe
    Einführung 221
    Die Geschichte der Palliative Care 225
    Der tabuisierte Tod 225
    Die Entstehung der modernen Hospizbewegung 228
    Vom Hospiz zur Palliative Care 230
    Interviews mit Sterbenden: Elisabeth Kübler-Ross 232
    Die Geschichte der Sterbehilfebewegung 236
    Die Vorläufer der modernen Sterbehilfebewegung 236
    Die Entstehung der modernen Sterbehilfebewegung 239
    Sterben heute: Eine Vielfalt von Erzählungen 243
    Sterben, wie man gelebt hat: Palliative Care 250
    Leben statt sterben: Die Verbesserung der Lebensqualität 250
    Authentizität im Sterben 252
    Das Sterben selbst gestalten 255
    Die Unterstützung der Palliative Care 256
    Das Bewusstsein des nahenden Todes 258
    Heroisches Sterben in der Palliative Care 260
    Macher bleiben: Sterbehilfe 263
    Selbstbestimmung und Würde 263
    Authentizität und Sterbehilfe 266
    Die Planung des eigenen Ablebens 268
    Heroischer Suizid 269
    Das Authentizitätsversprechen 273
    Sterben als Projekt 273
    Sterben und die Lebensgeschichte 276
    Eine Heldenerzählung der Palliative Care 277
    Heldenhafte Selbstbehauptung 279
    Populäre Sterbeideale 281
    Verkehrte Authentizität 283
    Noch einmal: Das Phänomen der Verkehrung 283
    Zwang zur Sterbegestaltung 285
    Sinn für die Weiterlebenden 287
    Der uneigene Tod 290
    Im Würgegriff des wahren Selbst oder: Zu starke Kohärenz 292
    Alles gleichgültig oder: Keine Transformation 297
    Das Gefühl von Ohnmacht oder: Kein Tätigsein 300
    Der Sterbende als Rollenspieler oder: Keine eigene Stimme 304
    Fazit 309
    Schluss
    Der ›eigene‹ Tod als guter Tod 313

    Anmerkungen 317
    Literatur 333
    Danksagung 357