In Band 3 der Spiegelreisenden-Saga kommt Ophelia der Wahrheit gefährlich nahe
Fast drei Jahre hat Ophelia ihren Mann Thorn nicht mehr gesehen. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um sich auf die Suche nach ihm zu begeben. In Babel angekommen, schleicht sich Ophelia in eine Schule ein, wo sie schnell zu einer der wenigen »Auserwählten« wird. Als eine Zensorin tot aufgefunden wird, die kurz vor ihrem Tod die Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hat, erkennt Ophelia fassungslos, wie sehr sie selbst in diese tödliche Geschichte verstrickt ist. Die Verbindung aus Christelle Dabos' Erzählkraft und Laura Maires Lesekunst macht dieses Hörbuch zu einem hochklassigen Hörvergnügen für Fantasyfans. Gekürzte Lesung mit Laura Maire
13h 19min
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Nicht so stark wie Band 2
fuddelknuddel am 27.05.2020
Bewertungsnummer: 1333238
Bewertet: Hörbuch-Download
Es gibt viele Stimmen, die verlauten lassen, dass der dritte Band langweilig und wesentlich schwächer ist als seine beiden Vorgänger. Ich persönlich finde ihn zwar nicht ganz so spannend wie den zweiten, aber keinesfalls langweilig, zumindest nicht als Hörbuch. Natürlich ist es etwas anderes, nur die CD einzuwerfen und auf Play zu drücken, als sich hinzusetzen, das Buch in die Hand zu nehmen und „selbst“ zu lesen, vor allem da dieses Hörspiel gekürzt war. Wer weiß, wo man sich in der Print-Version überall durch quälen muss.
In diesem Buch lernt man eine ganz neue Arche kennen, nämlich Babel. Ich fand es super spannend, die Unterschiede zum Pol und Anima zu sehen, die jeweils ja schon unterschiedlicher kaum sein könnten. Babel hat noch mal seinen eigenen Charme, wirkt etwas sonderlich und zugleich aber auch fortschrittlicher als die anderen beiden bereits bekannten Archen. Die Menschen haben eine eigentümliche Art und ticken einfach komplett anders, irgendwie geordneter und strenger, gegensätzlich zu dem bunten Treiben im Mondscheinpalast oder der liebenswert verschrobenen Art der Animisten.
An manchen Stellen zog sich die Geschichte schon etwas, da stimme ich zu. Besonders während Ophelias Aufenthalt in der Schule der Guten Familie wurde es zwischendurch etwas eintönig, aber ich habe trotzdem nie das Gefühl gehabt, eine Pause einlegen zu müssen, weil es gerade akut langweilig würde oder dergleichen Die Sprecherin, die ich gar nicht müde werde zu loben, hat wie immer einen großartigen Job gemacht, den Figuren Leben eingehaucht und die Stimmung in jeder Szene perfekt eingefangen und rübergebracht. Als Hörer könnte ich mir keine bessere Stimme für Ophelias Geschichte wünschen.
Ophelia erfährt in diesem Band einiges über Gott, den „Anderen“ und vor allem sich selbst, auch wenn ich gestehen muss, dass einiges davon recht verwirrend war. Man muss sich einfach auf die für mich teils etwas unlogischen und vor allem unerwarteten Wendungen und Erkenntnisse einlassen, denke ich. Zudem erhoffe ich mir noch etwas mehr Aufklärung im finalen Band, Christelle Dabos wird mich da sicherlich nicht im Regen stehen lassen.
Was mir ein Wechselbad der Gefühle beschert hat, war das Verhältnis von Ophelia und Thorn. Ich habe mit Ophelia mitgefiebert, gebangt und mich danach gesehnt, ihn endlich wiederzutreffen, und war, als es dann endlich dazu kam, zugleich erbost, tief traurig und so unendlich erleichtert. Die beiden haben wirklich eine sonderbare Beziehung voller unausgesprochener Worte, Gedanken und Gefühle, und dennoch sind sie auf seltsame Weise trotzdem irgendwie das perfekte Paar, auch wenn Thorn stellenweise eindeutig noch an seinem Umgang mit Ophelia arbeiten sollte.
Vom letzten Band erhoffe ich mir zudem einige Erklärungen, welche Rolle Viktoria spielt, Ophelias Patentochter. Sie hat bereits in diesem Band einige eigene Kapitel aus ihrer Sicht bekommen, in denen auch Gott auftaucht. Irgendeine entscheidende Sache wird sie also zur Lösung des ganzen Konfliktes beitragen und ich bin gespannt, wie genau das aussehen wird.
Mein Fazit:
Ich freue mich unheimlich aufs Finale! Zwar etwas schwächer als Band 2, da nicht so rasant, aber mir hat das neue Setting extrem gut gefallen. Eine wirklich spannende Reihe, es reicht bei diesem Band für 4 von 5 Sternen.
Doctrina Memorial
Hollabeere aus Dresden am 24.04.2026
Bewertungsnummer: 3119141
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Im dritten Teil der Spiegelreisenden passiert unglaublich viel. Zunächst erfolgt ein Zeitsprung: wir befinden uns zusammen mit Ophelia auf Anima. Es ist zwei Jahre her, dass sie ihren Ehemann Thorn zuletzt im Gefängnis sah, bevor er als Spiegelreisender durch eine Pfütze verschwand. Ophelia geht es emotional nicht sehr gut, doch Dank ihres Großonkels findet sie eine Spur zu Thorn: sie muss nach Babel. Wie es der Zufall will, findet Archibald Ophelia und ermöglicht ihr den Zugang nach Babel. Im Hintergrund suchen er, Gwenael und Reineke nach einem Weg zur Arche Erdenbogen um Mutter Hildegards Tod aufzuklären. So rutscht Ophelia unter ihrer neuen Identität Eulalia in die Ausbildung zur Vorbotin, findet Thorn ebenfalls unter anderem Namen wieder und findet neue Freunde. Sie muss sich aber auch gehässige Widrigkeiten ihrer Konkurrentin Mediana gefallen lassen, macht sich den Ohne-Furcht-Und-Beinahe-Ohne-Tadel zum Feind und wird von den Lux Lords bestraft.
Eine unglaubliche Geschichte, mit so viel Tiefgang, so vielen Details und Charakteren. Dennoch scheinen alle Informationen zielführend für Ophelias Vorankommen zu sein. Frustrierend war Thorns Verhalten Ophelia gegenüber, auch wenn er sie nur schützen wollte. Aber auch Medianas ungerechtes, niederträchtiges und grausames Verhalten Ophelia gegenüber brachte mich zur Weißglut. Ich bin gespannt, welche Rolle Erdenbogen noch spielen wird, ob die Lords von Lux Thron weiterhin schützen werden und ob Ophelia Gott jemals besiegen kann.
Der Schreibstil des Buches ist unvergleichlich, so sanft und doch informationsgewaltig. Die Charaktere sind vielfältig und dennoch eindeutig voneinander unterscheidbar. Ophelias Gedankengänge sind auch immer sehr interessant und machen ihre Handlungen nachvollziehbar. Schön ist auch, dass nicht immer nur aus ihrer Sicht geschrieben wird, sondern auch Thorns Seite oder Archibalds Geschichte erzählt wird.
Meinung aus der Buchhandlung
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Buchempfehlung meiner Nichte 16. Super spannend, fesselnd, ein bisschen mysteriös, man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, Interessante Charaktere, viele Dinge ergeben zum Schluss Sinn. Bitte Lesen.
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