London um 1850: Charlotta, Tochter einer Hexe, ist auf der Suche nach ihrem Bruder, der zum Vampir wurde, nach London gereist. Sie hofft, ihn dort zu finden und ihm einen Weg aus der Dunkelheit weisen zu können. Während ihres Aufenthaltes lebt sie bei ihrer Tante Hagazussa, Inhaberin des Bordells "Chez Haga", in dem die übersinnlichen Wesen der Stadt ein und aus gehen.
In den dunklen Gassen Londons begegnet Charlotta der ebenso mächtige wie geheimnisvolle Lord Cyrill Veilbrook, vor dem selbst die Vampire ehrfürchtig zittern. Veilbrook ist fasziniert von Charlotta, die er für eine Succuba hält, und bietet ihrer Tante viel Geld, wenn Charlotta ihm exklusiv zur Verfügung steht. Denn laut einer Legende soll die erste Liebesnacht mit einer Succuba die ultimative Lust erzeugen. Charlotta ist empört, doch als ihr Bruder in Gefahr gerät, hilft Veilbrook ihnen nur unter der Bedingung, dass Charlotta seine Mätresse wird.
Allerdings gibt es noch mehr Wesen, die an Charlotta interessiert sind: Dunkle Kreaturen wollen sich in London etablieren sowie die Herrschaft an sich reißen, und Charlotta ist der Schlüssel zur Macht. Der einzige, der ihnen Einhalt gebieten kann, ist Veilbrook. Doch dieser ist vollauf mit der Verführung seiner störrischen Hexe beschäftigt …
Neuauflage.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Hexe
3/5
15.11.2019
Buch (Taschenbuch)
Gute Idee, schwache Ausführung
Charlotta Baker, alias Charlie, ist nach London gekommen um ihren kleinen Bruder Theo wieder nachhause nach Wales zu holen. Doch dies gestaltet sich eher schwierig, denn ihr Bruder wurde von einem gewissem edleren Herren namens Merlot in einen Vampir verwandelt. Er wohnt in dem Slums, wo sich grausame übersinnlichen Kreaturen der Nacht aufhalten.
Als sie nach einem Besuch bei ihrem Bruder wieder zu ihrer Tante zurückgehen will, gestaltet sich dies als schwierig, denn die Kreaturen lechzten nach ihr. Doch da taucht der gefürchtete Lord Cyrill Veilbrook auf und begleitet sie zu dem Haus ihrer Tante, wie sich herausstellt kennt er dieses Haus bereits. Denn das Haus ihrer Tante Hagazussa ist das Bordell namens Chez Haga und dieses wird fast ausschließlich von übersinnlichen Kreaturen besucht.
Die jungen Frauen des Bordells werden Hagas Nichten genannt und Cyrill hält Charlie für ebenfalls so eine Nichte. Charlie ist zwar die Nichte von Haga, jedoch die wahrhaftige. Doch Cyrill will weder Charlie noch Haga dies abkaufen und meint, dass dies nur ein Spiel sei und hält sie weiterhin für eine Succuba. Er bietet viel Geld um Charlie mieten zu können, diese ist entsetzt und angewidert.
Als Theo verschwindet, erfährt Charlie, dass sie ihn bei einer schwarzen Messe finden kann. Doch Charlie wird entdeckt und Cyrill rettet sie in letzter Minute. Sie fleht ihn an auch Theo zu retten, doch dieser stellt ihr eine Bedingung, welche sie gezwungen ist anzunehmen, damit ihr Bruder gerettet werden kann.
Durch die Rettung von Charlie werden die Feinde von Cyrill auf sie aufmerksam und zeigen deutliche Interesse. Doch weder Charlie noch Cyrill ahnen etwas davon, denn sie gehört jetzt zwei Wochen zur ihm, damit er sie verführen und benutzen kann. Jedoch weiß keiner der beiden, dass die Vergangenheit sie verbindet und diese ist schockierend.
Die Autorin schreibt in der dritten Person, so dass man einen guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden bekommt und diese auch besser kennenlernt. Jedoch werden die Gefühle nicht sehr aussagekräftig beschrieben, mich konnten sie leider nicht erreichen. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten und auch gut zu lesen. Dennoch begegnen einem ab und zu ein paar Sätze, die sehr verstrickt sind oder einen komplizierten und verwirrenden Satzbau haben.
Die Geschichte der beiden zieht sich etwas. Am Anfang wird der große Höhepunkt vorbereitet und als es endlich soweit ist, wird man gnadenlos enttäuscht. Erotische Szenen, die davor ausführlich beschrieben wurden, werden beim eigentlichen Höhepunkt einfach in ein paar Sätzen niedergeschrieben. Dies war sehr enttäuschend und hat auch nicht wirklich zum Rest gepasst.
Die Entwicklung der beiden war etwas verstörend und auch nicht glaubhaft. Charlie, die am Anfang eine wirklich taffe Frau war, wird gegen Ende zu einem anhänglichen kleinen Mädchen, welche einfach nur nervig wirkt. Der böse und geheimnisvolle Lord dagegen hat extreme Stimmungsschwankungen. In einem Moment ist er offen und ehrlich um im nächsten herablassend und arrogant. Eventuell sollte er auch so sein, aber das hat mich überhaupt nicht angesprochen.
Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Die Idee der Geschichte hat mir gefallen, jedoch waren die erotischen Szenen weder notwendig noch aussagekräftig. Man hätte sie auch weglassen können. Es bleiben sehr viele offene Fragen, die einfach nicht angesprochen werden oder aber erklärt werden und man am Ende trotzdem nicht schlauer daraus wird. Die taffe Charlie, welche ich am Anfang wirklich gemocht habe und welche mich fasziniert hat, hat sich in ein naives kleines Kind verwandelt. Die Liebesgeschichte der beiden war für mich nicht glaubhaft.
Die Story hat mir auf gefallen und der Ablauf hat auch gepasst. Es wurde Spannung aufgebaut, obwohl das Ende sehr enttäuschend war, da es sehr aufgebauscht wurde und ich viel mehr erwartet habe. Andere Charaktere, wie Haga dagegen wurden deutlich hervorgehoben und waren teilweise interessanter als die beiden, um die sich die Geschichte dreht.
Ich bereue es nicht gelesen zu haben, dennoch war dieses Buch kein Highlight und konnte mich nicht voll und ganz überzeugen. Da mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen hat und die Idee der Geschichte auch super war, gibt es drei Sterne von mir für dieses Buch.
tkmla
5/5
20.11.2019
eBook (ePUB)
Wesen der Nacht
Schauplatz der Geschichte ist London im 19. Jahrhundert.
Die junge Hexe Charlotta reist von Wales nach London, um ihren zum Vampir verwandelten Bruder Theo wieder nach Hause zu holen. Unterschlupf findet sie vorrübergehend bei ihrer Tante Hagazussa, die ein beliebtes Bordell für übersinnliche Wesen führt. Bei der Suche nach ihrem Bruder wird sie von dem geheimnisvollen und gefährlichen Cyrill Vailbrook aus einer brenzligen Situation gerettet. Vailbrook hält sie für eine Succuba aus dem Haus ihrer Tante und will sie exklusiv „mieten“. Charlotta ist empört und weigert sich. Erst als er erneut ihr Leben und das ihres Bruders rettet, willigt sie ein. Doch noch weitere finstere Kreaturen haben ein Interesse an Charlotta, wenn auch aus anderen Gründen als Veilbrook.
Da ich ein Fan von historischen Romanen bin, hat mich das Setting sofort in seinen Bann gezogen. Mona Vara hat eine spannende Welt erschaffen, in der sich allerlei dunkle Kreaturen der Nacht tummeln. Der bildhafte Schreibstil macht die düsteren Gassen Londons lebendig, so dass man den Nebel fast spüren kann.
Charlotta hat mir von Anfang an gefallen. Sie lässt sich von Cyrill nicht unterkriegen und gibt ihm jede Menge Kontra, was er scheinbar überhaupt nicht gewohnt ist. Natürlich stachelt sie damit seinen Jagdinstinkt noch mehr an. Aber es ist sehr unterhaltsam und witzig, wie sie ihm Grenzen setzt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und die Funken fliegen nur so. Auch die Nebenfiguren sind interessant gestaltet. Man kann keinen der Charaktere sofort durchschauen und wird sehr oft im Laufe der Geschichte überrascht.
Die Rahmenhandlung ist ziemlich spannend, da die Geschichte einige unvorhersehbare Wendungen bietet und viele Fragen erst am Ende beantwortet werden. Der Schreibstil liest sich richtig gut und konnte mich bis zum Ende des Buches fesseln.
Mir hat diese amüsante Fantasy um Hexen, Vampire und Dämonen sehr gut gefallen und ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!
Bewertung
aus Bad Schmiedeberg
5/5
12.11.2019
eBook (ePUB)
Leseempfehlung
5/5 Sterne
Hexentöchter
von Mona Vara
Plaisir d'Amour Verlag
„London um 1850: Charlotta, Tochter einer Hexe, ist auf der Suche nach ihrem Bruder, der zum Vampir wurde, nach London gereist. Sie hofft, ihn dort zu finden und ihm einen Weg aus der Dunkelheit weisen zu können. Während ihres Aufenthaltes lebt sie bei ihrer Tante Hagazussa, Inhaberin des Bordells "Chez Haga", in dem die übersinnlichen Wesen der Stadt ein und aus gehen.
In den dunklen Gassen Londons begegnet Charlotta der ebenso mächtige wie geheimnisvolle Lord Cyrill Veilbrook, vor dem selbst die Vampire ehrfürchtig zittern. Veilbrook ist fasziniert von Charlotta, die er für eine Succuba hält, und bietet ihrer Tante viel Geld, wenn Charlotta ihm exklusiv zur Verfügung steht. Denn laut einer Legende soll die erste Liebesnacht mit einer Succuba die ultimative Lust erzeugen. Charlotta ist empört, doch als ihr Bruder in Gefahr gerät, hilft Veilbrook ihnen nur unter der Bedingung, dass Charlotta seine Mätresse wird.
Allerdings gibt es noch mehr Wesen, die an Charlotta interessiert sind: Dunkle Kreaturen wollen sich in London etablieren sowie die Herrschaft an sich reißen, und Charlotta ist der Schlüssel zur Macht. Der einzige, der ihnen Einhalt gebieten kann, ist Veilbrook. Doch dieser ist vollauf mit der Verführung seiner störrischen Hexe beschäftigt …“
Ich bedanke mich bei Netgalley und dem Plaisir d'Amour Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar des Buches. Ich gebe hier meine unabhängige und unbezahlte Meinung zu dem Buch ab.
Und schon wieder ein exellentes und erstklassiges Buch aus diesem wundervollen Verlag. Ich bin ehrlich gesagt hin und weg von diesem Buch. Habe es verschlungen, habe es geliebt und könnte gut und gerne Nachschub gebrauchen.
Hier in diesem Buch vereinen sich Erotik, Vampire und Dämonen und eine Reise in das Regancy Zeitalter zu einem perfekten Mix.
Fantasy meets Erotic… eine Supermischung meiner Meinung nach. Die Autorin hat auch nicht mit Wörtern gespart, die man im alltäglichen Sprachgebrauch nicht nutzt, man kann sich zwar denken was sie bedeuten aber dennoch war ich hin und wieder versucht in einem Synonymwörterbuch nachzuschlagen, einfach weil ich neugierig war ob ich richtig lag mit meiner Vermutung. Auf diese Weise konnte ich noch einige neue nicht so gängige Worte lernen und das in meinem Alter.
Ich liebte diese Geschichte, ich mochte alle Charaktere in dem Buch und auch die Wendungen, welche die Handlung hin und wieder nahm. Besonders die Finsternis, die einigen der Protagonisten innewohnte zog mich magisch in deren Bann, denn es war lange nicht klar wer der Verräter war, was für Wesen Cyrill und sein Gegenspieler waren, wer den Tod von Charlies Vater zu verantworten hatte und vieles mehr.
Dieses Buch hat mich dazu verleitet es in einem Rutsch durchzulesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen wollte. Es war sinnlich, erregend und phantasievoll geschrieben. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und niemals gelangweilt.
Das Setting fand ich absolut passend gewählt und auch die bildhaften Beschreibungen waren äußerst gelungen.
Allerdings sollte keiner hier an Kuscheldämonen und Glitzervampire denken, nein. Zum Glück muss ich sagen, denn hier werden sie nicht als die lieben, sanften Wesen deklariert, sondern als das was sie sind. Das heißt, es fließt Blut und das nicht zu knapp.
Ich kann dieses Buch wirklich absolut empfehlen und wünsche mir weitere solcher Bücher lesen zu können.
annlu
5/5
10.11.2019
eBook (ePUB)
Magische Liebesgeschichte
London, 19. Jahrhundert: Von Hexen, Dämonen und Vampiren bevölkert ist er für Menschen gefährlich bestimmte Bereiche der Stadt nachts aufzusuchen. Hexentochter Charlotta lässt sich davon nicht abschrecken denn sie hat eine wichtige Mission: Ihren zum Vampir gewandelten Bruder wieder nach Hause zu bringen. Als sie in den dunklen Gassen auf den mächtigen Cyrill Veilbrook kommt es zu einem Missverständnis und er hält sie für eine Succuba. Nun ist er sich sicher – er will sie für sich. Empört darüber, dass er sie mieten will, lehnt Charlotta immer wieder ab, doch dann hilft Cyrill ihr und ihren Bruder und sie muss sich auf einen Deal einlassen: zwei Wochen lang soll sie bei ihm verbringen. Zwei Wochen in denen er Zeit hat, sie zu verführen. Aber er ist nicht der einzige, der sich für Charlotta interessiert. Mächtige dunkle Wesen sind hinter ihr her, denen sich nur Cyrill stellen kann.
Der erste Blick, den man auf das alternative London wirft ist ein sehr düsterer. Charlotta ist gerade dabei ihren Bruder zu suchen und befindet sich in den Slums, in denen die Schatten nur darauf lauern Menschen zu töten. Sie werden nicht die einzigen bleiben, die sich von einer sehr blutrünstigen Seite zeigen. Auch die Vampire sind hier dunkle Wesen, die für einige Morde verantwortlich sind.
Das Aufeinandertreffen mit Cyrill bringt die Geschichte allerdings in eine andere Richtung. Von dem Moment an rücken ihre Bedenken wegen ihrem Bruder in den Hintergrund und die Geschichte konzentriert sich auf die Verführungsversuche Cyrills. Erst lehnt sie diese noch ab, aber bald schon ist sie nicht mehr so abgeneigt, wie ursprünglich gedacht. Durch die Tatsache, dass Charlotta im Bordell ihrer Tante wohnt aber auch durch Cyrills Entschlossenheit die vermeintliche Succuba zu entjungfern kommt es zu einigen erotischen Szenen.
Dass es sich bei Charlotta gar nicht um eine Succuba handelt, sie im Gegenteil mehr Macht hat, führt dazu, dass auch andere sich für sie interessieren. So tritt ihr Bruder wieder ins Spiel, der Informationen über ihre Familie mit sich bringt, die alles in Frage zu stellen scheinen. Und immer wieder taucht ein mächtiger, dunkler Gebieter auf, der Pläne für London schmiedet. Zudem wird die Geschichte immer wieder von Abschnitten unterbrochen, die einen geheimnisvollen Fremden zeigen, der eindeutig zu den Wesen der Nacht gehört, von dem aber erst langsam klar wird, wie er ins Bild passt.
Die Handlung bildet eine Verbindung zwischen Charlottas und Cyrills Annäherung und den Ereignissen rund um die Vampire. Zudem wird auch der Rest von Charlottas Familie in die Sache involviert, sodass auch ihre Tante und ihre Großmutter ins Spiel kommen. Auch hier mischen sich Szenen mit erotischem Mittelpunkt mit magischen.
Fazit: Wenn ich die Geschichte kurz beschreiben müsste, würde ich „erotische Liebesgeschichte mit magischem Hintergrund“ wählen, weil die Romanze – samt der Verführungsszenen – mehr ins Gewicht fällt, als der fantastische Teil, der einen interessanten Hintergrund bildet, die Geschichte aber nie dominiert. Mir jedenfalls hat´s gefallen.
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