Produktbild: Die vergessliche Mörderin
Band 34

Die vergessliche Mörderin Ein Fall für Poirot

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14984

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.03.2020

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,9/12,4/1,9 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Weinrot / Lichtgrau

Auflage

1

Reihe

Hercule Poirot

Originaltitel

Third Girl

Übersetzt von

Edda Janus

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-00870-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14984

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.03.2020

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,9/12,4/1,9 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Weinrot / Lichtgrau

Auflage

1

Reihe

Hercule Poirot

Originaltitel

Third Girl

Übersetzt von

Edda Janus

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-00870-8

Herstelleradresse

Atlantik Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

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  • Chenille

    5/5

    09.03.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Poirot zu alt?

    Ein neuer Fall für Hercule Poirot. Und dass, obwohl er schon lange im Ruhestand ist und sich auch innerlich langsam zu alt fühlt. Hilfe erhält er dieses Mal von wieder einmal von der Schriftstellerin Ariadne Oliver. Die beiden sind auf der Spur einer Mörderin, die sich an nichts erinnern kann. Nur dass sie gemordet hat, dass weiß Norma sicher. Aber wie, dass ist ihr ein Rätsel. Und auch Poirot tappt lange im Dunkeln, kann er doch noch nicht einmal eine Leiche finden! Und als Norma schließlich auch noch einfach wieder verschwindet und als Abschiedsgruß für Poirot nur ein „Sie sind zu alt“ übrig hat, ist die Ehre des Meisterdetektivs stark angekratzt und sein Ehrgeiz mehr als geweckt! Agatha Christie schrieb den immerhin 30.Fall von Poirot im Jahr 1966. Eine Zeit, die die große Dame der Kriminalliteratur nicht mehr als ihre Zeit sehen konnte. Mit immerhin 76 Jahren auch kaum verwunderlich. Hatte sich das Leben im Gegensatz zu ihrer „guten alten Zeit“ doch stark verändert. Und dieses Unverständnis und Misstrauen zur Moderne merkt man dem Buch auch an. Die Jugend wird ständig in Verbindung mit Drogen und Exzessen gebracht, zieht sich meist schlampig an und kommt auch sonst in dem Roman nicht gut weg. Ariadne Oliver – die hier ihren fünften Fall mit Poirot erlebt – spiegelt Christies Gefühle: eine Krimischriftstellerin, die ihren eigenen Helden am liebsten sterben lassen würde, aber Verlag und Publikum drängen nach neuen Abenteuern. Und trotzdem hat Christie mit „Third Girl“ – dem Originaltitel des Buches – wieder einmal einen soliden, spannenden Sonntagnachmittag-mit-Tee-und-Keksen-Krimi abgeliefert. Von Anfang an möchte man unbedingt wissen: was genau ist hier eigentlich passiert? Und gibt es überhaupt einen Mord oder ist Norma einfach nur verrückt? Das Ende des Buches war für mich im Detail überraschend, aber die grobe Auflösung des Ganzen kann sich der versierte Christie-Leser dann doch schon denken. Ein ordentliches Ende, wie man es gewohnt ist. Was an dem Buch aber noch außergewöhnlich ist: Poirot ist tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite dabei und er kann sich dieses Mal weniger auf seine „kleinen grauen Zellen“ verlassen und muss seinen bequemen Lehnstuhl öfter verlassen, als er es gewohnt ist. Ich selbst bin ja, genau wie Christie selbst, eher ein Fan von Miss Marple und den Büchern, die in der „guten alten Zeit“ spielen. Aber „Die vergessliche Mörderin“ hat mich doch wieder einmal für ein paar Stunden gefesselt und gehört für mich zu den wirklich guten Christies. Einzig der Romantitel ist für mich unglücklich gewählt. Was sich die Übersetzer in den 60er Jahren dabei gedacht haben und warum das Buch nicht einfach „Das dritte Mädchen“ genannt wurde? Wer weiß, besonders passend ist der Titel nach der Auflösung des Falles jedenfalls nicht. Aber das sollte niemanden von der Lektüre dieses spannenden Wohlfühlkrimis abhalten.

  • annlu

    5/5

    04.03.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Agatha Christie enttäuscht mich nie – von Beginn an wurde ich in die Geschichte gezogen und habe Poirot gerne begleitet

    „Hat sie gesagt, warum sie mich sprechen möchte?“ „Sie sagte...“, George zögerte und schien sich von vornherein für seine Worte entschuldigen zu wollen, „dass sie Sie wegen eines Mordes sprechen wolle, den sie vielleicht begangen habe.“ ein Fall für Hercule Poirot Als ein Mädchen bei Hercuele Poriot auftaucht, das seine Hilfe zu brauchen scheint, ohne dann mit der Sprache herauszurücken, ist das Interesse des Detektivs geweckt. Ohne überhaupt zu wissen um was es geht oder wer das Mädchen ist, stürzt er sich in die Ermittlungen. Agatha Christie schafft es immer wieder, mich von Beginn an in ihre Erzählungen hineinzuziehen. Hier war es Poirot, der sich nachdenklich den Schnauzbart zwirbelt, den ich mir so gut vorstellen konnte und der es mir gleich wieder angetan hat. Mit seiner exzentrischen Art ist er ja nicht wirklich das, was man sich unter sympathisch vorstellt. Und doch kann er mich jedes Mal für sich vereinnahmen. Schon allein die Tatsache, wie es dem Mädchen gelingt, seine Aufmerksamkeit zu erlangen, hat mich zum Schmunzeln gebracht. Schließlich lässt er kein gutes Haar an ihr, findet sie etwas dümmlich und optisch nicht ansprechend. Doch dann packt sie ihn genau da, wo es weh tut – bei seinem Stolz. Mit der Aussage, er sei „zu alt“, verlässt sie ihn, ohne mehr zu sagen. Da kann er ja nicht anders, als sich in die Ermittlungen zu stürzen. Bei diesen war ich zuerst skeptisch: Wie soll er etwas herausfinden, wenn er so gar nichts weiß. Doch dann springt ihm seine – auf ihre Art und Weise exzentrische – Freundin Ariadne Oliviers bei. Warum sie - die immer plappert, einen etwas eigenen Geschmack zu haben scheint, und von Klatsch und Tratsch begeistert ist – und der distanziert wirkende Detektiv befreundet sind, konnte ich mir nicht so recht erklären. Doch dann erweist sie sich als sehr nützlich, schließlich schafft sie es, an viele wichtige Informationen zu kommen. Habe ich mir erst Sorgen darum gemacht, wie sich der Krimi entwickeln kann, wenn zu Beginn alle der Informationen fehlen, so kamen immer mehr Geheimnisse ans Licht, sodass nicht nur ich, sondern auch Poirot an ein „zu viel des Guten“ gedacht haben. Umso spannender empfand ich die Geschichte. Fazit: Agatha Christie enttäuscht mich nie – von Beginn an wurde ich in die Geschichte gezogen und habe Poirot gerne begleitet.

  • sommerlese

    4/5

    18.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Spannender Fall um den guten "alten" Poirot

    Der Kriminalfall "Die vergessliche Mörderin" von Agatha Christie erschien erstmals 1966. Die junge Norma Restarick glaubt, eine Mörderin zu sein. Hercule Poirot bekommt leider kaum nähere Angaben, weil Norma keine Erinnerung an das Vorgefallen hat, nicht mal, wer das Opfer gewesen ist. Ein fragwürdiger Fall, doch damit ist Poirots Interesse geweckt. Als Norma ihn auch noch als zu "alt" bezeichnet, kratzt sie an seiner Ehe, gemeinsam mit Ariadne Oliver ermittelt er und entdeckt zunächst einen augenscheinlichen Selbstmord, der sich in Normas Apartmenthaus zugetragen hat. War sie die Täterin? Ab und zu lese ich gerne mal meine "alten" Agatha-Christie-Bücher. Bei diesem Krimi gefällt mir besonders der mühelos zu lesende Erzählstil, die liebevoll gezeichneten Charaktere und auch die humorvolle Note. Denn der Krimi beginnt regelrecht komisch, weil man die Langeweile von Hercule Poirot zu spüren bekommt und seine Charakterzüge kennenlernt. Außergewöhnlich ist auch die Rolle der Schriftstellerin Ariadne Oliver, die als literarisches Ebenbild von Agatha Christie in ihrem eigenen Roman auftritt. Die Zeit, in der die Autorin diesen Krimi schrieb, spiegelt sich auch in ihrer Handlung wider. Alles war im Umbruch, das Alte war überholt und alles Neue war verrückt und streitlustig. Man hat das Gefühl, Agatha Christie wollte ihren guten alten Poirot irgendwie aussortieren und ihm noch einmal einen interessanten Fall erfüllen lassen. Poirot wird in diesem Krimi körperlich gefordert, anders als sonst, löst er diesen Fall nicht vom Schreibtisch aus und muss sich selbst vor Ort bemühen. Die Auflösung ist schlüssig und logisch und mit den kleinen sorgsam eingebauten Details sehr aufschlussreich ausgeführt. Die Krimis von Agatha Christie sind immer lesenswert und durch die unblutige Handlung gut zu lesen. Hier hat mir der eingebaute Zeitgeist gut gefallen.

  • https://lieslos.blog/

    4/5

    07.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Spannender Kriminalroman zum Schmökern und Genießen!

    Das 1966 erstmals erschienene Buch ist der 57. Kriminalroman, den Agatha Christie geschrieben hat. Er spielt in einer Wendephase. Das Alte galt als überholt, verknöchert und verstaubt - das Neue als verrückt, überzogen und provokativ. Genau diese Welten treffen hier aufeinander. Das ist der Rahmen, innerhalb dessen sich die Geschichte um die vergessliche Mörderin abspielt. Mir gefiel diese atmosphärisch wunderbar aufgegriffene Gleichzeitigkeit und Gegenüberstellung von konservativen und modernen Strömungen im Bereich Jugend, Frauen und Kunst. Hercule Poirot, der konservative, scharfsinnige, eitle, von sich eingenommene und trotzdem sympathische belgische Privatdetektiv mit dem gezwirbeltem Schnurrbart, hat soeben eine Analyse über berühmte Autoren von Kriminalromanen beendet. Gerade als er beginnt, sich zu langweilen, schneit eine junge ungepflegte Dame herein. Sie will ihn wegen eines Mordes sprechen. Wegen eines Mordes, den SIE möglicherweise begangen hat...aber sie überlegt es sich anders. Ohne ihm mehr zu verraten, ist sie genauso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen ist. Poirot lässt das keine Ruhe. Er erzählt der befreundeten, redseligen, extrovertierten und etwas schrulligen Krimiautorin Mrs. Oliver von dieser außergewöhnlichen Begegnung und sie hilft ihm herauszufinden, wer und wo das Mädchen ist: Es ist Norma Restarick, die in einer Frauen-WG in London lebt und bei einem Innenausstatter arbeitet. Norma Restarick, die aus der ersten Ehe eines steinreichen Geschäftsmannes und Firmenteilhabers stammt. Norma Restarick, die anscheinend „verrückt“, „unterbelichtet“ oder zumindest „konfus“ und „vergesslich“ ist und plötzlich spurlos verschwindet... Die 1976 mit 86 Jahren verstorbene Agatha Christie lässt den Leser in Poirot‘s Gedankenwelt eintauchen und verführt auf diese Weise dazu, mitzudenken und den Fall mit ihm zusammen zu lösen. Das macht Spaß, fesselt und ist spannend. Mir gefallen die unaufgeregte Erzählweise und die altmodische, aber in meinen Ohren so respektvoll, vornehm und elegant klingende Sprache. Ja, sie klingt auch gestelzt und gekünstelt, aber das stört mich weniger, als dass es mich zum Schmunzeln bringt. Ich mag die altertümliche Atmosphäre und das Benehmen der älteren Figuren, für das mir kein besseres Wort als „sophisticated“ einfällt. Das typisch englische Flair dieser Zeit wird in dem Roman vermittelt. Ja, das Ganze ist auch auch etwas klischeehaft und manchmal ein bisschen kitschig. Aber auch das stört mich weniger, als dass es mich zum Schmunzeln bringt. Der Leser begegnet in dem Buch einer Vielzahl von liebevoll, unterschiedlich und lebendig gezeichneten Charakteren. Am liebsten mag ich die schlagfertige und etwas kauzige Kriminalbuchautorin Mrs. Oliver, die sich eigenmächtig und mit großem Ehrgeiz an den „Fall Norma“ heranmacht. Ganz nebenbei werden bedeutsame und zeitlose Themen gestreift: Was, wenn man das Gefühl hat, im falschen Leben festzustecken? Wie ist es, wenn man als Fünfjährige vom Vater verlassen wird und dieser dann später mit einer neuen Ehefrau zurückkommt (Stichwort: Ödipus)? Hass und wozu er führen kann. Und letztlich wird man auf eine falsche Fährte gelockt und mit einer überraschenden, aber plausiblen Auflösung konfrontiert. „Die vergessliche Mörderin“ ist eine interessante, spannende, vergnügliche, unterhaltsame und kurzweilige Lektüre. Ich liebe diese etwas altertümlichen Kriminalromane, egal ob von Agatha Christie oder Simenon. Sie sind für mich eine wunderbare Abwechslung zum Schmökern und Genießen.

  • yellowdog

    4/5

    04.03.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Die vergessliche Mörderin,…

    Die vergessliche Mörderin, Originaltitel Third Girl, ist ein nicht ganz so bekannter Roman von Agatha Christie. Dieser 1966 erstmals erschienene Roman, insbesondere der Anfang, ist urkomisch. Da sind zum einen die Eigenarten und Empfindlichkeiten des Detektivs Hercule Poirot, der gerade ein literaturwissenschaftliches Buch geschrieben hat und sich etwas langweilt. Dann der Auftritt von der umwerfenden Kriminalautorin Ariadne Oliver, literarisches Ebenbild von Agatha Christie. Herrlich selbstironisch und man spürt, was es der Autorin für einen Spaß gemacht hat, diese Figur auftreten zu lassen. Außerdem ist die Ausgangssituation nicht ohne Witz. Eine junge Frau sucht Poirot auf, da sie befürchtet, jemand ermordet zu haben, hält Poirot dann aber für zu alt und verschwindet wieder. Was für eine Kränkung für Poirot! Die Untersuchung des Sache schließlich verläuft schon ernsthafter ab. Und Poirot lässt nicht locker und kommt mit Hilfe von Madame Oliver dem Mädchen auf der Spur. Norma ist ziemlich durcheinander, aber vertraut sich Poirot schließlich doch an. Die Auflösung kommt als überraschendes Element. Poirot und Ariadne Oliver erweisen sich wieder als tolles Team! Der leicht zu unterschätzende Roman wurde übrigens auch ansprechend als 90minütiger Fernsehfilm als Teil der Serie Agatha Christies Poiret mit David Suchet verfilmt.

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