Produktbild: 100 x Österreich: Judentum
Band 4

100 x Österreich: Judentum

Aus der Reihe 100 x Österreich
3

25,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.10.2020

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen

Verlag

Amalthea Signum

Seitenzahl

256

Maße (B/H)

18/23 cm

Gewicht

535 g

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99050-171-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.10.2020

Abbildungen

mit zahlreichen Abbildungen

Verlag

Amalthea Signum

Seitenzahl

256

Maße (B/H)

18/23 cm

Gewicht

535 g

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99050-171-9

Herstelleradresse

Langen Müller Verlag GmbH
Thomas-Wimmer-Ring 11|80539|München|DE
info@langenmueller.de

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  • Peter Krackowizer

    aus Neumarkt am Wallersee

    5/5

    20.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Vielseitige interessante Geschichten: Ohne Juden wäre Wien nicht das heutige Wien geworden

    Über 250 Seiten geballte Geschichte und Information über das Judentum in Österreich, vor allem in Wien. In den 1920er-Jahren lebten 1,9 Menschen in Wien, wovon mehr als 200 000 Juden waren. Die drittgrößte jüdische Gemeinschaft in Europa hatte sich in der Gesellschaft etabliert. In vielen Bereichen wie in der Medizin, als Rechtsanwälte, in Forschung, Wirtschaft und sehr stark in der Kunst und Kultur, prägte diese die Stadt Wien, deren Geschichte und Kultur. In fast jedem Kapitel erfährt der Leser von Bauten, wissenschaftlichen Entdeckungen, Kunstwerken, Musikstücken, Filme u. a., deren Schöpfer dem Judentum angehörten. Wien ohne Juden wäre heute wohl nur die halbe Stadt. Die Autorin führt den Leser in den ersten Kapiteln in die Geschichte der Juden in Wien ein. Geliebt und gehasst, als Geldgeber für Kaiser geholt, von der Wiener Neidgesellschaft verjagt oder in isoliert, durch ihre Salonkultur Wien des 19. Jahrhunderts zur Weltstadt gemacht und vieles mehr. Immer wieder gibt es Kapitel, die den Leser mit der Kultur und der Religion der jüdischen Bevölkerung vertraut machen, immer in Verbindung mit Österreich, meist mit Wien, so beispielsweise über Mikwaot, Orte der spirituellen Reinigung (Bäder). Eigentlich müsste ich hier zumindest 50 bis 60 Themen anführen, um die Vielfalt der Beiträge zu illustrieren, belasse es aber mit Beispielen wie den Geschichten der Familien Rothschild und Ephrussi, die Entstehung der Wiener Kaufhäuser, der Ottakringer Brauerei oder des Wiener Praters durch jüdische Geschäftsleute, über jüdischen Humor und Hollywood-Größen, die Wiener Cafés und die Salzburger Festspiele, gegründet durch Hugo von Hofmannsthal, das Jüdische Museum, die Tante Jolesch oder Jiddisch im Wienerischen von Arik Brauer (Beisl, Haberer …). In sehr sachlicher und emotionsfreier Art erwähnt Spera die schäbige Haltung Wiens gegenüber Juden zu allen Zeiten. So sollte etwa der Besitzer einer Villa, der 1938 fliehen musste, der Stadt Wien die Grundsteuer bis 1945 nachzahlen, dann bekäme er seinen Besitz wieder zurück. Der Besitzer jedoch schenkte die Villa dem Staat Israel, der darin seine Botschaft in Wien einrichtete. Das Wiener Fiakerlied geht auf Gustav Pick zurück, Fritz Löhner-Beda schrieb die Texte zu vielen Operetten wie beispielsweise „Das Land des Lächelns“ oder Schlager wie „In der Bar zum Krokodil“. Mehr als dreitausend jüdische Kinder konnten zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft durch Kindertransporte in europäische Länder gerettet werden – ein berührendes Beispiel zeigt die Autorin anhand der Schachtel für Lilly Bial, gefüllt mit deren Lieblingsgegenständen. Lilly Bial überlebte in Großbritannien. Jedes Kapitel umfasst in der Regel zwei Seiten und ein Bild, manchmal auch etwas länger. Grundlegende Begriffe im Judentum werden am Ende des Buches erklärt, gefolgt von einem umfangreichen Literaturverzeichnis und Namensregister. Ein Buch, das den Leser bewegt, gleichzeitig informiert über Vergangenes und Gegenwärtiges. Ich finde, es bietet einen ausgezeichneten Einblick in das Judentum, wenngleich natürlich Danielle Spera anfangs schrieb, dass die 100 Themen von ihr subjektiv ausgewählt wurden (und wohl noch um 100 ergänzt werden könnten).

  • Bewertung

    5/5

    01.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Wie ein Rundgang im jüdischen Museum!

    Leidenschaftliche Museumsgänger wird dieses Buch sehr glücklich machen, denn es zu lesen ist, als würde Danielle Spera den Leser auf eine persönliche Führung durch das Wiener Jüdische Museum mitnehmen. In 100 kleinen und doch tiefgreifenden Einblicken reist man im Querschnitt durch die jüdische Geschichte Österreichs, trifft dabei auf so manches Bekanntes, aber vor allem viel Neues. Das Buch ist reich bebildert, die Themen atmosphärisch aufbearbeitet und charmant erzählt. Der episodenhafte Charakter der einzelnen Erzählungen macht das Buch auch perfekt fürs Querlesen oder die schnelle Unterhaltung, und liefert doch viel Lehrreiches. Ein kurzweiliges und informatives Vergnügen!

  • Bewertung

    aus Grödig

    5/5

    20.03.2021

    eBook (ePUB 3)

    Geschichte lernen!

    Sehr übersichtliche Aufteilung in einzelne Kapitel. Fundiertes Wissen wird kompetent weitergegeben. Viele interessante und bis jetzt unbekannte Abbildungen.

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Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Martin Berger

    Martin Berger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    5/5

    13.11.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Geschichte, Kunst, Kultur, Religion, Alltag und mehr

    Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums Wien, erzählt die Geschichte des Judentums in Österreich in 100 kurzen Kapiteln. Trotz der Kürze der einzelnen Abschnitte gelingt ihr eine weitgehend umfassende Darstellung der jüdischen Kultur- und Geistesgeschichte. Bekannte Persönlichkeiten und deren Wirken werden ebenso behandelt wie jüdischer Alltag und jüdische Feste. Ein Glossar mit Begriffen aus dem Judentum und ein Verzeichnis weiterführender Literatur runden dieses reich illustrierte Buch ab. Zweig, Landsteiner, Ephrussi, Arnstein, um nur einige Namen zu nennen - alleine ein Blick in das Namensregister zeigt, wie wichtig und unverzichtbar der jüdische Beitrag zu Österreichs Geschichte und Gegenwart ist. (Siehe auch: de Waal, Der Hase mit den Bernsteinaugen)

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