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Morbus Kitahara Roman | Geschenkausgabe im Miniformat

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

14,2/9,1/2,4 cm

Gewicht

254 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-52264-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.08.2021

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

14,2/9,1/2,4 cm

Gewicht

254 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-52264-4

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Adlerschwingen

Polar aus Aachen am 03.08.2007

Bewertungsnummer: 566722

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie fesselnd ein Autor Geschichte in Fiktion verwandeln kann, wenn er über eine Sprache wie Ransmayr verfügt, beweist er nicht erst mit Morbus Kitahara. Ich stelle mir vor: der Krieg wäre anders ausgegangen, die falsche Seite hätte gesiegt und ein Überleben wäre nur zu deren Bedingungen möglich gewesen. Ransmayer geht soweit, die Industrialisierung zu stoppen und seine Protagonisten in die Natur zu versetzen, um in der Abgeschiedenheit den Schrecken einer Gewaltherrschaft zu schildern. Wie er dabei Ambras, den Hundekönig, Lily, die Brasilianerin und Bering, den Vogelmenschen, in einer Welt der Besatzungszonen erschafft, reißt einen Leser mit. Ein Volk von Rübenzüchtern, Schafhirten. Unter einem blauen Himmel herrscht die Finsternis, wo wie in einem Reagenzglas der Mensch um seine Freiheit gebracht wurde. Auch wenn es Schlupfwinkel, Schleichwege in die Berge hinauf gibt. Ein Buch für jene, die leichtfertig für den Krieg sind, und glauben, auf der richtigen Seite zu stehen. Ein Buch vor dem Krieg über die Zeit danach, wie sie aussehen könnte, wenn es zu etwas wie einem Oranienburger Frieden kommt. Es gibt viel zu wenige Bücher über die Zeit danach. Und die wenigen schreiben die Sieger. Alles wird gut, heucheln sie uns vor. Alles?

Adlerschwingen

Polar aus Aachen am 03.08.2007
Bewertungsnummer: 566722
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie fesselnd ein Autor Geschichte in Fiktion verwandeln kann, wenn er über eine Sprache wie Ransmayr verfügt, beweist er nicht erst mit Morbus Kitahara. Ich stelle mir vor: der Krieg wäre anders ausgegangen, die falsche Seite hätte gesiegt und ein Überleben wäre nur zu deren Bedingungen möglich gewesen. Ransmayer geht soweit, die Industrialisierung zu stoppen und seine Protagonisten in die Natur zu versetzen, um in der Abgeschiedenheit den Schrecken einer Gewaltherrschaft zu schildern. Wie er dabei Ambras, den Hundekönig, Lily, die Brasilianerin und Bering, den Vogelmenschen, in einer Welt der Besatzungszonen erschafft, reißt einen Leser mit. Ein Volk von Rübenzüchtern, Schafhirten. Unter einem blauen Himmel herrscht die Finsternis, wo wie in einem Reagenzglas der Mensch um seine Freiheit gebracht wurde. Auch wenn es Schlupfwinkel, Schleichwege in die Berge hinauf gibt. Ein Buch für jene, die leichtfertig für den Krieg sind, und glauben, auf der richtigen Seite zu stehen. Ein Buch vor dem Krieg über die Zeit danach, wie sie aussehen könnte, wenn es zu etwas wie einem Oranienburger Frieden kommt. Es gibt viel zu wenige Bücher über die Zeit danach. Und die wenigen schreiben die Sieger. Alles wird gut, heucheln sie uns vor. Alles?

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Morbus Kitahara

von Christoph Ransmayr

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