»Ein ungewöhnlicher Familienroman, der fesselnd konstruiert ist und eine archaische Welt mit der modernen verbindet.« ("Wiener Zeitung")
»Ein Buch, das packt und berührt.« ("Morgenpost am Sonntag")
»Sehr berührende Charaktere.« ("Buchprofile (Michaelsbund) / Medienprofile (Borromäusverein)")
»Das ist nicht nur gut gemacht, das ist auch gut geschrieben. Ergreifend, witzig, tragisch, mit Figuren, die einen nicht mehr loslassen.« ("WDR")
» ... ein lesenswertes, leises Buch über versehrte Menschen und den Versuch, mit einem Verlust zu leben.« ("letteratura")
»Jocelyne Saucier zieht den Leser ins Innerste der Erde und zeigt ihm Betörendes und Wundersames.« ("Le Monde de Livres")
»Ergreifend, witzig, tragisch, mit Figuren, die einen nicht mehr loslassen – ein Meisterwerk.« ("VOIR")
»Wie in Ein Leben mehr ... bedient sich Saucier auch in Niemals ohne sie einer packenden Sprache, die den Leser unweigerlich in eine erdverbundene, wilde, zärtliche und stellenweise sehr brutale Welt zieht. Damit erzeugt sie Spannung bis zur letzten Seite.« ("Kreuzer, Leipzig")
»Ein rauer, zarter Roman, der mit seiner ganzen Verklärung zugunsten der Legendenbildung einen Kern überwältigend wahren Zusammenhalts entblößt, dessen gigantische Stärke und ebenso große Schwäche.« ("Stadtkind Hannover")
»Ein ungewöhnlicher Familienroman, der fesselnd konstruiert ist und eine archaische Welt mit der modernen verbindet.« ("Wiener Zeitung")
»Ein Buch, das packt und berührt.« ("Morgenpost am Sonntag")
»Sehr berührende Charaktere.« ("Buchprofile (Michaelsbund) / Medienprofile (Borromäusverein)")
»Das ist nicht nur gut gemacht, das ist auch gut geschrieben. Ergreifend, witzig, tragisch, mit Figuren, die einen nicht mehr loslassen.« ("WDR")
» ... ein lesenswertes, leises Buch über versehrte Menschen und den Versuch, mit einem Verlust zu leben.« ("letteratura")
»Jocelyne Saucier zieht den Leser ins Innerste der Erde und zeigt ihm Betörendes und Wundersames.« ("Le Monde de Livres")
»Ergreifend, witzig, tragisch, mit Figuren, die einen nicht mehr loslassen – ein Meisterwerk.« ("VOIR")
»Wie in Ein Leben mehr ... bedient sich Saucier auch in Niemals ohne sie einer packenden Sprache, die den Leser unweigerlich in eine erdverbundene, wilde, zärtliche und stellenweise sehr brutale Welt zieht. Damit erzeugt sie Spannung bis zur letzten Seite.« ("Kreuzer, Leipzig")
»Ein rauer, zarter Roman, der mit seiner ganzen Verklärung zugunsten der Legendenbildung einen Kern überwältigend wahren Zusammenhalts entblößt, dessen gigantische Stärke und ebenso große Schwäche.« ("Stadtkind Hannover")
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Hinreißend geschrieben! Herzerwärmend, aber auch traurig
gst aus Pirna am 07.07.2021
Bewertungsnummer: 1524224
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mutter Cardinal hat 21 Kindern das Leben geschenkt. Vater Cardinal ist sehr stolz darauf, dass alle überlebt haben. Zumindest behauptet er das, als er im Alter für seine erfolgreiche Suche nach Erzvorkommen eine Auszeichnung erhalten soll.
Leicht war das Leben in einer so großen Familie nicht. Trotzdem erinnert sich der Nachwuchs gerne an die Kindheit. Sechs Geschwister, unter ihnen der Jüngste und der Älteste erzählen vom armseligen, aber glücklichen Familienleben. Obwohl der Vater ein gutes Gespür für Metalladern in Gesteinen hatte, war die Familie nie wohlhabend. Ihr Reichtum bestand im Zusammenhalt in der Familie. Èmilienne, das älteste Mädchen, das sich schon sehr früh um die Jüngsten kümmern musste, damit sich die Mutter in der Küche den Kochtöpfen widmen konnte, erzählt: Jeder musste "seinen Anspruch in einem Haus verteidigen, in dem nichts, rein gar nichts, nicht einmal einSchlafplatz, uns persönlich gehörte. Wir schliefen indem Bett, das gerade frei war, und zogen an, was wir in den Kleiderhaufen meiner Waschküche fanden. "
Was relativ harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer verzwickten Familiengeschichte, in der jeder dem anderen etwas vormacht. Erst als nach 30 Jahren wieder alle zusammenfinden, wird das Geschehene aufgearbeitet.
Der Roman der kanadischen Schriftstellerin Jocelyne Saucier erschien 2001 in französischer Sprache. 18 Jahre später brachte ihn der Insel-Verlag in der Übersetzung von Sonja Finck und Frank Weigand auf den deutschen Büchermarkt. Die Hommage an ein außergewöhnliches Familienleben ist mitreißend geschrieben und hat mich vollends von der 1948 geborenen, begnadeten Schriftstellerin überzeugt. Für mich war das ihr drittes Buch, aber ich hoffe, dass es nicht das letzte sein wird.
Familiengeheimnisse...
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 20.06.2023
Es gibt Romane, die einen gefangen nehmen durch die Kunstfertigkeit ihrer Sprache oder die Unerhörtheit ihrer Handlung. Und wenn eine Autorin daherkommt, die bewusst auf beides verzichtet und der es trotzdem gelingt, einen gleichermaßen in ihren Bann zu ziehen, hat man einen heutzutage besonders rar geworden Schatz vor sich.
Joceylne Saucier, die bereits mit „Ein Leben mehr“ ein bemerkenswertes Buch ablieferte, erzählt die Geschichte einer Familie, die in einem denkbar kleinen Ort, tief in den Wäldern Kanadas lebt. 21 Kinder haben die Eltern zur Welt gebracht, doch in der Gegenwart haben sich die Mitglieder der Familie fast ebenso viele Jahre lang schon nicht mehr alle miteinander gesehen.
An Robert Seethalers „Das Feld“ erinnernd, wechselt alle 20 bis 30 Seiten die Erzählstimme von einem Kind zum anderen und schon bald erfährt man von einem tragischen Vorfall und Geheimnis, das dafür sorgte, dass sich die Familie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr in ihrer Gesamtheit zusammenfand. Denn damals beschloss ein kleiner Teil der Geschwister, diese Tragödie mit allen Mitteln vor ihrer Mutter zu vertuschen, da diese die Wahrheit nicht verkraften würde. Laufen sie durch das Treffen in der Gegenwart also nun Gefahr, dass ihre jahrzehntelangen Lügen auffliegen?
Auf direkte und schnörkelweise erzählt die frankokanadische Autorin von der Bürde des Geheimnisses und wie es auf unterschiedliche Art die Biografien der mitwissenden Geschwister zwei Jahrzehnte lang geprägt hat. Ihre Sprache ist leise und klug, von großer Emotionalität geprägt und dabei niemals in Pathos oder Kitsch abdriftend.
Eine außergewöhnliche Stärke des Buchs liegt in der Art, wie Jocelyn Saucier die Erwartungshaltung und emotionale Befindlichkeit der LeserInnen wiederholt unterläuft: Indem nach und nach die verschiedenen Kinder ihre eigene Wahrnehmung der Familie schildern, entstehen unterschiedliche Eindrücke dieser 23 Menschen, die eben erfreulich mehr sind als Figuren mit einer einzelnen Funktion in ihrem Buch, sondern scheinbar reale Personen, die sich einfachen Kategorisierungen zwischen Schwarz und Weiß entgegenstellen.
„Niemals ohne sie“ erinnert an die besten Momente und Erzähltechniken aus Richard Russos „Diese gottverdammten Träume“, Seethalers „Das Feld“ oder David Grossmans „Kommt ein Pferd in die Bar“ und beeindruckt dabei mit einer ebenso einfachen wie innovativen Geschichte von zutiefst Menschlichem. Ein definitiver Höhepunkt der Frühjahrsproduktion 2019.
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