Als Lena erfährt, dass ihr Vater gestorben ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Doch als sie sieht, wie sehr ihre Mutter leidet, beschließt sie, dem Tod einen Deal vorzuschlagen: er gibt ihr ihren Vater zurück und bekommt dafür ihr Leben, wobei sie aus der Erinnerung ihrer Familie gelöscht wird. Der Tod erweitert den Pakt. Er gibt Lena ein Jahr Zeit, dafür zu sorgen, dass sich ihre Familie wieder an sie erinnert, dann dürfe sie mit ihren Eltern glücklich leben. Wenn sie es nicht schafft, muss sie den Platz ihres Vaters im Totenreich einnehmen. Lena setzt alles daran, dass sich ihre Liebsten an sie erinnern - doch sie hat die Rechnung ohne ihre Gefühle und den Tod gemacht.
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Dieses Buch habe ich begonnen…
AileanFae am 17.09.2022
Bewertungsnummer: 2824143
Bewertet: eBook (ePUB)
Dieses Buch habe ich begonnen und nicht mehr weggelegt, bis ich durch war. Ich lese sehr gerne und viel, trotzdem sticht diese Geschichte hervor, denn selten hat mich eine so sehr gepackt. Vielleicht auch, weil ich mich noch nie so dermaßen mit einer Protagonistin identifizieren konnte. Ist mir Lena manchmal „unsympathisch“? Ja. Aber gehen wir uns nicht eben auch häufiger selbst mit unseren Gedanken auf die Nerven? Natürlich kann ich nur von mir sprechen, aber in meinem Kopf ist nicht ständig alles happy bunt und super lieb, auch wenn diese Seite wohl am meisten nach außen tritt. Im Gegenteil, es ist laut, chaotisch, viel zu oft völlig unlogisch und frustrierend. Es ist echt. Enthalten sind viel Gaming-Sprache und generell eine Menge Bezüge zu dieser Community und ähnlichem. Mich spricht das sehr an, es gibt genug andere Bücher, in denen das überhaupt nicht der Fall ist. Ich persönlich bin froh, dass es das gibt und fühle mich – nicht nur dadurch – repräsentiert. Das Buch erfindet wahrscheinlich nicht das Rad neu (meiner Meinung nach sowieso nahezu unmöglich), ist aber mitten aus dem Leben gegriffen und total ehrlich. Genau das ist es, was ich so sehr daran mag und mich dermaßen gefesselt hat, dass ich nicht aufhören konnte.
Denn in der Dunkelheit des Todes ist sie sein Licht...
Nicole_Leseeule aus Am Mellensee am 30.10.2017
Bewertungsnummer: 1058939
Bewertet: eBook (ePUB)
In deinem Licht und meinem Leben - Autorin Michaela Harich, erschienen am
23. September 2017, bisher als eBook
Durch das zauberhafte Cover bin ich überhaupt erst aufmerksam auf das Buch geworden. Die ganze zarte Aufmachung und der Klappentext dazu machten mich neugierig und ich erwartete eine gefühlvolle sowie emotionale Reise, vielleicht auch mit etwas Magie verbunden.
All magic comes with a price.
Zum Inhalt: Als Lena Haag erfährt, dass ihr Stiefvater gestorben ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Doch als sie sieht, wie sehr ihre Mutter leidet, beschließt sie, dem Tod einen Deal vorzuschlagen: er gibt ihr ihren Fuzzy zurück und bekommt dafür ihr Leben, wobei sie aus der Erinnerung ihrer Familie gelöscht wird. Der Tod erweitert den Pakt. Er gibt Lena ein Jahr Zeit, dafür zu sorgen, dass sich ihre Familie wieder an sie erinnert, dann dürfe sie mit ihren Eltern glücklich leben. Wenn sie es nicht schafft, muss sie den Platz ihres Stiefvaters im Totenreich einnehmen. Lena setzt alles daran, dass sich ihre Liebsten an sie erinnern - doch sie hat die Rechnung ohne ihre Gefühle und den Tod gemacht
In diesem Moment wird mir bewusst, was für ein hartherziger Mensch ich bin: zynisch, sarkastisch, immer das schlechteste annehmend und alles nur, um nicht verletzt zu werden.
Ehrlich gesagt hatte ich etwas andere Vorstellungen vom Buch wie auch zu Beginn erwähnt. Lena ist eine ganz außergewöhnliche Protagonistin und eine von der Sorte, die man eher nicht mag. Sie macht zu Beginn den Eindruck, dass ihr eigentlich alles egal ist im Leben. Sie hat immer den gleichen Trott, vegetiert so vor sich hin, ist überlaunig, misstrauisch, zynisch, trotz vor Sarkasmus, Wut und Trotz, aber ist auch direkt und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Lena bemitleidet sich oft selbst und ertränkt sich regelrecht in ihrem Selbstmitleid, kämpft aber wiederum für ihre Lieben wie ein Löwin. Dadurch kann sie schon ganz schön nerven.
Sie lebt mit ihrem Freund Dominik zusammen, aber man fragt sich auch die ganze Zeit, wann das Ende der Beziehung eintritt. Sie leben beide nur aneinander vorbei, um nicht allein zu sein. Obwohl Dominik auch liebe Züge an sich hat und Lena keine Nähe zulassen kann, enttäuscht Dominik auch nur noch im weiteren Verlauf. Beide sind bekennende Onlinegamespieler und geben sich diesem auch völlig hin.
Lena wurde in ihrer Vergangenheit so oft verletzt, dass sie sich mit ihrer Art selbst nach außen schützt, innerlich aber total einsam ist. Das macht Lena wieder rum so verletzlich, dass du sie einfach nur in die Arme nehmen möchtest. Und trotz ihrer Schutzhülle, will sie es anderen nur Recht machen und stellt ihr eigenes Glück immer hinten an. Sie kann es nicht ertragen, ihre Mutter leiden zu sehen. Nach dem Tod von Fuzzy, möchte sie lieber ihr eigenes Leben hergeben, da sie glaubt, dass sie keiner vermissen und lieben würde. Lena bezeichnet sich selbst als die Eiskönigin. Wiederum beneide ich auch ihre Art der Selbstreflektion; sie weiß nur nicht richtig mit ihrer eigenen Steuerung umzugehen. Sie meint sie ist kein Quell guter Laune und positiver Energie.
Der Schreibstil ist leicht und angenehm. Ab und an auch sehr umgangssprachlich, was teils zu sehr amüsanten Wortspielen führte, mir an manchen Stellen aber auch zu viel wurde und ich nicht alles an Informationen gebraucht hätte. Die einzelnen Kapitel haben meist gleichbleibende Leselängen. Die Geschichte wird alleinig aus der Sicht von Lena, aber im Wechsel der Perspektiven erzählt. Kurz kann man auch in die Gedanken von Valentin eintauchen.
Was mich auch sehr fasziniert hat, sind die feinen Applikationen zu Beginn und während eines jeden Kapitelendes im Buch. Ich liebe solche kleinen und liebevollen Details.
Der letzte Abschnitt des Buches war so anders, mit positiver Energie und Leben gefüllt. Das hätte ich gerne schon ab der Hälfte des Buches gehabt. Den Zynismus von Lena etwas gekürzt und dann mehr von diesem 1 Jahr erfahren, denn das kam so plötzlich und so schnell zum Ende. Ich fragte mich ja schon vorher, na wann kommt Lena denn nun in die Puschen und legt los. Valentin hat ihr nicht umsonst ein ganzen Jahr zur Verfügung gestellt. Die neuen Erfahrungen mit ihrer Familie waren schön zu lesen und haben auch zu Tage gebracht, dass Lena sich oft völlig falsch eingeschätzt und sie auch ein herzensguter Mensch ist. Und auch ein geregelter Tagesablauf positiv auf sie einwirkt.
Auch aus ihrer Vergangenheit hätte ich gerne mehr erfahren, vieles wurde nur kurz angedeutet, auch aus ihrem erwähnten Dasein als Künstlerin. Und zu Valentin wäre ich an Lena´s Stelle auch neugieriger gewesen. Aber da hoffe ich auf die Fortsetzung, mehr aus seiner Sicht und seiner Arbeit mit dem Tod und den Seelen zu erfahren.
Das Ende des Buches ist offen, doch da an dem 2. Teil gearbeitet wird, kann ich das verzeihen und ich bin sehr neugierig auf den Rest. Ich vergebe somit 3,5 von fünf Sternen.
Sie wird die Königin der Seelen an seiner Seit sein, das Licht in der Dunkelheit des Todes.
Mein Fazit: Eine etwas andere Betrachtung im Umgang mit dem Leben und dem Tod, jedoch mit viel versteckter tiefgründiger Thematik. Es regt definitiv zum nachdenken an. Danke für diese schöne Leseerfahrung und freue mich auf die Fortsetzung.
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