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Produktbild: Der Aufstieg Roms

Der Aufstieg Roms Von Romulus bis Pyrrhus

3

28,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.08.2019

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

542 (Printausgabe)

Dateigröße

13224 KB

Auflage

1. Auflage 2019

Originaltitel

The Rise of Rome

Übersetzt von

Uwe Walter

Sprache

Deutsch

EAN

9783608191608

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Erscheinungsdatum

17.08.2019

Verlag

Klett-Cotta Digital

Seitenzahl

542 (Printausgabe)

Dateigröße

13224 KB

Auflage

1. Auflage 2019

Originaltitel

The Rise of Rome

Übersetzt von

Uwe Walter

Sprache

Deutsch

EAN

9783608191608

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VOm Aufstieg einer Weltmacht

Gertie G. aus Wien am 13.12.2019

Bewertungsnummer: 1274661

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die britische Historikerin Kathryn Lomas lässt die Leser in die frühe Eisenzeit bis hin zum legendären Pyrrhussieg eintauchen. Die Autorin teilt ihr umfassendes Werk in vier große Kapitel, die jeweils in mehrere Unterkapitel geteilt sind. Teil I - Das frühe Italien und die Gründung Roms Teil II - Krieg, Politik und Gesellschaft Teil III - Rom erobert Italien Teil IV - Vom Stadtstaat zum Herrscher Italiens Akribisch werden archäologische Funde beschrieben, zugeordnet und interpretiert. Das schwierige an der Zuordnung der vielen Artefakte der ersten Zeit der Etrusker und seiner Nachbarvölker ist, dass es keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt. Und überhaupt ist die Einordnung nach unserer Zeitrechnung ein wenig diffizil. Jeder von uns kennt die Sage von Romulus und Remus (von denen es rund 60 verschiedene Varianten gibt). Oder die Eselsbrücke zum Gründungsjahr Roms („753, Rom kroch aus dem Ei“). Gesichert ist das alles nicht, weil schon in der Antike an diversen Kalendermodellen „gebastelt“ worden ist. Das bekannteste ist wohl die „Varronische Zeitrechnung“, die auch diesem Buch zu Grunde liegt. Also, lassen wir es dabei, dass Rom 753 gegründet wurde, 509 die tarquinische Monarchie gestürzt, um 450 die zwölf Gesetzestafeln veröffentlicht wurden und mit dem Pyrrhussieg (275) der Tarentische Krieg (280-275) beendet wurde. Der geneigte Leser muss sich jetzt nicht vor trockener Zahlenspielerei fürchten. Die Autorin und der Übersetzer Uwe Walter erzählen in fesselnder Sprache den Aufstieg Roms. An vielen Stellen des Buches erhalten wir Eindrücke vom Leben der Menschen dieser Zeit. Ein Großteil der Erkenntnisse sind eben den archäologischen Ausgrabungen geschuldet. Allerdings mit der Einschränkung, dass nicht alle Fragen der heutigen Historiker schlüssig und endgültig beantwortet werden. Manches bleibt unbeantwortet, manches lässt unterschiedliche Schlüsse zu. Der Schreibstil ist fesselnd und für so manchen Leser öffnet sich eine möglicherweise noch unbekannte Sichtweise auf die „alten Römer“. Ich finde dieses Buch ansprechend, anregend und fesselnd. Obwohl ich mich schon vor einiger Zeit mit dem frühen Rom beschäftigt habe und mir einige Erkenntnisse von Kathryn Lomas durchaus geläufig sind, habe ich doch neue Aspekte bei der Betrachtung dieser Zeitspanne erhalten. Auf rund 100 Seiten im „Appendix“ erhalten wir 6 Karten, eine Zeittafel sowie diverse Anmerkungen und Zusatzinformationen, die das Buch ergänzen. Nicht zu vergessen ist eine ausführliche Bibliografie und ein Quellenverzeichnis. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf archäologische Ausgrabungsstätten und Museen, in denen die erwähnten Artefakte gefunden wurde bzw. zu besichtigen sind. Fazit: Wer in die frühe römische Welt abseits von Asterix und Obelix eintauchen will, bekommt hier einen tollen Einblick in die Antike. Für dieses tolle Buch, das sich ausgezeichnet als Geschenk eignet, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

VOm Aufstieg einer Weltmacht

Gertie G. aus Wien am 13.12.2019
Bewertungsnummer: 1274661
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die britische Historikerin Kathryn Lomas lässt die Leser in die frühe Eisenzeit bis hin zum legendären Pyrrhussieg eintauchen. Die Autorin teilt ihr umfassendes Werk in vier große Kapitel, die jeweils in mehrere Unterkapitel geteilt sind. Teil I - Das frühe Italien und die Gründung Roms Teil II - Krieg, Politik und Gesellschaft Teil III - Rom erobert Italien Teil IV - Vom Stadtstaat zum Herrscher Italiens Akribisch werden archäologische Funde beschrieben, zugeordnet und interpretiert. Das schwierige an der Zuordnung der vielen Artefakte der ersten Zeit der Etrusker und seiner Nachbarvölker ist, dass es keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt. Und überhaupt ist die Einordnung nach unserer Zeitrechnung ein wenig diffizil. Jeder von uns kennt die Sage von Romulus und Remus (von denen es rund 60 verschiedene Varianten gibt). Oder die Eselsbrücke zum Gründungsjahr Roms („753, Rom kroch aus dem Ei“). Gesichert ist das alles nicht, weil schon in der Antike an diversen Kalendermodellen „gebastelt“ worden ist. Das bekannteste ist wohl die „Varronische Zeitrechnung“, die auch diesem Buch zu Grunde liegt. Also, lassen wir es dabei, dass Rom 753 gegründet wurde, 509 die tarquinische Monarchie gestürzt, um 450 die zwölf Gesetzestafeln veröffentlicht wurden und mit dem Pyrrhussieg (275) der Tarentische Krieg (280-275) beendet wurde. Der geneigte Leser muss sich jetzt nicht vor trockener Zahlenspielerei fürchten. Die Autorin und der Übersetzer Uwe Walter erzählen in fesselnder Sprache den Aufstieg Roms. An vielen Stellen des Buches erhalten wir Eindrücke vom Leben der Menschen dieser Zeit. Ein Großteil der Erkenntnisse sind eben den archäologischen Ausgrabungen geschuldet. Allerdings mit der Einschränkung, dass nicht alle Fragen der heutigen Historiker schlüssig und endgültig beantwortet werden. Manches bleibt unbeantwortet, manches lässt unterschiedliche Schlüsse zu. Der Schreibstil ist fesselnd und für so manchen Leser öffnet sich eine möglicherweise noch unbekannte Sichtweise auf die „alten Römer“. Ich finde dieses Buch ansprechend, anregend und fesselnd. Obwohl ich mich schon vor einiger Zeit mit dem frühen Rom beschäftigt habe und mir einige Erkenntnisse von Kathryn Lomas durchaus geläufig sind, habe ich doch neue Aspekte bei der Betrachtung dieser Zeitspanne erhalten. Auf rund 100 Seiten im „Appendix“ erhalten wir 6 Karten, eine Zeittafel sowie diverse Anmerkungen und Zusatzinformationen, die das Buch ergänzen. Nicht zu vergessen ist eine ausführliche Bibliografie und ein Quellenverzeichnis. Besonders gut gefallen mir die Hinweise auf archäologische Ausgrabungsstätten und Museen, in denen die erwähnten Artefakte gefunden wurde bzw. zu besichtigen sind. Fazit: Wer in die frühe römische Welt abseits von Asterix und Obelix eintauchen will, bekommt hier einen tollen Einblick in die Antike. Für dieses tolle Buch, das sich ausgezeichnet als Geschenk eignet, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

Frau Lomas wollte mit dem…

bolie aus Langscheid am 18.10.2019

Bewertungsnummer: 2722806

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Frau Lomas wollte mit dem Buch Der Aufstieg Roms die Geschichte der späteren Weltmacht für jedermann erfassbar beschreiben und das ist ihr vortrefflich gelungen. Worum geht es? Das Sachbuch beginnt mit der Sage von Remus und Romulus. Es ranken sich immerhin 60 unterschiedliche Legenden um die Geschichte des Zwillingspaares und Frau Lomas beleuchtet die wichtigsten. Was ich persönlich interessant fand war die Tatsache, dass der Gründer Roms, Romulus, auch gen Himmel fuhr. Zufall? Wer den Aufschwung Roms verstehen will, der muss sich zunächst mit den Toten befassen, so die Autorin. Sie schreibt über die Funde in den Gräbern und deren Beigaben sowie die Art der Bestattung. Es ist also wichtig zu erfahren, ob eine Erd- oder Feuerbestattung stattfand. Es folgen markante Ereignisse, wie Kriege, Nahrungsmangel und Seuchen. Jedes Jahrhundert der hier erwähnten Zeit, hat seine eigenen Markierungen, die für den Aufstieg Roms von Bedeutung waren. Wie änderten sich die Wohnhäuser, die Tempel oder die Straßen? Welche Religionen gab es damals und wie kamen die Römer mit ihren Nachbarn aus. All diese Dinge finden Beachtung, da sie das Gesamtbild des späteren Weltreichs vollenden. Mir gefiel das Buch, da ich die Zeit vor Christus spannend finde. Besonders die Römer haben es mir angetan. Dazu muss gesagt werden, dass es sehr viele Bücher gibt, die Annahmen als Wahrheit bezeichnen und das macht Frau Lomas nicht. Sie merkt immer wieder an, was belegt ist oder was Vermutungen sind. Sie schreibt immer wieder, dass es so am ehesten gewesen sein könnte, die Belege allerdings fehlen. Spannend sind auch die Zeichnungen der Stätten, die immer mal wieder nach einem Kapitel gedruckt wurden. Auch gibt es aufschlussreiche Tabellen mit Zahlen zu verschiedenen Angaben im Buch. Ein Beispiel ist die Aufstellung über Versklavung von Kriegsgefangenen der einzelnen Städte/Völker. Am Schluss des Buches gibt es einen Anhang von Uwe Walter, der unter anderem schreibt, wie die Abhandlungen über die ersten Jahre seit Gründung zu verstehen sind. Er ist der Übersetzung des Buches und hat sehr gute Arbeit geleistet. Danach folgt ein Anhang mit Karten, eine Erklärung zu den Jahreszahlen und der Chronologie der Römer. Die hatten nämlich ihre ganz eigene Zeitmessung. Auch hier sind es klare Tabellen, die eine Übersicht der Schlüsselereignisse im jeweiligen Jahrhundert zeigen. Wichtig fand ich auch die genaue Erläuterung der momentanen Quellenlage. Wie weit ist die Archäologie? Was können wir aus literarischen Zeugnissen damaliger Zeit schöpfen und wie gut waren die frühesten Geschichtsschreiber Roms? Die Autorin schreibt noch zu den Quellen, wie heftig unter den Historikern immer wieder gestritten wird. Ich hoffe sehr, dass noch weitere Funde die damalige Zeit Immer mal wieder tauchen kleine Zahlen im Text auf. Auch diese werden im Anhang beleuchtet und erklärt. Das Buch ist ein tolles Geschenk für alle, die sich mit der Antike beschäftigen. Das Cover wurde entsprechend gewählt und zeigt einen typisch gekleideten Krieger mit seinem Pferd. Der Aufstieg Roms von Kathryn Lomas bekommt eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne von mir.

Frau Lomas wollte mit dem…

bolie aus Langscheid am 18.10.2019
Bewertungsnummer: 2722806
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Frau Lomas wollte mit dem Buch Der Aufstieg Roms die Geschichte der späteren Weltmacht für jedermann erfassbar beschreiben und das ist ihr vortrefflich gelungen. Worum geht es? Das Sachbuch beginnt mit der Sage von Remus und Romulus. Es ranken sich immerhin 60 unterschiedliche Legenden um die Geschichte des Zwillingspaares und Frau Lomas beleuchtet die wichtigsten. Was ich persönlich interessant fand war die Tatsache, dass der Gründer Roms, Romulus, auch gen Himmel fuhr. Zufall? Wer den Aufschwung Roms verstehen will, der muss sich zunächst mit den Toten befassen, so die Autorin. Sie schreibt über die Funde in den Gräbern und deren Beigaben sowie die Art der Bestattung. Es ist also wichtig zu erfahren, ob eine Erd- oder Feuerbestattung stattfand. Es folgen markante Ereignisse, wie Kriege, Nahrungsmangel und Seuchen. Jedes Jahrhundert der hier erwähnten Zeit, hat seine eigenen Markierungen, die für den Aufstieg Roms von Bedeutung waren. Wie änderten sich die Wohnhäuser, die Tempel oder die Straßen? Welche Religionen gab es damals und wie kamen die Römer mit ihren Nachbarn aus. All diese Dinge finden Beachtung, da sie das Gesamtbild des späteren Weltreichs vollenden. Mir gefiel das Buch, da ich die Zeit vor Christus spannend finde. Besonders die Römer haben es mir angetan. Dazu muss gesagt werden, dass es sehr viele Bücher gibt, die Annahmen als Wahrheit bezeichnen und das macht Frau Lomas nicht. Sie merkt immer wieder an, was belegt ist oder was Vermutungen sind. Sie schreibt immer wieder, dass es so am ehesten gewesen sein könnte, die Belege allerdings fehlen. Spannend sind auch die Zeichnungen der Stätten, die immer mal wieder nach einem Kapitel gedruckt wurden. Auch gibt es aufschlussreiche Tabellen mit Zahlen zu verschiedenen Angaben im Buch. Ein Beispiel ist die Aufstellung über Versklavung von Kriegsgefangenen der einzelnen Städte/Völker. Am Schluss des Buches gibt es einen Anhang von Uwe Walter, der unter anderem schreibt, wie die Abhandlungen über die ersten Jahre seit Gründung zu verstehen sind. Er ist der Übersetzung des Buches und hat sehr gute Arbeit geleistet. Danach folgt ein Anhang mit Karten, eine Erklärung zu den Jahreszahlen und der Chronologie der Römer. Die hatten nämlich ihre ganz eigene Zeitmessung. Auch hier sind es klare Tabellen, die eine Übersicht der Schlüsselereignisse im jeweiligen Jahrhundert zeigen. Wichtig fand ich auch die genaue Erläuterung der momentanen Quellenlage. Wie weit ist die Archäologie? Was können wir aus literarischen Zeugnissen damaliger Zeit schöpfen und wie gut waren die frühesten Geschichtsschreiber Roms? Die Autorin schreibt noch zu den Quellen, wie heftig unter den Historikern immer wieder gestritten wird. Ich hoffe sehr, dass noch weitere Funde die damalige Zeit Immer mal wieder tauchen kleine Zahlen im Text auf. Auch diese werden im Anhang beleuchtet und erklärt. Das Buch ist ein tolles Geschenk für alle, die sich mit der Antike beschäftigen. Das Cover wurde entsprechend gewählt und zeigt einen typisch gekleideten Krieger mit seinem Pferd. Der Aufstieg Roms von Kathryn Lomas bekommt eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne von mir.

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Der Aufstieg Roms

von Kathryn Lomas

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Der gewaltvolle Akt einer Staatsbildung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich weiß nicht, ob ich damit richtig liege, jedoch beobachte ich die Tendenz in den historischen Wissenschaften, sich zunehmend mit Aspekten der Frühstaatenbildung zu beschäftigen bzw. Vergleiche zwischen den Strukturen des politischen Kapitalismus und denen frühstaatlicher Strukturen anzustellen. Zu den Autoren und Autorinnen gehören u.a. James C. Scott, Philippe Descola, Marc Auge, Eduardo Viveiros de Castro und Deborah Danowski. Jetzt erschien die umfangreiche Studie von Kathryn Lomas zu der Frühstaatenbildung des späteren Römischen Reiches. Bei der Betrachtung der Frühstaatenbildung kommt weniger die Hypothese zum Tragen, dass die Staatsbildung aus vernünftigen Gründen resultierte, die da wären: der Schutz vor Gewalt, die Arbeitsteilung, soziale Solidarität, effektive Reproduktionsbedingungen, mentaler und technologischer Fortschritt menschlicher Fähigkeiten bzw. die Verbesserung kommunikativer Prozesse. Hingegen rücken in den Untersuchungen vielmehr die gewaltvollen Abgründe der Staatenbildung in den Vordergrund, wie bei Scott so auch bei Lomas. Frei nach Derrida ließe sich sagen, dass jede Staatsgründung mit einem Akt kolonialer Gewalt, mit einem Krieg und einer Versklavung, aber auch mit einer mythologischen Rede beginnt. Im Fall der römischen Staatsbildung und -entwicklung stellt sich die Historikerin Lomas die Frage, warum ausgerechnet die Ansiedlung Roms sich zwischen all den anderen Siedlungen auf dem jetzigen italienischen Territorium durchsetzen konnte. In ihrer vergleichenden Beschreibung der historischen Entwicklung bezieht sich Lomas auf neueren Forschungen in den Geschichtswissenschaften, der Archäologie und den Literaturwissenschaften.
  • Ralf Rother
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Der gewaltvolle Akt einer Staatsbildung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich weiß nicht, ob ich damit richtig liege, jedoch beobachte ich die Tendenz in den historischen Wissenschaften, sich zunehmend mit Aspekten der Frühstaatenbildung zu beschäftigen bzw. Vergleiche zwischen den Strukturen des politischen Kapitalismus und denen frühstaatlicher Strukturen anzustellen. Zu den Autoren und Autorinnen gehören u.a. James C. Scott, Philippe Descola, Marc Auge, Eduardo Viveiros de Castro und Deborah Danowski. Jetzt erschien die umfangreiche Studie von Kathryn Lomas zu der Frühstaatenbildung des späteren Römischen Reiches. Bei der Betrachtung der Frühstaatenbildung kommt weniger die Hypothese zum Tragen, dass die Staatsbildung aus vernünftigen Gründen resultierte, die da wären: der Schutz vor Gewalt, die Arbeitsteilung, soziale Solidarität, effektive Reproduktionsbedingungen, mentaler und technologischer Fortschritt menschlicher Fähigkeiten bzw. die Verbesserung kommunikativer Prozesse. Hingegen rücken in den Untersuchungen vielmehr die gewaltvollen Abgründe der Staatenbildung in den Vordergrund, wie bei Scott so auch bei Lomas. Frei nach Derrida ließe sich sagen, dass jede Staatsgründung mit einem Akt kolonialer Gewalt, mit einem Krieg und einer Versklavung, aber auch mit einer mythologischen Rede beginnt. Im Fall der römischen Staatsbildung und -entwicklung stellt sich die Historikerin Lomas die Frage, warum ausgerechnet die Ansiedlung Roms sich zwischen all den anderen Siedlungen auf dem jetzigen italienischen Territorium durchsetzen konnte. In ihrer vergleichenden Beschreibung der historischen Entwicklung bezieht sich Lomas auf neueren Forschungen in den Geschichtswissenschaften, der Archäologie und den Literaturwissenschaften.

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