Produktbild: 60 Kilo Sonnenschein

60 Kilo Sonnenschein Roman. Ausgezeichnet mit dem Isländischen Literaturpreis für den besten Roman des Jahres

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21,8/15,6/4,6 cm

Gewicht

775 g

Farbe

Karamell / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Sextíu kíló af sólskini

Übersetzt von

Karl-Ludwig Wetzig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50451-4

Beschreibung

Rezension

»Große Literatur aus einem kleinen Land.« Denis Scheck, Das Erste Druckfrisch ("Das Erste druckfrisch")
»Wortgewaltig, fast lyrisch, manchmal metaphorisch ausufernd beschreibt Helgason das Leben von Gestur, der alles überlebt und bis zuletzt mit bizarren, urkomischen Aktionen keine Langeweile bei der Lektüre [...] aufkommen lässt.« Heinz Diller, MDR, 18. April 2021 ("mdr")
»Schrecken und Schönheit stehen hier im Besonderen ebenso nah beieinander wie im Roman im Allgemeinen Leben und Tod, Komik und Tragik.« Christoph Feil, Heilbronner Stimme, 20. März 2021 ("Heilbronner Stimme")
»Ein furioses Epos, das mit komischen Episoden nicht geizt.« Rainer Moritz, Chrismon, Januar 2021 ("Chrismon")
»Helgasons 60 Kilo Sonnenschein entwirft ein Großpanorama von einem Land, das aus seinem Winterschlaf erwacht. Dass der Roman überdies schön-bittere Liebesgeschichten parat hält und davon berichtet, wie Gestur in der Literatur eine Welt findet, die ihn Schafe und Heringe vergessen lässt, macht ihn umso lesenswerter.« Rainer Moritz, Stuttgarter Zeitung, 16. Dezember 2020 ("Stuttgarter Zeitung")
»Kurz: ein grandioses Buch.« Heinz Storrer, Schweizer Familie, Januar 2021 »Humorvoll, fabulierfreudig und mit viel Sinn für poetische Momente.« Sabine Tholund, Kieler Nachrichten, 15. Dezember 2020 ("Kieler Nachrichten")
»Pralles Epos für lange Winterabende.« Dr. Thomas Schürmann, HÖRZU/Gong, 06. November 2020 ("HÖRZU")
»Trotz seines schrägen Humors und augenzwinkernden Blicks macht der Autor die Figur in ihrem Elend nie lächerlich. Einfühlsam schildert Helgason, wie noch Anfang des 20. Jahrhunderts Isländer im selben Raum mit einer Kuh schlafen mussten.« Tobias Wenzel, SRF 2, 22. Oktober 2020 ("SRF 2")
»60 Kilo Sonnenschein dürfte, auf seine Weise, das hellste Werk in diesem Herbst sein.« Werner Krause, Kleine Zeitung, 11. Oktober 2020 ("Kleine Zeitung")
»Dem Schriftsteller ist mit 60 Kilo Sonnenschein ein großer Wurf gelungen. Man möchte fast sagen „ein großer Fang“, mit Blick auf die Szene, in der die an der Küste abgeladenen Heringe so sehr in der Sonne funkeln, dass sie wie die Sonne selbst erscheinen.« Tobias Wenzel, Deutschlandfunk Kultur, 11. Oktober 2020 ("Deutschlandfunk Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21,8/15,6/4,6 cm

Gewicht

775 g

Farbe

Karamell / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Sextíu kíló af sólskini

Übersetzt von

Karl-Ludwig Wetzig

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50451-4

Herstelleradresse

J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77
70178 Stuttgart
DE
produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    25.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte voller Wucht

    In Island ist Literatur tief in der Geschichte, Kultur und im Alltag verwurzelt. Die Liebe zum geschriebenen Wort macht das kleine Land zu einer der literarisch reichsten Nationen der Welt. Island hat eine außergewöhnlich hohe Publikationsrate. Statistisch gibt es mehr Autor*innen und veröffentlichte Bücher pro Kopf als in fast jedem anderen Land. Umso bedeutender ist die Tatsache, dass "60 Kilo Sonnenschein" dort mit dem Preis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet wurde. Nicht nur die Jury, auch ich bin restlos begeistert. Hallgrímur Helgason hat hier ein monumentales Werk geschaffen, das die rauen und magischen Seiten Islands in einer literarischen Glanzleistung vereint. Der isländische Bestsellerautor entführt uns in die entbehrungsreiche Welt der Menschen im frühen 20. Jahrhundert, inmitten von Vulkanausbrüchen, Lawinen und bitterer Not. Helgason erzählt die Geschichte des Waisenjungen Gestur, der in einem kleinen Fischerdorf im Nordwesten Islands aufwächst. Von Anfang an spürt man die Härte des Lebens in dieser isolierten, unwirtlichen Landschaft: eine Welt, die von gnadenloser Natur, Armut und den strengen moralischen Regeln einer patriarchalischen Gesellschaft geprägt ist. Doch Gestur ist ein Überlebenskünstler – schlau, empfindsam und voller Witz. Durch seine Augen erleben wir die rohe Schönheit Islands und den unbändigen Lebenswillen seiner Menschen. Helgasons Schreibstil ist ein Ereignis. Mit einer unvergleichlichen Mischung aus Sprachwitz, Poesie und beißender Satire fängt er die Eigenheiten des isländischen Lebens ein. Seine Beschreibungen der Landschaft – von tosenden Stürmen über glitzernden Schnee bis hin zu schroffen Küsten – sind so lebendig, dass man den eisigen Wind auf der Haut zu spüren meint. Gleichzeitig verwebt er die isländische Kultur und Geschichte mit der Handlung, ohne je belehrend zu wirken. Es ist eine höchst fesselnde Mischung aus Historien-, Abenteuer- und Gesellschaftsroman. Dabei kennt der Autor sichtlich keine Tabus, Tod und Komik gehen Hand in Hand, und auch Religion und Sexualität werden immer wieder verwoben. Teils geht es - sprachlich wie auch in der Handlung - recht derb und brutal zu, aber ohne Effekthascherei. Protagonist Gestur ist eine faszinierende literarische Figur. Trotz der Schicksalsschläge, die ihn ereilen, bewahrt er sich eine unerschütterliche Lebenskraft und einen staubtrockenen Humor. Er ist ein Symbol für die Widerstandsfähigkeit und den Kampfgeist der Isländer, ein moderner Schelm, der uns zeigt, dass selbst in den dunkelsten Zeiten ein Lichtschein – oder 60 Kilo Sonnenschein – Hoffnung geben kann. Obwohl tief in der isländischen Geschichte verankert, greift "60 Kilo Sonnenschein" universelle Themen auf: Armut, soziale Ungerechtigkeit, den Konflikt zwischen Tradition und Fortschritt sowie die Suche nach Identität und Freiheit. Es ist ein Roman über das Überleben – körperlich, emotional und spirituell. Fazit: Hallgrímur Helgason hat mit "60 Kilo Sonnenschein" einen modernen Klassiker geschaffen. Es ist ein Buch, das mich tief bewegt hat, zum Lachen brachte und staunen ließ, es berührt Herz und Verstand gleichermaßen. Wer sich auf diese intensive literarische Reise einlässt, wird mit einem Werk belohnt, das in Erinnerung bleibt – ein strahlender Sonnenstrahl in der Welt der zeitgenössischen Literatur. Unbedingt lesen!

  • Bewertung

    5/5

    08.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich habe die Bücher Hallgrimur...

    Ich habe die Bücher Hallgrimur Helgason für mich entdeckt. Die Romane bestechen durch einen großartigen Wortwitz, dennoch aber auch ersten Hintergründen- und man erfährt sehr viel über Island, seine Geschichte und spezielle Kultur. Gefällt mir richtig gut!

  • Bewertung

    aus Benzenschwil

    5/5

    08.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    super, sehr interessante archaische Beschreibung der Anfänge von Island

    super... sehr interessante, archaische Beschreibung der Anfänge Island Humorvoll geschrieben

  • Bewertung

    5/5

    28.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Große Erzählkunst gepaart mit...

    Große Erzählkunst gepaart mit skurrilen Figuren und Begebenheiten ergibt mein Jahreshighlight 2020!

  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    04.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein großes Lesevergnügen

    Hallgrímur Helgasons „60 Kilo Sonnenschein“ ist eine höchst vergnügliche Mischung aus Schelmenroman, Coming of Age-Geschichte und historischem Epos. Er beginnt an einem Heiligabend, die zeitliche Einordnung lässt Ende19. /Anfang 20. Jahrhundert vermuten, verortet ist er an einem einsam gelegenen Fjord. Ein Bauer ist auf dem Heimweg, kämpft sich durch einen Schneesturm und findet bei seiner Ankunft den Hof unter Schneemassen begraben. Frau und Tochter sind tot, Gestur, der uneheliche Sohn, hat wie durch ein Wunder überlebt. Ohne Frau und bettelarm beschließt der Bauer, das Kind wegzugeben. Und so beginnt Gesturs Odysee, auf der wir ihn begleiten und so Einblicke in die isländische Gesellschaft und das Denken der damaligen Zeit erhalten, das von Unwissenheit geprägt ist. So wie Gestur erwachsen wird und sich verändert, so verändert sich auch seine isländische Heimat, macht die ersten zögerlichen Schritte hin zu einer modernen Gesellschaft. Dreh- und Angelpunkt ist der Heringsfang, sind die ausländischen Schiffe, die in den Fjord kommen und die weite Welt auf die verschlafene Insel bringen. Und es sind nicht nur die in Island bis dato unbekannten Waren sondern auch die neuen Ideen und Werte, die urplötzlich Einzug in das Denken und Handeln der Inselbewohner halten und die wirtschaftliche und kulturelle Isolation aufbrechen. Unvergessliche Personen in inflationärer Zahl fordern durchaus die Aufmerksamkeit der Leserin/des Lesers, aber dennoch kommt man nie in Versuchung, den Roman zur Seite zu legen, und das ist mit Sicherheit den schriftstellerischen Fähigkeiten dieses routinierten Autors geschuldet. Er mag zwar hier und da sehr ins Detail gehen, erzählt dabei aber so anschaulich und vor allem humorvoll, dass selbst in den tragischen Momenten noch jede Menge absurdes Potenzial steckt. Eine gelungene Mischung, die aus diesem umfangreichen Roman ein großes Lesevergnügen macht.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Danijela Turkijevic-Zauner

    Danijela Turkijevic-Zauner

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Großartige Erzählkunst.

    Wer schon einmal ein Buch des Autors gelesen hat, der weiß, dass man Unerwartetes erwarten darf. Wie immer liefert er eine geniale Mischung aus schrägen, tragischen und wunderschönen Geschichten. Es ist auch eine große Liebeserklärung des Autors an seine Heimat Island, die Natur und die Menschen, die diese am Anfang des 20. Jahrhunderts bevölkerten. Großartig wird von dem Leben einfacher Bauern in einem kleinen, abgeschiedenen Fjord, von der kargen, aber wunderschönen Landschaft und von dem unerbittlichen Wetter erzählt. Man lernt hier mindestens drei neue Begriffe für Schnee und erfährt, wie die festgefahrene Lebensweise zu bröckeln anfängt, als der Fortschritt und die moderne Welt an der Tür klopfen. Das Lesen dieses Buches war eine wunderschöne Reise in eine ganz, ganz andere Welt, begleitet von den wahrscheinlich originellsten Figuren, die man in einem Buch finden kann. Ich bin restlos begeistert.
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    4/5

    03.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Zukunft im Fjord

    „Doppelkliff“, „Sonnenfels“, „Heidenfjord“ und „Elfenhügel“ – wo sind wir? Korrekt, Island. Genauer gesagt in einer kleinen isländischen Siedlung, ganz am Ende des 19. Jahrhunderts. Üblicherweise steht im Mittelpunkt eines Romans eine zentrale Hauptfigur, deren Schicksal die Handlung antreibt und wie ein roter Faden durch das Geschehen führt. Hallgrímur Helgason teilt diese Last jedoch auf die Schultern einer knappen Hand von Figuren auf und schildert aus ihren unterschiedlichen Perspektiven das Leben am Fjord Segulfjörđur. Und obwohl das 20. Jahrhundert schon lautstark an die Tür klopft, hat hier seit Jahrhunderten kaum spürbarer Fortschritt stattgefunden. So wirken soziale Verhältnisse, Weltsichten und Rituale mitunter archaisch, exotisch und auf ihre Weise faszinierend. Alles beginnt mit einem Mann, der sich an Heiligabend gegen alle Vernunft durch einen Schneesturm zu seiner Familie zurückkämpft. Dort angekommen kann er jedoch nurmehr seinen kleinen Sohn vorfinden, Frau und Tochter wurden vom Schnee begraben. Von dort aus folgt der Roman über knapp anderthalb Jahrzehnte dem Sohn, einem neu hinzugezogenen Pfarrer und seiner Frau, einem norwegischen Fischer und einigen anderen Charakteren. Sie alle beschäftigen sich mit der Zukunft und was ihnen dieses neue Jahrhundert persönlich und für das gesamte Dorf bringen kann. Was für eine Zukunft hat überhaupt eine Frau zu erhoffen – speziell wenn sie als Magd oder gar vaterlos Schwangere in diesen Verhältnissen existiert? „60 Kilo Sonnenschein“ fängt die raue Landschaft und seine oftmals (wort)kargen Bewohner*innen mit einer Sprache auf, die im Gegenzug dazu sehr lyrisch malerisch das Bild dieser Zeit und seiner Menschen zeichnet. Gleichzeitig fährt der isländische Autor das Erzähltempo immer wieder runter, verzichtet auf große Spannungseskapaden und rückt dafür den beschwerlichen Alltag seiner Figuren in den Mittelpunkt. Wer das musikalische Äquivalent zur Atmosphäre dieses Buchs oder einen begleitenden Soundtrack dazu sucht, dem sei die ebenfalls isländische Band Arstiđir ans Herz bzw. Ohr gelegt.

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