Grenzüberschreitungen in "Das Rosen-Innere" von Rainer Maria Rilke
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Sprache:Deutsch
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
15.05.2019
Verlag
GRINSeitenzahl
7 (Printausgabe)
Dateigröße
493 KB
Auflage
1
Sprache
Deutsch
EAN
9783668938410
Beim ersten Blick auf die äußere Form fällt das Fehlen von Strophen auf. Es gibt keine optischen Begrenzungen der 18 kurzen Verse untereinander, die außerdem ein regelmäßiges Versmaß vermissen lassen. Nur selten kommt es zu Sprechpausen am Ende der Verse, viele davon werden in die nächste Zeile hinübergebunden. Die Versgrenzen werden insgesamt zwölfmal gebrochen und damit nicht nur inhaltlich, sondern auch klanglich überschritten. Optisch stellen die Zeilenumbrüche das dominante Ordnungsprinzip dar. Sie bestätigen, dass es sich um die äußere Form eines Gedichts (im Gegensatz zur Prosa) handelt. Das Rosen-Innere scheint gerade dadurch, dass der rhythmische Abschluss der Verse des Öfteren nicht mit dem syntaktischen zusammenfällt , belebt zu werden. "Das Enjambement ist ein Ende, das keines ist." , schreibt Gerhard Kurz. Dieses Stilmittel zeigt in Rilkes Gedicht ein kontinuierliches Ineinanderfließen der Verse, wie ständig neu heranrollende Meereswellen, die sich auftürmen, brechen und schließlich wieder mit dem großen Ganzen verschmelzen.
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