• Produktbild: Otto

Otto Roman | "Ein so wunderbarer stiller Sarkasmus, ein so schwarzer böser Humor!' Christine Westermann, WDR

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

38493

Erscheinungsdatum

22.08.2019

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2505 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462319248

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

38493

Erscheinungsdatum

22.08.2019

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

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2505 KB

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1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462319248

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  • anonym

    aus Norddeutschland

    5/5

    11.08.2019

    eBook (ePUB 3)

    Komische Geschichte über einen ganz speziellen Senior

    Der Protagonist – Otto – dieses Romans erinnert ein wenig an die Großmutter aus dem Buch „Der Zopf meiner Großmutter“ von von Suffrins Schriftstellerkollegin Alina Bronsky, das ich vor einem Vierteljahr gelesen habe und das ebenfalls im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Beide sind gleichermaßen sehr empfehlenswerte Bücher. Vorliegend wird das Seniorenalter thematisiert. Ottos Geschichte bis dahin wird in Bruchstücken und nicht chronologisch erzählt. In der Gegenwart ist er in seinen 80ern und aufgrund diverser Erkrankungen ein Pflegefall. Über seine zwei Töchter führt er nach wie vor ein strenges Regiment und geriert sich als kleiner Tyrann, der von seinen erwachsenen Kindern unbedingte Unterstützung zu jeder Tages- und Nachtzeit erwartet. Gebürtig ist er Jude aus dem rumänischen Siebenbürgen, das er 1962 Richtung Haifa/Isarael verließ, von wo er in den 70er Jahren nach München kam. Die Lektüre hat mir sehr viel Spaß bereitet, obwohl ein ernstes Thema – Krankheit und Pflegebedürftigkeit der Eltern im Alter – Gegenstand ist. Das Buch besticht durch Ottos Wesen. Obwohl ihm eigentlich nur negative Eigenschaften anhaften (geizig, tyrannisch, wahnwitzig, starrköpfig), hinterlässt er doch einen liebenswerten Eindruck. Das mag vielleicht an seiner seltsamen Grammatik und seinem oft manipulativ eingesetzten „schönen Bitten“ liegen. Sehr lehrreich und interessant ist auch, was zu seiner schrägen Familiengeschichte zu erfahren ist. Es ist wirklich lobenswert, wenn eine Autorin wie Dana von Suffrin solch einen gelungenen Debütroman mit einer ihr eigenen, unverwechselbaren Schreib- und Erzählweise hinlegt.

  • Bewertung

    aus Kerpen

    4/5

    22.08.2019

    eBook (ePUB 3)

    Ein liebevoller Familienroman

    Otto, der pensionierte Ingenieur, gibt das Leben nicht so schnell auf: Mehrfach im Koma und von den Ärzten öfters totgesagt, kämpft er sich ins Leben zurück. Allerdings ist er auf die Hilfe einer Pflegerin und auf die Unterstützung seiner beiden Töchter angewiesen. Die überall zu lesende Kurzfassung des Romans finde nicht besonders treffend. In diesem wird Otto als Patriarch beschrieben, den die Töchter ihr ganzes Leben lang loswerden wollen – den Eindruck habe ich keineswegs! Klar, ist Otto manchmal anstrengend, doch sein ständiges Nachfragen macht eher deutlich, dass er sich um seine Töchter sorgt (was nicht wundert, sind beide doch arbeitslos bzw. Geringverdiener). Den so strengen Patriarch finde ich in diesem Buch nicht, stattdessen eher das Gegenteil des liebenden Vaters, der seine Töchter modern und verantwortungsbewusst (vor allem im Vergleich zur alkoholkranken Mutter) auf- und großgezogen hat. Auch kann ich es verstehen, dass er seine Töchter so oft wie möglich sehen möchte, sind sie doch das einzige, was ihm geblieben ist. Auch dass Timna und Babi Otto mit seinem Vornamen ansprechen und nicht mit Ehrfurchtsbezeichnungen wie Vater, deutet auf eine moderne und gleichberechtigte Beziehung hin. Was ich ein bisschen schade fand, dass Ottos Vergangenheit so wenig zu Sprache kam. Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg muss für die Familie sehr tragisch gewesen sein, doch dass nahezu alle Verwandten im KZ ermordet wurde, wird nicht großartig thematisiert und durch die beiläufige Erwähnung schon ein wenig bagatellisiert. Auch Babi und Timna scheinen kein großes Interesse an ihrer jüdischen Vergangenheit zu haben, der Versuch, eine Familiengeschichte zu schreiben wird nur halbherzig angefangen. Vor dem Hintergrund hätte das Buch ruhig noch 100-150 Seite mehr haben können. Besonders gelungen finde ich es, wie die Autorin ihre Figuren aufbaut und beschreibt. Beide Töchter sind sehr groß und schlank, eine an sich nicht sonderlich bemerkenswerte Tatsache, aber mit welchem Humor und Witz die Äußerlichkeiten von Babi und Timna beschrieben werden, ist wirklich gelungen! Gleiches trifft auch auf die Pflegekräfte zu. Überhaupt bringt einem das Buch sehr oft zum Schmunzeln, auch wenn es viele traurige Aspekte gibt wie den zunehmenden körperlichen Verfall von Otto: Das Altern der eigenen Eltern ist wohl für niemanden einfach zu ertragen. Diejenige, die uns unsere Kindheit begleitet und unterstützt haben, sind jetzt selbst auf unsere Hilfe angewiesen und gehen dem Ende ihres Lebens entgegen. Oft sagt man, dass man erst dann richtig Erwachsen wird, wenn die Eltern sterben und man quasi der nächste in der natürlichen Reihenfolge wäre – eine Tatsache, die auch hier in „Otto“ zutrifft. Das Buch ist ein humorvoller, aber sehr trauriger Familienroman, den ich absolut empfehlen kann! Wer eine enge und liebevolle Beziehung zu seinen Eltern hat, wird sich in einigen Aspekte wiedererkennen und beim Lesen auch häufig schlucken müssen. Einen Punkt Abzug gibt es für die spärliche Thematisierung von Ottos Vergangenheit.

  • Bewertung

    aus Memmingen

    3/5

    29.10.2019

    eBook (ePUB 3)

    Ein nörgelnder, jüdischer Patriarch und seine geplagten Töchter

    Der Roman besteht aus scheinbar wahllos aneinander gereihten Fragmenten aus dem Leben des Juden Otto von Rumänien bis nach Deutschland. Er erzählt vom Krieg, den beiden Ehen von Otto und seine Töchter spielen dabei nur am Rande eine Rolle. Auch wenn er sie genau dann ins Spiel bringt, als es ihm gesundheitlich schlecht geht. Ottos Leben passt in säuberlich beschriftete Ordner (z.B. sein jüngerer Bruder Rudolf, seine erste Frau Elisabeth, seine zweite Frau Ursula etc.), so kommt es mir vor. Die Charaktere werden von der Autorin nur angerissen und blieben mir weitgehend fremd. Sogar die Ich-Erzählerin Timna bleibt dabei blass und wenig greifbar. Wie bereits das Cover preisgibt, steht Otto ganz klar im Mittelpunkt, um den sich das Leben seiner Töchter hauptsächlich dreht. Eine Frage trieb mich während des Lesens besonders um: Warum geben die Töchter ihrem griesgrämigen Vater so viel Macht? Etliche Sprünge in Zeit und Personen scheinen willkürlich gewählt und lassen sich schwer zu einem Ganzen zusammensetzen. Dennoch ergibt sich das Bild einer schwierigen und kühlen Familiengeschichte. Wobei das Wort Familie die Handvoll Menschen nicht angemessen beschreibt. Die jüdische Kultur ist bruchstückhaft und gibt hin und wieder einen Einblick in den besonderen Humor. Otto kein wirklich gläubiger Jude beruft sich aber immer auf seine Herkunft, ob es Stolz ist, lässt sich nicht einschätzen. Die Zerrissenheit des alten Mannes mit großer Erwartungshaltung an seine Töchter und die klare Bevorzugung seiner ältesten Tochter Timna ist deutlich spürbar und ein präsentes Thema des Romans. Babi, seine jüngere Tochter wird als dumm und lebensuntüchtig dargestellt. Dabei kommt es mir so vor, als könne sie sich besser abgrenzen und würde ein selbstständiges Leben führen. Ganz im Gegensatz zu Timna, die rund um die Uhr für ihren miesepetrigen Vater da ist und darüber hinaus ihren Freund Tann vernachlässigt. Ottla, eine von Ottos Pflegerinnen, ist mir mit ihrem klaren Verstand und der Analyse ihres „Pflegefalles Otto“ sympathisch und sticht für mich aus der Geschichte heraus. Insgesamt hat mich der Roman nicht so sehr angesprochen, wie es der Klappentext vermuten ließ. Manchmal musste ich mich sogar zwingen, weiterzulesen und nicht aufzugeben. Auch fehlte mir der angekündigte schwarze Humor, den ich persönlich sehr mag.

  • books.nature.anne

    aus Thüringen

    3/5

    23.09.2019

    eBook (ePUB 3)

    Naja

    Das Buch hat ein wunderschönes Cover. Es sticht aus der Masse hinaus. Der Name mit dem beiden Augen hat einfach etwas. Die Handlung wurde leider immer schlechter. Ich fühlte mich, als würde ich Familienanedoten von einer fremden Familie lesen. Eine, die ich gar nicht kenne. Eine, die eine komplett andere Struktur hat als meine. Eine, die keine Gefühle kennt, sondern nur vor sich hinlebt. Gefühle sind in diesem Buch allgemein kaum zu Sprache gekommen. Es kam mir sehr oft wie ein Bericht von den Treffen vor. Dadurch konnte ich zu keinem Charakter eine Bindung aufbauen. Durch die fehlende Bindung kamen bei mir auch keine Emotionen auf. Ich hatte am Anfang noch gehofft, dass es besser wird, wurde es aber leider nicht.

  • Bewertung

    3/5

    18.09.2019

    eBook (ePUB 3)

    Geschichte einer Familie

    Otto, jüdischer Herkunft und seines Zeichens Ingenieur war schon immer sehr bestimmend in seiner Familie. Deshalb erwartet er von seinen beiden Töchtern dass sie sich jetzt, da er pflegebedürftig ist um ihn kümmern. In seinen Augen ist das eine Selbstverständlichkeit, die von den Töchtern zunächst nicht hinterfragt wird. Zu seiner täglichen Unterstützung wird eine ungarische Pflegekraft engagiert. Sie zieht bei Otto ein und steht ihm Tag und Nacht zur Verfügung. Natürlich besuchen die Töchter ihn so oft sie nur eben können. Allerdings warten sie auf seinen Tod. Der lässt auf sich warten...... Aus der Sicht der ältesten Tochter, Timna, wird der Roman erzählt. Nach und nach erfährt der Leser einiges über die Biografie des alten Mannes. Sein Leben hatte sehr wechselvolle Zeiten, die Otto und das Leben der beiden Mädchen entscheident prägten. Die Autorin hat einen Erzählstil, der selbst dieser ernsten Situation, humorvolle und von Sakasmus gepräte Momente nicht verliert. Der allgegenwärtige humoreske Anteil schaffte eine Distanz zu den Protagonisten. Ich hatte den Eindruck aus einer Metaebene auf das Geschehen zu schauen. Manchmal wäre ich gerne den Protagonisten ein wenig näher gekommen. Der Alterungsprozess wird in einer guten Weise beschrieben, ebenso die Episoden aus dem jüdischen Alltag. Ein echtes Manko ist, dass der Roman wenig Strktur hat, und keinen Spannungsbogen aufbaut. Der Alltag plätschert eintönig dahin, wären da nicht die eingestreuten Anekdoten. Es wirkte auf mich ein wenig als würde eine Aneinanderreihung lustiger Momente von der Biografie und der Sterbephase zusammengehalten. Das Ende kam dann eher unerwartet. Als Fazit möchte ich festhalten, dass das Buch die in mir geweckten Erwartungen nicht erfüllen konnte.

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