Produktbild: Kenia Valley

Kenia Valley Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.09.2019

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,6/4 cm

Gewicht

422 g

Farbe

Altweiß / Kaffee

Auflage

1

Übersetzt von

Mayela Gerhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-00668-1

Beschreibung

Rezension

»Sommerschmöker« ("Donna")
»Atmosphärisch-dichter Roman über eine exotische Welt voller Glanz und Gegensätze« ("Für Sie")
»Ein Stück Kolonialgeschichte verpackt in eine spannende Erzählung.« ("Die Presse")
»(Gordon) ist es gelungen, sich in ihrem Roman an einer ganzen Reihe von Fragen abzuarbeiten, ohne sich dabei zu verheddern (...)« ("Weser Kurier")
»Opulenter Kolonialroman, Toll!« ("SUPERillu")
»Ein unterhaltsamer, fesselnder historischer Roman.« ("Appenzeller Zeitung")
»Ein atmosphärisch sehr dichtes Sittengemälde der dekadenten Welt des Happy Valley Sets.« ("Gießener Allgemeine")
»Die Autorin schildert detailgenau und authentisch die koloniale Welt der 20er-Jahre« ("Wilhelmshavener Zeitung")
»Kat Gordon ist ein faszinierender Entwicklungsroman gelungen.« ("Neue musikalische Blätter Online")
»[ein] spannende[r] Unterhaltungsroman, in dem Freundschaft, Betrug und Verrat nicht zu kurz kommen« ("Medienprofile")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.09.2019

Verlag

Atlantik Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

19/12,6/4 cm

Gewicht

422 g

Farbe

Altweiß / Kaffee

Auflage

1

Übersetzt von

Mayela Gerhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-00668-1

Herstelleradresse

Atlantik Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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  • Bewertung

    5/5

    14.09.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Ausgesprochen spannend und exotisch

    Bei diesem Buch von Kat Gordon hat es der Atlantik Verlag tatsächlich geschafft, dass ich das Buch wegen des Covers in die Hand genommen habe. Das Martiniglas unten in der Mitte, die Zebras und Flamingos und dann der rauchende Affe hatten irgendwie so etwas Faszinierendes und Britisches für mich. Es erinnerte mich an William Morris und die Arts and Craft Bewegung. Also habe ich mir den Klappentext angeguckt, obwohl ich es ja bekanntermaßen nicht so mit exotischen Kulissen habe. Letztendlich hat dann den Ausschlag gegeben, dass die Geschichte ihren Anfang in den 20er Jahren nimmt. Kat Gordon erzählt die Geschichte von Theo. Theo ist 14 Jahre alt, als er mit seinen Eltern und seiner etwas jüngeren Schwester Maud neu in Kenia ankommt. Sein Vater ist Direktor der Eisenbahngesellschaft. Gleich am Anfang begegnen den beiden Kindern zwei junge, sehr attraktive Menschen, die so Mitte Zwanzig zu sein scheinen – Freddie und Sylvie. Theo ist fasziniert von den beiden und sucht ihre Nähe. Allerdings genießen diese beiden jungen Leute keinen guten Ruf, denn sie gehören zu der Clique des Happy Valley-Sets, einer Clique von zumeist britischen Staatsbürgern, die in Kenia das Leben ohne Rücksicht auf andere Menschen mit wilden Partys feiern, bei denen der Alkohol in Strömen fließt und eheliche Treue weit unten auf der Agenda steht. Da sich Theos Eltern nicht sehr für ihre Kinder interessieren, gerät Theo trotz seiner jungen Jahre immer tiefer in diesen Kreis hinein. Seine Schwester Maud, die für mich eine ausgesprochen interessante Nebenrolle spielt, entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Wie lange kann so ein Leben, wie es die die Happy Valley People leben, gut gehen? Mich hat diese Geschichte fasziniert, aber auch teilweise schockiert. Warum haben sich Freddie und Sylvie so um den jungen Theo bemüht? Er war doch noch fast ein Kind? Und warum sind seine Eltern nicht dagegen eingeschritten? Das Leben der Happy Valley People war anscheinend sogar noch wilder als das wilde Leben der Lost Generation in Paris. Es war ein Abgesang auf alte Zeiten, wo auch im good old Europe jeder noch wusste, wohin er gesellschaftlich gehörte. Der 1. Weltkrieg hat dieses Sozialgeflecht in Europa zerstört, aber in Afrika in den Kolonien konnte man noch so leben, wie man es gewohnt war. Doch auch in Kenia ändert sich das Leben. Theo muss zum Studium der Ingenieurswissenschaften zurück nach Schottland. Als er sein Studium abgeschlossen hat, kehrt er 1933 nach Kenia zurück, um auch bei der Eisenbahngesellschaft zu arbeiten. Das Happy Valley Set gibt es noch, aber es hat sich trotzdem viel geändert. Es gibt auch in Kenia neue Bestrebungen, dass den Schwarzen deutlich mehr Bürgerrechte zugebilligt werden sollen. Und das passt so einigen auch von Theos Freunden nicht in den Plan. Das Ganze läuft auf ein großes, dramatisches Finale hinaus, mit dem ich so nicht gerechnet hatte, obwohl ich die ganze Zeit während des Lesens eine permanente Bedrohung gefühlt habe. Die Geschichte wird aus der Sicht Theos erzählt. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich Theo mochte. Ich habe ihn einfach nicht durchschaut. Was waren seine Wünsche, seine Ziele? Er muss ein sehr attraktiver Bursche gewesen sein, denn sonst hätten weder Freddie noch Sylvie an ihm Interesse gehabt. Er ist aber auch ein Mensch, in dem dunkel etwas brodelt, was nur in seltenen Situationen zum Ausbruch kommt. Wer wie ich keine Geschichten mag, bei denen Tiere zu Schaden kommen, den kann ich insofern beruhigen, dass es keine Safari-Szenen gibt, bei denen Tiere getötet werden. Aber ganz ohne Gewalt kommt ein Buch, das in so einer Zeit und Umgebung spielt, leider nicht aus. So war die Zeit damals. Für mich ist dieses Buch eine wilde Mischung aus F. Scott Fitzgerald trifft auf Ernest Hemingway und Tania Blixen. Es ist die verlorene Generation der zwanziger Jahre, die F. Scott Fitzgerald in seinen Romanen und Kurzgeschichten so gut beschreibt. Es ist aber auch das Afrika der Männer, was Ernest Hemingway so angezogen hat. Und natürlich hat es auch sehr viel mit dem Leben von Tania Blixen zu tun, wobei es in diesem Fall eher um das Leben ihres Mannes Bror geht, der sich ja auch gerne in solch illustren Kreisen aufgehalten hat. Ein ganz klein wenig habe ich bei der Lektüre auch an Stefanie Zweig „Nirgendwo in Afrika“ denken müssen. Und ganz tief in mir drin hatte ich noch Bilder des Films „Die letzten Tage in Kenya“ im Kopf, wobei dieser Film erst in den 40er Jahren spielt. Ein ausgesprochen spannender Roman, der eine ganz andere, inzwischen untergegangene Welt beschreibt.

  • leseratte1310

    4/5

    13.06.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Kenia Valley

    In den Zwanziger Jahren kommt der fünfzehnjährige Theo mit seiner Familie nach Afrika. Dort lernt er den älteren Lord Freddie Hamilton und seine Geliebte Sylvie kennen. Durch sie wird er mit einem extravaganten und ausschweifenden Leben bekanntgemacht. Er ist vom Happy Valley Set fasziniert und verliebt sich in die schöne Sylvie. Die Autorin lässt uns einen Blick in das Leben der Kolonialzeit werfen. Feudal geht es zu bei den Weißen. Die afrikanische Savanne ist die exotische Kulisse, in der sie ihrem dekadenten Lebensstil frönen. Theo genießt diese alles und doch schlingert er orientierungslos durch das Leben. Als er nach einigen Jahren Studium in Schottland nach Kenia zurückkommt, hat sich alles verändert. Er selbst ist auch ein anderer geworden. Wie wird Theo damit fertig? Der Schreibstil ist sehr detailliert und bildgewaltig. Mich hat die Geschichte gepackt. Die Personen sind sehr individuell und authentisch dargestellt. Die meisten waren mir nicht besonders sympathisch. Ihre überhebliche Art, mit der sie auf die Einheimischen herabblicken und sie und das Land ausnutzen, hat mir gar nicht gefallen. Doch dann kommt Bewegung in die Sache und Widerstand regt sich. Besonders Theos Schwester Maud sieht die Realitäten und unternimmt etwas. Aber auch Theo muss Entscheidungen treffen. Es ist eine Geschichte, die mich unterhalten und nachdenklich gestimmt hat. Mir hat dieser tiefgründige Roman gut gefallen.

  • leseratte1310

    aus Niederrhein

    4/5

    13.06.2019

    Buch (Taschenbuch)

    In den Zwanziger Jahren kommt…

    In den Zwanziger Jahren kommt der fünfzehnjährige Theo mit seiner Familie nach Afrika. Dort lernt er den älteren Lord Freddie Hamilton und seine Geliebte Sylvie kennen. Durch sie wird er mit einem extravaganten und ausschweifenden Leben bekanntgemacht. Er ist vom Happy Valley Set fasziniert und verliebt sich in die schöne Sylvie. Die Autorin lässt uns einen Blick in das Leben der Kolonialzeit werfen. Feudal geht es zu bei den Weißen. Die afrikanische Savanne ist die exotische Kulisse, in der sie ihrem dekadenten Lebensstil frönen. Theo genießt diese alles und doch schlingert er orientierungslos durch das Leben. Als er nach einigen Jahren Studium in Schottland nach Kenia zurückkommt, hat sich alles verändert. Er selbst ist auch ein anderer geworden. Wie wird Theo damit fertig? Der Schreibstil ist sehr detailliert und bildgewaltig. Mich hat die Geschichte gepackt. Die Personen sind sehr individuell und authentisch dargestellt. Die meisten waren mir nicht besonders sympathisch. Ihre überhebliche Art, mit der sie auf die Einheimischen herabblicken und sie und das Land ausnutzen, hat mir gar nicht gefallen. Doch dann kommt Bewegung in die Sache und Widerstand regt sich. Besonders Theos Schwester Maud sieht die Realitäten und unternimmt etwas. Aber auch Theo muss Entscheidungen treffen. Es ist eine Geschichte, die mich unterhalten und nachdenklich gestimmt hat. Mir hat dieser tiefgründige Roman gut gefallen.

  • Sue

    aus Uelzen

    3/5

    16.06.2023

    Buch (Taschenbuch)

    3,5 Sterne

    Ein Stück Kolonialgeschichte Kenias der 20er und 30er Jahre lässt Kat Gordon mit ihrem Roman "Kenia Valley" aufleben. Die Geschichte beginnt 1925. Theos Vater ist Direktor der Eisenbahn und wird mit seiner Familie nach Kenia versetzt. Seit 1920 gehört Kenia nun offiziell zu den Kronkolonien nachdem es zuvor schon 25 Jahre ein Britisch-Ostafrikanisches Protektorat war und letzendlich 1902 von der britischen Regierung zur Besiedlung freigegeben wurde. Dort lernt der vierzehnjährige Theo Lebemann Freddie und seine Geliebte Sylvie kennen. Beide sind deutlich älter als er, eigentlich jeweils mit jemand anderem verheiratet, und führen Theo nun in das ausschweifende, glamouröse und dekadente Leben der reichen und mächtigen Briten ein. Es ist eine Welt, die der Junge kaum begreifen kann und der er auch kaum gewachsen ist, doch seine unberechenbare Mutter treibt ihn nur weiter in die Arme diese Welt... Zum Studieren wird Theo nach England zurückgeschickt und kehrt 1933 wieder nach Kenia zurück. Doch das Land hat sich verändert, genauso wie seine alten Freunde. Ihr Leben dreht sich zwar noch immer um Partys, Sex und Drogen, aber Freddie mischt nun in der Politik mit und es dauert nicht lange bis Theo die Augen öffnet und sieht, was wirklich vor sich geht und wie Freddie und Sylvie ihn benutzt haben. Die Geschichte von Theo, seiner Schwester Maud und einigen anderen Charakteren des Buches hat mich wirklich gefesselt. Während sich Theo sehr von anderen blenden lässt und ihnen absolut verfällt, sieht seine Schwester doch was alles falsch läuft. Sie sieht die Kenianer und wie ihnen die britische Lebensweise aufgedrückt wird und wünscht sich doch viel mehr, dass ihr Land den Kenianern hilft, sich selbst zu helfen. Beide erleben ihr Erwachen. Theo sieht Freddie eines Tages wirklich. Er schaut hinter die glamouröse Fassade und die Fratze, die ihm dann entgegenblickt erschüttert ihn entsetzlich. All die Jahre, die Theo zu Freddie aufgeschaut hat, in denen er sich gewünscht hat eines Tages wie Freddie zu sein. Doch die tragischsten Figuren sind definitiv Theos Schwester Maud und Sylvie. Insgesamt eine sehr interessante Geschichte, die im Ansatz vielleicht auch ein wenig an "The great Gatsby" von Fitzgerald erinnert, die sich jedoch am Ende mehr mit den menschlichen Beziehungen und Abgründen denn mit der Historie beschäftigt.

  • yellowdog

    3/5

    04.09.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Happy Valley-Clique

    In Kenia Valley erzählt die britische Schriftstellerin Kat Gordon von authentischen Begebenheiten um die Happy Valley-Clique in Kenia in den zwanziger Jahren. Der junge, unerfahrene 15jährige Theo kommt aus Schottland mit seiner Familie nach Kenia und lernt Freddie und Sylvie kennen, die einen elitären, kolonisierten Lebensstilführen. Sie beeinflussen Theo stark und er taucht in ihre oberflächliche Welt ein. Nach einigen Jahren hat sich aber viel geändert, auch die politische Stimmung von einigen politisch irregeführten. Ein Niedergang setzt ein, zum Verderben aller Beteiligten. Meiner Meinung nach wird die Handlung mit der zweiten Hälfte, als Theo schon erwachsen ist, spannender und die Figuren gewinnen an Tiefe z.B. Maura, die engagierte Schwester. Interessant, auch ganz gut geschrieben, aber fasziniert hat mich das Buch nicht.

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