Wenn Eltern feststellen, dass ihr Kind sich seinem angeborenen biologischen Geschlecht nicht zugehörig fühlt, stellt das ihre Welt auf den Kopf.
- Ist das nur eine Phase oder ist mein Kind wirklich Transgender? - Hab ich was falsch gemacht? - Wie gehe ich einfühlsam mit meinem Kind um? - Wie und mit wem kann ich darüber reden? - Wird mein Kind geliebt werden?
Dr. Michele Angello und Alisa Bowman geben fundierte Antworten aus ihrer langjährigen Arbeit mit transidenten Kindern und deren Familien. Die liebevollen und praktischen Tipps helfen Eltern dabei, Ängste, Sorgen und Schamgefühle zu verlieren, die Identität ihres Kindes anzunehmen und es auf dem Weg in eine glückliche Zukunft zu begleiten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
15.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr zu empfehlen für Eltern die neu sind im Thema trans Kinder.
Dieses Buch war meine erste ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema trans, als mein Kind sich mit gegenüber als transgender anvertraut hat. Es hat mit leicht verständlicher Sprache viele offene Fragen beantwortet, Angst, Sorgen und Schuld vertrieben indem es sachlich aufzeigt, was Sache ist, wenn man ein trans Kind hat. Vor dem lesen dieses Buches war ich ziemlich ratlos und danach hatte ich Hoffnung, dass am Ende alles gut wird. Auch wenn es nun schon Jahre her ist, seit ich dieses Buch gelesen habe, so gibt es mir immer wieder Mut und Zuversicht, wenn ich an den Inhalt des Buches denke.
Bewertung
aus Stadtlengsfeld
4/5
27.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Empfehlenswert!
Was mir gefallen hat:
In „Mein Kind ist transgender“ werden so viele wichtige Themen angesprochen! Anzeichen, dass ein Kind transgender sein könnte, wichtige Begriffe, soziale und medizinische Transition, Geldangelegenheiten… Alles wird ausführlich thematisiert, und es gibt viele hilfreiche Informationen und Tipps. Es geht auch um nicht-binäre Geschlechter, und diese werden nicht als weniger wichtig als binäre Geschlechter dargestellt! Als nicht-binärer Mensch war mir das sehr wichtig. Das Buch eignet sich nicht nur für Eltern von Kleinkindern, sondern auch von älteren Kindern und Jugendlichen. Besonders toll fand ich das Kapitel „Es ist nicht nur eine Phase“. Mir selbst wurde schon oft gesagt, dass meine Identität nur eine Phase ist oder dass ich nur Aufmerksamkeit haben will. Deswegen hat mir dieses Kapitel richtig gutgetan, und ich glaube, dass es auch für andere trans Menschen sehr hilfreich sein könnte. Obwohl das Buch (soweit ich weiß) von zwei cis Menschen geschrieben wurde, kamen auch viele trans Menschen und deren Familien zu Wort. Die Leser*innen werden immer wieder dazu ermutigt, sich für ihr trans Kind einzusetzen und es in seinem Geschlecht zu bestärken. Meine Lieblingskapitel dazu sind „Es darf gefeiert werden“ und „Es wird wirklich besser“. Es gibt aber auch Kapitel, die sich sehr stark auf die Eltern/Familienangehörigen des Kindes fokussieren und versuchen, ihnen den Umgang mit dem Thema zu erleichtern (z.B. das Kapitel „Gute Trauer – Sechs Phasen der Trauer um den Verlust eines Kindes, das Sie eigentlich nie hatten“). Besonders interessant fand ich die Idee, die soziale Transition des Kindes während eines Urlaubs auszuprobieren. Dort kennt einen (normalerweise) niemand und das Kind kann neue Namen, Pronomen und Kleidung austesten, ohne Angst davor zu haben, von den Nachbarn, Verwandten etc. verurteilt zu werden. Ich hatte befürchtet, dass es im Kapitel „Glaubensangelegenheiten“ nur um das Christentum gehen würde, das war aber zum Glück nicht der Fall. Am Ende des Buches werden sehr viele Bücher, Webseiten und andere Ressourcen aufgelistet.
Was mir nicht gefallen hat:
Das Adjektiv transgender wird in diesem Buch als Substantiv verwendet (z.B. Transgender-Frau statt transgender Frau). Das mag zwar auf den ersten Blick nicht weiter schlimm sein, stört mich aber trotzdem. Man sagt ja auch „blonde Frau“ und nicht „Blond-Frau“. Lustigerweise wird es im Titel aber richtig verwendet. Die Definition von asexuell ist leider auch falsch. Hier werden asexuelle Menschen als „Menschen, die sich nicht als schwul, heterosexuell oder mit einer anderen sexuellen Orientierung identifizieren“ (Kapitel 3.18) beschrieben. Asexualität bedeutet aber nicht, dass man sich keiner sexuellen Orientierung zuordnet, sondern dass man keine oder nur wenig sexuelle Anziehung empfindet. Das ist ein wichtiger Unterschied. Ich bin aber trotzdem froh, dass Asexualität überhaupt erwähnt wird. Da es sich um eine Übersetzung handelt, fokussiert sich das Buch sehr stark auf die USA. Es wäre schön gewesen, wenn bei der Übersetzung noch mehr deutschsprachige Beispiele und Informationen hinzugefügt worden wären. Ich fände es besser, wenn das Buch die Leser*innen duzen statt siezen würde. Das ist aber nur meine persönliche Präferenz. Außerdem klingt die Übersetzung an manchen Stellen ein wenig merkwürdig, meiner Meinung nach ist das aber nicht weiter schlimm.
Bewertung
3/5
24.03.2023
eBook (ePUB)
Guter Inhalt schlecht präsentiert
Dieses Buch vermittelt Empathie und Hoffnung und tut damit alles, was es vorhatte. Die mit wissenschaftlichen Quellen fundierten Grundkenntnisse und Tipps schaffen Vertrauen. Manchmal ist das Vokabular ein bisschen fehlerhaft, aber das kann man ganz automatisch nachlernen, nachdem die Konzepte verstanden sind.
Leider zeigt sich die Übersetzung unwillens, sich von der Englischen Originalsprache zu lösen. Beispiele für transgender in der deutschen Kultur sucht man vergebens und immer wieder werden sprachliche Genderkonzepte des Englischen erklärt, die für die deutschsprachigen Eltern, welche die Übersetzung lesen, keinen Nutzen haben. Schlimmer noch, unerfahrene Leser (also genau die Zielgruppe) bekommen dadurch den Eindruck vermittelt, dass Genderidentität nur ein aus den USA herüberschwappender Trend sei!
Schließlich kann man bei dem Preis nicht entschuldigen, dass zumindest das eBook ohne jede Sorgfalt erstellt wurde. Technische Platzhalter wie „4.1 ((Überschrift 4))“ und Encoding-Fehler sind einfach nur peinlich. So werden beispielsweise deutsche Anführungszeichen als Ù und É dargestellt, was einfach verwirrend ist.
Dem englischen Original würde ich fünf Sterne geben.
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