Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Roman

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

20955

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,5 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

20955

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,5 cm

Gewicht

380 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

El amor en los tiempos del chólera

Übersetzt von

Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-90708-3

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

Zum Portrait

3/5

Für und Wider

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wenn jemand fünf Jahrzehnte seines Lebens allein danach gestaltet, sich vorzubereiten auf den Moment, in dem der Mann der großen Liebe seiner Jugend stirbt, kann das gleichermaßen als Akt nicht enden wollender Liebe oder auch als Wahn angesehen werden. In García Márquez’ zum Klassiker avancierten Roman schildert er die Geschichte von Florentino Ariza, dem das Schicksal die Karte als ewig unglücklich sehnendem Verehrer von Fermina Daza zuspielt. Zwar führt er in den über 50 Jahren seines Wartens immer wieder kurzweilige und auch leidenschaftliche Beziehungen zu anderen Frauen, doch löscht keine jemals die Erinnerung an das Glück seiner Jugend aus. Vom Ende des 19. bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts spielt das Geschehen rund um einen kolumbianischen Küstenort, wo sich die Schicksale der drei Hauptfiguren über ein halbes Jahrhundert lang miteinander verflechten. Die Erzählperspektive wechselt dabei immer zwischen den ProtagonstInnen, wodurch ein immer tieferer Einblick in das Seelenleben des Liebesdreiecks entsteht und die eigentlichen Beweggründe nach und nach zum Vorschein treten. Herausragend und nachhaltig im Gedächtnis bleibt „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ durch die sprachliche Poesie des kolumbianischen Nobelpreisträgers: Wie der auch in der Handlung immer wieder bedeutungsschwangere Fluss strömt die Erzählung ohne jemals ins Stocken zu Geraten. García Márquez erschafft lyrische Bilder für die Emotionen seiner Hauptfiguren, gibt philosophisch-poetische Gedanken über das Leben und die Liebe und erzählt mit einer Leichtigkeit, die nur wenigen der so genannten KlassikerautorInnen zu Eigen ist. Jedoch: Aus dem kritischen Blickwinkel und der Sensibilisierung des 21. Jahrhunderts betracht, vermittelt dieses 1985 erschienene Buch ein Konzept von Weiblichkeit und Geschlechterbeziehungen, das, noch wohlwollend bezeichnet, als nicht wirklich fortschrittlich zu bezeichnen ist. Der Roman fokussiert sich fast ausschließlich auf die Motivationen und Sehnsüchte der Männer, es existieren so gut wie keine Szenen, in denen sich zwei oder mehrere weibliche Figuren begegnen und selbst wenn drehen sich jegliche Unterhaltungen um die sie umgarnenden oder patriarchalisch bestimmen wollenden Männer. Eine der letzten Affären des mittlerweile knapp 70 Jahre alten Florentino Ariza ist die 14-jährige América Vicuña (, die zudem noch entfernt mit ihm verwandt ist). Weder wird das Verhältnis der beiden problematisiert, noch der tragische Tod des nun ihrerseits unglücklich verliebten Mädchens vom Protagonisten ernsthaft moralisch hinterfragt. So bleibt am Ende des Tages auf der einen Seite ein poetischer, berührender und leidenschaftlich verfasster Roman und auf der anderen Seite eine Hauptfigur, die wie eine idealisiert romantische Wunschvorstellung eines gealterten Mannes wirkt: Heroisch wartet er die Jahrzehnte über auf seine eine, wahre Liebe und trotz mangelnder Attraktivität verfallen ihm jegliche Frauen bis hin zu Prostituierten, die für ihn ihren goldenen Schwur brechen, niemals ohne Geld mit einem Mann zu schlafen. Er schlägt wiederholt moralisch über die Stränge, doch gelangt erlangt gesellschaftliches Ansehen und die Erfüllung seiner Träume. Wenn diese Irritation vom Nobelpreisträger in den Text bewusst angelegt sein sollte, ist das ein weiteres Argument für die herausragende Stellung dieses Romans, wenn nicht, lohnt es sich ebenfalls definitiv dieses Buch vor dem Hintergrund zu lesen, welches Frauenbild es präsentiert und wie es unter heutigen Gesichtspunkten einzustufen ist.
3/5

Für und Wider

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wenn jemand fünf Jahrzehnte seines Lebens allein danach gestaltet, sich vorzubereiten auf den Moment, in dem der Mann der großen Liebe seiner Jugend stirbt, kann das gleichermaßen als Akt nicht enden wollender Liebe oder auch als Wahn angesehen werden. In García Márquez’ zum Klassiker avancierten Roman schildert er die Geschichte von Florentino Ariza, dem das Schicksal die Karte als ewig unglücklich sehnendem Verehrer von Fermina Daza zuspielt. Zwar führt er in den über 50 Jahren seines Wartens immer wieder kurzweilige und auch leidenschaftliche Beziehungen zu anderen Frauen, doch löscht keine jemals die Erinnerung an das Glück seiner Jugend aus. Vom Ende des 19. bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts spielt das Geschehen rund um einen kolumbianischen Küstenort, wo sich die Schicksale der drei Hauptfiguren über ein halbes Jahrhundert lang miteinander verflechten. Die Erzählperspektive wechselt dabei immer zwischen den ProtagonstInnen, wodurch ein immer tieferer Einblick in das Seelenleben des Liebesdreiecks entsteht und die eigentlichen Beweggründe nach und nach zum Vorschein treten. Herausragend und nachhaltig im Gedächtnis bleibt „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ durch die sprachliche Poesie des kolumbianischen Nobelpreisträgers: Wie der auch in der Handlung immer wieder bedeutungsschwangere Fluss strömt die Erzählung ohne jemals ins Stocken zu Geraten. García Márquez erschafft lyrische Bilder für die Emotionen seiner Hauptfiguren, gibt philosophisch-poetische Gedanken über das Leben und die Liebe und erzählt mit einer Leichtigkeit, die nur wenigen der so genannten KlassikerautorInnen zu Eigen ist. Jedoch: Aus dem kritischen Blickwinkel und der Sensibilisierung des 21. Jahrhunderts betracht, vermittelt dieses 1985 erschienene Buch ein Konzept von Weiblichkeit und Geschlechterbeziehungen, das, noch wohlwollend bezeichnet, als nicht wirklich fortschrittlich zu bezeichnen ist. Der Roman fokussiert sich fast ausschließlich auf die Motivationen und Sehnsüchte der Männer, es existieren so gut wie keine Szenen, in denen sich zwei oder mehrere weibliche Figuren begegnen und selbst wenn drehen sich jegliche Unterhaltungen um die sie umgarnenden oder patriarchalisch bestimmen wollenden Männer. Eine der letzten Affären des mittlerweile knapp 70 Jahre alten Florentino Ariza ist die 14-jährige América Vicuña (, die zudem noch entfernt mit ihm verwandt ist). Weder wird das Verhältnis der beiden problematisiert, noch der tragische Tod des nun ihrerseits unglücklich verliebten Mädchens vom Protagonisten ernsthaft moralisch hinterfragt. So bleibt am Ende des Tages auf der einen Seite ein poetischer, berührender und leidenschaftlich verfasster Roman und auf der anderen Seite eine Hauptfigur, die wie eine idealisiert romantische Wunschvorstellung eines gealterten Mannes wirkt: Heroisch wartet er die Jahrzehnte über auf seine eine, wahre Liebe und trotz mangelnder Attraktivität verfallen ihm jegliche Frauen bis hin zu Prostituierten, die für ihn ihren goldenen Schwur brechen, niemals ohne Geld mit einem Mann zu schlafen. Er schlägt wiederholt moralisch über die Stränge, doch gelangt erlangt gesellschaftliches Ansehen und die Erfüllung seiner Träume. Wenn diese Irritation vom Nobelpreisträger in den Text bewusst angelegt sein sollte, ist das ein weiteres Argument für die herausragende Stellung dieses Romans, wenn nicht, lohnt es sich ebenfalls definitiv dieses Buch vor dem Hintergrund zu lesen, welches Frauenbild es präsentiert und wie es unter heutigen Gesichtspunkten einzustufen ist.

Lukas Bärwald
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Regina Götzendorfer

Thalia Pasching – Plus City

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5/5

Das ist wahre Liebe!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Für mich der beste Liebesroman der je geschrieben wurde! Florentino Ariza wartet fast 52 Jahre lang auf seine große Liebe Fermina Daza. Und dies ohne kitschig zu werden! Ein Liebesroman ist immer eine literarische Herausforderung! Doch dieses Werk ist ein absolut gelungenes Meisterwerk geworden und Garcia Marquez zu recht Träger des Literaturnobelpreises! Zeitloser Klassiker, gehört in die Liste "Muss man gelesen haben"!
5/5

Das ist wahre Liebe!

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Für mich der beste Liebesroman der je geschrieben wurde! Florentino Ariza wartet fast 52 Jahre lang auf seine große Liebe Fermina Daza. Und dies ohne kitschig zu werden! Ein Liebesroman ist immer eine literarische Herausforderung! Doch dieses Werk ist ein absolut gelungenes Meisterwerk geworden und Garcia Marquez zu recht Träger des Literaturnobelpreises! Zeitloser Klassiker, gehört in die Liste "Muss man gelesen haben"!

Regina Götzendorfer
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Die Liebe in den Zeiten der Cholera

von Gabriel García Márquez

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