Produktbild: Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Die Liebe in den Zeiten der Cholera Roman

Aus der Reihe Fischer Klassik
3

17,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4755

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,5 cm

Gewicht

379 g

Farbe

Aquamarin / Anthrazit

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

El amor en los tiempos del chólera

Übersetzt von

Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-90708-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

4755

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,5 cm

Gewicht

379 g

Farbe

Aquamarin / Anthrazit

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

El amor en los tiempos del chólera

Übersetzt von

Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-90708-3

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    4/5

    06.02.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Die Sehnsucht kennt kein…

    Die Sehnsucht kennt kein Verfallsdatum, sie kann Menschen über Jahrzehnte begleiten. Betroffen ist der Telegrafist Florentino Ariza, der sich in jungen Jahren unsterblich in Fermina Daza verliebt und ihr unzählige Briefe schreibt. Ihr Vater Lorenzo Daza ist gegen die Beziehung und bewirkt die Trennung. Fermina soll in die bessere Gesellschaft einheiraten. Sie lernt den angesehenen Arzt Juvenal Urbino kennen, der sie umwirbt. Sie heiraten und bleiben über fünfzig Jahre zusammen, bis Juvenal stirbt. Die Ehe ist nicht wirklich glücklich, eine Affäre Juvenals führt fast zur Trennung. Dennoch bleiben sie zusammen. Zwischenzeitlich macht Florentino Karriere. Fermina und Florentino laufen sich gelegentlich über den Weg, aber sie zeigt kein Interesse an ihm. In den folgenden Jahrzehnten ist Florentino kein Kind von Traurigkeit, hat zahlreiche Beziehungen zu unterschiedlichen Frauen, verliebt sich aber nicht in sie. Seine Liebe gehört einzig und allein Fermina, auf die er quasi sein Leben lang wartet. "Die Liebe in Zeiten der Cholera" ist eine bewegende Liebesgeschichte über Sehnsucht, Verzicht, Tragik und tiefe Gefühle. Die Cholera spielt nur im Hintergrund eine Rolle. Sie wird am Ende auf einer gemeinsamen Schiffsreise aber Mittel zum Zweck. Der Schreibstil von Márquez ist lesefreundlich, verständlich und fesselnd und damit deutlich besser als in „Hundert Jahre Einsamkeit“. Die Geschichte ist eine Hommage an die unsterbliche Liebe, die Zeiten und Hindernisse überwinden kann.

  • Marco_A

    aus Rhein-Main

    3/5

    21.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Da ja allgemein bekannt ist,…

    Da ja allgemein bekannt ist, dass der Mann sehr gut schreibt, und auch einfach so mal das Unglaubliche in seine Geschichten einfließen lässt ("magischer Realismus") - hier beschränkt sich das aber darauf, dass sich die Hauptfigur praktisch ausschließlich von Kaffee ernährt -, möchte ich darauf hinweisen, dass die Liebe gar nicht die Hauptsache ist in dieser Geschichte, sie liefert nur den Rahmen für die Beschreibung einer vergangenen Zeit in einem für uns exotischen Land. Ja, und die Liebe, sie wird doch etwas in Mitleidenschaft gezogen von dem Wartenden, der ja durchaus nicht einfach wartet, sondern derweil "kein Kind von Traurigkeit" ist und dabei sogar eine Beziehung eingeht, für die er eigentlich ins Gefängnis müsste. Sein erstes amouröses Abenteuer wiederum gleich einem geheimnisvollen schwitzigen Überfall auf ihn, weil er ja wohl so unwiderstehlich ist. Mehr Männerfantasien als Liebe. Seine Kurzgeschichten, z. B. über einen Engel bei den Hühnern oder einem angeschwemmten Riesen, gefallen mir besser.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    25.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Leben und die Liebe anfangs des 20. Jahrhundert

    Die Liebe in Zeiten der Cholera“ erzählt hauptsächlich die Geschichte dreier Menschen – des wohlhabenden Arztes Juvenal Urbino, des schmächtigen Florentino Ariza und der angebeteten Fermina Daza – deren Leben von Liebe, gesellschaftlichen Verpflichtungen, Agonie und unerfüllten Sehnsüchten geprägt ist. Über fünfzig Jahre lang erstrecken sich die komplexe Beziehung zwischen Fermina und Juvenal, dem unerbittlichen Werben und der nicht enden wollenden Sehnsucht Florentinos sowie den verschiedenen Liebschaften, die sich nebenher entwickeln. Obwohl Fermina Daza eine lange Ehe mit Dr. Urbino führt und zwei Kinder großzieht, bleibt Florentinos Liebe ungebrochen. Nach 53 Jahren, geprägt von Geduld und Ausdauer, scheint sein Glück nahe. Sehr schön beschrieben wird, wie die Leben der einzelnen Figuren eingebettet sind in die Historie des Landes, die Stadt und die gesellschaftlichen Normen und Pflichten. Über die bildhafte Beschreibung ihrer Handlungen, Gedanken und der karibischen Atmosphäre entsteht ein umfassendes Gemälde in das man eintreten kann wie in einen realistischen Film. Da ist alles vorhanden: der Dreck, die Seuchen, die Schönheit und die Romantik gleichermassen wie die Gewalt, das strenge gesellschaftliche Leben und die religiösen Werte und die Doppelmoral dieser Zeit. Der Autor lässt einen die Sicht von Männern und Frauen aus den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten erleben - und auch den Verfall derselben. Die poetische Prosa und parallele Verflechtung der Handlungsstränge machen den Roman zu einer fesselnden Lektüre für alle, die detailreiche und langsam erzählte Geschichten schätzen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Regina Götzendorfer

    Regina Götzendorfer

    Thalia Pasching – Plus City

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.04.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Das ist wahre Liebe!

    Für mich der beste Liebesroman der je geschrieben wurde! Florentino Ariza wartet fast 52 Jahre lang auf seine große Liebe Fermina Daza. Und dies ohne kitschig zu werden! Ein Liebesroman ist immer eine literarische Herausforderung! Doch dieses Werk ist ein absolut gelungenes Meisterwerk geworden und Garcia Marquez zu recht Träger des Literaturnobelpreises! Zeitloser Klassiker, gehört in die Liste "Muss man gelesen haben"!
  • Zum Bewerterprofil von Lukas Bärwald

    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    3/5

    25.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Für und Wider

    Wenn jemand fünf Jahrzehnte seines Lebens allein danach gestaltet, sich vorzubereiten auf den Moment, in dem der Mann der großen Liebe seiner Jugend stirbt, kann das gleichermaßen als Akt nicht enden wollender Liebe oder auch als Wahn angesehen werden. In García Márquez’ zum Klassiker avancierten Roman schildert er die Geschichte von Florentino Ariza, dem das Schicksal die Karte als ewig unglücklich sehnendem Verehrer von Fermina Daza zuspielt. Zwar führt er in den über 50 Jahren seines Wartens immer wieder kurzweilige und auch leidenschaftliche Beziehungen zu anderen Frauen, doch löscht keine jemals die Erinnerung an das Glück seiner Jugend aus. Vom Ende des 19. bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts spielt das Geschehen rund um einen kolumbianischen Küstenort, wo sich die Schicksale der drei Hauptfiguren über ein halbes Jahrhundert lang miteinander verflechten. Die Erzählperspektive wechselt dabei immer zwischen den ProtagonstInnen, wodurch ein immer tieferer Einblick in das Seelenleben des Liebesdreiecks entsteht und die eigentlichen Beweggründe nach und nach zum Vorschein treten. Herausragend und nachhaltig im Gedächtnis bleibt „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ durch die sprachliche Poesie des kolumbianischen Nobelpreisträgers: Wie der auch in der Handlung immer wieder bedeutungsschwangere Fluss strömt die Erzählung ohne jemals ins Stocken zu Geraten. García Márquez erschafft lyrische Bilder für die Emotionen seiner Hauptfiguren, gibt philosophisch-poetische Gedanken über das Leben und die Liebe und erzählt mit einer Leichtigkeit, die nur wenigen der so genannten KlassikerautorInnen zu Eigen ist. Jedoch: Aus dem kritischen Blickwinkel und der Sensibilisierung des 21. Jahrhunderts betracht, vermittelt dieses 1985 erschienene Buch ein Konzept von Weiblichkeit und Geschlechterbeziehungen, das, noch wohlwollend bezeichnet, als nicht wirklich fortschrittlich zu bezeichnen ist. Der Roman fokussiert sich fast ausschließlich auf die Motivationen und Sehnsüchte der Männer, es existieren so gut wie keine Szenen, in denen sich zwei oder mehrere weibliche Figuren begegnen und selbst wenn drehen sich jegliche Unterhaltungen um die sie umgarnenden oder patriarchalisch bestimmen wollenden Männer. Eine der letzten Affären des mittlerweile knapp 70 Jahre alten Florentino Ariza ist die 14-jährige América Vicuña (, die zudem noch entfernt mit ihm verwandt ist). Weder wird das Verhältnis der beiden problematisiert, noch der tragische Tod des nun ihrerseits unglücklich verliebten Mädchens vom Protagonisten ernsthaft moralisch hinterfragt. So bleibt am Ende des Tages auf der einen Seite ein poetischer, berührender und leidenschaftlich verfasster Roman und auf der anderen Seite eine Hauptfigur, die wie eine idealisiert romantische Wunschvorstellung eines gealterten Mannes wirkt: Heroisch wartet er die Jahrzehnte über auf seine eine, wahre Liebe und trotz mangelnder Attraktivität verfallen ihm jegliche Frauen bis hin zu Prostituierten, die für ihn ihren goldenen Schwur brechen, niemals ohne Geld mit einem Mann zu schlafen. Er schlägt wiederholt moralisch über die Stränge, doch gelangt erlangt gesellschaftliches Ansehen und die Erfüllung seiner Träume. Wenn diese Irritation vom Nobelpreisträger in den Text bewusst angelegt sein sollte, ist das ein weiteres Argument für die herausragende Stellung dieses Romans, wenn nicht, lohnt es sich ebenfalls definitiv dieses Buch vor dem Hintergrund zu lesen, welches Frauenbild es präsentiert und wie es unter heutigen Gesichtspunkten einzustufen ist.

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