Produktbild: Der Revolver

Der Revolver Roman

Aus der Reihe detebe
12

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2019

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/1,7 cm

Gewicht

233 g

Farbe

Elfenbein / Terracotta

Auflage

1

Originaltitel

Juu

Übersetzt von

Thomas Eggenberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07061-3

Beschreibung

Rezension

»Fuminori Nakamura ist der preisgekrönteste japanische Jungschriftsteller. Er schreibt magische, unterkühlte Romane. Fuminori Nakamura ist Hochliteratur. Das nächste große Literaturding nach Haruki Murakami. Das Tokioter Wunderkind.« Elmar Krekeler / Die Welt Die Welt

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.09.2019

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/1,7 cm

Gewicht

233 g

Farbe

Elfenbein / Terracotta

Auflage

1

Originaltitel

Juu

Übersetzt von

Thomas Eggenberg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07061-3

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    5/5

    07.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Die ich rief, die Geister, werd...

    "Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los". Der Student Nishikawa findet zufällig einen Revolver, der für ihn zu einer Art Götzenbild wird. Durch die krankhafte Obsession entwickelt sich eine Abwärtsspirale die nur auf die schlimmste Art enden kann. Grandiose Literatur!

  • Bewertung

    aus Gmunden

    5/5

    14.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Volltreffer

    Wie geht es einem der etwas besitzt was er eigentlich nicht haben sollte? Was empfindet er: Schuld und Angst oder doch Befriedigung? In seinem scheinbar nie endenden reizlosen Alltag gelangt dem jungen Nishikawa plötzlich eines Tages ein Revolver in die Hände. Mit dieser Waffe in seinem Besitz ändert sich die Psyche und Denkweise Nishikawas schlagartig. Ein Roman von dem ich mir wünsche er wäre länger gewesen denn er trotz nur so vor Spannung! Wer auf der Suche nach hochwertiger Literatur für zwischendurch ist, hat sein Ziel gefunden.

  • Buecherseele79

    5/5

    27.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Pure Faszination

    Der Student Nishikawa spaziert gerne durch die Gegend, um sich zu beruhigen, den Kopf frei zu bekommen. Bei einem seiner nächtlichen Streifzüge findet er unter einer Brücke eine Leiche, wohl Selbstmord, aber dies alles wird nebensächlich denn der Revolver des Toten erregt die Aufmerksamkeit von Nishikawa. Ohne nachzudenken gibt er dem Wunsch nach und nimmt den Revolver an sich... und schon nach kurzer Zeit drehen sich seine Gedanken nur noch um diesen Revolver und wie es sich wohl anfühlt ihn zu benutzen.... Ich bin von diesem Buch absolut fasziniert und begeistert. Nicht dass es zig Seiten hat wo sich eine ganz grosse Geschichte aufbaut, nein, aber mit einer Intensität die ich diesem kleinen Büchlein gar nicht zugetraut habe zieht es mich in seinen Bann um den Studenten Nishikawa und seinen Revolver. Nishikawa ist eher zurückhaltend, ruhig, introvertiert und pflegt kaum Freundschaften oder gar eine Beziehung. Er macht sich um vieles seine Gedanken und traut sich nicht mehr aus sich herauszukommen. Dies ändert sich jedoch in der Nacht als Nishikawa den Revolver findet. Plötzlich gehen Veränderungen und eine Wandlung in ihm vor die auch seinen Kommilitonen auffällt, er zeigt sich mehr und agiert öfters. Die Wandlung des Studenten war für mich absolut faszinierend, erschreckend, manchmal nachvollziehbar und dann wieder nicht, aber in keinster Weise übertrieben. Auch hält der Autor hier kein Für und Wieder über Waffen, sondern erzählt eine Geschichte die sich jederzeit so zutragen könnte oder sicherlich würde. Warum diese Faszination? Ich bewundere diese Liebe, die ja schon eher einseitig ist, diesen Drang jederzeit den Revolver in der Nähe zu wissen, dieses Wissen – keiner hat eine Ahnung was ich bei mir trage, was ich in meiner kleinen Wohnung aufbewahre, aber wenn mir einer dumm kommt würde er sich schneller entschuldigen, mich eher achten und Respekt vor mir haben. Diese unbekannte und doch magische Kraft und Anziehung die dieser Revolver auf den Studenten ausübt hat mich schockiert und doch angezogen, diese Geschichte unbedingt zu lesen. Wie Nishikawa das Verbrechen oder die Tat ausblendet, die er gesehen hat, dass er sich nicht weiter um den Verlauf schert sondern irgendwann nur wissen möchte – wie fühlt es sich an diesen Revolver zu benutzen. Könnte ich damit einen Menschen erschießen? Was würde es mich stören, was würde ich empfinden, würde ich überhaupt leiden oder Gefühle aufbringen oder wäre ich so kühl und kalt wie mein Revolver? Diese Wandlung von Nishikawa selbst, aber auch seine Gedanken, sein ganzes Wesen was sich durch diesen „Fund“ ändert, darin besteht diese Faszination, das Aufwühlen dieser Geschichte. Immer dieses nicht Ahnen was als nächstes kommt, wie sich die Dinge entwickeln werden, wird Vernunft einkehren oder sich die Dinge nochmals komplett ändern? Wer hat die Macht wirklich? Die Waffe oder der Mensch? Wenn was passiert, wer trägt denn die wahre Schuld – Waffe oder Mensch? Ist diese Faszination nachvollziehbar? Was üben Waffen für eine Wirkung aus, könnte man sie verallgemeinern? Wie gesagt, ein kleines aber durchaus spannendes Buch voller Faszination, Wendungen und einem Ende das ich so nicht hätte kommen sehen. Mich konnte der Autor mit diesem Roman „Der Revolver“ auf jeden Fall in seinen Bann ziehen und ich spreche eine klare Leseempfehlung aus!

  • Connie Ruoff

    5/5

    14.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Crime Noir mit genialer Choreografie

    „Der Revolver“ von Fuminori Nakamura (Rezension) „Der Revolver“ war der Debütroman von Fuminori Nakamura und mein zweiter Roman von ihm. Ich hatte 2018 „Die Maske“ gelesen und rezensiert. Schon damals hatte er mich begeistert und dementsprechend neugierig und gespannt war ich auf „Der Revolver“. Fuminori Nakamura hat mich nicht enttäuscht. Der Inhalt in drei Sätzen Ein junger Mann, Tooru Nishikawa, findet eine Leiche, bei der ein Revolver liegt. Er nimmt diesen Revolver an sich, der fortan sein Leben und die Handlung bestimmt. Nishikawa wird in einen Strudel der Ereignisse hineingerissen. Beim Lesen erinnerte mich die Konzeption an das Musikstück „Bolero“ von Maurice Ravel. Genauso inszeniert Fuminori Nakamura das Geschehen. Tooru Nishikawa ist ein ganz normaler durchschnittlicher Student mit Freunden und Affären, über den es am Anfang nicht viel zu sagen gibt. Der Lesen lernt ihn durch seine Handlungen, Gefühle und Gedanken kennen. Nicht nur der Protagonist wird von der Handlung mit gerissen, sondern mir ging es als Leser genauso. Tooru ist nicht pessimistisch, er neigt sich immer mehr einem Nihilismus zu, außer diesem Revolver hat nichts mehr einen Sinn oder Wert für ihn. „Der Revolver war mein Ein und Alles. Ohne ihn hatte mein Leben keinen Sinn. Ich liebte ihn leidenschaftlich. Worum geht es? Es geht um kriminelle Energie, die einmal entzündet, wie ein schwarzes Loch, jeden der ihr zu nahe kommt, den Ereignishorizont betritt, unweigerlich in die Verdammnis führt. Es ist das Aufzeigen einer unausweichlichen Kausalität. Ich würde ihn als einen Crime Noir einordnen, die fast schon Züge einer griechischen Tragödie aufweist. Es geht um eine Art Besessenheit oder Hörigkeit. Kann man von Objekten besessen sein? Kann man tote Dinge lieben? Diese Hingabe ist auch als Objektsexualität, eine Art der sexuellen Orientierung, bekannt. Der Besessene sieht die Objekte als perfekt, ohne jeglichen Mangel oder Fehler. „Dazu kaufte ich ein Taschentuch aus dem gleichen Stoff, aber in Schwarz. Um den Revolver zu polieren. Mein Revolver glänzte so sehr, dass es eigentlich gar nicht nötig war, aber durch den Akt des Polierens, davon war ich überzeugt, würde unsere Beziehung immer tiefer und enger werden.“ Seite 40 Tooru verändert sich, vor allem sein Sozialverhalten ändert sich. Wird sich Tooru aus diesem Strudel noch befreien können? Obwohl Tooru durchaus, wie schon erwähnt, einen Freundeskreis und mehr als eine Beziehung hat, zeigt das Buch die Einsamkeit in der Großstadt. Es sind eher oberflächliche Beziehungen. Tooru wurde von seinen Eltern als kleines Kind adoptiert, vielleicht ist das der Grund! Fehlendes Urvertrauen. Die Angst, verlassen zu werden. Obwohl Tooru rückblickend, seine Adoption als Rettung betrachtet. In seinem Leben und den Beziehungen fehlt die Intimität. „Der Revolver“ ist durchgehend aus der Perspektive Tooru Nishikawas und in der Ichform geschrieben. Der Roman wird geradezu zu einem Psychogramm. Die Spannung ist extrem hoch. Ich musste auf den letzten Seiten mehrfach das Buch aus der Hand legen, weil es mich so ergriffen hat und ich glaubte vorherzusehen, wie es ausgeht und ich wollte nicht, dass es auf diese Weise endet. Tooru rennt mit offenen Augen ins Messer. Der Autor wählt so eindringliche, Beschreibungen, dass sich der Leser nicht entziehen kann: „Der Ausdruck auf dem Gesicht der Katze war kläglich. Unverwandt starrten mich ihre Augen an, ließen nicht mehr von mir ab. Auch ihr Schreien hörte nicht auf. Je länger, je mehr glaubte ich, das Schreien müsse aus meinem eigenen Kopf kommen, und auf einmal erlosch alles.“ Das Covermotiv ist Andy Warhols „Gun“. Sehr passendes Motiv! Gefällt mir außerordentlich gut! Der Text wurde aus dem Japanischen, wie schon „Die Maske“ von Thomas Eggenberg übersetzt, der selbst einige Jahre in Japan gelebt und gearbeitet hat. Was nehme ich aus der Lektüre mit? Fuminori Nakamura zeigt hier eine meisterhafte Choreografie, ohne dass es konstruiert wirkt. So würde ich gerne schreiben können. Wer kennt nicht das Gefühl, einer Sache oder einem Menschen verbunden zu sein, das oder der einem selbst nicht gut tut und dennoch kann man sich nicht lösen? Steckt in jedem von uns das Böse? Ja! Ich, ich glaube schon! Ich glaube auch an einen freien Willen, der uns die Möglichkeit bietet, dem Bösen die Stirn zu bieten und uns abzuwenden. Sicherlich ist es hilfreich, wenn man den eigenen Platz im Leben gefunden hat. Schwierig wird es für die, die von der Gesellschaft ausgegrenzt leben, oder sich selbst ausgrenzen. Auch eine liebevolle Kindheit trägt positiv dazu bei. Aber der Einzelne muss sich selbst für das Gute entscheiden und diszipliniert die Verführungen abwehren. Jeder von uns wird täglich verlockt, verführt oder aufgefordert, unsere eigenen Grenzen in eine Richtung zu verlassen, die nicht „gut“ ist. Es ist nicht einfach, täglich die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das ist die Komplexität des Lebens. Genau das will der Autor aufzeigen, und dass es schwierig ist, die einmal eingeschlagene Richtung zu ändern. Von mir gibt es eine riesengroße L E S E E M P F E H L U N G

  • Bewertung

    5/5

    25.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Der Revolver war mein Ein und Alles. Ohne ihn hatte mein Leben keinen Sinn."

    In einer verregneten Nacht findet der junge Mann Nishikawa eine Leiche und direkt neben ihr einen Revolver. Völlig fasziniert von der Schusswaffe, nimmt er sie an sich und entwickelt bereits nach kurzer Zeit eine unheimliche Obsession. Egal wo er sich grad befindet, seine Gedanken kehren immer wieder zu der Waffe zurück und er beginnt sein Leben von ihr leiten zu lassen. In der Trommel befinden sich nach dem Fund noch vier Patronen und irgendwann ist es für Nishikawa nicht mehr genug, die Waffe nur zu besitzen. Er muss sie abfeuern. Fuminori Nakamura konnte mich bereits mit „Der Dieb“ enorm begeistern. Nun hat der Diogenes-Verlag das bereits 2003 erschienene Debüt des japanischen Autors nach Deutschland geholt und es hat sich wieder einmal unheimlich gelohnt! Die Sprache von Nakamura ist wunderbar zu lesen, was auch sehr dem Übersetzer Thomas Eggenberg geschuldet ist, der hier wirklich gute Arbeit geleistet hat. So wird man von der ersten Seite an mitgerissen und folgt dem Protagonisten Nishikawa in seine Welt der Obsession. Man kann sich anfangs sehr schwer in seine Situation hineinversetzen, denn wenn ich (mal angenommen) irgendwo eine Leiche finden würde, wäre mein letzter Gedanke, die Waffe einzustecken. Wenn ich mit Übergeben fertig bin, würde ich die Polizei rufen. Anders im Fall von Nishikawa, der nach eigener Aussage auch selten über sein eigenes Handeln nachdenkt. Für ihn ist mit dem ersten Blick auf den Revolver klar, dass er ihn besitzen muss und damit löst er unweigerlich weitere Handlungen aus, die ihn immer mehr in eine völlige Obsession stürzen, aus der er kaum noch herauskommen kann. Nakamura steigert sich von Seite zu Seite und lässt seinen Protagonisten immer weiter einem tiefen Abgrund entgegen taumeln. Als Leser fragt man sich, ob Nishikawa es schafft, letztendlich doch nicht zu fallen oder ob er an seiner Besessenheit zerbricht und damit einen unheimlich tiefen Fall in die Dunkelheit in Kauf nimmt. Obwohl der Stil von Nakamura unheimlich ruhig ist, verschlingt man die knapp 180 Seiten an einem Stück. Das ist wirklich großes Kino!

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Bewertungen (12)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Bax vom Hagen

    Bax vom Hagen

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Japanische Spannung im literarischen Gewand.

    Fuminori Nakamura bringt uns mit „Der Revolver“ nach Tokyo, in der ein junger Student namens Nishikawa einen Revolver findet und ab diesem Moment von diesem tödlichen Gegenstand vollständig beherrscht wird. Ein eigentlich kühler, resignierter Mensch, dessen Gefühle durch den reinen Besitz des Revolvers komplett aus der Bahn geworfen werden. Man merkt während des Lesens die stetig steigende Obsession von Nishikawa bis zu dem Punkt, an dem ihm es nicht mehr reicht, den Revolver einfach nur zu besitzen, sondern er ihn auch benutzen muss. Der Autor hat es geschafft, mich mit klarer Sprache und seinem präzisen Schreibstil komplett einzuhüllen, sodass ich das Buch einfach nicht mehr weglegen konnte. Empfehlung für alle, die sich für japanische Literatur interessieren.
  • Zum Bewerterprofil von Juli

    Juli

    Thalia Wien – Westbahnhof

    Buchhändler*in

    5/5

    27.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Neugierde mit schweren Folgen

    Als großer Fan der japanischen Kultur, aber auch deren Schriftsteller und Schreibart muss ich sagen, dieser Kurzroman hat mir wirklich sehr gefallen. Im Grunde geht es darum, dass der Protagonist dieser Geschichte einen Revolver findet und sich kurzzeitig eine extreme Obsession entwickelt, welche er selbst als er es versucht, nicht zu unterdrücken vermag. Jedes Mal wird der Drang schlimmer, aber auch die Reue finde ich, den Revolver nutzen zu wollen. Sein Umfeld ist auch von seiner plötzlichen Persönlichkeitsveränderung betroffen. Selbst wenn ihn, das nachher nicht mehr kümmert, schon zu verloren in dem Zwang, hat das Ende mich dennoch zum Nachdenken gebracht. Man konnte sich schon zusammenreimen, wie es endet, jedoch fand ich es umso anregender, wie diese Besessenheit eben zu jenem Revolver überhaupt zu Stande gekommen ist. Die Art wie es geschildert wird, fand ich auch mitreißend, einfach aber dennoch haltend. Nachdem er trotz allem, dem schlechten Gewissen, Zweifeln und auch der Angst den Revolver im Endeffekt doch nutzt, wurde ich mit einer interessanten Sicht zu dem Roman zurückgelassen.

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