Vor knapp einem Jahrhundert hat sich die Galaxis entzweit - ein Krieg löschte beinahe sämtliches Leben aus. In der Folge erfand man eine gemeinschaftsbildende Tradition: Etwas Schönes und Unterhaltsames, um den Frieden, die Liebe und das Leben zu feiern. Und so wurde der metagalaktische Grand Prix geboren, in dem alle empfindungsfähigen Zivilisationen friedlich gegeneinander antreten.Seitdem muss jede neue Spezies, die Mitglied der kosmischen Gemeinschaft werden will, an der Show teilnehmen. Das Ganze ist ein Riesenspaß, das Problem ist nur: Auf dem letzten Platz wartet die völlige Vernichtung - und die Aliens haben ganz eigene Vorstellungen davon, wer für die Erde antreten soll ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Kent William
aus Linz
5/5
19.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein intergalaktischer Musikroman
Was wäre, wenn die Menschheit durch ihre technologische Entwicklung die Aufmerksamkeit außerirdischer Kulturen auf sich ziehen würde? Was, wenn eben jene Kulturen uns als gefährlich einstufen und dazu zwingen würden, an einem Wettbewerb teilzunehmen, in dem wir beweisen müssten, dass wir es verdient hätten, in einer friedlichen Koexistenz mit ihnen zu Leben? Und was wäre, wenn eben dieser Wettbewerb einen intergalaktischen Song-Contest darstelle, bei dem der Verliererspezies die Ausrottung drohen würde? Genau dann brauchen wir die Kraft des Rock 'n' Roll - in Form des abgehalfterten Ex-Glam-Rockstars Decibel Jones und seiner Band.
Selten musste meine Fantasie bei einem Roman solche Akrobatik betreiben, um mir die skurrilen Situationen, Aliens und Performances vorstellen zu können. Dank des genialen Schreibstils, wird man durch diesen farbenfrohen Trip geleitet, dessen Humor an Douglas Adams oder Terry Pratchett erinnert, und somit auch nicht vor starker Sozialkritik zurückschreckt.
Catherynne M. Valente kreierte hiermit gleichermaßen eine Liebeserklärung und Kritik an den Eurovision Song Contest. Absolute Leseempfehlung an jene die den ESC lieben oder nichts damit anfangen können - so oder so trainieren Sie garantiert Ihre Lachmuskeln.
Bewertung
5/5
26.07.2020
Buch (Taschenbuch)
Party for Everybody (Dance!)
Die Aliens sind da! Und nur wenn die Erde beim metagalaktischen Grand Prix nicht auf dem letzten Platz landet ist der Fortbestand des Planeten gesichert.
Für diesen Job kommt (Leider? Zum Glück?) nur einer in Frage: der inzwischen leicht abgehalfterte Glam Rocker Decibel Jones mit seiner Band, den absolute Zeroes. Doch hat das One Hit Wonder aus den 80ern eine Chance gegen die gesammelte Song-Power des (un)bekannten Universums?
Der Eurovision Song Contest in all seiner Pracht! Man lacht, man weint, man tanzt, man schämt sich ein bisschen. Und trotzdem wird man nächstes Jahr garantiert wieder einschalten!
Unglaublich witzig, an manchen Stellen leicht manisch, aber auf jeden Fall neonbunt mit ordentlich Glitzer. Unbedingt lesen!
Bewertung
5/5
13.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Eine bunte literarische Orgie,...
Eine bunte literarische Orgie, voller Kuriositäten, Wahnsinn und einem Metagalaktischen Grand Prix, bei dem man lieber nicht den letzten Platz belegen will.
ICH LIEBE ES!
Alais
5/5
16.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Da die Menschen sich der…
Da die Menschen sich der Erforschung des Weltraums zuwenden, beschließt die Gemeinschaft außerirdischer Spezies, dass es nun an der Zeit sei, dass die Menschheit ihre Empfindungsfähigkeit und ihre Qualitäten als gute Nachbarn unter Beweis stellen muss - gelingt der Menschheit das nicht, droht ihr die Vernichtung ... Hierfür nimmt die Autorin das Science-Fiction-Untergenre Space Opera wortwörtlich, denn im Gegensatz zu gewöhnlichen Weltraumopern wird hier nicht gekämpft, sondern die Vertreter der Menschheit müssen an einem Songwettbewerb teilnehmen, der durch seine liebenswerte Verrücktheit und Vielfältigkeit stark an den Eurovision Song Contest (ESC) erinnert ... Genauso wie der ESC seinen Zuschauern eine gewisse Offenheit und Toleranz abverlangt, hat auch dieses Buch etwas überwältigend Schräges, für das man in der richtigen Stimmung sein sollte. Auch die bildreiche Sprache ist eine Herausforderung, gleichzeitig aber auch ein großer Genuss. Immer wieder überrascht die Autorin mit ungewohnten Vergleichen wie "und dann sangen sie den Song ein wie der Geist Oscar Wildes, der frisch von einem Kometen gestreift Sterne schnupfte wie Kokain" (S. 24) Mit den zahlreichen Wortspielereien und Wortkreationen machte mich diese Lektüre so rundum glücklich, wie es schon lange kein Buch mehr geschafft hat, und ich ziehe vor der Übersetzerin Kirsten Borchardt meinen Hut, dass ihr die Übertragung ins Deutsche so gut geglückt ist. Die Autorin hat so wunderbare Einfälle wie "Glampire" oder "Apokalyptische Ölkatastrophe Nr. 4" (als Name eines Haarfärbemittels) und die Namen der verschiedene Wesen erinnerten mich an verschiedene Sprachen der Welt, beispielsweise Yüz an das türkische Wort für hundert, Keshet an das hebräische Wort für Regenbogen, Utorak heißt, wie ich recherchiert habe, im Kroatischen "hart, unbelebt" - alles sehr passend, das kann kein Zufall sein ... Dazu kommt noch der funkelnde Humor von Catherynne M. Valente, sich selbst nicht ernstnehmend, das ist meine Lieblingshumorsorte. Dabei erzählt die Autorin in einem Nachwort, das hier zum Musikthema passend als "Liner Notes" bezeichnet wird, dass sie während des Schreibens aufgrund der Erkrankung und des Todes ihrer Katze eine schlimme Zeit durchlebte. Wer jemals wie sie eine Katze geliebt und aufgrund einer schlimmen Krankheit verloren hat, wird es nachfühlen können ... Und natürlich hat diese sympathische Autorin den musikalischen Vertretern der Menschheit mit Capo auch eine coole Katze an die Seite gestellt - deren Unterhaltung mit einer der außerirdischen Spezies stellte für mich in puncto Lachanfälle einen der Höhepunkte dieses Romans dar. Traurig ist hingegen das Bild, das die Autorin vom xenophoben Großbritannien in der nahen Zukunft zeichnet. Umso trauriger, da es gerade gar nicht so absurd wirkt, sondern stark dem not-so-great Brexitbritannien ähnelt. Aus irgendeinem Grund musste ich ferner beim Lesen immer wieder an die meisterhafte, unübertroffene Science-Fiction-Serie Doctor Who denken. Nein, der Doctor kommt selbst nicht vor, aber allein schon die Idee, erst einmal einen Songwettbewerb zu veranstalten, anstatt gleich zu den Waffen zu greifen, könnte definitiv von ihm stammen ... Dann die Erwähnung der Taschenuhren, die mal mehr und mal weniger friedliche Koexistenz so vieler unterschiedlicher Wesen ... So war ich nicht überrascht, als er dann schließlich (allerdings nur als Fernsehserie, nicht als Handlungsfigur dieses Romans) auch erwähnt wurde. Auch die Liebe der Autorin zu Douglas Adams und David Bowie ist spürbar, aber aus all diesen Inspirationsquellen (nicht zu vergessen den ESC) schafft sie ihren ganz eigenen Roman, der sich wohltuend von der Masse anderer Science-Fiction-Romane abhebt. Ein wunderbares, buntschillerndes Sprachfeuerwerk!
Bewertung
4/5
13.10.2021
Buch (Taschenbuch)
Absolut abgefahren! Ein intergalaktischer...
Absolut abgefahren! Ein intergalaktischer Grand Prix, ein friedlicher Wettbewerb, um Kriege zu vermeiden. Allerdings droht dem Letzten die völlige Vernichtung...Klingt schräg - ist es auch!
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5/5
01.05.2020
eBook (ePUB 3)
Song Contest im Weltraum
Der Song Contest ist vieles. Überladen, bunt, politisch, laut, witzig. Wenn man da noch eine Schippe drauf legen möchte bleibt einem fast nur eins, nämlich das ganze Spektakel in den Weltraum zu verlegen. Für alle Fans des Song Contest die zusätzlich auch noch Si-Fi mögen also ein absoltues Muss. Wenn sie sich nicht zu diesen zwei Gruppen zählen wird es schwierig die vielen Anspielungen und somit den besonderen Witz dieses Buches zu verstehen.
Wer sich aber zur ersten Gruppe zählt hat mit diesem Buch ein paar sehr unterhaltsame Stunden vor sich.
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