Produktbild: Verwirrnis

Verwirrnis Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

46655

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.11.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,7 cm

Gewicht

283 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47010-7

Beschreibung

Rezension

»... eine berührende Geschichte von Liebe, Strafe und Verrat.« ("DIE WELT")
»Christoph Hein, einer der scharfsinnigsten Chronisten der deutschen Gegenwartsliteratur führt in seinem neuen Roman Verwirrnis direkt in diese bedrückende Ära und erzählt die ebenso spannende wie bewegende Geschichte seines Protagonisten Friedeward Ringeling.« ("Der Tagesspiegel")
»Über das Geschrei und das Gefuchtel der Moral hat Christoph Hein einen großartig leisen Roman geschrieben.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Auch das neue, vergleichsweise kompakte Buch Verwirrnis ist erzählerisch und lebensvoll bis ins Beschwingte.« ("Frankfurter Rundschau")
»Bis zuletzt ist die Verwirrnis, die der Roman vorführt, voll von überraschenden Wendungen, die den Leser einfangen, ohne ihn gefangen zu nehmen. ... Ein psycho-sozialer Roman, den man klüger verlässt.« ("Mitteldeutsche Zeitung")
»Unter die Haut gehend erzählt Christoph Hein diese Geschichte eines ›Außenseiters‹ aus der Mitte einer unaufgeklärten Gesellschaft zweier deutscher Staaten des 20. Jahrhunderts, die in dieser Hinsicht (lange) ungeteilt waren. Das ist eine der verblüffendsten Erkenntnisse dieses Romans.« ("WDR 5")
»Hein erzählt diese Geschichte der großen Gefühle in aller Nüchternheit – unaufdringlich, aber immer präsent: Das ist seine Stärke.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Das alles ist in einem so akkuraten wie dezenten Stil erzählt, als habe sich die Sprache den besorgt-brillanten Manieren ihres Protagonisten anverwandelt.« ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

46655

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.11.2019

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/2,7 cm

Gewicht

283 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47010-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Ute Hoffmann

    5/5

    11.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Verwirrungen der Liebe

    Wir begleiten den Protagonisten durch sein Leben und erfahren mit ihm die Wirrungen der Liebe in verschiedenen Gesellschaftssystemen und zwischenmenschlichen Situationen, die sein Leben prägen und bestimmen und ein folgerichtiges (?) Ende ansteuern.

  • Bewertung

    4/5

    21.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine inzwischen merkwürdige LGBTQ+ Geschichte

    Friedeward und Wolfgang lieben einander, was dem strengen Vater so gar nicht passt. Jedoch weiß diese Vaterfigur ein Hilfsmittel um seinen Sohn wieder auf die richtige Bahn zu rücken: der über Generationen bewährte Siebenstriemer. Die beiden Verliebten finden jedoch über Jahrzehnte hinweg Möglichkeiten immer wieder zueinander zu finden. Selbst zu dem Zeitpunkt, wenn eine Mauer zwischen Ost und West gebaut wird. Es war befremdlich wieder eine Erzählung mit LGBTQ+ Charakteren zu lesen, welche nicht positiv aufgenommen werden. Besonders interessant fand ich das Setting der Studienaufenthalte der Verliebten in Jena, Leipzig und Berlin, da dies alles Städte sind zu denen ich persönlichen Bezug habe. Ich kann an diesem Roman schätzen, dass er viel Handlung hat und diese auch wohlformuliert herüber bringen konnte, jedoch erschien mir der Stil zuweil auch sehr unterkühlt.

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    21.08.2022

    eBook (ePUB)

    Geschütze Orte der Erfüllung

    Friedeward Ringeling liebt die Literatur, das Theater und Wolfgang. Sein Vater Pius, ein überzeugter Katholik, prügelt seinem 17-jährigen Sohn die fundamental christlichen Werte mit dem Siebenstriemer ein. Friedeward und Wolfgang müssen ihre Liebe verstecken. Eine geschützte Umgebung finden sie vorerst in der Universität Leipzig, wo beide studieren. Wolfgang geht nach Westberlin, nach dem Mauerbau sind sie dauerhaft voneinander getrennt. Der Leiter des germanistischen Instituts in Leipzig wird der Mentor von Friedeward. Als jener nach einer Auslandreise nicht mehr in die DDR zurückkehrt, fürchtet Friedeward um seine Position. Er verlässt Leipzig, sein Vater liegt im Sterben. Ausgerechnet am Sterbebett des Vaters ist er geschützt von den Säuberungsaktionen der Partei im Institut. Friedeward wird an der Universität ein bedeutender Germanist, dies ermöglicht ihm in den 80er-Jahren Reisen ins Ausland. Seine Homosexualität verbirgt er weiter. Als er in Wien eine Laudatio für seinen ehemaligen Professor und Mentor halten soll, wird ihm die Ausreise nur unter der Auflage erlaubt, dass er für die Stasi einen Bericht verfasst. Der Bericht ist mehr als dürftig, aber er reicht aus. Nach der Wende wird die Universität rigoros verkleinert und damit die vertraute und geschützte Umgebung von Friedeward. Die Stasi-Akte kommt zu Tage. Er könnte sich vor der Entlassung durch ein Coming-Out schützen, das ihn vom Täter zum Opfer machen würde. Der Roman handelt vom Verstecken, von geschützten Orten der Erfüllung und vom Verlassenwerden. Erzählt wird auktorial mehr oder weniger linear in einem schlichten, sachlichen Ton. Das ist wenig modern, gibt aber dem Leser sehr viel Raum für eigene Überlegungen und Erkenntnisse zudem entspricht diese Form dem Protagonisten: «Friedeward Ringeling ‒ und da waren sich selbst seine engsten Freunde einig ‒ war ein Original, ein kostbares Relikt aus der Welt der Großmütter, der Kutschen und Hauskonzerte, einer Zeit, in der die Toilette nicht einen Abort bezeichnete, sondern Gegenstand des öffentlichen Interesses war und mal mehr, mal weniger Bewunderung hervorrief.»

  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In diesem großartigen Buch wird die Liebesgeschichte zweier Männer erzählt, begonnen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bis nach dem Mauerfall. Eine Liebe, die nicht öffentlich gelebt werden darf und an den gesetzten Grenzen zerbricht. Deutsche Zeitgeschichte, sprachlich sachlich und klar, voller Empathie für seine Protagonisten. Wir lesen ein sehr berührendes Buch, das man so schnell nicht wieder vergisst. Für mich eines der besten des Jahres!

  • Bewertung

    5/5

    11.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    § 175

    Eine große Liebe - aber die Liebenden sind zwei Männer in einem totalitären Staat ( DDR ) in den 50er Jahren. Würden sie entdeckt, droht ihnen bestenfalls das Zuchthaus. Da haben sie eine Idee, die in die Tat umgesetzt wird. Aber das Herzeleid und die Angst doch noch entdeckt zu werden überschattet ihr Leben. Ein wunderbarer Roman, der mit wenigen Worten eine ganze Gefühlswelt öffnet. Christoph Hein gehört nicht zuletzt wegen seiner Sprache zu meinen Lieblingsautoren !!!

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Bewertungen (6)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Gregor Schwarzenbrunner

    Gregor Schwarzenbrunner

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    24.11.2018

    eBook (ePUB)

    Ein zweigeteiltes Land und eine Liebe

    In einem dezenten beinahe zu zurückgehaltenen Tonfall erzählt Christoph Hein in seinem neuen Roman „Verwirrnis“ über das Schicksal eines schwulen Mannes im Wandel der Zeit, von den 50er Jahren bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Stereotype der Charaktere stechen beim Lesen deutlich hervor und sind, gemessen am Roman der wie die Einträge in einem Tagebuch, oder einer Chronik daherkommt, dass Element mit dem meisten Unterhaltungswert. Über seine Charaktere sagte der Schriftsteller im Interview mit der Berliner Zeitung, dass er am Anfang nur ein paar Striche in der Figurenskizze habe. „Da habe ich noch alle Freiheiten. Doch je weiter ich beim Schreiben bin, desto mehr muss ich dem Gemälde oder der Zeichnung gehorchen. Ich kann nicht dem bärtigen Mann den Körper einer Frau geben. Die Figur zwingt mich in eine bestimmte Richtung." Die Dialoge der verschiedenen Charaktere sind allesamt sehr ähnlich, egal wer gerade spricht, und meiner Meinung nach sind sie etwas hölzern. Sie bleiben dem oben bereits erwähnten Stil der Chronik treu und heben sich dennoch ab. „Verwirrnis“ ist ein in sich perfekt abgestimmter Roman, in dem sogar die Sprache zuweil altmodisch klingt. Der Schriftsteller erzählt im Geschichtspanorama eines zweigeteilten Landes über eine schwule Liebe. Er deutet das Körperliche oft nur an und bleibt auch hier eher nüchtern und reduziert. Hier hat mich das Werk an Markus Jägers „Helden für immer“ erinnert.

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