Produktbild: Verwirrnis

Verwirrnis

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303 (Printausgabe)

Dateigröße

2456 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518758960

Beschreibung

Rezension

»Das alles ist in einem so akkuraten wie dezenten Stil erzählt, als habe sich die Sprache den besorgt-brillanten Manieren ihres Protagonisten anverwandelt.«
Harald Jähner, Berliner Zeitung 13.08.2018

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

15.08.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

303 (Printausgabe)

Dateigröße

2456 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518758960

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  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    21.08.2022

    eBook (ePUB)

    Geschütze Orte der Erfüllung

    Friedeward Ringeling liebt die Literatur, das Theater und Wolfgang. Sein Vater Pius, ein überzeugter Katholik, prügelt seinem 17-jährigen Sohn die fundamental christlichen Werte mit dem Siebenstriemer ein. Friedeward und Wolfgang müssen ihre Liebe verstecken. Eine geschützte Umgebung finden sie vorerst in der Universität Leipzig, wo beide studieren. Wolfgang geht nach Westberlin, nach dem Mauerbau sind sie dauerhaft voneinander getrennt. Der Leiter des germanistischen Instituts in Leipzig wird der Mentor von Friedeward. Als jener nach einer Auslandreise nicht mehr in die DDR zurückkehrt, fürchtet Friedeward um seine Position. Er verlässt Leipzig, sein Vater liegt im Sterben. Ausgerechnet am Sterbebett des Vaters ist er geschützt von den Säuberungsaktionen der Partei im Institut. Friedeward wird an der Universität ein bedeutender Germanist, dies ermöglicht ihm in den 80er-Jahren Reisen ins Ausland. Seine Homosexualität verbirgt er weiter. Als er in Wien eine Laudatio für seinen ehemaligen Professor und Mentor halten soll, wird ihm die Ausreise nur unter der Auflage erlaubt, dass er für die Stasi einen Bericht verfasst. Der Bericht ist mehr als dürftig, aber er reicht aus. Nach der Wende wird die Universität rigoros verkleinert und damit die vertraute und geschützte Umgebung von Friedeward. Die Stasi-Akte kommt zu Tage. Er könnte sich vor der Entlassung durch ein Coming-Out schützen, das ihn vom Täter zum Opfer machen würde. Der Roman handelt vom Verstecken, von geschützten Orten der Erfüllung und vom Verlassenwerden. Erzählt wird auktorial mehr oder weniger linear in einem schlichten, sachlichen Ton. Das ist wenig modern, gibt aber dem Leser sehr viel Raum für eigene Überlegungen und Erkenntnisse zudem entspricht diese Form dem Protagonisten: «Friedeward Ringeling ‒ und da waren sich selbst seine engsten Freunde einig ‒ war ein Original, ein kostbares Relikt aus der Welt der Großmütter, der Kutschen und Hauskonzerte, einer Zeit, in der die Toilette nicht einen Abort bezeichnete, sondern Gegenstand des öffentlichen Interesses war und mal mehr, mal weniger Bewunderung hervorrief.»

  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In diesem großartigen Buch wird die Liebesgeschichte zweier Männer erzählt, begonnen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bis nach dem Mauerfall. Eine Liebe, die nicht öffentlich gelebt werden darf und an den gesetzten Grenzen zerbricht. Deutsche Zeitgeschichte, sprachlich sachlich und klar, voller Empathie für seine Protagonisten. Wir lesen ein sehr berührendes Buch, das man so schnell nicht wieder vergisst. Für mich eines der besten des Jahres!

  • Ute Hoffmann

    5/5

    11.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Verwirrungen der Liebe

    Wir begleiten den Protagonisten durch sein Leben und erfahren mit ihm die Wirrungen der Liebe in verschiedenen Gesellschaftssystemen und zwischenmenschlichen Situationen, die sein Leben prägen und bestimmen und ein folgerichtiges (?) Ende ansteuern.

  • Bewertung

    5/5

    11.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    § 175

    Eine große Liebe - aber die Liebenden sind zwei Männer in einem totalitären Staat ( DDR ) in den 50er Jahren. Würden sie entdeckt, droht ihnen bestenfalls das Zuchthaus. Da haben sie eine Idee, die in die Tat umgesetzt wird. Aber das Herzeleid und die Angst doch noch entdeckt zu werden überschattet ihr Leben. Ein wunderbarer Roman, der mit wenigen Worten eine ganze Gefühlswelt öffnet. Christoph Hein gehört nicht zuletzt wegen seiner Sprache zu meinen Lieblingsautoren !!!

  • Bewertung

    4/5

    21.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Eine inzwischen merkwürdige LGBTQ+ Geschichte

    Friedeward und Wolfgang lieben einander, was dem strengen Vater so gar nicht passt. Jedoch weiß diese Vaterfigur ein Hilfsmittel um seinen Sohn wieder auf die richtige Bahn zu rücken: der über Generationen bewährte Siebenstriemer. Die beiden Verliebten finden jedoch über Jahrzehnte hinweg Möglichkeiten immer wieder zueinander zu finden. Selbst zu dem Zeitpunkt, wenn eine Mauer zwischen Ost und West gebaut wird. Es war befremdlich wieder eine Erzählung mit LGBTQ+ Charakteren zu lesen, welche nicht positiv aufgenommen werden. Besonders interessant fand ich das Setting der Studienaufenthalte der Verliebten in Jena, Leipzig und Berlin, da dies alles Städte sind zu denen ich persönlichen Bezug habe. Ich kann an diesem Roman schätzen, dass er viel Handlung hat und diese auch wohlformuliert herüber bringen konnte, jedoch erschien mir der Stil zuweil auch sehr unterkühlt.

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Bewertungen (6)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Gregor Schwarzenbrunner

    Gregor Schwarzenbrunner

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    24.11.2018

    eBook (ePUB)

    Ein zweigeteiltes Land und eine Liebe

    In einem dezenten beinahe zu zurückgehaltenen Tonfall erzählt Christoph Hein in seinem neuen Roman „Verwirrnis“ über das Schicksal eines schwulen Mannes im Wandel der Zeit, von den 50er Jahren bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Stereotype der Charaktere stechen beim Lesen deutlich hervor und sind, gemessen am Roman der wie die Einträge in einem Tagebuch, oder einer Chronik daherkommt, dass Element mit dem meisten Unterhaltungswert. Über seine Charaktere sagte der Schriftsteller im Interview mit der Berliner Zeitung, dass er am Anfang nur ein paar Striche in der Figurenskizze habe. „Da habe ich noch alle Freiheiten. Doch je weiter ich beim Schreiben bin, desto mehr muss ich dem Gemälde oder der Zeichnung gehorchen. Ich kann nicht dem bärtigen Mann den Körper einer Frau geben. Die Figur zwingt mich in eine bestimmte Richtung." Die Dialoge der verschiedenen Charaktere sind allesamt sehr ähnlich, egal wer gerade spricht, und meiner Meinung nach sind sie etwas hölzern. Sie bleiben dem oben bereits erwähnten Stil der Chronik treu und heben sich dennoch ab. „Verwirrnis“ ist ein in sich perfekt abgestimmter Roman, in dem sogar die Sprache zuweil altmodisch klingt. Der Schriftsteller erzählt im Geschichtspanorama eines zweigeteilten Landes über eine schwule Liebe. Er deutet das Körperliche oft nur an und bleibt auch hier eher nüchtern und reduziert. Hier hat mich das Werk an Markus Jägers „Helden für immer“ erinnert.

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