• Produktbild: Winterbienen

Winterbienen Roman

18

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.07.2019

Abbildungen

mit 13 Zeichnungen

Illustriert von

Erasmus Scheuer

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

319

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3 cm

Gewicht

442 g

Farbe

Cool Grey / Dunkelbraun

Auflage

8

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-73963-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.07.2019

Abbildungen

mit 13 Zeichnungen

Illustriert von

Erasmus Scheuer

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

319

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3 cm

Gewicht

442 g

Farbe

Cool Grey / Dunkelbraun

Auflage

8

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-73963-7

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Xirxe

    aus Hannover

    5/5

    09.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So schön - und doch so traurig

    Was für ein schönes Buch, das von einer entsetzlichen Zeit erzählt. Es ist das letzte Kriegsjahr des II. Weltkriegs und in der Eifel ist es bisher vergleichsweise ruhig geblieben. Egidius, der aufgrund seiner Epilepsie nicht eingezogen wurde und dank des Einflusses seines Bruders der Euthanasie entging, kümmert sich nach seiner Entlassung als Lehrer um seine Bienenvölker und um manche zurückgelassene Frau. Hin und wieder bringt er Juden über die Grenze, um sich so Geld für seine Medikamente zu verdienen, doch mit dem Vorrücken der Alliierten wird es immer gefährlicher. Es ist eigentlich ein gemächliches Buch, wenn sich der kriegerische Hintergrund nicht immer wieder in den meist friedlichen und beschaulichen Tagebucheinträgen des Egidius in den Vordergrund drängen würde. Hauptthema seiner Einträge ist die Beobachtung und Pflege sowie Entwicklung seiner Bienen, denen er sich eng verbunden fühlt. Seine restliche freie Zeit widmet er der Übersetzung alter Dokumente seines Vorfahren Ambrosius aus dem Latein und den Frauen, denen er zugetan ist. Es wirkt, als wäre er ein glücklicher Mensch, wenn nicht stets aufs Neue das Grauen des Krieges in Erscheinung treten würde. An Handlung gibt es nicht viel zu berichten, denn die Tage verlaufen recht gleichförmig. Doch wie der Autor dieses Wenige erzählt, ist so voller Zuneigung und Aufmerksamkeit, dass man beim Lesen unweigerlich eine grosse Sympathie zu Bienen und Ambrosius entwickelt und die Entsetzlichkeit des Krieges im Gegensatz dazu noch stärker wirkt. Ein schönes und trauriges Buch über das Leben, die Liebe und die Sinnlosigkeit des Krieges.

  • Hanna von Buchsichten

    aus Düsseldorf

    5/5

    28.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Zweite Weltkrieg aus Sicht eines Imkers und Fluchthelfers

    Im Januar 1944 ist Egidius Arimond in seinem Bergarbeiterstädtchen im Urfttal in der Eifel einer der wenigen Männer, die nicht zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Als Epileptiker wurde er als Lehrer entlassen und kümmert sich jetzt vor allem um seine Bienenvölker. Weil sein Bruder ein bekannter Pilot und Kriegsheld ist, wurde er von den Nazis bislang nicht deportiert. Doch seine Medikamtente sind teuer, und vom Verkauf des Honigs und Bienenwachses allein kann er sie nicht bezahlen, den größten Teil muss er sowieso an den Staat abgeben. Deshalb bringt er in präparierten Bienenstöcken Juden zur belgischen Grenze. Als die Alliierten immer weiter vorrücken, wird die Lage für Egidius zunehmend gefährlich. Der Roman ist in Tagebuchform verpasst und nimmt den Leser mit in die Jahre 1944 und 1945. Ein undatiertes Blatt mit einer Vorstellung des Protagonisten gibt zu Beginn einen ersten Überblick, in welcher Situation Egidius sich befindet. Als Epileptiker wurde er als Lehrer entlassen und zwangssterilisiert. Seine Tage verbringt er nun vor allem mit seinen Bienen und seine Nächte mit wechselnden Frauen. Die Einträge sind in ruhiger, nüchterner Sprache verfasst. Egidius berichtet über alltägliche Begebenheiten, schwierigere Themen schreibt er seltener nieder, auch wenn er seine Notizen im doppelten Boden eines Bienenstocks versteckt. So erfährt man erst nach einer Weile, dass er dabei hilft, Juden über die Grenze zu bringen - laut eigener Aussage vor allem, um sich seine Medikamtente leisten zu können. Neue Instruktuionen erhält er über Notizen in einem Bibliotheksband. Dort ist er fast täglich, um Lateinunterricht zu geben und die Aufzeichnungen seines Vorfahren Ambrosius zu übersetzen. Ambrosius Agrimond züchtete bereits im 15. Jahrhundert Bienen in der Eifel und gründete eine Familie, nachdem er das nahegelegene Kloster verlassen hatte. Als Junge begegnete er Johann von Erkelenz, der das Herz des verstorbenen Nicolaus Cusanus von Rom nach Cues bringen sollte. Da ich in Erkelenz das Cusanus-Gymnasium besucht habe, fand ich diese Einblicke besonders interessant. Während der Krieg tobt, beschäftigt sich Egidius ausführlich mit dem Verhalten seiner Bienen. Als Leser erfährt man dabei so einiges über Bienenvölker und ihre Aufgaben im Laufe eines Jahres. Das steht in Kontrast zum Kriegsgeschehen, das Egidius sieht und von dem er hört. Flugzeugabstürze und erschossene Piloten, entkräftete Juden, die ihm ihr Leben anvertrauen, Vergewaltigungen, Bombenabwürfe und immer mehr Soldaten überall. Gedanklich zieht sich Egidius immer wieder auf schöne Momente und die Zeit mit seinen Bienen zurück, diese Passagen lesen sich fast schon leicht. Dann jedoch folgen wieder Schilderungen zu dem, was gerade wirklich um ihn herum passiert, die umso mehr bedrücken und erschrecken. Dabei wächst auch die Angst in Egidius, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren oder aufzufliegen. „Winterbienen“ berichtet authentisch von den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges aus der Sicht eines Imkers und Fluchthelfers, der auf Medikamtente angewiesen ist. Dem Autor gelingt es, hinter seiner Figur zurückzutreten und mich Egidius’ Stimme hören zu lassen. Sehr gerne empfehle ich diesen Roman weiter.

  • Bewertung

    5/5

    29.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Imker als Fluchthelfer

    Der Wehrdienstuntaugliche Egidius hat einen (riskanten) Weg gefunden, nicht nur sich sondern auch Anderen in Zeiten des Krieges zu helfen. Sehr lesenswert für Bienen- und Menschenfreunde.

  • Buecherseele79

    5/5

    28.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Retter der Winterbienen

    Egidius Arimond lebt in der Eifel, es sind die letzten Monate des zweiten Weltkrieges, auch wenn dies noch keiner weiß. Egidius hat Epilepsie, ist kriegsuntauglich und manchen im Dorf ein Dorn im Auge. Doch er liebt das einfache Leben, die ein oder andere Frau, aber die große Liebe sind seine Bienenstöcke. Mit ihnen schmuggelt er auch Flüchtlinge, meist Juden, über die Grenze.. und eigentlich möchte Egidius nur in Frieden leben, seinen Bruder Alfons wieder bei sich wissen... Was für ein facettenreiches und doch so bewegendes, berührendes Buch. Der Titel hätte im Allgemeinen nicht besser gewählt werden können, ein kleines Highlight noch für das Jahr 2019. Der Autor, in seinem Nachwort, erwähnt wie es zu dieser Geschichte gekommen ist, alleine dies ist bewegend, interessant und rundet die Geschichte komplett ab. Doch schon der Schreibstil nimmt einen sofort ein, man merkt die Liebe zum Detail an den Gedanken von Egidius, aber auch die Zeichnungen und kleinen Erklärungen zu den verschiedenen Bombern/Flugzeugen sind interessant und fügen sich in das Gesamtbild sehr gut ein, hier merkt man auch die Liebe zum Bruder von Egidius, Alfons. In der Geschichte erlebt man zwei Zeitepochen, einmal die von Egidius, dann die von Ambrosius Arimond, der in ein Benediktinerkloster lebte, dort Bienen züchtete und wie sein Weg ihn zum Kloster führte, und warum er wieder austrat. Egidius ist ein Unikat, man hat ihn als Person nicht wirklich vor Augen, er bleibt ein bisschen hüllenlos und doch ist er unheimlich interessant. Durch seine Epilepsie ist er womöglich auch ein bisschen verschroben, etwas unbekümmerter, manchmal mag er gefühllos wirken, aber trotzdem hat er, für mich, das Herz am richtigen Fleck und ich glaube dass seine manchmal andere Sicht auf die Dinge ihm viele Sachen erleichtern. Seine Liebe und Hingabe zu den Bienen, wie er sich um sich kümmert, Vergleiche zwischen Bienen und der menschlichen Gesellschaft zieht, das hat mich sehr berührt, bewegt und der Autor hat ein Händchen dies sehr bildhaft und natürlich an den Leser heranzutragen, man lernt hier noch unheimlich viel über das Leben der Bienen. Diese Liebe zu den kleinen Honigsammlern macht die Geschichte manchmal etwas erträglicher, weicher, schöner, denn Egidius wird im Dorf meist gemieden, er kann nicht in den Krieg, ist kriegsuntauglich, auch als Lehrer darf er nicht mehr arbeiten und die Ablehnung wird ihm von vielen Menschen entgegengebracht. Auch, trotz dem kleinen Dorf, ist es schwer sich selbst zu versorgen, der Krieg und somit auch die Angriffe von Flugzeugen nehmen zu, die Dorfgemeinschaft ist zerrüttet und man kann eigentlich keinem mehr trauen. Und für Egidius kommt noch erschwerend hinzu dass er Medikamente benötigt die ihm der Apotheker aber nicht geben möchte, durch seine Erkrankung lebt Egidius eigentlich in ständiger Gefahr. Durch die Aufzeichnungen von seinem Vorfahren Ambrosius möchte Egidius mehr über die Bienen, die Aufzucht und den Werdegang der Familie erfahren, auch hier sehr authentisch und gut umgesetzt. Durch seine Bienen kann Egidius ohne Probleme reisen, wer ihn ausgesucht hat um Flüchtlinge über die Grenze zu bringen kann er nicht sagen, will er auch gar nicht, es soll alles geheim bleiben und Egidius versucht zu helfen, auch wenn ihn das oft anstrengt, manchmal nervt und eine große Gefahr auf ihn ausübt. Egidius steht für viele Menschen, die den Krieg daheim miterleben mussten, gerade als Mann ist man eher geachtet weil man als faul und unnütz gilt. Krankheiten erschwerten das damalige Leben ungemein, hier musste man ständig aufpassen nicht doch gemeldet und verschleppt zu werden, unnützes Leben hatte keinen Platz in der Gesellschaft. Der Protagonist mag anders wirken, aber dennoch hat der Autor ein sehr erschreckend gutes und vor allem bewegendes Bild über die letzten Atemzüge des zweiten Weltkrieges geschrieben, mit einem kranken Protagonisten der versucht zu helfen, zu lieben, zu leben, zu überleben. Ich kann für dieses Buch nur eine klare Leseempfehlung aussprechen! Ich danke dem C.H.Beck Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Bewertung

    aus Bad Dürkheim

    5/5

    23.10.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gerne auch mehr

    Winterbienen schlüpfen im Herbst und dürfen sich ordentlich was anfuttern, nützen ihre Reserven aber, um das Überleben des Volks zu sichern und die erste Brut im Frühjahr aufzuziehen, bevor sie sterben. Das und viele andere Details lernt der Leser aus Norbert Scheuers Roman "Winterbienen". Die Geschichte spielt in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs, 1944/45, als sich das Ende abzeichnet, in einem abgelegenen Dorf in der Eifel. Sie wird erzählt in Tagebucheinträgen und Notizen von Egidius Arimond, einem ehemaligen Lateinlehrer, der aufgrund von gesundheitlichen Problemen - er ist Epileptiker - nicht eingezogen wurde. Um das Geld für seine Medikamente aufzutreiben, führt er die Bienenzucht seines Vaters weiter und transportiert - gegen gutes Geld - heimlich Flüchtlinge in seinen Bienenstöcken über die belgische Grenze. Als Einziger jüngerer Mann in der Gegend genießt er die Gunst der lokalen Damenwelt einschließlich der Ehefrau eines Nazi-Granden. Seine Krankheit muss er verheimlichen, um nicht von den Nazis als "unwürdiges Leben" entsorgt zu werden. Je länger der Krieg sich hinzieht, desto schwieriger wird es für ihn, die Medikamente aufzutreiben und zu bezahlen, deswegen hat er Angst, immer mehr zu vergessen. Aus diesem Grund führt er Tagebuch, außerdem führt er darin Buch über die Ereignisse des "Bienenjahres" und nützt sie, drittens, um die Fragmente eines Berichts eines seiner Vorfahren aus dem Mittelalter zu übersetzen, der die Imkerei in die Familie gebracht hat. Der Leser schaut ihm dabei über die Schulter und erhält auf diese Weise einen Eindruck von den Verhältnissen damals. Egidius berichtet anschaulich, gelegentlich beinahe philosophisch und zuweilen geradezu lakonisch. Ich persönlich habe eine Weile gebraucht, um mich von der Idee und dem Stil des Autors faszinieren zu lassen, aber nachdem es mich gepackt hatte, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Wie es dem Autor gelingt, mit so einer schlichten und ungekünstelten Sprache so lebendige Bilder zu zaubern, ist einfach genial. Den Wilhelm-Raabe-Preis hat er auf jeden Fall verdient - und gerne auch mehr.

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Bewertungen (18)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Rainer Kleinferchner

    Rainer Kleinferchner

    Thalia Wien – Westfield Donau Zentrum

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.07.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das mich tief berührt hat

    Die letzten Monate des 2. Weltkriegs. Die Front rückt näher. Noch ist es ruhig in dem kleinen Bauerndorf unweit der deutsch/belgischen Grenze. Die Bienen gehen ihrer Arbeit nach und Egidius geniest die Ruhe in der Natur. Auf Grund seiner Epilepsie muss er keinen Kriegsdienst verrichten. Während sein Bruder, ein gefeierter Pilot, einen Abschuss nach dem Anderen feiert, kümmert er sich lieber um seine geliebten Bienen. Und um jüdische Flüchtlinge, welche er mit Hilfe seiner fleißigen Insekten über die Grenze schmuggelt. Ein lebensgefährliches Unterfangen, was auch Egidius schnell klar wird. ***** Wow! Was für ein Buch! Der Autor erzählt in Form von Tagebucheinträgen aus Egidius´ Leben, und schon nach ein paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die ländliche Idylle ist beim Lesen förmlich spürbar, und doch schleicht sich das Grauen allmählich in diesen ungestörten Alltag. Von Seite zu Seite, und das Buch liest sich wirklich schnell, wird einem klarer, dass all das, was man beim Lesen so schnell zu lieben lernte, von einem schrecklichen Dämon namens Krieg bedroht wird. Wie froh muss man sein, solch furchtbare Zeiten nicht miterlebt zu haben! ***** Harmonie, Schrecken, Humor, Heldentum, Liebe und Melancholie. Dieses Buch bietet all dies und meine tiefe Bewunderung gilt dem Hauptprotagonisten, der stellvertretend für all die Helden steht, die ihr Leben damals riskierten, um Anderen das Ihrige zu ermöglichen. ***** Und während ich diese lobenden Worte schreibe, gehen die eigentlichen Helden des Buches, nämlich die Bienen, von all dem unbeeindruckt ihrer Arbeit nach. Was für faszinierende Insekten! Auch das hat mich die Lektüre gelehrt. ***** Gönnt euch dieses lang nachwirkende Buch!
  • Zum Bewerterprofil von Philipp Hagen

    Philipp Hagen

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    20.01.2020

    eBook (ePUB)

    Hört das Summen der Winterbienen.

    1944, deutsch – belgische Grenze, während des Zweiten Weltkriegs. Eine ungeheuerliche Raserei nährt sich dem Dorf im Urft und verschlingt alles. Der nicht wehrtaugliche Egidius Arimond leidet an Epilepsie. Ein unwertes Leben nach Auffassung der Nationalsozialistischen Rassenhygiene. Arimond bestreitet seinen Lebensunterhalt mit der Aufzucht von Bienen. Seine Stöcke stehen auch an der Grenze zu Belgien und dies gibt ihm die Gelegenheit, Verfolgte über die grüne Grenze nach Belgien zu bringen. Der Autor Norbert Scheuer erzählt auf 300 Seiten eine eindringliche Geschichte die ab der Hälfte einen nicht mehr loslässt. Nach dem Roman „DRACHENWAND“ eine weitere Geschichte aus dem „Alltagsleben“ während des Zweiten Weltkriegs. Und auch bei „WINTERBIENEN“ lässt uns der Autor tief in ein System blicken an dem bis zuletzt festgehalten wird. Geschickt verknüpft der Autor viele Geschichten aus dem Leben der Dorfbewohner zu einem Ganzen. Und dann sind da noch die Bienen und ihre ganz eigene Geschichte. Sind mir die Bienen zuerst noch unheimlich und lästig werden sie mir im laufe des Romans so ans Herz wachsen das ich ihren Untergang mit größeren Entsetzen lese als so manches Menschenleben das da zu Ende geht. (Auch denke ich kurz darüber nach mich selbst in der Imkerei zu versuchen). Der Krieg rückt näher. Die Front rückt näher. Befreiung und Untergang. Das Alte stirbt um etwas Neues zum Leben zu verhelfen. Sind es am Anfang des Romans noch einzelne Flugzeuge die hoch über den Wolken das kleine Dorf überfliegen werden es während des Romans immer größere Verbände die schließlich auch das Dorf selbst als Angriffsziel auf ihrer Liste führen. So schafft Norbert Scheuer ein Gefühl des näher kommenden Kriegs und eine beklemmende Atmosphäre dem ganzen nicht entkommen zu können. Mit Begeisterung flog ich über die Seiten um am Ende das größte „aha“ Erlebnis zu erhalten. Aber lesen Sie selbst, tauchen Sie ein in die Schrecken des Krieges und in die Hoffnung die in jedem von uns steckt. Ausgezeichnete Literatur die nicht umsonst auf der Liste zum diesjährigen Deutschen Buchpreis gestanden ist. „Der Krieg ist auf einem krassen Irrtum begründet worden. Man hat die Menschen für Maschinen gehalten.“ ( Hugo Ball )

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