Winterbienen

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Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.11.2019

Illustrator

Erasmus Scheuer

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

319

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.11.2019

Illustrator

Erasmus Scheuer

Verlag

C.H.Beck

Seitenzahl

319

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/3 cm

Gewicht

430 g

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-73963-7

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So schön - und doch so traurig

Xirxe aus Hannover am 09.07.2020

Bewertungsnummer: 1349898

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein schönes Buch, das von einer entsetzlichen Zeit erzählt. Es ist das letzte Kriegsjahr des II. Weltkriegs und in der Eifel ist es bisher vergleichsweise ruhig geblieben. Egidius, der aufgrund seiner Epilepsie nicht eingezogen wurde und dank des Einflusses seines Bruders der Euthanasie entging, kümmert sich nach seiner Entlassung als Lehrer um seine Bienenvölker und um manche zurückgelassene Frau. Hin und wieder bringt er Juden über die Grenze, um sich so Geld für seine Medikamente zu verdienen, doch mit dem Vorrücken der Alliierten wird es immer gefährlicher. Es ist eigentlich ein gemächliches Buch, wenn sich der kriegerische Hintergrund nicht immer wieder in den meist friedlichen und beschaulichen Tagebucheinträgen des Egidius in den Vordergrund drängen würde. Hauptthema seiner Einträge ist die Beobachtung und Pflege sowie Entwicklung seiner Bienen, denen er sich eng verbunden fühlt. Seine restliche freie Zeit widmet er der Übersetzung alter Dokumente seines Vorfahren Ambrosius aus dem Latein und den Frauen, denen er zugetan ist. Es wirkt, als wäre er ein glücklicher Mensch, wenn nicht stets aufs Neue das Grauen des Krieges in Erscheinung treten würde. An Handlung gibt es nicht viel zu berichten, denn die Tage verlaufen recht gleichförmig. Doch wie der Autor dieses Wenige erzählt, ist so voller Zuneigung und Aufmerksamkeit, dass man beim Lesen unweigerlich eine grosse Sympathie zu Bienen und Ambrosius entwickelt und die Entsetzlichkeit des Krieges im Gegensatz dazu noch stärker wirkt. Ein schönes und trauriges Buch über das Leben, die Liebe und die Sinnlosigkeit des Krieges.
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So schön - und doch so traurig

Xirxe aus Hannover am 09.07.2020
Bewertungsnummer: 1349898
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein schönes Buch, das von einer entsetzlichen Zeit erzählt. Es ist das letzte Kriegsjahr des II. Weltkriegs und in der Eifel ist es bisher vergleichsweise ruhig geblieben. Egidius, der aufgrund seiner Epilepsie nicht eingezogen wurde und dank des Einflusses seines Bruders der Euthanasie entging, kümmert sich nach seiner Entlassung als Lehrer um seine Bienenvölker und um manche zurückgelassene Frau. Hin und wieder bringt er Juden über die Grenze, um sich so Geld für seine Medikamente zu verdienen, doch mit dem Vorrücken der Alliierten wird es immer gefährlicher. Es ist eigentlich ein gemächliches Buch, wenn sich der kriegerische Hintergrund nicht immer wieder in den meist friedlichen und beschaulichen Tagebucheinträgen des Egidius in den Vordergrund drängen würde. Hauptthema seiner Einträge ist die Beobachtung und Pflege sowie Entwicklung seiner Bienen, denen er sich eng verbunden fühlt. Seine restliche freie Zeit widmet er der Übersetzung alter Dokumente seines Vorfahren Ambrosius aus dem Latein und den Frauen, denen er zugetan ist. Es wirkt, als wäre er ein glücklicher Mensch, wenn nicht stets aufs Neue das Grauen des Krieges in Erscheinung treten würde. An Handlung gibt es nicht viel zu berichten, denn die Tage verlaufen recht gleichförmig. Doch wie der Autor dieses Wenige erzählt, ist so voller Zuneigung und Aufmerksamkeit, dass man beim Lesen unweigerlich eine grosse Sympathie zu Bienen und Ambrosius entwickelt und die Entsetzlichkeit des Krieges im Gegensatz dazu noch stärker wirkt. Ein schönes und trauriges Buch über das Leben, die Liebe und die Sinnlosigkeit des Krieges.

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Der Zweite Weltkrieg aus Sicht eines Imkers und Fluchthelfers

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 28.01.2020

Bewertungsnummer: 1261445

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Januar 1944 ist Egidius Arimond in seinem Bergarbeiterstädtchen im Urfttal in der Eifel einer der wenigen Männer, die nicht zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Als Epileptiker wurde er als Lehrer entlassen und kümmert sich jetzt vor allem um seine Bienenvölker. Weil sein Bruder ein bekannter Pilot und Kriegsheld ist, wurde er von den Nazis bislang nicht deportiert. Doch seine Medikamtente sind teuer, und vom Verkauf des Honigs und Bienenwachses allein kann er sie nicht bezahlen, den größten Teil muss er sowieso an den Staat abgeben. Deshalb bringt er in präparierten Bienenstöcken Juden zur belgischen Grenze. Als die Alliierten immer weiter vorrücken, wird die Lage für Egidius zunehmend gefährlich. Der Roman ist in Tagebuchform verpasst und nimmt den Leser mit in die Jahre 1944 und 1945. Ein undatiertes Blatt mit einer Vorstellung des Protagonisten gibt zu Beginn einen ersten Überblick, in welcher Situation Egidius sich befindet. Als Epileptiker wurde er als Lehrer entlassen und zwangssterilisiert. Seine Tage verbringt er nun vor allem mit seinen Bienen und seine Nächte mit wechselnden Frauen. Die Einträge sind in ruhiger, nüchterner Sprache verfasst. Egidius berichtet über alltägliche Begebenheiten, schwierigere Themen schreibt er seltener nieder, auch wenn er seine Notizen im doppelten Boden eines Bienenstocks versteckt. So erfährt man erst nach einer Weile, dass er dabei hilft, Juden über die Grenze zu bringen - laut eigener Aussage vor allem, um sich seine Medikamtente leisten zu können. Neue Instruktuionen erhält er über Notizen in einem Bibliotheksband. Dort ist er fast täglich, um Lateinunterricht zu geben und die Aufzeichnungen seines Vorfahren Ambrosius zu übersetzen. Ambrosius Agrimond züchtete bereits im 15. Jahrhundert Bienen in der Eifel und gründete eine Familie, nachdem er das nahegelegene Kloster verlassen hatte. Als Junge begegnete er Johann von Erkelenz, der das Herz des verstorbenen Nicolaus Cusanus von Rom nach Cues bringen sollte. Da ich in Erkelenz das Cusanus-Gymnasium besucht habe, fand ich diese Einblicke besonders interessant. Während der Krieg tobt, beschäftigt sich Egidius ausführlich mit dem Verhalten seiner Bienen. Als Leser erfährt man dabei so einiges über Bienenvölker und ihre Aufgaben im Laufe eines Jahres. Das steht in Kontrast zum Kriegsgeschehen, das Egidius sieht und von dem er hört. Flugzeugabstürze und erschossene Piloten, entkräftete Juden, die ihm ihr Leben anvertrauen, Vergewaltigungen, Bombenabwürfe und immer mehr Soldaten überall. Gedanklich zieht sich Egidius immer wieder auf schöne Momente und die Zeit mit seinen Bienen zurück, diese Passagen lesen sich fast schon leicht. Dann jedoch folgen wieder Schilderungen zu dem, was gerade wirklich um ihn herum passiert, die umso mehr bedrücken und erschrecken. Dabei wächst auch die Angst in Egidius, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren oder aufzufliegen. „Winterbienen“ berichtet authentisch von den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges aus der Sicht eines Imkers und Fluchthelfers, der auf Medikamtente angewiesen ist. Dem Autor gelingt es, hinter seiner Figur zurückzutreten und mich Egidius’ Stimme hören zu lassen. Sehr gerne empfehle ich diesen Roman weiter.
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Der Zweite Weltkrieg aus Sicht eines Imkers und Fluchthelfers

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 28.01.2020
Bewertungsnummer: 1261445
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Januar 1944 ist Egidius Arimond in seinem Bergarbeiterstädtchen im Urfttal in der Eifel einer der wenigen Männer, die nicht zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Als Epileptiker wurde er als Lehrer entlassen und kümmert sich jetzt vor allem um seine Bienenvölker. Weil sein Bruder ein bekannter Pilot und Kriegsheld ist, wurde er von den Nazis bislang nicht deportiert. Doch seine Medikamtente sind teuer, und vom Verkauf des Honigs und Bienenwachses allein kann er sie nicht bezahlen, den größten Teil muss er sowieso an den Staat abgeben. Deshalb bringt er in präparierten Bienenstöcken Juden zur belgischen Grenze. Als die Alliierten immer weiter vorrücken, wird die Lage für Egidius zunehmend gefährlich. Der Roman ist in Tagebuchform verpasst und nimmt den Leser mit in die Jahre 1944 und 1945. Ein undatiertes Blatt mit einer Vorstellung des Protagonisten gibt zu Beginn einen ersten Überblick, in welcher Situation Egidius sich befindet. Als Epileptiker wurde er als Lehrer entlassen und zwangssterilisiert. Seine Tage verbringt er nun vor allem mit seinen Bienen und seine Nächte mit wechselnden Frauen. Die Einträge sind in ruhiger, nüchterner Sprache verfasst. Egidius berichtet über alltägliche Begebenheiten, schwierigere Themen schreibt er seltener nieder, auch wenn er seine Notizen im doppelten Boden eines Bienenstocks versteckt. So erfährt man erst nach einer Weile, dass er dabei hilft, Juden über die Grenze zu bringen - laut eigener Aussage vor allem, um sich seine Medikamtente leisten zu können. Neue Instruktuionen erhält er über Notizen in einem Bibliotheksband. Dort ist er fast täglich, um Lateinunterricht zu geben und die Aufzeichnungen seines Vorfahren Ambrosius zu übersetzen. Ambrosius Agrimond züchtete bereits im 15. Jahrhundert Bienen in der Eifel und gründete eine Familie, nachdem er das nahegelegene Kloster verlassen hatte. Als Junge begegnete er Johann von Erkelenz, der das Herz des verstorbenen Nicolaus Cusanus von Rom nach Cues bringen sollte. Da ich in Erkelenz das Cusanus-Gymnasium besucht habe, fand ich diese Einblicke besonders interessant. Während der Krieg tobt, beschäftigt sich Egidius ausführlich mit dem Verhalten seiner Bienen. Als Leser erfährt man dabei so einiges über Bienenvölker und ihre Aufgaben im Laufe eines Jahres. Das steht in Kontrast zum Kriegsgeschehen, das Egidius sieht und von dem er hört. Flugzeugabstürze und erschossene Piloten, entkräftete Juden, die ihm ihr Leben anvertrauen, Vergewaltigungen, Bombenabwürfe und immer mehr Soldaten überall. Gedanklich zieht sich Egidius immer wieder auf schöne Momente und die Zeit mit seinen Bienen zurück, diese Passagen lesen sich fast schon leicht. Dann jedoch folgen wieder Schilderungen zu dem, was gerade wirklich um ihn herum passiert, die umso mehr bedrücken und erschrecken. Dabei wächst auch die Angst in Egidius, die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren oder aufzufliegen. „Winterbienen“ berichtet authentisch von den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges aus der Sicht eines Imkers und Fluchthelfers, der auf Medikamtente angewiesen ist. Dem Autor gelingt es, hinter seiner Figur zurückzutreten und mich Egidius’ Stimme hören zu lassen. Sehr gerne empfehle ich diesen Roman weiter.

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Winterbienen

von Norbert Scheuer

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Rainer Kleinferchner

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Ein Buch, das mich tief berührt hat

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die letzten Monate des 2. Weltkriegs. Die Front rückt näher. Noch ist es ruhig in dem kleinen Bauerndorf unweit der deutsch/belgischen Grenze. Die Bienen gehen ihrer Arbeit nach und Egidius geniest die Ruhe in der Natur. Auf Grund seiner Epilepsie muss er keinen Kriegsdienst verrichten. Während sein Bruder, ein gefeierter Pilot, einen Abschuss nach dem Anderen feiert, kümmert er sich lieber um seine geliebten Bienen. Und um jüdische Flüchtlinge, welche er mit Hilfe seiner fleißigen Insekten über die Grenze schmuggelt. Ein lebensgefährliches Unterfangen, was auch Egidius schnell klar wird. ***** Wow! Was für ein Buch! Der Autor erzählt in Form von Tagebucheinträgen aus Egidius´ Leben, und schon nach ein paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die ländliche Idylle ist beim Lesen förmlich spürbar, und doch schleicht sich das Grauen allmählich in diesen ungestörten Alltag. Von Seite zu Seite, und das Buch liest sich wirklich schnell, wird einem klarer, dass all das, was man beim Lesen so schnell zu lieben lernte, von einem schrecklichen Dämon namens Krieg bedroht wird. Wie froh muss man sein, solch furchtbare Zeiten nicht miterlebt zu haben! ***** Harmonie, Schrecken, Humor, Heldentum, Liebe und Melancholie. Dieses Buch bietet all dies und meine tiefe Bewunderung gilt dem Hauptprotagonisten, der stellvertretend für all die Helden steht, die ihr Leben damals riskierten, um Anderen das Ihrige zu ermöglichen. ***** Und während ich diese lobenden Worte schreibe, gehen die eigentlichen Helden des Buches, nämlich die Bienen, von all dem unbeeindruckt ihrer Arbeit nach. Was für faszinierende Insekten! Auch das hat mich die Lektüre gelehrt. ***** Gönnt euch dieses lang nachwirkende Buch!
5/5

Ein Buch, das mich tief berührt hat

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die letzten Monate des 2. Weltkriegs. Die Front rückt näher. Noch ist es ruhig in dem kleinen Bauerndorf unweit der deutsch/belgischen Grenze. Die Bienen gehen ihrer Arbeit nach und Egidius geniest die Ruhe in der Natur. Auf Grund seiner Epilepsie muss er keinen Kriegsdienst verrichten. Während sein Bruder, ein gefeierter Pilot, einen Abschuss nach dem Anderen feiert, kümmert er sich lieber um seine geliebten Bienen. Und um jüdische Flüchtlinge, welche er mit Hilfe seiner fleißigen Insekten über die Grenze schmuggelt. Ein lebensgefährliches Unterfangen, was auch Egidius schnell klar wird. ***** Wow! Was für ein Buch! Der Autor erzählt in Form von Tagebucheinträgen aus Egidius´ Leben, und schon nach ein paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die ländliche Idylle ist beim Lesen förmlich spürbar, und doch schleicht sich das Grauen allmählich in diesen ungestörten Alltag. Von Seite zu Seite, und das Buch liest sich wirklich schnell, wird einem klarer, dass all das, was man beim Lesen so schnell zu lieben lernte, von einem schrecklichen Dämon namens Krieg bedroht wird. Wie froh muss man sein, solch furchtbare Zeiten nicht miterlebt zu haben! ***** Harmonie, Schrecken, Humor, Heldentum, Liebe und Melancholie. Dieses Buch bietet all dies und meine tiefe Bewunderung gilt dem Hauptprotagonisten, der stellvertretend für all die Helden steht, die ihr Leben damals riskierten, um Anderen das Ihrige zu ermöglichen. ***** Und während ich diese lobenden Worte schreibe, gehen die eigentlichen Helden des Buches, nämlich die Bienen, von all dem unbeeindruckt ihrer Arbeit nach. Was für faszinierende Insekten! Auch das hat mich die Lektüre gelehrt. ***** Gönnt euch dieses lang nachwirkende Buch!

Rainer Kleinferchner
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Philipp Urbanek

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4/5

Hört das Summen der Winterbienen.

Bewertet: eBook (ePUB)

1944, deutsch – belgische Grenze, während des Zweiten Weltkriegs. Eine ungeheuerliche Raserei nährt sich dem Dorf im Urft und verschlingt alles. Der nicht wehrtaugliche Egidius Arimond leidet an Epilepsie. Ein unwertes Leben nach Auffassung der Nationalsozialistischen Rassenhygiene. Arimond bestreitet seinen Lebensunterhalt mit der Aufzucht von Bienen. Seine Stöcke stehen auch an der Grenze zu Belgien und dies gibt ihm die Gelegenheit, Verfolgte über die grüne Grenze nach Belgien zu bringen. Der Autor Norbert Scheuer erzählt auf 300 Seiten eine eindringliche Geschichte die ab der Hälfte einen nicht mehr loslässt. Nach dem Roman „DRACHENWAND“ eine weitere Geschichte aus dem „Alltagsleben“ während des Zweiten Weltkriegs. Und auch bei „WINTERBIENEN“ lässt uns der Autor tief in ein System blicken an dem bis zuletzt festgehalten wird. Geschickt verknüpft der Autor viele Geschichten aus dem Leben der Dorfbewohner zu einem Ganzen. Und dann sind da noch die Bienen und ihre ganz eigene Geschichte. Sind mir die Bienen zuerst noch unheimlich und lästig werden sie mir im laufe des Romans so ans Herz wachsen das ich ihren Untergang mit größeren Entsetzen lese als so manches Menschenleben das da zu Ende geht. (Auch denke ich kurz darüber nach mich selbst in der Imkerei zu versuchen). Der Krieg rückt näher. Die Front rückt näher. Befreiung und Untergang. Das Alte stirbt um etwas Neues zum Leben zu verhelfen. Sind es am Anfang des Romans noch einzelne Flugzeuge die hoch über den Wolken das kleine Dorf überfliegen werden es während des Romans immer größere Verbände die schließlich auch das Dorf selbst als Angriffsziel auf ihrer Liste führen. So schafft Norbert Scheuer ein Gefühl des näher kommenden Kriegs und eine beklemmende Atmosphäre dem ganzen nicht entkommen zu können. Mit Begeisterung flog ich über die Seiten um am Ende das größte „aha“ Erlebnis zu erhalten. Aber lesen Sie selbst, tauchen Sie ein in die Schrecken des Krieges und in die Hoffnung die in jedem von uns steckt. Ausgezeichnete Literatur die nicht umsonst auf der Liste zum diesjährigen Deutschen Buchpreis gestanden ist. „Der Krieg ist auf einem krassen Irrtum begründet worden. Man hat die Menschen für Maschinen gehalten.“ ( Hugo Ball )
4/5

Hört das Summen der Winterbienen.

Bewertet: eBook (ePUB)

1944, deutsch – belgische Grenze, während des Zweiten Weltkriegs. Eine ungeheuerliche Raserei nährt sich dem Dorf im Urft und verschlingt alles. Der nicht wehrtaugliche Egidius Arimond leidet an Epilepsie. Ein unwertes Leben nach Auffassung der Nationalsozialistischen Rassenhygiene. Arimond bestreitet seinen Lebensunterhalt mit der Aufzucht von Bienen. Seine Stöcke stehen auch an der Grenze zu Belgien und dies gibt ihm die Gelegenheit, Verfolgte über die grüne Grenze nach Belgien zu bringen. Der Autor Norbert Scheuer erzählt auf 300 Seiten eine eindringliche Geschichte die ab der Hälfte einen nicht mehr loslässt. Nach dem Roman „DRACHENWAND“ eine weitere Geschichte aus dem „Alltagsleben“ während des Zweiten Weltkriegs. Und auch bei „WINTERBIENEN“ lässt uns der Autor tief in ein System blicken an dem bis zuletzt festgehalten wird. Geschickt verknüpft der Autor viele Geschichten aus dem Leben der Dorfbewohner zu einem Ganzen. Und dann sind da noch die Bienen und ihre ganz eigene Geschichte. Sind mir die Bienen zuerst noch unheimlich und lästig werden sie mir im laufe des Romans so ans Herz wachsen das ich ihren Untergang mit größeren Entsetzen lese als so manches Menschenleben das da zu Ende geht. (Auch denke ich kurz darüber nach mich selbst in der Imkerei zu versuchen). Der Krieg rückt näher. Die Front rückt näher. Befreiung und Untergang. Das Alte stirbt um etwas Neues zum Leben zu verhelfen. Sind es am Anfang des Romans noch einzelne Flugzeuge die hoch über den Wolken das kleine Dorf überfliegen werden es während des Romans immer größere Verbände die schließlich auch das Dorf selbst als Angriffsziel auf ihrer Liste führen. So schafft Norbert Scheuer ein Gefühl des näher kommenden Kriegs und eine beklemmende Atmosphäre dem ganzen nicht entkommen zu können. Mit Begeisterung flog ich über die Seiten um am Ende das größte „aha“ Erlebnis zu erhalten. Aber lesen Sie selbst, tauchen Sie ein in die Schrecken des Krieges und in die Hoffnung die in jedem von uns steckt. Ausgezeichnete Literatur die nicht umsonst auf der Liste zum diesjährigen Deutschen Buchpreis gestanden ist. „Der Krieg ist auf einem krassen Irrtum begründet worden. Man hat die Menschen für Maschinen gehalten.“ ( Hugo Ball )

Philipp Urbanek
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