Im Schatten des Turms

Ein Wien-Roman

René Anour

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Beschreibung

Hinter den Mauern des Narrenturms, der ersten psychiatrischen Heilanstalt der Welt ... Ein hervorragend recherchierter und extrem spannender Roman, der ein außergewöhnliches Stück Medizinhistorie vor der Kulisse weltgeschichtlicher Ereignisse erzählt.

Wien, 1787. Der Medizinstudent Alfred ist fasziniert vom sogenannten Narrenturm. Hier werden erstmals die Irrsinnigen behandelt, ein ganz neuer Zweig der Medizin. Doch die Zustände sind erbarmungswürdig. Und der Anblick einer jungen Frau mit seltsamen Malen auf den Armen lässt ihn nicht los.

Die junge Adlige Helene war noch nie am Wiener Hof. Ihr Vater hält Schönbrunn für eine Schlangengrube und will seine Tochter möglichst lange von dort fernhalten. Doch er kann sie nicht beschützen.

Der Student, der zu viel sieht. Und die Adlige, die frei sein will. Zwei Menschen, ein Schicksal – das sich im Schatten des Turms entscheiden wird …

Ein großes historisches Panorama: vom Narrenturm bis nach Schönbrunn, vom idyllischen Jagdschloss bis in die Türkenkriege.

Produktdetails

Verkaufsrang 1278
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 15.10.2019
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Seitenzahl 656
Maße (H) 19,1/12,8/5 cm
Gewicht 550 g
Auflage 2. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27670-5

Das meinen unsere Kund*innen

4.7/5.0

21 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

5/5

Ein wahres Juwel unter den historischen Romanen

Lesendes Federvieh aus München am 18.03.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wien, 1787: Der Narrenturm, in dem Mediziner erstmals versuchen den Irrsinn zu heilen, übt auf den Medizinstudenten Alfred eine starke Faszination aus. Allerdings sind die dortigen Zustände mitleiderregend und besonders der Anblick einer jungen Patientin mit ungewöhnlichen Brandmalen auf den Armen lässt den angehenden Mediziner nicht los. Zur gleichen Zeit genießt die junge Adelige Helene unter der schützenden Hand ihres Vaters die große Ausnahme sich als Frau mit den Naturwissenschaften anstelle des höfischen Geplänkels zu beschäftigen. Doch er kann sie nicht ewig von der Schlangengrube Schönbrunn und den Intrigen bei Hofe fernhalten. Die Schicksale der beiden Menschen, deren Herkunft unterschiedlicher nicht sein könnte, sind miteinander verbunden und werden sich im Schatten des Turms entscheiden. Selten hat mich ein Buch so in den Bann gezogen wie "Im Schatten des Turms", das definitiv jetzt schon eines meiner Jahreshighlights ist. Was zunächst wie eine lockere Romanze zwischen einer nach Freiheit strebenden Adeligen und einem fleißigen Studenten von niederem Stand anmutete, entpuppte sich zusehends als großartige Erzählung von weltgeschichtlichem Ausmaße, die ich förmlich inhaliert habe. Besonders beeindruckt hat mich dabei das thematische Facettenreichtum der Geschichte. Die erste psychiatrische Heilanstalt im Wiener Narrenturm samt der dortigen fragwürdigen Behandlungsmethoden findet genauso Anklang wie die offenkundigen Unterschiede zwischen den Ständen zur Zeit der Regentschaft von Kaiser Joseph II., die in eindrucksvollen wie abschreckenden Szenen deutlich werden. Gleichermaßen bewegt man sich auf den Tanzflächen der prunkvollen Ballsäle bei Hofe nebst der Absurditäten des Adels und verfolgt die bis an die Front der osmanischen Kriege reichenden Intrigen der Mächtigen. Zum vollendeten Lesegenuss tragen auch die vielschichtigen Haupt- wie Nebencharaktere bei, die der Geschichte mit ihren Eigenheiten und vor allem ihrer Echtheit Leben einhauchen. Zum einen ist das die wissbegierige Adelstochter Helene, die dem goldenen Käfig des Schlosses mitsamt der Ungerechtigkeiten zwischen den Ständen entfliehen möchte, zum anderen gibt es Alfred. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Medizinstudent ist harte Arbeit sowie die Niedertracht der Wohlgeborenen gewohnt und besitzt obendrein einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, der ihn ein ums andere Mal in Schwierigkeiten bringt. Beider unterschiedlicher Lebenswege sind spannend zu verfolgen, vor allem nachdem sie aufeinanderprallen und sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander verflechten. Doch auch Charaktere wie die gewiefte Zofe Gertraud, der undurchsichtige Graf Walsegg, die Jägersmänner Piruwetz und der Major oder gar die intrigante Gräfin sind unglaublich gut gelungen und verleihen der Erzählung ihren besonderen Glanz. Ein wahres Juwel unter den historischen Romanen: "Im Schatten des Turms" beeindruckt mit ausdrucksstarken Charakteren vor fundierter Kulisse, greift Themen wie den ersten Wiener Narrenturm sowie die Türkenkriege auf und erzählt eine großartige Geschichte zwischen Armut und Reichtum.

5/5

Ein wahres Juwel unter den historischen Romanen

Lesendes Federvieh aus München am 18.03.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wien, 1787: Der Narrenturm, in dem Mediziner erstmals versuchen den Irrsinn zu heilen, übt auf den Medizinstudenten Alfred eine starke Faszination aus. Allerdings sind die dortigen Zustände mitleiderregend und besonders der Anblick einer jungen Patientin mit ungewöhnlichen Brandmalen auf den Armen lässt den angehenden Mediziner nicht los. Zur gleichen Zeit genießt die junge Adelige Helene unter der schützenden Hand ihres Vaters die große Ausnahme sich als Frau mit den Naturwissenschaften anstelle des höfischen Geplänkels zu beschäftigen. Doch er kann sie nicht ewig von der Schlangengrube Schönbrunn und den Intrigen bei Hofe fernhalten. Die Schicksale der beiden Menschen, deren Herkunft unterschiedlicher nicht sein könnte, sind miteinander verbunden und werden sich im Schatten des Turms entscheiden. Selten hat mich ein Buch so in den Bann gezogen wie "Im Schatten des Turms", das definitiv jetzt schon eines meiner Jahreshighlights ist. Was zunächst wie eine lockere Romanze zwischen einer nach Freiheit strebenden Adeligen und einem fleißigen Studenten von niederem Stand anmutete, entpuppte sich zusehends als großartige Erzählung von weltgeschichtlichem Ausmaße, die ich förmlich inhaliert habe. Besonders beeindruckt hat mich dabei das thematische Facettenreichtum der Geschichte. Die erste psychiatrische Heilanstalt im Wiener Narrenturm samt der dortigen fragwürdigen Behandlungsmethoden findet genauso Anklang wie die offenkundigen Unterschiede zwischen den Ständen zur Zeit der Regentschaft von Kaiser Joseph II., die in eindrucksvollen wie abschreckenden Szenen deutlich werden. Gleichermaßen bewegt man sich auf den Tanzflächen der prunkvollen Ballsäle bei Hofe nebst der Absurditäten des Adels und verfolgt die bis an die Front der osmanischen Kriege reichenden Intrigen der Mächtigen. Zum vollendeten Lesegenuss tragen auch die vielschichtigen Haupt- wie Nebencharaktere bei, die der Geschichte mit ihren Eigenheiten und vor allem ihrer Echtheit Leben einhauchen. Zum einen ist das die wissbegierige Adelstochter Helene, die dem goldenen Käfig des Schlosses mitsamt der Ungerechtigkeiten zwischen den Ständen entfliehen möchte, zum anderen gibt es Alfred. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Medizinstudent ist harte Arbeit sowie die Niedertracht der Wohlgeborenen gewohnt und besitzt obendrein einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, der ihn ein ums andere Mal in Schwierigkeiten bringt. Beider unterschiedlicher Lebenswege sind spannend zu verfolgen, vor allem nachdem sie aufeinanderprallen und sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander verflechten. Doch auch Charaktere wie die gewiefte Zofe Gertraud, der undurchsichtige Graf Walsegg, die Jägersmänner Piruwetz und der Major oder gar die intrigante Gräfin sind unglaublich gut gelungen und verleihen der Erzählung ihren besonderen Glanz. Ein wahres Juwel unter den historischen Romanen: "Im Schatten des Turms" beeindruckt mit ausdrucksstarken Charakteren vor fundierter Kulisse, greift Themen wie den ersten Wiener Narrenturm sowie die Türkenkriege auf und erzählt eine großartige Geschichte zwischen Armut und Reichtum.

4/5

Es hängt immer alles vom Stand ab ...

Monika aus Wien am 15.03.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Angesprochen hat mich das Buch besonders aufgrund des Titels und des Klappentextes. Als Wienerin gehört so ein Buch schon beinahe Pflichtgemäß ins Regal und so ließ ich mich nicht lumpen und tauchte ein ins Wien einer vergangenen Epoche. Dabei wird ein genauer Blick auf die damalige Medizin geworfen und auch dem Umstand, was mit den vermeintlich "Wahnsinnigen" unternommen wurde, um sie zu heilen. Der Autor präsentiert hier zwei zentrale Figuren, die von ihrem Stand nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite Alfred Wagener, ein Medizinstudent, der nicht zur gut betuchten Gesellschaft des damaligen Wiens zählt. Gerade deswegen geht er seiner Ambition Arzt zu werden mit einer noch größeren Leidenschaft nach, doch wie immer sind auch in diesem Fall so manche Figuren vom Geld abhängig. An dem Punkt taucht die Familie Wyderich auf. Angesehene Leute beim Wiener Hof, bloß das Helene, die Tochter, dort noch nie vorstellig wurde. Dafür ermöglicht ihr Vater viele Freiheiten, welche für die DAmen der damaligen Gesellschaft nicht unbedingt als notwendig erachtet wurden. Sobald Alfred und Helene als Personen aufeinanderprallen werden die ersten Konflikte hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Standes tragend. Dies setzt sich durch die gesamte Handlung fort, denn unverhofft findet sich Alfred in einer präkeren Situation wieder aus der er herauskommen muss. Liest sich das Buch zu beginn noch recht harmlos, entwickelt sich im Laufe der Zeit an einigen Stellen der Ansatz eines Krimis. Neue Figuren tauchen auf und die daraus entstehenden Intrigen lösen sich erst nach und nach. Am Ende lauft es auf einen interessanten Umstand hinaus, den man nicht unbedingt erwarten würde, wenn man den Prolog liest. Wie bei Szenen aus dem MIttelalter üblich bekommt auch die Liebe ihren Platz eingeräumt. Sie kommt allerdings nicht kitschig rüber, was den Handlungsverlauf vielleicht in eine zuckersüße Situation nach der nächsten treibt. Was ich mir gewunschen hätte wäre ein noch etwas tieferer Einblick in die medizinische Lehre gewesen. Von daher gibt es 4,5 Sterne. Fazit: Ja es entwickelt sich im laufe der Zeit eine Liebesgeschichte, gespickt ist diese jedoch mit unzähligen Intriegen, bei welcher der Leser immer auf der Hut sein muss, welche Figur er nun für einen Verbündeten hält und wen er ganz falsch einschätzt.

4/5

Es hängt immer alles vom Stand ab ...

Monika aus Wien am 15.03.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Angesprochen hat mich das Buch besonders aufgrund des Titels und des Klappentextes. Als Wienerin gehört so ein Buch schon beinahe Pflichtgemäß ins Regal und so ließ ich mich nicht lumpen und tauchte ein ins Wien einer vergangenen Epoche. Dabei wird ein genauer Blick auf die damalige Medizin geworfen und auch dem Umstand, was mit den vermeintlich "Wahnsinnigen" unternommen wurde, um sie zu heilen. Der Autor präsentiert hier zwei zentrale Figuren, die von ihrem Stand nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite Alfred Wagener, ein Medizinstudent, der nicht zur gut betuchten Gesellschaft des damaligen Wiens zählt. Gerade deswegen geht er seiner Ambition Arzt zu werden mit einer noch größeren Leidenschaft nach, doch wie immer sind auch in diesem Fall so manche Figuren vom Geld abhängig. An dem Punkt taucht die Familie Wyderich auf. Angesehene Leute beim Wiener Hof, bloß das Helene, die Tochter, dort noch nie vorstellig wurde. Dafür ermöglicht ihr Vater viele Freiheiten, welche für die DAmen der damaligen Gesellschaft nicht unbedingt als notwendig erachtet wurden. Sobald Alfred und Helene als Personen aufeinanderprallen werden die ersten Konflikte hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Standes tragend. Dies setzt sich durch die gesamte Handlung fort, denn unverhofft findet sich Alfred in einer präkeren Situation wieder aus der er herauskommen muss. Liest sich das Buch zu beginn noch recht harmlos, entwickelt sich im Laufe der Zeit an einigen Stellen der Ansatz eines Krimis. Neue Figuren tauchen auf und die daraus entstehenden Intrigen lösen sich erst nach und nach. Am Ende lauft es auf einen interessanten Umstand hinaus, den man nicht unbedingt erwarten würde, wenn man den Prolog liest. Wie bei Szenen aus dem MIttelalter üblich bekommt auch die Liebe ihren Platz eingeräumt. Sie kommt allerdings nicht kitschig rüber, was den Handlungsverlauf vielleicht in eine zuckersüße Situation nach der nächsten treibt. Was ich mir gewunschen hätte wäre ein noch etwas tieferer Einblick in die medizinische Lehre gewesen. Von daher gibt es 4,5 Sterne. Fazit: Ja es entwickelt sich im laufe der Zeit eine Liebesgeschichte, gespickt ist diese jedoch mit unzähligen Intriegen, bei welcher der Leser immer auf der Hut sein muss, welche Figur er nun für einen Verbündeten hält und wen er ganz falsch einschätzt.

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