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Auf der Straße heißen wir anders Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21/13,2/2,2 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Dunkellila / Flieder

Auflage

2.Druckaufl. 2022

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98198-8

Beschreibung

Rezension

»Laura Cwiertnia erzählt berührend von einer Reise von Vater und Tochter nach Erewan und vom Überleben einer Familie. Eine etwas andere Migrationsgeschichte.« Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 03. April 2022 ("NZZ am Sonntag")
»Eine ergreifende Familiengeschichte zwischen Armenien und Deutschland. […] [E]in Buch voller nachdenklicher Sätze und ungewohnter Bilder, die einer diffizilen Lebensrealität nachspüren. […] Fünfzigtausend Armenierinnen und Armenier leben in Deutschland. Deswegen ist es so wichtig, Geschichten wie diese zu erzählen. Wenn man es auch noch so feinfühlig tut wie Laura Cwiertnia, ist das ein wertvolles literarisches Geschenk.« Friedrich Conradi, Berliner Zeitung, 29. März 2022 ("Berliner Zeitung")
»Was an diesem gelungenen Roman so überzeugt, ist der feine, hellsichtige Ton, die genaue Beobachtung von Situationen, die mühelosen Übergänge zwischen den Zeitebenen. Man versteht die Charaktere, sieht sie vor sich, mit ihrer beredeten Körpersprache und in ihrem tiefen Schweigen.« Peter Helling, NDR Kultur, 15. Februar 2022 ("NDR")
»Eindrücklich zeigt die Autorin, wie schon wenige Worte oder Gesten genügen, um Fragen nach der Vergangenheit im Keim zu ersticken. Indem Laura Cwiertnia dieses Phänomen beschreibt und zu erklären versucht, bricht sie selbst dieses Schweigen. Schon allein deshalb ist der Roman ein wichtiges Werk. Aber auch erzählerisch ist er eine Entdeckung. Mit feinen Beobachtungen, ohne kitschig oder anklagend zu werden« Tigran Petrosyan, TAZ, 08. August 2022 ("taz")
»[B]eindruckend klar und klug erzählt.« Elke Heidenreich, Kölner Stadt-Anzeiger, 30./31. Juli 2022 ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»Wie Cwiertnia Menschen beschreibt, die ihre Existenz, Heimat und Liebe suchen, ist aufrichtig« Achim Lettmann, TZ Hamm, 12. Juli 2022 ("TZ Hamm")
»Das ist ein sehr interessanter Stoff, den Laura Cwiertnia auch mit einer ganz klaren und gut lesbaren Sprache ausbreitet.« Felix Müller, Berliner Morgenpost, 06. Juni 2022 ("Berliner Morgenpost")
»Dieses Buch ist wichtig, weil es diejenigen würdigt, die selbst kein Buch schreiben konnten.« Caren Miesenberger, Missy Magazine, Juni/Juli 2022 ("Missy Magazine")
»Ein wunderbares Buch über eine Suche nach Geheimnissen der Vergangenheit, aus denen sich Gegenwärtiges erhellt!« Oliver Fründt, Frankfurter Büchergilde-Buchhandlung, April 2022 ("Frankfurter Büchergilde")
»Laura Cwiertnia [zeichnet] in ihrem Debütroman ‚Auf der Straße heißen wir anders‘ warmherzig, virtuos und mit humorvollem Unterton die verzweigten Pfade einer armenischen Familie auf, deren traumatische Erfahrungen so tiefgreifend sind, dass sie über vier Generationen hinweg bis in die Gegenwart nachhallen. Bewegend und eindrücklich rückt sie dabei in den Vordergrund, wie es ist, am Rand einer Gesellschaft zu stehen – und wie es sich anfühlt, keine Wurzeln mehr zu haben, die man mit anderen teilen kann.« Matthias Eichardt, Tam.tam. – das Stadtmagazin, April 2022 ("tam.tam Stadtmagazin")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21/13,2/2,2 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Dunkellila / Flieder

Auflage

2.Druckaufl. 2022

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98198-8

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Bewertung

    aus Beucha

    5/5

    22.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ausgrenzung muss nicht sein. Wir sind alle die Rasse Mensch.

    Eine emotional wirkende und herzlich geschriebene Geschichte über das Ausgegrenztsein wegen einer Nationalität. Obwohl wir alle zur Rasse Mensch gehören und es so einfach wäre in Frieden zu leben, wenn es mehr Zusammengehörigkeitsgefühl und Akzeptanz des Anderen gäbe. Nur weil der eine Mensch denkt, er wäre etwas besseres, läuft in der Gesellschaft vieles falsch. Wir könnten soviel von den anderen Kulturen lernen und umgekehrt. Wenn die Menschenrechte wirklich umgesetzt werden würden, könnte jeder dort leben, wo und wie er es wöllte. Wenn jeder eine Arbeit hat und die nötige Bildung und auch die Verteilung gerechter wäre, wäre vieles einfacher und man würde zufriedener sein. Ich fand es interessant, das Leben der verschiedenen Generationen zu erfahren in den unterschiedlichen Ländern. Was sehr von Entbehrungen geprägt war. Detailliert wurde es beschrieben, genau wie die Kultur und das Miteinander. Armenien zeigt sich hier als ein sehr interessantes Land, was ich nach diesen Beschreibungen sehr gerne besuchen möchte, besonders mit dem Ararat als tolles Highlight. Ich habe erfahren wie das Buch zu seinem Titel kam. Ängste zu haben, nur weil man einen Namen trägt, der auf eine andere Nationalität schließt, kann ich nachempfinden. Das gibt es hier in Deutschland leider auch. Wobei doch ein Name nur ein Name ist. Ich kann auch Maryan verstehen, warum sie zum arbeiten nach Deutschland gekommen ist. Warum auch nicht. Ich hatte mir aber vorstellen können, dass sie die Kinder mitnimmt bzw. zu einem späteren Zeitpunkt nachholt. Die Heimat zu verlassen ist schon ein gewaltiger Schritt, weil man nicht weiß, was einen erwartet. Zum Buchcover wollte ich noch sagen, dass es mich sehr beeindruckt hat mit dem Berg im Hintergrund. Farblich und auch mit der Sicht auf eine bessere Zukunft würde ich es deuten.

  • Bewertung

    5/5

    06.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    lesenswert, tiefgründig, identitätssuchend und fesselnd

    Die Geschichte, welche die Autorin Laura Cwiertnia erzählt, handelt von Karla, die nach ihrer Identität und Heimat sucht. Je tiefer man in die Geschichte und in das Leben der Protagonistin einsteigt, desto mehr fühlt man mit, wie es sich anfühlt, seine Heimat zu verlieren bzw. in einem heimatlosen Raum zu sein. Obwohl eine tiefe Verwurzelung gegenwärtig erscheint, so hat man den Eindruck, dass Karla sich nur geduldet fühlt. In der Heimat angekommen, begibt sich Karla und ihr Vater auf eine Reise nach deren Wurzeln bzw. Identität und die Suche nach der Vergangenheit. Immer wieder stellt man sich die Frage: Wann kann man einen Ort als seine Heimat bezeichnen? Erfrischend finde ich, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird - so gibt man verschiedenen Generationen eine Stimme. Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt und man sich selbst mit seiner eigenen Identität und Heimat auseinanderzusetzen beginnt. „Auf der Straße heißen wir anders“ - der Debütroman von Laura Cwiertnia - lesenswert, tiefgründig, identitätssuchend und fesselnd.

  • Bewertung

    aus Köln

    5/5

    02.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringlicher und bewegender Roman über Heimat, Wurzeln und Familie

    Dieser Roman hat mich sehr positiv überrascht. Ein sehr gut geschriebener und durch seinen Stil sehr eindringlicher Roman über eine armenische Familie in Deutschland, die sich mit Fragen zu Identität, Wurzeln und Heimat auseinandersetzt. Gleichzeitig tragisch und hoffnungsvoll, leise und doch prägnant. Der Roman besticht für mich vor allem durch seine Auslassungen, durch die Dinge, die nicht direkt, sondern indirekt erzählt werden. Dadurch entfaltete das Buch für mich mehr Kraft, als wenn Genozid, Ausgrenzung und Heimatverlust direkt angeprangert werden. Ich hatte vorher von Fatma Aydemir "Dschinns" gelesen, was ich als eine einzige Anklage gegen Rassismus, fehlende Integration und fehlende Anerkennung in der deutschen Gesellschaft empfunden habe. Laura Cwiertnia geht literarisch einen komplett anderen Weg. Sie erzählt leise und ruhig von den Menschen und auch vom Genozid. Oft indirekt und sehr subtil und manches wird auch nur angedeutet, die Auswirkungen auf das Leben der Menschen werden dadurch aber umso deutlicher. Ein sehr gelungenes und literarisch sehr geschickt geschriebener Roman, der multiperspektivisch geschrieben weit in die Vergangenheit zurückgeht und die Lebenswege von Vater, Großeltern, und Urgroßeltern erzählt. Zentrale Figur ist Klara, Tochter einer Deutschen und eines Armeniers, der in Istanbul aufgewachsen ist. Klara ist der tristen Siedlung in Bremen Nord entkommen, in der sie wiederum aufgewachsen ist. Durch Bildung. Zur Beerdigung ihrer Großmutter kehrt sie zurück und ist mehr als überrascht, dass es ein typisch armenisches Beerdigungsritual gibt. Und ein dezidiert aufgeschlüsseltes Vermächtnis. Dazu gehört ein goldener Armreif mit dem Namen einer Frau in Armenien. Klara überredet ihren Vater zu einer Reise nach Armenien. Und bei dieser Reise kommt Klara ihrem Vater viel näher als bisher. Und sie erfährt sehr viel über ihre Herkunftsfamilie, die zwar aus der Türkei als Gastarbeiter kamen, jedoch keine richtigen Türken, sondern Armenier waren. Und so merkt Klara auch, dass sie mit ihrer Entscheidung, sich Klara und nicht mehr Karlotta zu nennen unbewusst eine Familientradition fortgesetzt hat. Denn "Auf der Straße heißen wir anders". Der Roman erklärt. warum es so war.

  • kopfimbuch

    aus Braunschweig

    5/5

    26.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Suche der eigenen Identität und Zugehörigkeit und der Geschichte einer armenischen Familie durch vier Generationen

    In ihrem literarischen Debut „Auf der Straße heißen wir anders“ schreibt Laura Cwiertnia von der Suche nach dem Begriff „Heimat“ und den eigenen Wurzeln, der Suche der eigenen Identität und Zugehörigkeit und der Geschichte einer armenischen Familie auf ihrem schwierigen Weg durch vier Generationen. Es geht darum, wie es ist als armenisch-deutsches Mädchen in Bremen-Nord aufzuwachsen, aber nirgendwo richtig dazu zu gehören. Es geht um Traumata und die schmerzliche Last einer Familie und die Schwierigkeiten, die mit der Verarbeitung verbunden sind. Die Handlung wird aus zwei zeitlichen Perspektiven betreten: Eine Perspektive beginnt nach dem Tod der Großmutter (einer ehemaligen armenischen Gastarbeiterin) und führt die Protagonistin Karla/Karlotta nach Armenien. Eine andere Perspektive findet in Form von Rückblenden von verschiedenen Personen der Familie statt, die sich über eine ganze Reihe von Generationen spannen. Schließlich ist aber alles miteinander verwoben und bildet das Gesamtbild einer Familie, die es zu keinem Zeitpunkt leicht hatte. Verpackt in eine Reise durch die Geschichte Armeniens, die mir vorher eine Lücke war. Das Buch hat mich sehr berührt und mich auch einiges gelehrt. Ich habe es wirklich gern gelesen und würde es definitiv weiterempfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    22.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Karla hat eine deutsche Mutter,...

    Karla hat eine deutsche Mutter, der Vater ist aus Armenien. Als die Großmutter verstirbt, hat die Familie den Auftrag, einen goldenen Armreif nach Jerewan zu bringen. Eine Reise auf der Suche nach Familiengeheimnissen, bis zum Genozid an den Armeniern. Mein Lesetipp

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