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Schwarzer September Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2019

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/4,2 cm

Gewicht

620 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87475-3

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2019

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/14,2/4,2 cm

Gewicht

620 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87475-3

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Philipp Hagen

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

Zum Portrait

4/5

Sherko Fatah zeichnet ein Bild...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sherko Fatah zeichnet ein Bild vom Libanon im Jahr 1973, in dem die genauen Frontlinien vor dem großen Bürgerkrieg noch schwer zu definieren sind.Ein herausragendes, spannendes Buch für alle, die einen Ansatz von Verständnis für die Nahost-Problematik entwickeln wollen.
  • Philipp Hagen
  • Buchhändler/-in

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4/5

Sherko Fatah zeichnet ein Bild...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sherko Fatah zeichnet ein Bild vom Libanon im Jahr 1973, in dem die genauen Frontlinien vor dem großen Bürgerkrieg noch schwer zu definieren sind.Ein herausragendes, spannendes Buch für alle, die einen Ansatz von Verständnis für die Nahost-Problematik entwickeln wollen.

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

Wahnwelten

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sherko Fatahs Roman "Schwarzer September" erzählt uns eine kraftvolle, spannende und zugleich analytische Geschichte des Terrorismus in den Siebziger Jahren, der später in das Münchner Olympia-Attentat der Terrorgruppe "Schwarzer September" kulminierte. Als ein vorangestelltes "Motto" zu seinem Roman wählte Sherko Fatah ein Zitat aus Hegels "Vorlesung über die Ästhetik". Dort heißt es: "Besonders sind Jünglinge diese neuen Ritter, die sich durch den Weltlauf, der sich statt ihrer Ideale realisiert, durchschlagen müssen und es nun für ein Unglück halten, dass es überhaupt Familie, bürgerliche Gesellschaft, Staat, Gesetze, Berufsgeschäfte usf. gibt (...)." Hegels Zitat stammt aus einem Abschnitt, in dem er sich mit der Romantik und den im Roman geschilderten Kämpfen zwischen dem Ich und der Welt beschäftigt. Diese Kämpfe kennen wir auch aus Sigmund Freuds diagnostiziertem Unbehagen in der Kultur oder auch aus der Triebstruktur im Ödipuskomplex. In Sherko Fatahs Roman kämpfen und bekämpfen sich die verschiedensten Interessensgruppen, um ihre Welt und ihre Weltsicht durchzusetzen. An diesen Kämpfen sind die politischen Machthaber, deren Geheimdienste und eben deren Widersacher beteiligt. Diese Kämpfe sind wahnhaft, mörderisch, nihilistisch, zynisch und voller Intrigen. Gegen Ende seines Romans lässt Sherko Fatah einen seiner Protagonisten sich an die Predigt eines Imans erinnern: "Wir Muslime sind vom Staub der Geschichte begraben worden. Vergessen, weil uns von früh an die Willkür der Macht aufgedrängt wurde, anfangs durch die Kalifen und später durch fremde Mächte. Nur ein im Glauben begründeter Staat kann uns befreien von all der Zerstrittenheit und der Gewalt unter den Muslimen, von den Diktatoren und ihren Folterkellern, die uns der Westen geschickt hat." Sherko Fatah zeigt mit der Wucht seiner Erzählung wie in einer heterogenen Welt des Zusammenlebens die Wahnvorstellung eines reinen und einfältigen Idealstaats nach einem Fanal verlangt, das die Fesseln der Wirklichkeit durchschlägt.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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Wahnwelten

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sherko Fatahs Roman "Schwarzer September" erzählt uns eine kraftvolle, spannende und zugleich analytische Geschichte des Terrorismus in den Siebziger Jahren, der später in das Münchner Olympia-Attentat der Terrorgruppe "Schwarzer September" kulminierte. Als ein vorangestelltes "Motto" zu seinem Roman wählte Sherko Fatah ein Zitat aus Hegels "Vorlesung über die Ästhetik". Dort heißt es: "Besonders sind Jünglinge diese neuen Ritter, die sich durch den Weltlauf, der sich statt ihrer Ideale realisiert, durchschlagen müssen und es nun für ein Unglück halten, dass es überhaupt Familie, bürgerliche Gesellschaft, Staat, Gesetze, Berufsgeschäfte usf. gibt (...)." Hegels Zitat stammt aus einem Abschnitt, in dem er sich mit der Romantik und den im Roman geschilderten Kämpfen zwischen dem Ich und der Welt beschäftigt. Diese Kämpfe kennen wir auch aus Sigmund Freuds diagnostiziertem Unbehagen in der Kultur oder auch aus der Triebstruktur im Ödipuskomplex. In Sherko Fatahs Roman kämpfen und bekämpfen sich die verschiedensten Interessensgruppen, um ihre Welt und ihre Weltsicht durchzusetzen. An diesen Kämpfen sind die politischen Machthaber, deren Geheimdienste und eben deren Widersacher beteiligt. Diese Kämpfe sind wahnhaft, mörderisch, nihilistisch, zynisch und voller Intrigen. Gegen Ende seines Romans lässt Sherko Fatah einen seiner Protagonisten sich an die Predigt eines Imans erinnern: "Wir Muslime sind vom Staub der Geschichte begraben worden. Vergessen, weil uns von früh an die Willkür der Macht aufgedrängt wurde, anfangs durch die Kalifen und später durch fremde Mächte. Nur ein im Glauben begründeter Staat kann uns befreien von all der Zerstrittenheit und der Gewalt unter den Muslimen, von den Diktatoren und ihren Folterkellern, die uns der Westen geschickt hat." Sherko Fatah zeigt mit der Wucht seiner Erzählung wie in einer heterogenen Welt des Zusammenlebens die Wahnvorstellung eines reinen und einfältigen Idealstaats nach einem Fanal verlangt, das die Fesseln der Wirklichkeit durchschlägt.

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Schwarzer September

von Sherko Fatah

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