Produktbild: Nichts, was uns passiert

Nichts, was uns passiert Roman

13

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.10.2019

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/1,8 cm

Gewicht

186 g

Farbe

Ozeanblau / Altrosa

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71890-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.10.2019

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,3/11,6/1,8 cm

Gewicht

186 g

Farbe

Ozeanblau / Altrosa

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71890-0

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    28.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Opfer sind immer die anderen.Opfer ist man nie selbst. Oder?

    Dieses Buch tut weh, macht wütend, verzweifelt und hallt noch lange nach. Zwischen Falschbeschuldigung und Vergewaltigung erfahren wir in einer Art Protokoll verschiedene Ansichten über das, was in der Nacht im Juni passiert ist. Und was jetzt passieren soll. Wie geht man mit so viel Unsicherheit um, stellt man sich auf eine Seite? Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mich dieses Buch doch aufwühlen konnte.

  • Viola

    aus Stuttgart

    2/5

    20.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    INHALT: Anna und Jonas lernen…

    INHALT: Anna und Jonas lernen sich in Leipzig über einen gemeinsamen Freund kennen. Zunächst begegnen sie sich eher zufällig und beginnen, über ihre politischen Ansichten und alles, was sich so in der Welt abspielt. Eines Abends treffen sie sich, beginnen zu trinken und landen im Bett. Das gleiche spielt sich nochmal ähnlich ab, beim dritten Mal sind Anna und Jonas sehr betrunken und Anna behauptet, sie wollte keine Sex mit ihm haben und hat "Nein" gesagt. Jonas hingegen behauptet, der Sex war einvernehmlich und er habe Anna sogar gefragt, ob es ihr gefällt, was sie bejahte. Zu Beginn frisst Anna alles in sich hinein, doch dann vertraut sie sich ihrer Schwester Daria an, welche Anna dazu bringt, Jonas anzuzeigen. Zunächst will Anna das nicht, doch als sie Jonas zufällig wieder begegnet, stürmt sie sofort zur nächsten Polizeiwache. Nun steht Aussagen gegen Aussage und immer mehr Menschen sympathisieren mit der einen oder anderen Partei. MEINE MEINUNG: Die Thematik fand ich ja wirklich spannend. Generell finde ich Sexualverbrechen interessant, bin aber durch Fernsehsendungen etc. eher mit den klassischen in Kontakt gekommen (also mit Menschen, die geplant vergewaltigt werden oder bei denen die Vergewaltigung ganz klar ist). Diese Art der Vergewaltigung fand ich tatsächlich generell etwas schwer zugänglich, denn beide waren davon überzeugt, dass sie richtig gehandelt haben. Da Anna zum Zeitpunkt des Aktes so unfassbar betrunken war, dass sie lauter Blackouts hatte, wäre ich mir an ihrer Stelle tatsächlich auch nicht so sicher gewesen, ob ich wirklich "Nein" gesagt habe, eine Anzeige hätte ich dementsprechend auch nicht erstattet. Ohne die 100%ige Sicherheit wäre das mit meinem Gewissen einfach nicht zu vereinbaren. Anna fand ich leider während des gesamten Buches absolut unsympathisch und besserwisserisch, man hatte immer wieder das Gefühl, dass sie anderen ihre meist sehr feministische Meinung aufzwängen will und von Feminismus bin ich einfach allgemein kein Fan, weil mir solche Ansichten viel zu übertrieben sind. Jonas fand ich da tatsächlich deutlich sympathischer, wobei ich auch mit seinem Charakter wenig anfangen konnte. Er wurde von Anna als arrogant betitelt, tatsächlich wirkte auf mich aber das ganze Buch ziemlich arrogant, fast so, als ob die Autorin damit zeigen möchte, wie welt- und wortgewandt sie doch ist. Der Großteil des Buches bestand aber einfach nur aus leeren Worten, viel Inhalt zu vermitteln gab es nicht. Auch der unheimlich seltsame Schreibstil sollte wohl super modern und hipp wirken, war aber einfach nur nervig und langweilig zu lesen. Auch dass jeder Abschnitt (und manche waren nur 2-3 Sätze lang, sie wechselten also manchmal wirklich schnell) schon wieder aus der Sicht einer anderen Person geschrieben war und man jedes Mal herausfinden musste, um wen es denn jetzt schon wieder geht, fand ich nervig. Weshalb die Kapitel nicht in Zahlen, sondern in Buchstaben unterteilt sind, ist mir auch schleierhaft. Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht? SPOILER: Das Ende war zudem absolut langweilig und nichtssagend, da fand ich sogar die knapp 160 Seiten schon zu viel. FAZIT: Für mich deutlich zu pseudoliterarisch mit zu wenig Inhalt.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    26.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergewaltigung passiert anderen Leuten: Schwieriges Thema gut umgesetzt

    Leipzig im Sommer 2014 während der Fußball-WM. Anna hat ihr Studium beendet und jobbt in einer Kneipe. Auf der Geburtstagsfeier eines Freundes passiert es. Sie sagt danach, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr.  Erst nach 2 Monaten, die Anna am Rande der Verzweiflung verbracht hatte, zeigt sie Jonas doch noch an.   “Anna musste es erzählen. Sie hatte mit niemandem darüber gesprochen, vielleicht würde es ihr danach besser gehen. Doch sie konnte nicht. Sie konnte das Wort nicht in ihrem Mund formen. Wenn sie es aussprach, würde es Wirklichkeit werden, würde sie sich damit auseinandersetzen müssen.”   Im Freundeskreis und an der Universität brodelt die Gerüchteküche, bald ist von einer Falschbeschuldigung die Rede. Annas Freundschaften zerbrechen, ihr geht es psychisch schlecht. Sie hatte auf der Party sehr viel getrunken, hatte einen Filmriss und kann sich nicht mehr an alles erinnern. Nur dass sie nein gesagt hatte, da ist sie sich sicher.   “Wenn es ein Opfer gab, musste es auch einen Täter geben. War Jonas ein Täter? Oder war alles nur ein Missverständnis? Vielleicht hatte sie etwas falsch verstanden. Waren ihre Erinnerungen real? Was war während ihres Filmrisses passiert?”   Das Geschehen und die Gerüchte bekommen eine Eigendynamik, unter der sowohl Anna als auch Jonas leiden. Anna wird als Lügnerin hingestellt; die Ermittlungen der Polizei ziehen sich in die Länge. Die Situation ist unerträglich. Als Jonas Name als Täter bekannt wird, verliert auch er seine Freunde und sogar seinen Job.    “Jonas war kein böser Mensch. Er hatte etwas Schlimmes getan, das war ein Unterschied. Er war kein Teufel, und er musste nicht wie einer behandelt werden. Nein wahrscheinlich könnte sie ihm nie verzeihen, sagte Anna.”   Bettina Wilpert hat sich keinen einfachen Fall ausgesucht für ihren Roman. Nichts ist eindeutig, als Leser*in weiß man nicht sicher, was wirklich passiert ist. Der Roman gibt beiden, Anna und Jonas, eine Stimme. Die Autorin hat in einem ruhigen, sachlichen Ton dargestellt, welche Folgen eine Vergewaltigung auf das Opfer sowie den Täger und deren Umfeld hat – und wie die Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.   “Auch wenn man als Frau anscheinend immer damit rechnen muss und es das Schlimmste zu sein scheint, was passieren kann, ist es doch nichts, was wirklich geschieht. So wie es keinen Krieg in Deutschland gibt oder man ständig Angst haben muss zu sterben. Vergewaltigung passiert anderen Leuten.”   Kein einfaches Thema, das die Autorin jedoch hervorragend umgesetzt hat.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    15.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    wichtiges Thema spannend umgesetzt

    Anna lernt Jonas im Mai kennen. Jonas sagt, es war im Juni. Beide finden sich sympathisch, diskutieren gerne miteinander und landen auch mal zusammen im Bett. Auf der Geburtstagsfeier von Hannes, einem gemeinsamen Freund, trinken beide zu viel Alkohol und verbringen die Nacht in Jonas Zimmer. Zwei Monate später zeigt Anna Jonas bei der Polizei wegen Vergewaltigung an. Jonas sagt, es war einverständlich. Es steht Aussage gegen Aussage. Aus der Sicht des Interviewers, bei dem es unklar ist, ob es ein/e Reporter*in, Polizist*in oder Sozialarbeiter*in ist, wird die Geschichte erzählt. Diese*r hat Anna und Jonas befragt, deren Freunde, Eltern und andere Beteiligte und Unbeteiligte. Hieraus ergibt sich, was passiert sein soll, nicht aber, was passiert ist. Es bleibt uns überlassen, sich eine eigene Meinung beim lesen zu bilden. „Wenn es ein Opfer gab, musste es auch einen Täter geben. War Jonas ein Täter? Oder war alles nur ein Missverständnis? Vielleicht hatte sie etwas falsch verstanden. Waren ihre Erinnerungen real? Was war während ihres Filmrisses passiert?“ (Seite 66) Es ist erschreckend, wie wenig einem Opfer geglaubt wird. Es ist aber auch erschreckend, wie schnell jemand als Täter abgestempelt wird. Wer sagt die Wahrheit, wer lügt? Muss man als Freund*in Stellung beziehen? Sich auf eine Seite stellen? Woran machen wir fest, was wahr ist? Viele Fragen werden gestellt, nicht alle können beantwortet werden. Beim lesen musste ich oft mit dem Kopf schütteln, teilweise war ich entsetzt, welche Auswirkungen der Vorwurf, unabhängig davon, ob wahr oder unwahr, auf die Beteiligten hat. Welche Hürden ein mögliches Opfer nehmen muss, welchen Unannehmlichkeiten ein möglicher Täter ausgesetzt wird. Ein wahnsinnig wichtiges Buch, das zum nachdenken anregt, zum diskutieren einlädt. Ein Buch, das nachklingt. Von mir gibt es 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Rheinberg

    5/5

    01.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Realistisch und vielseitig

    Die Autorin behandelt das Thema dieses Romans, indem sie die Innensichten engster und entfernter Betroffener ein und des selben Ereignisses durch die jeweiligen Charaktere und in wohl überlegter Zeitfolge schildert, ohne dabei in eine laufende Übertreibung zu geraten. Die Empfindungen aller Seiten werden hierbei hervorragend mit der Linie und den Auswirkungen der Ereignisse verbunden, ohne Inhalte vorwegzunehmen, sodass der Roman immer wieder Spannung aufbaut und Verwirrung schürt. Das Thema wird vielschichtig und realitätsnah geschildert, sodass keine Seite zu kurz kommt!

Kundinnen und Kunden meinen

5

8

4

3

3

1

2

1

1

0

Bewertungen (13)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Nichts, was uns passiert