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Produktbild: Terrorist

Terrorist

2

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.01.2019

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

2156 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Angela Praesent

Sprache

Deutsch

EAN

9783644057111

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Erscheinungsdatum

22.01.2019

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

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1. Auflage

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Angela Praesent

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Deutsch

EAN

9783644057111

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Vom Extremisten zum Terroristen

Mario Pf. aus Oberösterreich am 10.03.2008

Bewertungsnummer: 577780

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Diese Teufel wollen mir meinen Gott nehmen.“, mit diesen Worten beginnt John Updikes Terrorist. Im Grunde sagt das bereits einiges über das Buch aus, denn es behandelt sozusagen die Innenansichten eines islamistischen Extremisten, der im Grunde doch nur ein einfacher Außenseiter ist. Ahmed Mulloy ist ein guter Schüler und anständiger Junge, aber auch gläubiger Muslim und zudem Sohn einer irisch-amerikanischen Mutter deren ägyptischer Mann sich nach der Heirat und Verleihung der Staatsbürgerschaft aus dem Staub gemacht hat. Somit musste sie Ahmed alleine erziehen und obwohl sie eher ungläubig ist hat sie ihrem Sohn ermöglicht Koranunterricht zu nehmen, um sich dem verlorenen Vater und seiner Kultur etwas näher zu fühlen. Gemeinsam leben sie in einer Wohnung des Schwarzenviertels von New Prospect. Es ist genau diese Unangepasstheit, die Ahmed von seinen Mitschülern abhebt und zum Ziel der Aggressionen des Schlägers Tylenol gemacht hat. Doch Ahmed ist nicht alleine in dieser Welt die ihm so ablehnend gegenübersteht, denn neben Joryleen, die ihm offensichtlich Zuneigung entgegenbringt, macht sich sein Vertrauenslehrer Jack Levy ernsthaft Sorgen um die weitere Entwicklung und Karriere des begabten Jungen, auch wenn er kurzzeitig eine Affäre mit dessen Mutter beginnt. Anstatt sich für ein College zu entscheiden will Ahmed nämlich auf Anraten seines Imams Lastwagenfahrer werden... (und das aus einem bestimmten Grund) Ob Updikes Darstellung eines Islamisten korrekt ist, gerade weil Ahmed durchaus sympathisch wirkt, sei dahingestellt, das Buch liest jedoch sehr angenehm und man kann sich gut in den Protagonisten hineinversetzen. Auch der Stil ist sehr ansprechend, selbst wenn man sonst kein Freund Updikscher Beziehungsdramen ist, denn das Buch trifft genau den richtigen Nerv, es macht betroffen, lässt einen erkennen, wie jemand zu einem Selbstmordanschlag oder anderen fanatischen Handlungen getrieben werden kann. Ferner schildert John Updike die Folgen des 11. Septembers für Muslime in den USA, welche seitdem mit erheblich mehr Misstrauen und falschen Verdächtigungen zu kämpfen haben. Terrorist ist kein typischer Agenten- oder Spionagethriller, wer also Explosionen und hollywoodreife Gewaltexzesse sucht ist hier etwas falsch, das gibt es eine Tür weiter, weil Terrorist ist schlichtweg dramatisch, ein interessantes Experiment den Weg eines Extremisten vom einsamen jungen Mann zum potentiellen Selbstmordattentäter zu zeigen. Fazit: Das Buch ist gut, schon weil es Verständnis schafft und vertieft, wobei John Updike über einen angenehm zu lesenden Stil verfügt und mit Ahmed Mulloy einen sympathischen Protagonisten geschaffen hat.

Vom Extremisten zum Terroristen

Mario Pf. aus Oberösterreich am 10.03.2008
Bewertungsnummer: 577780
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Diese Teufel wollen mir meinen Gott nehmen.“, mit diesen Worten beginnt John Updikes Terrorist. Im Grunde sagt das bereits einiges über das Buch aus, denn es behandelt sozusagen die Innenansichten eines islamistischen Extremisten, der im Grunde doch nur ein einfacher Außenseiter ist. Ahmed Mulloy ist ein guter Schüler und anständiger Junge, aber auch gläubiger Muslim und zudem Sohn einer irisch-amerikanischen Mutter deren ägyptischer Mann sich nach der Heirat und Verleihung der Staatsbürgerschaft aus dem Staub gemacht hat. Somit musste sie Ahmed alleine erziehen und obwohl sie eher ungläubig ist hat sie ihrem Sohn ermöglicht Koranunterricht zu nehmen, um sich dem verlorenen Vater und seiner Kultur etwas näher zu fühlen. Gemeinsam leben sie in einer Wohnung des Schwarzenviertels von New Prospect. Es ist genau diese Unangepasstheit, die Ahmed von seinen Mitschülern abhebt und zum Ziel der Aggressionen des Schlägers Tylenol gemacht hat. Doch Ahmed ist nicht alleine in dieser Welt die ihm so ablehnend gegenübersteht, denn neben Joryleen, die ihm offensichtlich Zuneigung entgegenbringt, macht sich sein Vertrauenslehrer Jack Levy ernsthaft Sorgen um die weitere Entwicklung und Karriere des begabten Jungen, auch wenn er kurzzeitig eine Affäre mit dessen Mutter beginnt. Anstatt sich für ein College zu entscheiden will Ahmed nämlich auf Anraten seines Imams Lastwagenfahrer werden... (und das aus einem bestimmten Grund) Ob Updikes Darstellung eines Islamisten korrekt ist, gerade weil Ahmed durchaus sympathisch wirkt, sei dahingestellt, das Buch liest jedoch sehr angenehm und man kann sich gut in den Protagonisten hineinversetzen. Auch der Stil ist sehr ansprechend, selbst wenn man sonst kein Freund Updikscher Beziehungsdramen ist, denn das Buch trifft genau den richtigen Nerv, es macht betroffen, lässt einen erkennen, wie jemand zu einem Selbstmordanschlag oder anderen fanatischen Handlungen getrieben werden kann. Ferner schildert John Updike die Folgen des 11. Septembers für Muslime in den USA, welche seitdem mit erheblich mehr Misstrauen und falschen Verdächtigungen zu kämpfen haben. Terrorist ist kein typischer Agenten- oder Spionagethriller, wer also Explosionen und hollywoodreife Gewaltexzesse sucht ist hier etwas falsch, das gibt es eine Tür weiter, weil Terrorist ist schlichtweg dramatisch, ein interessantes Experiment den Weg eines Extremisten vom einsamen jungen Mann zum potentiellen Selbstmordattentäter zu zeigen. Fazit: Das Buch ist gut, schon weil es Verständnis schafft und vertieft, wobei John Updike über einen angenehm zu lesenden Stil verfügt und mit Ahmed Mulloy einen sympathischen Protagonisten geschaffen hat.

Terror und Fundamentalismus...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 16.08.2014

Bewertungsnummer: 3030189

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ahmed ist achtzehn Jahre alt, gemeinsam mit seiner irischen Mutter lebt er irgendwo in New Jersey. Sein Vater, ein Araber, hat die Familie früh verlassen. Aber die Trennung der Eltern liegt lange zurück, und in New Prospect gibt es viele kaputte Familien. Ahmed ist ein ausgezeichneter Schüler, redegewandt und klug, ein junger Mann, der im amerikanischen System Karriere machen könnte. Doch er hat sich schon anders entschieden: Konsequent kapselt er sich von seiner Umewelt ab und hat im islamischen Fundamentalismus ein neues Zuhause gefunden. Er ist bereit, für seinen Glauben sein eigenes Leben zu opfern - und das Leben anderer. Eine Innenansicht von Terror und Fundamentalismus präsentiert John Updike hier, in dem Versuch, den simplen Schuldzuweisungen den Boden zu entziehen. “Es gibt genug Menschen, die vor der arabischen Bedrohung warnen. Da mag man es mir zugestehen, den jungen Mann so sympathisch darzustellen, wie es mir möglich ist. Er ist mein Held. Ich habe versucht, ihn zu verstehen und seine Welt zu beschreiben.” So schreibt Updike es im Klappentext. Leider muss ich gestehen, dass mir Ahmed nie wirklich nahe kam. Ich konnte das gesamte Buch über kaum einmal so etwas wie Sympathie für den jungen Muslimen aufbringen. Zu distanziert wird er geschildert, zu abgehoben von der Welt. Die Charaktere insgesamt sind zwar detailliert und facettenreich dargestellt, doch blieben sie den gesamten Roman über für mich wenig greifbar.  Selbst die angedeuteten Gründe, weshalb Ahmed so fanatisch in seinem Glauben aufgeht, wirken wie ein Stück Stammtisch-Psychologie und waren für mich wenig überzeugend. Es werden viele religiöse Hintergründe aufgeführt, doch entsteht letztlich der Eindruck, dass sie über die gängigen religiösen Klischees z.B. bezüglich des Islam nur unwesentlich hinausgehen. So habe ich zwar verfolgt, wie aus Ahmed ein religiöser Fanatiker wurde, konnte es aber trotzdem nicht wirklich nachvollziehen. Schade.    Gut gefallen hat mir dagegen die Kritik am amerikanischen (westlichen) Leben der heutigen Zeit. Gut pointiert hat Updike die Oberflächlichkeit dargestellt, das unreflektierte Konsumverhalten, die Rolle von Wirtschaft und Medien im Hinblick auf die Kreation unkritischer Konsumenten - und die Haltlosigkeit der Jugend, ihre verzweifelte Suche nach Werten und Lebenssinn.  Der Schreibstil Updikes hat mich nach anfänglichen Schwierigkeiten doch überzeugt. Auch wenn es mir zeitweise zu ausschweifend, zu langatmig war und ich Sätze durchaus auch zwei oder drei Mal lesen musste, um ihren Sinn wirklich komplett zu erfassen, haben mich manche Schliderungen auch einfach nur bezaubert.   Und es wird  nicht mein letztes Buch von Updike sein, da bin ich mir sicher…   © Parden

Terror und Fundamentalismus...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 16.08.2014
Bewertungsnummer: 3030189
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ahmed ist achtzehn Jahre alt, gemeinsam mit seiner irischen Mutter lebt er irgendwo in New Jersey. Sein Vater, ein Araber, hat die Familie früh verlassen. Aber die Trennung der Eltern liegt lange zurück, und in New Prospect gibt es viele kaputte Familien. Ahmed ist ein ausgezeichneter Schüler, redegewandt und klug, ein junger Mann, der im amerikanischen System Karriere machen könnte. Doch er hat sich schon anders entschieden: Konsequent kapselt er sich von seiner Umewelt ab und hat im islamischen Fundamentalismus ein neues Zuhause gefunden. Er ist bereit, für seinen Glauben sein eigenes Leben zu opfern - und das Leben anderer. Eine Innenansicht von Terror und Fundamentalismus präsentiert John Updike hier, in dem Versuch, den simplen Schuldzuweisungen den Boden zu entziehen. “Es gibt genug Menschen, die vor der arabischen Bedrohung warnen. Da mag man es mir zugestehen, den jungen Mann so sympathisch darzustellen, wie es mir möglich ist. Er ist mein Held. Ich habe versucht, ihn zu verstehen und seine Welt zu beschreiben.” So schreibt Updike es im Klappentext. Leider muss ich gestehen, dass mir Ahmed nie wirklich nahe kam. Ich konnte das gesamte Buch über kaum einmal so etwas wie Sympathie für den jungen Muslimen aufbringen. Zu distanziert wird er geschildert, zu abgehoben von der Welt. Die Charaktere insgesamt sind zwar detailliert und facettenreich dargestellt, doch blieben sie den gesamten Roman über für mich wenig greifbar.  Selbst die angedeuteten Gründe, weshalb Ahmed so fanatisch in seinem Glauben aufgeht, wirken wie ein Stück Stammtisch-Psychologie und waren für mich wenig überzeugend. Es werden viele religiöse Hintergründe aufgeführt, doch entsteht letztlich der Eindruck, dass sie über die gängigen religiösen Klischees z.B. bezüglich des Islam nur unwesentlich hinausgehen. So habe ich zwar verfolgt, wie aus Ahmed ein religiöser Fanatiker wurde, konnte es aber trotzdem nicht wirklich nachvollziehen. Schade.    Gut gefallen hat mir dagegen die Kritik am amerikanischen (westlichen) Leben der heutigen Zeit. Gut pointiert hat Updike die Oberflächlichkeit dargestellt, das unreflektierte Konsumverhalten, die Rolle von Wirtschaft und Medien im Hinblick auf die Kreation unkritischer Konsumenten - und die Haltlosigkeit der Jugend, ihre verzweifelte Suche nach Werten und Lebenssinn.  Der Schreibstil Updikes hat mich nach anfänglichen Schwierigkeiten doch überzeugt. Auch wenn es mir zeitweise zu ausschweifend, zu langatmig war und ich Sätze durchaus auch zwei oder drei Mal lesen musste, um ihren Sinn wirklich komplett zu erfassen, haben mich manche Schliderungen auch einfach nur bezaubert.   Und es wird  nicht mein letztes Buch von Updike sein, da bin ich mir sicher…   © Parden

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Terrorist

von John Updike

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

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5/5

„Amerika! Wie man das Land hier hassen kann, verstehe ich nicht."

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

John Updike ist ein toller Autor und einer der ganz wenigen, denen der Pulitzer-Preis zweimal zugesprochen wurde. In „Terrorist“ beschreibt Updike eine westliche Welt im Abstieg und einen jungen US-Amerikaner auf der Suche nach dem Absoluten – spannend, klarer Stil, mit überraschendem „Showdown“. „Amerika! Wie man das Land hier hassen kann, verstehe ich nicht. Ich bin als junger Mann hierher gekommen, nur mit meinem Bruder …, und es gab keine Spur von all dem Hass und den Schießereien wie in meinem Land, wo alle zu irgendwelchen Stämmen gehören. Christen, Juden, Araber, gleichgültig, schwarz, weiß, irgendwas dazwischen – hier kommen alle miteinander aus. Hast du was Gutes zu verkaufen, dann kaufen's die Leute. Hast du Arbeit zu vergeben, dann finden sich auch Leute dafür. Alles ist klar und deutlich, zumindest an der Oberfläche.“ Aber „es gibt da einen gewissen Hunger nach, wie soll man's nennen, nach dem Absoluten, da alles so relativ ist und die ökonomischen Kräfte ihnen sofortige Befriedigungen und Kreditkartenschulden aufdrängen … Die Leute wollen zu simplen Unterscheidungen zurück – schwarz und weiß, richtig und falsch -, nur sind die Dinge eben nicht so simpel.“
  • Hans Wilhelm Schmölzer
  • Buchhändler/-in

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5/5

„Amerika! Wie man das Land hier hassen kann, verstehe ich nicht."

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

John Updike ist ein toller Autor und einer der ganz wenigen, denen der Pulitzer-Preis zweimal zugesprochen wurde. In „Terrorist“ beschreibt Updike eine westliche Welt im Abstieg und einen jungen US-Amerikaner auf der Suche nach dem Absoluten – spannend, klarer Stil, mit überraschendem „Showdown“. „Amerika! Wie man das Land hier hassen kann, verstehe ich nicht. Ich bin als junger Mann hierher gekommen, nur mit meinem Bruder …, und es gab keine Spur von all dem Hass und den Schießereien wie in meinem Land, wo alle zu irgendwelchen Stämmen gehören. Christen, Juden, Araber, gleichgültig, schwarz, weiß, irgendwas dazwischen – hier kommen alle miteinander aus. Hast du was Gutes zu verkaufen, dann kaufen's die Leute. Hast du Arbeit zu vergeben, dann finden sich auch Leute dafür. Alles ist klar und deutlich, zumindest an der Oberfläche.“ Aber „es gibt da einen gewissen Hunger nach, wie soll man's nennen, nach dem Absoluten, da alles so relativ ist und die ökonomischen Kräfte ihnen sofortige Befriedigungen und Kreditkartenschulden aufdrängen … Die Leute wollen zu simplen Unterscheidungen zurück – schwarz und weiß, richtig und falsch -, nur sind die Dinge eben nicht so simpel.“

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Terrorist

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