Produktbild: Marisha, das Mädchen aus dem Fass

Marisha, das Mädchen aus dem Fass Die Geschichte der Malka Rosenthal

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

10 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

08.01.2019

Abbildungen

7 schwarz-weiße Fotos

Illustriert von

Inbal Leitner

Verlag

Ariella Verlag

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

24,9/17,4/1,5 cm

Gewicht

373 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. überarbeitete Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-945530-24-5

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

10 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

08.01.2019

Abbildungen

7 schwarz-weiße Fotos

Illustriert von

Inbal Leitner

Verlag

Ariella Verlag

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

24,9/17,4/1,5 cm

Gewicht

373 g

Farbe

Kaffee

Auflage

2. überarbeitete Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-945530-24-5

Herstelleradresse

Ariella Verlag
PF 311844
10655 Berlin
DE

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Bewegend und ein kindgerechter Einstieg ins Thema!

lesenmitausblick am 03.01.2026

Bewertungsnummer: 2691048

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Kollegin Susann und ich beschäftigen uns viel mit dem Thema Judentum und jüdisches Leben und haben u. a. schon einige Kinder- und Jugendbücher über die Shoa und die Menschenschicksale dahinter vorgestellt. Nun haben wir beide “Marisha - Das Mädchen aus dem Fass” aus dem Ariella Verlag gelesen und waren tief bewegt. Susann hat ihren Eindruck festgehalten und sich auch das Unterrichtsmaterial zum Buch gekauft. Lest hier ihre Meinung: Mit Spannung habe ich auf das hier vorliegende Kinderbuch zur Shoah gewartet, da ich zu diesem Thema schon die verschiedensten Bücher gelesen und für den Unterricht in der Grundschule genutzt habe. Stets handelt es sich bei der Erstbegegnung mit diesem schwierigen Stoff um authentische Begebenheiten und kindgerecht aufgearbeitete Zeitzeugenberichte. So auch hier bei „Marisha – Das Mädchen aus dem Fass“, das bereits 2015 im Ariella Verlag erschien und nach dem Tod der Protagonistin überarbeitet wurde. Sehr übersichtlich ist das Buch gegliedert, beginnt mit einführenden Worten und dem Porträt von Malka Rosenthal, genannt Marisha, so dass die jungen Leser*innen noch besser begreifen können, dass die Erzählung wirklich und wahrhaftig passiert ist und sie Kindheitserlebnisse widerspiegelt. Der Hinweis auf das Glossar für die im Text farbig hervorgehobenen schwierigen Wörter sowie auf die Landkarte mit Marishas Reiseroute bis 1948, wo sie letztendlich dreizehnjährig an ihrem Sehnsuchtsort Haifa anlangte, wurde direkt voran gestellt. Die Autorin Gabriele Hannemann traf 2002 mit Malka im Rahmen von Schulprojekten in Norddeutschland erstmals zusammen und sprach über Jahre hinweg mit ihr über die anfänglich normale wohlbehütete Kindheit, die sich durch die Geschehnisse während des 2.Weltkrieges zu unfassbarem Leid und Entbehrungen verwandelte und auch mit dem Kriegsende noch nicht vorüber war. Außer der Titel prägenden Episode im Fass wird von weiteren Erlebnissen, die die Kinderseele bis ans Lebensende belasteten, berichtet. Mich schockierte besonders ihre Zeit auf dem Flüchtlingsschiff Exodus, welches vor dem Zielhafen Haifa gerammt und fast versenkt wurde. Die Passagiere wurden nach Deutschland zurückgebracht, wo Marisha unter Zwang in vergitterten Waggons, wie kurz zuvor bei den Deportationen der Juden, ins Lager in Pöppendorf gelangte. Dort musste sie wieder wochenlang elternlos ausharren, bevor sie am 2.2.1948 endlich bei Verwandten in Haifa im heutigen Staat Israel ankam, um ein neues, glückliches Leben zu führen. Als Pädagogin gelingt es Gabriele Hannemann auf einfühlsame, kindgerechte Art und mit kurzen Kapiteln, diesen schwierigen Teil der deutschen Geschichte anzusprechen, ohne jüngere Kinder zu überfordern. Dabei sollten Erwachsene ihnen, je jünger und unerfahrener sie sind, ob im Unterricht oder zu Hause, mit offenem Ohr für Fragen zur Seite stehen. Zum besseren Verständnis tragen die einfachen, aber ausdrucksstarken Zeichnungen der israelischen Illustratorin Inbal Leitner bei, die derzeit in England lebt. Sie reduziert die Bildaussage auf das Wesentliche, nämlich das kleine Mädchen in Situationen, die kein Kind erdulden sollte. Mit seinem handlichen Format, seinen 80 Seiten sowie den gut beschrifteten Fotos ist es für Zehnjährige unbedingt zu empfehlen. Gedruckt in Litauen auf Papier in guter Qualität ist es für den Preis von 14,95€ absolut angemessen. Nicht nur eine Empfehlung von der Stiftung Lesen, sondern auch von mir. Wir bedanken uns herzlich für das Rezensionsexemplar und verweisen an dieser Stelle auch gern auf die Handreichung zum Unterricht, ebenfalls im Ariella Verlag erschienen.

Bewegend und ein kindgerechter Einstieg ins Thema!

lesenmitausblick am 03.01.2026
Bewertungsnummer: 2691048
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Kollegin Susann und ich beschäftigen uns viel mit dem Thema Judentum und jüdisches Leben und haben u. a. schon einige Kinder- und Jugendbücher über die Shoa und die Menschenschicksale dahinter vorgestellt. Nun haben wir beide “Marisha - Das Mädchen aus dem Fass” aus dem Ariella Verlag gelesen und waren tief bewegt. Susann hat ihren Eindruck festgehalten und sich auch das Unterrichtsmaterial zum Buch gekauft. Lest hier ihre Meinung: Mit Spannung habe ich auf das hier vorliegende Kinderbuch zur Shoah gewartet, da ich zu diesem Thema schon die verschiedensten Bücher gelesen und für den Unterricht in der Grundschule genutzt habe. Stets handelt es sich bei der Erstbegegnung mit diesem schwierigen Stoff um authentische Begebenheiten und kindgerecht aufgearbeitete Zeitzeugenberichte. So auch hier bei „Marisha – Das Mädchen aus dem Fass“, das bereits 2015 im Ariella Verlag erschien und nach dem Tod der Protagonistin überarbeitet wurde. Sehr übersichtlich ist das Buch gegliedert, beginnt mit einführenden Worten und dem Porträt von Malka Rosenthal, genannt Marisha, so dass die jungen Leser*innen noch besser begreifen können, dass die Erzählung wirklich und wahrhaftig passiert ist und sie Kindheitserlebnisse widerspiegelt. Der Hinweis auf das Glossar für die im Text farbig hervorgehobenen schwierigen Wörter sowie auf die Landkarte mit Marishas Reiseroute bis 1948, wo sie letztendlich dreizehnjährig an ihrem Sehnsuchtsort Haifa anlangte, wurde direkt voran gestellt. Die Autorin Gabriele Hannemann traf 2002 mit Malka im Rahmen von Schulprojekten in Norddeutschland erstmals zusammen und sprach über Jahre hinweg mit ihr über die anfänglich normale wohlbehütete Kindheit, die sich durch die Geschehnisse während des 2.Weltkrieges zu unfassbarem Leid und Entbehrungen verwandelte und auch mit dem Kriegsende noch nicht vorüber war. Außer der Titel prägenden Episode im Fass wird von weiteren Erlebnissen, die die Kinderseele bis ans Lebensende belasteten, berichtet. Mich schockierte besonders ihre Zeit auf dem Flüchtlingsschiff Exodus, welches vor dem Zielhafen Haifa gerammt und fast versenkt wurde. Die Passagiere wurden nach Deutschland zurückgebracht, wo Marisha unter Zwang in vergitterten Waggons, wie kurz zuvor bei den Deportationen der Juden, ins Lager in Pöppendorf gelangte. Dort musste sie wieder wochenlang elternlos ausharren, bevor sie am 2.2.1948 endlich bei Verwandten in Haifa im heutigen Staat Israel ankam, um ein neues, glückliches Leben zu führen. Als Pädagogin gelingt es Gabriele Hannemann auf einfühlsame, kindgerechte Art und mit kurzen Kapiteln, diesen schwierigen Teil der deutschen Geschichte anzusprechen, ohne jüngere Kinder zu überfordern. Dabei sollten Erwachsene ihnen, je jünger und unerfahrener sie sind, ob im Unterricht oder zu Hause, mit offenem Ohr für Fragen zur Seite stehen. Zum besseren Verständnis tragen die einfachen, aber ausdrucksstarken Zeichnungen der israelischen Illustratorin Inbal Leitner bei, die derzeit in England lebt. Sie reduziert die Bildaussage auf das Wesentliche, nämlich das kleine Mädchen in Situationen, die kein Kind erdulden sollte. Mit seinem handlichen Format, seinen 80 Seiten sowie den gut beschrifteten Fotos ist es für Zehnjährige unbedingt zu empfehlen. Gedruckt in Litauen auf Papier in guter Qualität ist es für den Preis von 14,95€ absolut angemessen. Nicht nur eine Empfehlung von der Stiftung Lesen, sondern auch von mir. Wir bedanken uns herzlich für das Rezensionsexemplar und verweisen an dieser Stelle auch gern auf die Handreichung zum Unterricht, ebenfalls im Ariella Verlag erschienen.

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Marisha, das Mädchen aus dem Fass

von Gabriele Hannemann

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