Ein kaltblütiger Mord im idyllischen Kufstein. Die einzige Zeugin ist Mitzi, eine naive junge Frau. Was sie zunächst aus der Bahn wirft, übt bald eine düstere Faszination auf sie aus, und sie kommt dem Täter immer näher. Kann die ehrgeizige Inspektorin Agnes Kirschnagel, die mit der Aufklärung des Falls betraut ist, ihr trauen? Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Menschen sterben. Und der Killer findet immer größeren Gefallen an der "MörderMitzi".
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ein absolut Catcher im unterhaltsamen Krimibereich
RoRezepte.com am 12.11.2023
Bewertungsnummer: 2067273
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
“»Dann reiß mit der Wahrheit das Haus nieder. Und lass die Tür stehen.«”
Der Vorteil wenn man manchmal Bücher zu lange auf dem SUB liegen lässt und sich aus dem ersten Band eine Reihe entwickelt? Frau kann alle Bände in einem Rutsch durchlesen Zumindest in meinem Fall bis Band 3, und dabei noch fix Band 4 gekauft – weil die Reihe um MörderMitzi einfach soo super ist!
Die Alpen sehen und sterben ist eine packende Geschichte in der unsere Hauptprotagonistin Mitzi sich auf einen Mörder einlässt, nachdem sie Zeuge seines letzten Mordes war. Sie spürt das Kribbeln, den Reiz, sie will wissen wie es ist und das springt zweifelsfrei auf den Leser über. Dabei begibt sich Mitzi selbst in Gefahr und verliert den Bezug zur Realität. Wird MörderMitzi sogar selber wieder zuschlagen?
Als Mitzi Zeugin wurde, wie der Cowboy sein Opfer in Kufstein tötete, lernen wir auch Inspektorin Agnes Kirschnagel kennen. Obwohl Agnes zu Beginn einen eher diffusen Eindruck von Mitzi hatte, welche sich in verschiedenen Zeugengeschichten verstrickte, war es gerade die Inspektorin die einen Zugang zu Mitzis Traumwelt fand.
“»Es könnt alles so lustig sein, doch an den Kanten reißt es ein.«”
Hauptprotagonistin Mitzi ist einfach nur facettenreich und nicht mit wenigen Worten beschreibbar. So jemand spleeniges, naives, liebenswertes, intelligentes, eigenbrötlerisches, tollpatschiges, redseliges und schräges habe ich lange nicht gelesen. Isabella Archan hat mit MörderMitzi eine Reihenprotagonistin geschaffen, mit der es nie langweilig werden dürfe.
Die Autorin schreibt in einem angenehmen und flüssigem Stil aus der Sicht von Maria Konstanze Schlager, genannt Mitzi, und Agnes Kirschnagel, der ermittelnden Inspektorin.
Die Alpen sehen uns sterben ist ein absolut Catcher im unterhaltsamen Krimibereich und ein klasse Auftakt in der Reihe um die MörderMitzi. Absolut empfehlenswert und ein Lesemuss, für alle Krimifans, die es nicht ganz so blutig mögen.
Die Rezepte aus "Die Alpen sehen und sterben" findet ihr unter dem Benutzer.
Nach einer Zahnärztin mit Spritzenphobie kommt Mörder-Mitzi
Deborahs Bücherhimmel am 11.09.2019
Bewertungsnummer: 1246406
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Endlich neuer Lesestoff von Isabella Archan für Deborahs Bücherhimmel. Nachdem ich mich erst einmal von Dr. Leocardia Kardiff verabschieden musste – leider, denn ich könnte auf jeden Fall noch mehr von ihr lesen – kommt nun ein neues Buch von Isabella Archan: „Die Alpen sehen und sterben“. Ich habe mich schon im Vorfeld sehr darauf gefreut, denn so langsam entwickle ich mich doch ein wenig zum Krimifan. Diesmal sind wir also erst einmal nicht in Köln, sondern in Kufstein, Tirol.
Darum geht es:
In Kufstein ist es vorbei mit der Ruhe und Idylle, als eine junge Frau eines nachts die Polizei alarmiert, weil sie einen Mord gesehen haben will. Ein Mann wurde von einem anderen Mann, der einen Cowboyhut trug, über ein Brückengeländer in den Inn geworfen. Inspektorin Agnes Kirschnagel zweifelt zunächst an Maria Konstanze Schlagers Aussage. Die junge Frau wirkt doch etwas unglaubwürdig und naiv. Ständig macht sie andere Aussagen über die zwei Männer, die sie angeblich auf der Brücke gesehen hat. Kurz darauf wird jedoch die Leiche eines Touristen im Inn gefunden. Er wurde brutal erstochen.
Kurz darauf lernt Maria, genannt Mitzi, einen interessanten Mann in einer Buchhandlung kennen. Mitzi, die eigentlich einen Freund in Salzburg hat, fühlt sich zu Sam hingezogen. Obwohl sie Gefahr spürt und gewissermaßen auch danach sucht. Mitzi hat eine Vergangenheit, die sie prägte. Wurde sie doch in ihrer Kindheit und Jugend „Mörder-Mitzi“ genannt. Agnes wird misstrauisch, als sie von der Begegnung in der Buchhandlung hört. Sie bleibt an dem Fall dran, der ihr eigentlich von einer anderen Behörde abgenommen wurde, ebenso wie der vorübergehend dienstuntaugliche KHK Heinz Baldur. Beide machen sich große Sorgen um Mitzi…
Mein Senf dazu:
Ihr wisst ja, es ist verdammt schwierig, über einen Krimi/Thriller zu berichten, ohne zu viel zu verraten. Das möchte ich natürlich auch hier vermeiden. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass es Isabella Archan erneut gelungen ist, einen fesselnden Krimi mit (vielleicht eher schwarzem) Humor zu verbinden.
In „Die Alpen sehen und sterben“ schafft Isabella Archan wieder neue, interessante und teilweise ziemlich suspekte Figuren. Da ist Mitzi, die für ihre 29 Jahre ziemlich kindlich naiv wirkt, die junge, engagierte Inspektorin Agnes Kirschnagel und der aktuell ausgemusterte KHK Heinz Baldur, der mit seinem Alter Ego (oder besser Mr. Hyde) Luis zu kämpfen hat. Ach ja, und dann natürlich noch der kaltblütige Mörder, der eine Vorliebe für sein Messer hat, ein wenig mit einer Midlife-Crises zu kämpfen hat und dann sogar noch Gefühle entwickelt. Was für einen Mörder nicht unbedingt von Vorteil ist, macht es ihn doch angreifbar…
Es gibt so herrlich viele total verkorkste Charaktere, irgendwie schlingern alle – außer der Inspektorin Agnes Kirschnagel – irgendwo zwischen gut und böse. Und als Leserin war ich deshalb auch zwischen Sympathie und Abneigung hin und hergerissen. Sogar Heinz Baldurs zweites Ich Luis hat seine guten Seiten. Dass eine Geschichte, in der ein Mörder Gefühle entwickelt, ein Kriminalhauptkommissar mit seiner dunklen Seite zu kämpfen hat und die Zeugin des Mordes irgendwo zwischen Opfer, Zeugin und Mittäterin pendelt, macht die Geschichte spannend und unterhaltsam bis zur letzten Minute.
Mir persönlich war irgendwie Heinz Baldur am sympathischsten. Er lässt sich trotz aller Widrigkeiten nicht beirren und kämpft um seine Glaubwürdigkeit als Ermittler – und gleichzeitig macht er sich große Sorgen um Mitzi.
Mein Fazit:
Ich habe „Die Alpen sehen und sterben“ von Isabella Archan in jeder freien Minute gelesen und war dementsprechend nach zwei Tagen durch. Es ist phänomenal, dass Isabella Archan es wieder geschafft hat, einen bitterböse und gleichzeitig sehr charmanten Krimi zu schreiben. Das ist genau meins, ich liebe diese Art zu erzählen. Die ganz fiesen Krimis/Thriller werden wohl definitiv nie bei mir einziehen. Bitte unbedingt mehr von Agnes, Mitzi und Heinz. Ich würde mich riesig freuen, wenn daraus eine neue kleine Reihe wird.
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