"Whoever speaks, speaks with many, and in manifold ways."
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Hamacher’s 95 Theses on Philology“, das die University of Nesbraska Press herausbrachte, nicht vollständig übersetzt wurde. Die Intention des Buches war es, dass Autoren und Autorinnen, die mit Werner Hamachers Arbeiten vertraut sind, kommentarartig auf seine „95 Thesen zur Philologie“ zu reagieren. Zu den Autorinnen, die zum Buch etwas beitrugen, gehören Gerhard Richter, Ann Smock, Michèle Cohen-Halimi, Jan Plug, Sean Gurd, Thomas Schestag, Vincent W.J. van Gerven Oei, Avital Ronell, Peter Fenves, Susan Berstein und Daniel Heller-Roazen. Einige dieser Arbeiten sind tatsächlich sehr lesenswert.
Weiters wurde Werner Hamacher gebeten wiederum auf die Kommentare zu antworten: ein Antworttext, der den Titel „What remains to be said: On twelve and more ways of looking at philology“ trägt.
Dieser Antworttext – und nur dieser, ohne die Kommentare der verschiedenen KommentatorInnen – wurde nun von Urs Engeler in seinem Verlag herausgegeben. Zwar wurde dem Abdruck auch die „95 Thesen zur Philologie“ und der etwas ältere Text „Für – die Philologie“ beigefügt, aber es ist wirklich sehr bedauerlich, dass man darauf verzichtete, die anderen Texte zu übersetzen. (Gewiss, es ist leider eine Sache der Finanzierung.) Jedoch ist es jederzeit möglich auf die US-amerikanische Ausgabe zurückzugreifen, um zu verstehen, worauf Werner Hamacher antwortete. D.h. es ist unabdingbar, sich beide Ausgaben zuzulegen.
Dennoch gilt mein Dank auf alle Fälle dem Verleger Urs Engeler, dass es überhaupt die Publikation des Textes von Werner Hamacher gibt.
Um es kurz zu machen: Es gibt kaum jemand anderen, der noch einmal die philologischen und sprachphilosophischen Voraussetzungen untersucht und hinterfragt, wie Werner Hamacher: und das mit Folgen für das politische Denken.
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