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Produktbild: Das neue Wir

Das neue Wir Warum Migration dazugehört: Eine andere Geschichte der Deutschen

1

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

27.02.2019

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

5115 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104903996

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

27.02.2019

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

5115 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104903996

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Die Angst vor Moslems und Sarazenen

S.A.W am 25.02.2019

Bewertungsnummer: 1175598

Bewertet: Buch (Paperback)

25% der Deutschen haben einen Migrationshintergrund. Plamper zeigt auf, dass ohne die Einwanderer der letzten 70 Jahre Deutschland längst zusammengebrochen wäre. Man schimpft nämlich immer nur auf die aktuellen Einwanderer, derzeit Araber und Afghanen und vergisst die letzten Wellen, die bereits integriert sind und unsere Wirtschaft am Leben halten. Davon gab es genug. Zwischen 1944 und 1950 flüchteten 12,5 Millionen Schlesier, Sudetendeutsche, Pommern und Ostpreußen in den Westen und waren anfangs sehr angefeindet, lebten meist bis zu 10 Jahre lang in Baracken. Ich bin in den 50er Jahren neben einem solchen Barackenlager in Linz aufgewachsen, deren Bewohner waren suspekt und galten als unzivilisierte Ausländer. Weihnachten brachten wir den armen Kindern dort Weihnachtspakete mit Essen. Als statt des Lagers in den 1960er Jahren Wohnblöcke gebaut wurden, machten Gerüchte die Runde, die Lagerleute würden in ihren neuen Badezimmern Ziegen und Hühner halten, weil sie mit einem Bad nichts anzufangen wüssten. Von 1950 bis 1990 kamen 4,5 Millionen Aussiedler aus dem Osten dazu, darunter waren Helene Fischer und Lena Mayer-Landrut. Als die DDR die Mauer baute, versiegte der Zustrom von billigen Arbeitskräften aus dem Osten, deswegen warb man Gastarbeiter aus der Türkei, Italien und Jugoslawien an. Von 13 Mill Gastarbeitern gingen 11 Millionen zurück in ihre Heimat, 2 Millionen blieben und machten in Deutschland und Österreich Karriere, z.B. Attila Dogudan, der Österreichs größten Caterer aufbaute. Die DDR holte sich Vertragsarbeiter aus Vietnam und Mozambique, die nach der Wende rüde in ihre Heimat abgeschoben wurden. Bereits 1946 entwickelte Deutschland das Salatschüssel-Einwanderungsmodell, das ab 1960 von den USA übernommen wurde, weil der Schmelztiegel nicht mehr funktionierte. Im multi-ethnischen Salat darf jede Einwanderergruppe ihre kulturelle Identität behalten und sich dazu eine deutsche Identität aufbauen. Dies funktionierte großartig, was an der Fußballmannschaft des Weltmeisters 2006 unübersehbar wurde. Der Protest gegen 1 Mill Flüchtlinge des Jahres 2015 richtete sich nicht gegen die Flüchtlinge, die herzlich willkommen geheißen wurden, sondern gegen den Kontrollverlust der Behörden und den Verlust an öffentlicher Sicherheit. Nur deswegen können die Rechten die alten völkischen Reflexe bedienen. Wie absurd deren Argumente sind, zeigt sich am prominentesten Protagonisten der Angst vor Moslem-Überfremdung: Thilo Sarrazin warnt seit 2010 davor, dass der Islam Deutschland übernehmen wird. Dabei stammt Sarrazin (fr. Sarazene) selbst von Sarazenen ab, moslemischen Räuberbanden, die im Mittelalter Südfrankreich verheerten, blieben, Aufstände anzettelten und schließlich als Hugenotten nach Preußen abgeschoben wurden. Psychologisch gesehen, ist seine Zukunftsvision eine Projektion aus seiner Familienvergangenheit. Genau genommen warnt Sarrazin die Deutschen vor Leuten wie ihm selbst. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „2100. Die neue Welt. So retten wir die Zukunft.“

Die Angst vor Moslems und Sarazenen

S.A.W am 25.02.2019
Bewertungsnummer: 1175598
Bewertet: Buch (Paperback)

25% der Deutschen haben einen Migrationshintergrund. Plamper zeigt auf, dass ohne die Einwanderer der letzten 70 Jahre Deutschland längst zusammengebrochen wäre. Man schimpft nämlich immer nur auf die aktuellen Einwanderer, derzeit Araber und Afghanen und vergisst die letzten Wellen, die bereits integriert sind und unsere Wirtschaft am Leben halten. Davon gab es genug. Zwischen 1944 und 1950 flüchteten 12,5 Millionen Schlesier, Sudetendeutsche, Pommern und Ostpreußen in den Westen und waren anfangs sehr angefeindet, lebten meist bis zu 10 Jahre lang in Baracken. Ich bin in den 50er Jahren neben einem solchen Barackenlager in Linz aufgewachsen, deren Bewohner waren suspekt und galten als unzivilisierte Ausländer. Weihnachten brachten wir den armen Kindern dort Weihnachtspakete mit Essen. Als statt des Lagers in den 1960er Jahren Wohnblöcke gebaut wurden, machten Gerüchte die Runde, die Lagerleute würden in ihren neuen Badezimmern Ziegen und Hühner halten, weil sie mit einem Bad nichts anzufangen wüssten. Von 1950 bis 1990 kamen 4,5 Millionen Aussiedler aus dem Osten dazu, darunter waren Helene Fischer und Lena Mayer-Landrut. Als die DDR die Mauer baute, versiegte der Zustrom von billigen Arbeitskräften aus dem Osten, deswegen warb man Gastarbeiter aus der Türkei, Italien und Jugoslawien an. Von 13 Mill Gastarbeitern gingen 11 Millionen zurück in ihre Heimat, 2 Millionen blieben und machten in Deutschland und Österreich Karriere, z.B. Attila Dogudan, der Österreichs größten Caterer aufbaute. Die DDR holte sich Vertragsarbeiter aus Vietnam und Mozambique, die nach der Wende rüde in ihre Heimat abgeschoben wurden. Bereits 1946 entwickelte Deutschland das Salatschüssel-Einwanderungsmodell, das ab 1960 von den USA übernommen wurde, weil der Schmelztiegel nicht mehr funktionierte. Im multi-ethnischen Salat darf jede Einwanderergruppe ihre kulturelle Identität behalten und sich dazu eine deutsche Identität aufbauen. Dies funktionierte großartig, was an der Fußballmannschaft des Weltmeisters 2006 unübersehbar wurde. Der Protest gegen 1 Mill Flüchtlinge des Jahres 2015 richtete sich nicht gegen die Flüchtlinge, die herzlich willkommen geheißen wurden, sondern gegen den Kontrollverlust der Behörden und den Verlust an öffentlicher Sicherheit. Nur deswegen können die Rechten die alten völkischen Reflexe bedienen. Wie absurd deren Argumente sind, zeigt sich am prominentesten Protagonisten der Angst vor Moslem-Überfremdung: Thilo Sarrazin warnt seit 2010 davor, dass der Islam Deutschland übernehmen wird. Dabei stammt Sarrazin (fr. Sarazene) selbst von Sarazenen ab, moslemischen Räuberbanden, die im Mittelalter Südfrankreich verheerten, blieben, Aufstände anzettelten und schließlich als Hugenotten nach Preußen abgeschoben wurden. Psychologisch gesehen, ist seine Zukunftsvision eine Projektion aus seiner Familienvergangenheit. Genau genommen warnt Sarrazin die Deutschen vor Leuten wie ihm selbst. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „2100. Die neue Welt. So retten wir die Zukunft.“

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Das neue Wir

von Jan Plamper

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