»Bei Fouchets Schreibstil kann man die Salzluft und den bretonischen Butterkuchen schmecken.« BrigitteAuf der Suche nach ihrem unbekannten Vater reist Chiara aus Rom in die stürmische Bretagne. Sie ist bei ihrer Mutter in dem Glauben aufgewachsen, ihr Vater sei vor ihrer Geburt gestorben, bis sie eines Tages erfährt, dass sie womöglich die Tochter eines bretonischen Matrosen ist. Doch wie soll sie ihn auf der Insel Groix fnden, wenn sie nicht einmal seinen Namen kennt? Als ihr eine Stelle als Inselbriefträgerin angeboten wird, hat sie einen perfekten Vorwand für ihre Nachforschungen. Auf Groix kommen die Überraschungen nämlich mit dem Postschiff , und die Briefkästen haben ihre eigenen Geheimnisse. Hier findet Chiara eine zweite Familie. Und sie lernt den undurchschaubaren Schriftsteller Gabin kennen. Aber wird Chiara auch erfahren, wer ihr Vater ist?
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Eva Fl.
aus Franken
5/5
20.11.2019
Buch (Taschenbuch)
Inselbriefträgerin auf Groix.…
Inselbriefträgerin auf Groix. Von ihrer Patin erfährt Chiara eines Tages, dass ihr vor ihrer Geburt verstorbener Vater wohl gar nicht ihr Vater sei, sondern ein bretonischer Matrose ihr Vater ist. So macht sich Chiara aus Italien auf den Weg auf die französische Insel Groix um dort nach ihren Wurzeln zu suchen. Durch Zufall wird sie die Krankheitsvertretung für eine Inselpostbotin, so hat sie immerhin die Möglichkeit ihrem bis dato unbekannten Vater über den Weg zu laufen. Von Lorraine Fouchet habe ich schon „Ein geschenkter Anfang“ gelesen, was mir sehr gut gefallen hat. Von daher habe ich mich auf diese Lektüre doch sehr gefreut, da ich eine gewisse Erwartung daran hatte, die dann auch definitiv erfüllt wurde. Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es ist verständlich und schön geschrieben, generell eine locker-leichte Lektüre, die keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe mit sich bringt. Von der Wortwahl her dann aber immer wieder schön ausgesucht, etwas das für mich französische Literatur beschreibt. Denn es ist eine Art von locker-leicht, die man aber nicht so einfach dahin liest, sondern die gar poetisch daher kommt und ein wenig Zeit verlangt. Zeit zum Genießen, zum Verstehen. Inhaltlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Eine abwechslungsreiche Geschichte, bei der immer mal wieder zwischen den Zeiten abgewechselt wird. So wird von der Zeit vor der Geburt von Chiara erzählt, dann wieder von der aktuellen Zeit. Ebenso wird zusätzlich zu einer anderen Person erzählt, von der man aber erst immer wieder etwas erfährt, die Geschichte hier ist erstmal nicht so klar wie die von Chiara, aber sie macht definitiv neugierig, Lust auf mehr. Diese abwechslungsreiche Art hat mir gefallen, hat das Buch noch spannender gemacht. Überhaupt war die Geschichte sehr packend, durchaus emotional, immer wieder aber auch lustig. Es war angenehm zu lesen, welche Begegnungen Chiara macht, welche Erkenntnisse sie daraus für sich zieht. Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen. Es war eine wirklich tolle, schöne und unterhaltsame Lektüre, die einerseits spannend, ebenso aber emotional und voller Hoffnung war. Ich mag die Art und Weise von Lorraine Fouchet sehr, sie gibt Denkanstöße mit auf den Weg, ohne dass sie diese großartig offensichtlich schreibt. Für mich wieder mal ein toller Ausflug in die Welt der französischen Literatur, welcher sich sehr gelohnt hat. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.
seschat
5/5
06.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Lorraine Fouchet erzählt in…
Lorraine Fouchet erzählt in ihrem neuesten Roman die Geschichte zweier Schicksalsgenossen. Die junge Italienerin Chiara und der junge Franzose Gabin haben ihren Vater nie kennengelernt. Noch dazu konnte Chiaras Mutter nie Gefühle zeigen und Gabins Mutter starb früh. Kurzum, beide wuchsen nur mit wenig elterlicher Zuneigung auf und habe dies bis heute nicht wirklich überwunden. Während Chiara auf der Insel Groix nach ihren vermeintlichen Vater sucht und dabei zur Inselpostbotin mutiert, gibt Gabin über Jahre hinweg den Hochstapler. Mal ist er, der zweimal durch die Arztprüfung gerasselt ist, Arzt in einer Pariser Klinik, mal gibt er sich auf Groix als Schriftsteller aus. Ist es Zufall oder doch Schicksal, dass sich beide auf der bretonischen Insel begegnen und letztendlich ineinander verlieben? Fouchet ist eine sehr poetische Erzählerin, die vor allem durch schwermütige Passagen zu überzeugen weiß. Die Gefühlskälte und die z. T. recht unwürdige Kindheit der beiden Protagonisten beschreibt sie sehr bildreich und damit realistisch. Das Erlebte schweißt beide letztendlich zusammen und lässt sie über sich hinaus wachsen. Die Autorin macht dadurch sichtbar, dass jeder irgendwo und sei es auf einer kleinen bretonischen Insel neu anfangen und zugleich Schönes erleben kann. Die raue Landschaft bildet den passenden Kontrast zur herzlichen französischen Lebensart. Einen Stern musste ich allerdings abziehen, weil sich die Story insgesamt etwas hinzog und sich die Abschnitte der beiden Erzähler - Chiara und Gabin - auf Anhieb nicht immer eindeutig zuordnen ließen. FAZIT Eine interessante Geschichte mit bemitleidenswerten Charakteren, die zu viel Längen, prall gefüllt mit französischem Liedgut, besaß.
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
4/5
21.10.2019
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsam, romantisch und auch ein bisschen melancholisch angehaucht ...
Chiara erfährt auf dem Geburtstag ihrer Mutter, dass ihr Vater, vielleicht nicht ihr Vater ist. Ihr ganzes Leben, ist sie mit der Selbstverständlichkeit aufgewachsen, das ihr Vater vor der Geburt verstorben ist. So war ihr ganzes Leben durch seine Abwesenheit geprägt und nun soll es dort draußen jemanden geben. Da ihr Leben alles andere als beständig ist, macht sie sich auf den Weg, diesen bretonischen Matrosen zu finden. Der einzige Hinweis ist die Insel Groix, aber wie soll sie ihn finden, wenn sie noch nicht einmal den Namen kennt? Wie gut das gerade eine Stellvertretung als Inselbriefträgerin gesucht wird. Chiara beginnt mit den Nachforschungen und findet nicht nur Überraschungen, sondern auch das Gefühl was Familie bedeuten kann. Wird sie wirklich ihren Vater finden? Kann sie ihrer Mutter verzeihen? Und was macht diese Insel aus ihr?
Lorraine Fouchet ist für mich keine Unbekannte, denn ein Buch von ihr habe ich schon gelesen und mochte es sehr. In ihren Büchern geht es um Familie, Zusammenhalt, Liebe und das Leben. Meist locker und beschwingt geschrieben, mit der typischen französischen Note. Ob mir ihre Chiara gefallen hat, erzähle ich euch nun.
Chiara ist mit wenig Liebe großgezogen wurden. Während ihre Mutter und Großmutter dem Verlust ihres Vaters hinterher trauern und dieser Lücke immer größeren Raum geben, wächst sie einsam auf. Als kleines Mädchen wundert sie sich, warum Mütter ihre Kinder in den Arm nehmen, warum sie herzlich miteinander lachen, denn sie kennt so was nicht. In ihrem Leben gibt es nur den großen Unbekannten, der von allen Fotos lächelt und dann der Knall. Ihr Vater, ist vielleicht nicht ihr Vater. Chiara ist sehr erstaunt, aber auch zu gleich neugierig und nimmt sich der Sache einfach selber an und verschwindet ins große Abenteuer. Sie fährt mit den einen Hinweis los und das ist die Insel Groix und schon auf der Fähre dahin passiert ihr etwas Überraschendes. Sie rettet mit einem wildfremden Mann, zwei kleine Jungs und wird von der Mutter zu ihrer Familie eingeladen. So erfährt Chiara, was Familie ist und auch was Liebe und Wärme bedeuten. Aber sie darf ihr Ziel nicht vergessen, nämlich ihren Vater finden.
Das ist der grobe Inhalt und man sieht, wir haben direkt eine junge Frau, die vom Leben nicht besonders gut behandelt wurden, ist. Klar sehnt sie sich nach Familie, nach einer echten, mit Lachen, Umarmungen und unbeschwerte Zuneigung. Manchmal findet man das, aber nicht in der eigenen und hier steigt die Geschichte erst so richtig ein. Chiara wird Postbotin und bekommt viele Anekdoten von den Inselbewohnern erzählt, dabei versucht sie geschickt vor zu gehen, denn sie sucht ja nach einen Matrosen, ihren vielleicht Vater. Aber auch andere Geheimnisse müssen entschlüsselt werden, wie von dem jungen Mann, der mit ihr die Kinder gerettet hat und so einiges vorgibt zu sein, was irgendwie nicht stimmen kann.
Lorraine Fouchet erzählt wieder ganz herzig ihre Geschichte und hat nicht nur Chiara dabei im Auge, sondern auch noch eine andere Geschichte und natürlich kommen die Briefkästen auch zu Wort. Ich fand das wieder ganz charmant, aber ich kann mir vorstellen, dass das Einige irritieren wird, aber so sind die Franzosen. Für mich war der Roman genau das Richtige, wenn man privat viele Kämpfe austrägt, braucht man abends etwas was einen erfreut. So fand ich diese locker, beschwingte und oft heitere Geschichte, entspannend. Ein bisschen hat mich Chiara an eine zauberhafte Amelie erinnert, die ihr Glück in die Hand nehmen muss, um Liebe zu finden. So steht zwar die Suche des Vaters im Vordergrund, aber es geht auch um verlorene Seelen, um Verzeihen, um Versöhnen und der Hoffnung, das das Leben noch viel zu bieten hat und alles gut wird. Also ich würde auch sofort auf diese Insel ziehen.
Diese Geschichte ist unterhaltsam leicht, verspielt, romantisch, aber auch melancholisch angehaucht. Die mich zum Lächeln gebracht hat. Es ist auf jeden Fall eine Geschichte für zwischendurch, die im lesenden Moment guttut.
Dreamworx
aus Berlin
4/5
30.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Identitätssuche
Die Nachricht trifft die Römerin Chiara Ferrari an ihrem 25. Geburtstag wie ein Schlag, denn ihre Patentante Viola sagt doch tatsächlich, dass ihr vermeintlicher Vater, der vor ihrer Geburt gestorben ist, überhaupt nicht ihr Vater sei. Dass sie aus einem One-Night-Stand ihrer Mutter Livia mit einem unbekannten Matrosen von der bretonischen Insel Groix entstanden sein soll, muss sie erst einmal verdauen. Sie will der Sache nachgehen und macht sich von Rom auf den Weg ins französische Groix in der Hoffnung, vielleicht ihren leibhaftigen Vater zu finden. Während der Schiffsüberfahrt lernt sie Gabin und Urielle kennen, die auch nach Groix wollen und mit denen sie sich sofort gut versteht und eine Unterkunft in Urielles Familie findet. Der Zufall spielt Chiara den Job als Vertretung der Inselbriefträgerin in die Hände, eine gute Möglichkeit, sich umzuhören, die Menschen auszufragen und nach ihrem Vater zu suchen, während sie die Post an die Bewohner von Groix verteilt. Wird Chiara tatsächlich ihren Vater kennenlernen?
Lorraine Fouchet hat mit „Die 48 Briefkästen meines Vaters“ einen unterhaltsamer und teils ungewöhnlicher Roman, der mit poetischem und ebenso leicht humorigem Erzählstil nicht nur seinen Protagonisten, sondern auch Gegenständen wie Briefkästen und Fahrrädern das Wort erteilt, was erst einmal für Verwirrung sorgt, allerdings dann doch in Neugier umschlägt, denn so mancher Briefkasten weiß so einiges zu erzählen. Aber erst einmal folgt der Leser einer verletzten Chiara auf eine spontane Reise, wurde sie doch all die Jahre von ihrer eigenen Mutter Livia belogen. Das Verhältnis zwischen Livia und Chiara ist nicht nur lieblos, sondern gleicht einem Eisschrank. Doch dass ausgerechnet ihre Ersatzmutter Viola den jahrelangen Betrug offenlegt, lässt nichts mehr erscheinen, wie es einmal war. Die Autorin lässt in ihrer Geschichte ihre Protagonistin nach ihrer eigenen Herkunft suchen und macht die Sehnsucht nach dem Vater, der immer fehlte, deutlich. Das kommt vor allem auch bei Chiaras Aufenthalt in Uriells Familie zum Ausdruck. Während er Chiara auf ihrem Weg begleitet, begegnet der Leser durch einen zweiten Handlungsstrang dem unbekannten Charles, der seinen Blick in die Vergangenheit richtet. Die wechselnden Erzählperspektiven und Sichtweisen sind manchmal etwas verwirrend, tragen aber am Ende zur Auflösung der Geschichte bei.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt, so dass der Leser seine Sympathien gerecht verteilen kann. Schon die Bewohner der Insel Groix sind individuell, um nicht zu sagen skurril angehaucht, wirken auf ihre Art kauzig, schrullig und verschroben, aber auch sehr liebenswert. Sie spiegeln ihre recht einsame Gegend wieder, in der alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen müssen. Chiara hat nie eine richtige Familie gehabt, litt immer unter der kalten Art ihrer Mutter. Nun lernt sie bei neuen Freunden nicht nur echtes Familienleben kennen, sondern muss sich auch mit ihrer Identität auseinandersetzen, die durch den Betrug ihrer Mutter und ihrer Tante in Frage gestellt wurde. Chiara ist aber auch eine Frau, die nicht aufgibt und hartnäckig versucht, Antworten zu finden. Chiaras Mutter Livia wirkt wie eine herzlose und unterkühlte Person, doch insgeheim ist sie von Schuldgefühlen geplagt und bestraft sich selbst, aber auch ihre eigene Tochter, durch die Unterdrückung von Gefühlen wie Wärme und Liebe. Viola ist ebenfalls nicht gerade eine Sympathieträgerin, sie ist eine neidische Frau, die geradezu darauf aus ist zu verletzen. Gabin ist ein geheimnisvoller Mann, der selbst auf der Suche ist. Aber auch Urielle und ihre Familie beleben die Geschichte zusätzlich.
"Die 48 Briefkästen meines Vaters" ist ein Roman über Identitätsfindung, Freundschaft, neue Freunde, alte Gefühle und natürlich die Liebe, der mit Melancholie, Poesie und viel Herz erzählt wird. Verdiente Leseempfehlung für eine anrührende Geschichte.
Dreamworx
aus Berlin
4/5
30.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Die Nachricht trifft die…
Die Nachricht trifft die Römerin Chiara Ferrari an ihrem 25. Geburtstag wie ein Schlag, denn ihre Patentante Viola sagt doch tatsächlich, dass ihr vermeintlicher Vater, der vor ihrer Geburt gestorben ist, überhaupt nicht ihr Vater sei. Dass sie aus einem One-Night-Stand ihrer Mutter Livia mit einem unbekannten Matrosen von der bretonischen Insel Groix entstanden sein soll, muss sie erst einmal verdauen. Sie will der Sache nachgehen und macht sich von Rom auf den Weg ins französische Groix in der Hoffnung, vielleicht ihren leibhaftigen Vater zu finden. Während der Schiffsüberfahrt lernt sie Gabin und Urielle kennen, die auch nach Groix wollen und mit denen sie sich sofort gut versteht und eine Unterkunft in Urielles Familie findet. Der Zufall spielt Chiara den Job als Vertretung der Inselbriefträgerin in die Hände, eine gute Möglichkeit, sich umzuhören, die Menschen auszufragen und nach ihrem Vater zu suchen, während sie die Post an die Bewohner von Groix verteilt. Wird Chiara tatsächlich ihren Vater kennenlernen? Lorraine Fouchet hat mit „Die 48 Briefkästen meines Vaters“ einen unterhaltsamer und teils ungewöhnlicher Roman, der mit poetischem und ebenso leicht humorigem Erzählstil nicht nur seinen Protagonisten, sondern auch Gegenständen wie Briefkästen und Fahrrädern das Wort erteilt, was erst einmal für Verwirrung sorgt, allerdings dann doch in Neugier umschlägt, denn so mancher Briefkasten weiß so einiges zu erzählen. Aber erst einmal folgt der Leser einer verletzten Chiara auf eine spontane Reise, wurde sie doch all die Jahre von ihrer eigenen Mutter Livia belogen. Das Verhältnis zwischen Livia und Chiara ist nicht nur lieblos, sondern gleicht einem Eisschrank. Doch dass ausgerechnet ihre Ersatzmutter Viola den jahrelangen Betrug offenlegt, lässt nichts mehr erscheinen, wie es einmal war. Die Autorin lässt in ihrer Geschichte ihre Protagonistin nach ihrer eigenen Herkunft suchen und macht die Sehnsucht nach dem Vater, der immer fehlte, deutlich. Das kommt vor allem auch bei Chiaras Aufenthalt in Uriells Familie zum Ausdruck. Während er Chiara auf ihrem Weg begleitet, begegnet der Leser durch einen zweiten Handlungsstrang dem unbekannten Charles, der seinen Blick in die Vergangenheit richtet. Die wechselnden Erzählperspektiven und Sichtweisen sind manchmal etwas verwirrend, tragen aber am Ende zur Auflösung der Geschichte bei. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt, so dass der Leser seine Sympathien gerecht verteilen kann. Schon die Bewohner der Insel Groix sind individuell, um nicht zu sagen skurril angehaucht, wirken auf ihre Art kauzig, schrullig und verschroben, aber auch sehr liebenswert. Sie spiegeln ihre recht einsame Gegend wieder, in der alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen müssen. Chiara hat nie eine richtige Familie gehabt, litt immer unter der kalten Art ihrer Mutter. Nun lernt sie bei neuen Freunden nicht nur echtes Familienleben kennen, sondern muss sich auch mit ihrer Identität auseinandersetzen, die durch den Betrug ihrer Mutter und ihrer Tante in Frage gestellt wurde. Chiara ist aber auch eine Frau, die nicht aufgibt und hartnäckig versucht, Antworten zu finden. Chiaras Mutter Livia wirkt wie eine herzlose und unterkühlte Person, doch insgeheim ist sie von Schuldgefühlen geplagt und bestraft sich selbst, aber auch ihre eigene Tochter, durch die Unterdrückung von Gefühlen wie Wärme und Liebe. Viola ist ebenfalls nicht gerade eine Sympathieträgerin, sie ist eine neidische Frau, die geradezu darauf aus ist zu verletzen. Gabin ist ein geheimnisvoller Mann, der selbst auf der Suche ist. Aber auch Urielle und ihre Familie beleben die Geschichte zusätzlich. "Die 48 Briefkästen meines Vaters" ist ein Roman über Identitätsfindung, Freundschaft, neue Freunde, alte Gefühle und natürlich die Liebe, der mit Melancholie, Poesie und viel Herz erzählt wird. Verdiente Leseempfehlung für eine anrührende Geschichte.
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4/5
22.05.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein wunderschönes französisches...
Ein wunderschönes französisches Buch, das in Rom beginnt. Ist Chiara ein Kind der Liebe oder des Limoncello? Das versucht sie in Groix herauszufinden. Mit einem bisschen Romantik.
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